Sollte dieser Newsletter nicht richtig dargestellt werden, klicken Sie hier
Editorial

Lieber Leser, liebe Leserin,

Es bleibt ein Wunder, was sich in den letzten zwei Generationen zwischen Katholiken und Protestanten in Deutschland bewegt hat. Beide Kirchen sind in einer Weise aufeinander zugegangen, die 400 Jahre lang undenkbar war. Das hat auch der Papst bei seinem Deutschlandbesuch im gerade vergangenen September festgestellt: "Es ist für mich der große ökumenische Fortschritt der letzten Jahrzehnte", sagte er bei einem Gespräch mit der Spitze der evangelischen Kirche, "dass uns diese Gemeinsamkeit bewusst geworden ist, dass wir sie als unsere gemeinsame, unverlierbare Grundlage erkennen – im gemeinsamen Beten und Singen, im gemeinsamen Eintreten für das christliche Ethos der Welt gegenüber, im gemeinsamen Zeