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Editorial

Lieber Leser, liebe Leserin,

Der Kirchentag – die gute Seite der Kirche?

Der Evangelische Kirchentag hat vom 1. bis 5. Juni 120 000 Menschen in Dresden versammelt. Mehr Besucher als an Kirchentagen zuvor haben sich Bibelarbeiten, Vorträge und Diskussionen angehört. Und Predigten. Zum Stichwort „Gottesdienst“ listete die Programmdatenbank 280 Einträge auf. Dazu kamen 91 Bibelarbeiten, außerdem Werkstätten für einladende Feiern in der Gemeinde, die Predigt für den Körper und den „krass anderen Jugendgottesdienst“, letzterer allerdings ohne eine gesprochene Auslegung des Wortes Gottes. Es gab verzaubernde Momente, etwa am Eröffnungsabend, als Flöße mit Teelichtern über die Elbe glitten, oder bei der morgendlichen Bibelarbeit hoch über den Dächern der Stadt in der Kuppel der wiederaufgebauten Frauenkirche. Meine Kollegin Evelyn Finger hat darüber berichtet. Oder beim eindrucksvollen Schlussgottesdienst, den das ZDF übertrug.

1300 Journalisten haben die Tage unter dem Motto „da wird auch dein Herz sein“ verfolgt und sich Gedanken gemacht, worin der Ertrag der unbeschwerten Zeit an der Elbe bestehen könnte. Ihr Resümee ist ambivalent ausgefallen. Denn es ist umstritten, ob der Kirchentag die Kirche bereichert, ob er die große Ausnahme im nüchternen Alltag des Glaubens darstellt oder ob er auch zur Verweltlichung beiträgt. Ein weiterer Kollege, Reinhard Bingener von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, sieht ein Problem. Neben den magischen Momenten bemerkt er, vor allem in einer Reihe von Predigten, viel Trivialmoral, die die Botschaft des Evangeliums ins Banale abdriften lässt: Der Kirchentag habe neben Impulsen „auch geistige und geistliche Verheerungen befördert. Die Gottesrede hat an Prägnanz eingebüßt.“ Trivialmoral sieht er in folgenden Momenten: „Da soll man sich dann „dazu eingeladen fühlen“, „einander in Würde zu begegnen“ oder auch „miteinander umzugehen“, was, natürlich, ausschließlich „achtsam“ zu erfolgen habe.“ Und er fragt, ob das standhalten kann, wenn die Stürme des Lebens wüten. Anfällig für die Verbreitung solcher Vorstellungen, sagt Bingener, seien Theologen, die weniger in der Gemeinde und mehr in Gremien ihre Aufgabe sehen, also häufig „Pfarrer aus dem Milieu der Beauftragten für Umwelt, Frauen, ökumene, Entwicklung .“ Man finde sie auf Kirchentagspodien besonders häufig, weil der Kirchentag selber, abgesehen von seinem Treffen alle zwei Jahre, aus Gremien bestehe.

Das ist provozierend formuliert. Doch Reinhard Bingener ist nicht der einzige, von dem man diese Kritik hört. Das interessiert uns. Ist der Kirchentag, der Katholikentag, sind die Kirchen anfällig für einen Jargon der Betroffenheit, der besonders abseits der Gemeinden gedeiht und die Botschaft von der Erlösung undeutlich werden lässt? Schreiben Sie uns Ihre Meinung dazu, teilen Sie uns Ihre Erfahrungen mit. Wo haben Sie gute Erfahrungen mit Predigten gemacht, wo wurden oder werden Sie enttäuscht? Wir sind gespannt auf Ihre Antworten: schreiben Sie uns an info@nl.predigtpreis.de Stichwort: „Kirchentag“. Vielen Dank.

Ihr

Wolfgang Thielmann -
Jurymitglied des PREDIGTPREISES

Aktuelle Themen:

Leserfoto des Monats:

© Pastor R.M. Zoske

Foto zur Predigt Epheser 5,14

Skulptur "Atomkraft" des russisch-französischen
Künstlers Ossip Zadkine (Antwerpen)

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Ökumene
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Der 33. Deutsche Evangelische Kirchentag in Dresden!

ökumene? – Frieden? - Alternativlos!

Nach dem 2. ökumenischen Kirchentag ist dies nun die erste konfessionelle kirchliche Großveranstaltung. Dresden war vom 1. – 5. Juni 2011 das Zentrum protestantischen Glaubens und Lebens. Fast 120.000 Dauerteilnehmer machten diesen Kirchentag zu einem großen Fest des Glaubens, so das Fazit der Veranstalter. So viele Menschen wollten den Kirchentag mit gestalten wie seit zehn Jahren nicht mehr. Allein für den "Markt der Möglichkeiten" hatten sich 791 Initiativen und Organisation beworben, teilten die Veranstalter mit. Das seien 15 Prozent mehr als 2009 in Bremen und 20 Prozent mehr als in Köln 2007. Eine höhere Beteiligung habe es zuletzt nur 1999 gegeben. Für das regionale Kulturprogramm konnten die Organisatoren unter 463 Gruppen und Künstlern die rund 200 benötigten Akteure auswählen. "Der Reiz des Kirchentages liegt auch in der Mitgestaltung", sagte Präsidentin Katrin Göring-Eckardt. Sie wertete den Bewerbungsrekord als Zeichen einer wachsenden Bedeutung. Im Rückblick spricht Göring-Eckardt von einer neuen Lust auf Theologie, gerade bei den jungen KirchentagsbesucherInnen, die sichtbar und hörbar in der Mehrzahl waren und dem Kirchentag ein fröhliches, junges, neugieriges und lebensfrohes Gesicht gegeben hatten.

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Das Interview
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Walter Kardinal Kasper war bis 2009 Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen. Davor war er Bischof von Rottenburg- Stuttgart und Professor für Dogmatik in Tübingen und Münster.

„Jeder Christ muss predigen“
Interview mit Walter Kardinal Kasper

Predigtpreis: Warum ist es so schwer, Menschen in Westeuropa für Glauben und Kirche zu begeistern?

Walter Kardinal Kasper: Man muss unterscheiden zwischen einem vorchristlichen Kontext, in den das Evangelium erstmals verkündigt wird, und einem Kontext wie dem europäischen, in dem das Evangelium lange schon verkündigt worden ist und in dem das Verhältnis zu Gott eine Geschichte hat. Da haben sich auch Belastungen angesammelt. Wo Gott radikal behauptet worden ist, kann er auch radikal geleugnet werden. Da ist der geistige Boden für das Evangelium stärker verkarstet als in Ländern, in denen das Evangelium zum ersten Mal zu hören ist.
Aber Westeuropa ist nicht unreligiös. Die Frage nach Gott wird auch hier oft gestellt. Als ich von 1964 bis 1989 Professor war, haben wir im Kollegenkreis mitunter bis in die Nacht über Gott geredet. Man reibt sich aber heute stärker als früher an den Institutionen des Glaubens.


Predigtpreis: Dann ist die Behauptung falsch, dass Industrialisierung und soziale Entwicklung den Glauben auflösen?

Kasper: Es gab diese These. Sie ist aber weitestgehend von den Soziologen aufgegeben worden. In Europa lief die Entwicklung so, dass sich die Moderne in der Auseinandersetzung mit den etablierten Kirchen durchgesetzt hat. Aber etwa in den USA wurde die Moderne von einem christlich-kirchlichen Impetus getragen. Christen haben sich für Menschenrechte eingesetzt. In der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung werden sie religiös begründet, ganz anders als etwa in Frankreich, wo sich Menschenrechte über die Revolution etabliert haben. Das hilft den Kirchen heute in den USA, und die Gesellschaft dort ist religiöser und kirchlicher als die europäischen.

Predigtpreis: Das Pfingstfest, das wir in diesem Monat feiern, markiert den Beginn der Kirche. Sie entstand, berichtet die Bibel, durch die Ausgießung des Heiligen Geistes und eine Predigt von Petrus. An deren Ende traten 3000 Menschen der ersten Gemeinde bei. Müssen wir Gott um mehr Geist bitten oder um mehr Prediger?

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Veranstaltung
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Seelsorge ist die Sorge am ganzen Menschen

Dieser Satz stammt von Erzbischof Dr. Alfons Nossol, dem früheren Bischof von Oppeln. Er wird am 16.11. 2011 in Bonn mit dem PREDIGTPREIS 2011 für das Lebenswerk ausgezeichnet. Der hagere, quirlige und schlaksige Mann spricht mit einer Offenheit über seine Kirche, wie man sie von hohen Geistlichen nicht erwartet.

Nossol versuchte stets, in der Region zwischen deutschen und polnischen Kräften, auch den Vertriebenen aus den polnischen Ostgebieten, die Waage zu halten. Eine Arbeit nicht ohne Risiko: Es gab in den Neunzigerjahren Beschimpfungen von polnischer Seite, Graffiti („Nossol nach Berlin“), auch überzogene Ansprüche seitens der Deutschen. Eine Herausforderung war die Idee Helmut Kohls, gemeinsam Caritas-Sozialstationen in der Diözese Oppeln aufzubauen. Offiziell ein Beitrag zur deutsch-polnischen Aussöhnung, faktisch ein Hilfswerk für die deutsche Minderheit? Kohl und Nossol sprachen darüber; der Bischof zögerte. „Doch dann beschloss ich: Man muss es wagen.“ Bedingung war, dass das Sozialwerk, um Spannungen und Neid zu vermeiden, der gesamten Bevölkerung der Region zugute kommt, nicht nur den Deutschen. Das hat funktioniert; heute trägt die polnische Seite die Sozialstationen allein.

Nossol eröffnet suchenden Zeitgenossen Zugänge zum Gott der Bibel. Sprachgewandt, wortgewaltig und mit Humor gelingt ihm auch der Brückenschlag zwischen Völkern und Konfessionen, so die Begründung der Jury für die Preisverleihung. Nossol, der 2009 in Ruhestand ging, war mit 32 Amtsjahren Polens dienstältester Ortsbischof. Der gebürtige Oberschlesier wirkte seit Jahrzehnten als Brückenbauer zwischen Polen und Deutschland sowie als Mittler zwischen den Konfessionen. 1980 ermöglichte Nossol dem damaligen Augsburger Bischof Josef Stimpfle, die erste deutsche Predigt seit dem Zweiten Weltkrieg auf dem oberschlesischen Annaberg zu halten. 1989 führte er deutschsprachige Gottesdienste in seiner Diözese ein. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1997 den Augsburger Friedenspreis, 2005 den Deutsch-Polnischen Preis und 2010 den Deutschen Nationalpreis. 1999 verlieh ihm Papst Johannes Paul II. wegen seiner Verdienste den persönlichen Titel Erzbischof.

Ralf Birkner, Dipl.-Theologe
theol. Berater des PREDIGTPREISES

© Damian Spielvogel
Gastkommentar
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Den Hörern etwas zutrauen

Predigen - nicht vielfältig abgeschlossen, sondern vielfältig aufgeschlossen

Von Dietrich Sagert

In Predigten spiegelt sich Vielfalt, ganz besonders in der evangelischen Kirche. Sieht man jedoch genauer hin, hört man genauer zu, verbirgt sich hinter der Vielfältigkeit eine erschreckende Einförmigkeit in Sprache, Geste und Tonfall. Was auf den ersten Blick unterschiedlich aussieht, wirkt wie eine abgeschlossene Oberfläche. Sie wird gebildet von zum Berufsbild gehörenden Meinungen, Lebensansichten und Botschaften der Predigenden. Von außen wirken sie wie beliebig zusammengestellte „Für-mich-Theologien“, die sich an bestimmten typischen überzeugungspunkten verhärten und abschließen.

Nicht immer treten alle Einförmigkeitssymptome zugleich und in gleicher Intensität auf. Sie werden sogar bis zum Verschwinden gering, je mehr sich die Persönlichkeit des Predigenden gegenüber seinem Rollen- und Berufsbild durchsetzt oder es schöpferisch gestaltet. Bei wachsender Arbeitsbelastung allerdings wächst die Gefahr für die Predigerin oder den Prediger, sich auf Gewohnheiten und Reflexe in Sprache, Geste und Tonfall zurückzuziehen. Oft entstammen sie einem frühen Vorbildeindruck. Wenigstens da fühlt man sich sicher und geschützt.

Warum will ein junger Mensch Pfarrer oder Pfarrerin werden? Am häufigsten, weil es ein Vorbild gibt. Vorbilder funktionieren über Bewunderung, Identifikation und Nachahmung. Beim Berufsbild Pfarrer ist dieser Mechanismus theologisch geradezu subventioniert durch eine Theologie der Nachfolge - und damit tendenziell immun gegen Veränderungen. Diese Immunität wirkt sich auf die Predigtpraxis aus.

Nun setzt niemand mit Absicht einen solchen Vorbildmechanismus in Gang. Menschen entwickeln sich auf diese Art. Doch wenn die Ablösung vom Vorbild verpasst wird, erwächst aus dem Vorbild eine schlechte Gewohnheit, die sich eben auch aus Bewunderung, Identifikation und Nachahmung zusammensetzt.

Möglicherweise können aber bewusst offen gehaltene Denk- und Wahrnehmungserfahrungen helfen, die Persönlichkeit von ihrem Vorbild zu befreien. Zugleich würde die Predigt ihren Stereotypen in Sprache, Geste und Tonfall entkommen. Welche Methoden können die Abgeschlossenheit aufbrechen und ein vielfältig aufgeschlossenes Predigen entwickeln helfen und stärken? Was heißt überhaupt vielfältig aufgeschlossen predigen?

Drei Thesen:

1. Vielfältig aufgeschlossen predigen heißt Abstand erzeugen

Bei einer Andacht zum Bußtag hat ein Pastor ein Experiment gewagt. Er hat die Stühle, auf denen die Menschen sitzen sollten, auf den Abstand von ungefähr einem Meter gestellt. Reflexhaft rücken die meisten ihre Stühle etwas verschämt um sich blickend wieder zueinander. Christen halten Abstand nicht aus.

Der Umgang mit den Texten der Bibel ist vom selben Reflex bestimmt. Die Lektüre der Bibel ist gekennzeichnet von einem der drei oben genannten Merkmale der Gewohnheit, nämlich der Identifikation. Christen identifizieren sich, ohne darüber nachzudenken, mit den Erlösten in den biblischen Texten. Die Unerlösten sind immer die anderen. Damit geht jegliche Fremdheit, jegliche Andersartigkeit dieser Texte und der Wirklichkeiten, von denen sie sprechen, verloren.

Um Aufgeschlossenheit zu erzeugen, sollen die Texte der Bibel gegen den Strich der Gewohnheit gelesen werden. Erst so entsteht Abstand, der von einer Gegenwart erfüllt werden kann, der mit einer Ankunft rechnet und sie erwartet. Nur durch Abstand entgeht man einer abgeschlossenen, ständig selbstreferentiellen Selbstvergewisserung.

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Dr. Dietrich Sagert
(komm. Leiter Predigtzentrum Wittenberg)
Vita lesen
Ich halte die Abgeschlossenheit der theologischen Fakultäten für ein Verhängnis.
Jacob Taubes


When you have a message, it must be mailed.
Alfred Hitchcock
Predigt des Monats
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Matthäus 18,15-22 von Fernando Enns

Von der Kraft der Vergebung,
der Möglichkeit der Versöhnung und
der Verheißung Gewalt zu überwinden.

Liebe Gemeinde,
Wie gehen wir mit denen um, die sündigen? Wie machen sie das in ihrer Kirchengemeinde? Was sollen wir tun mit den Ehebrechern, den Lügnern und denen, die schon mal etwas mitgehen lassen – im kleinen Ladenliebstahl oder in der großen Steuerhinterziehung? Ich will es Ihnen sagen: wir haben das zur Privatsache erklärt – so wie wir die Religion zur Privatsache erklärt haben. Jeder und jede ist allein seinem Gewissen verpflichtet. „Das muss er mit sich und seinem Herrgott ausmachen.“, „Das ist seine Sache.“ Wir wollen niemanden verurteilen! Deshalb ist dieser Text aus dem Matthäusevangelium ein unbequemer Text. Denn er thematisiert ein Phänomen, vor dem wir gern unsere Augen verschließen, weil dies „ärger“ bedeutet.

Gewiss, Religionsfreiheit ist ein hohes Gut, das wir uns teuer erkämpft haben. Gerade wir Mennoniten wissen das. Aber nur in diesem Sinne ist Religion Privatsache: niemandem darf vorgeschrieben werden, was er zu glauben hat. Wie wir aber unsere Religion leben, wie wir unser Leben als Christen im Verhältnis zueinander und zu anderen gestalten, das ist nicht Privatsache. Glaube ist Privatsache. Religion ist immer öffentlich. Denn sie bestimmt unsere Werte, ist unsere „Leitkultur“ als Christen – auch in der Politik und in der Wirtschaft. Religion orientiert unsere Interpretation der Verhältnisse, in denen wir leben und richtet die Beziehungen, in denen wir leben. Es betrifft immer die Gemeinschaft, zu der wir gehören: unsere Gemeinde, unsere Kirche, auch unser Verhältnis zu Menschen anderen Glaubens, unsere Stadt.

Und hier gibt es Situationen, in denen das Handeln Einzelner die ganze Gemeinschaft in Gefahr bringt. – Wie also soll eine christliche Kirche damit umgehen, für die doch die Liebe Gottes und die Vergebung in Christus handlungsleitend sind?

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Die Auszeichnung des PREDIGTPREISES
„Sehnsucht nach Befreiung“
Kunst und Predigt
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Skulptur DER HÖRENDE

© Benediktinermönch Bruder Joseph Belling, Maria Laach „Bildgestaltungen des Glaubens“.

Für Bruder Joseph OSB (Ordini Sancti Benedicti) ist sein Namenspatron – der Hl. Joseph – ein Hörender und Visionär. Aufträge empfing er nach der Bibel meist im Traum. Und kein Wort von ihm ist offenbart. Nüchterne Schweigsamkeit formte sein Wesen.

Ihr aber seid selig, denn eure Augen sehen und eure Ohren hören. (Mt 13,16)

Meditation über die Plastik des heiligen Joseph

Was ich sehe

Das Gesicht
Die geweiteten Augen,
die mich anschaun,
durch mich hindurchschaun,
sie schauen weit – weiter als ich sehen kann –
sehen mehr – mehr als ich sehen kann.

Das übergroße Ohr
Und die Hand, die es hält,
als wäre es nicht groß genug – nicht offen genug – das Ohr.
Um wirklich zu hören, hält die Hand das Ohr.

Er sitzt, der heilige Joseph,
er ruht,
eine Hand im Schoß.

Aufrecht ist die Haltung
aufgerichtet in der Ruhe –
eine senkrechte zu Gott.

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Ergebnis der Umfrage Mai 2011

www.predigtpreis.de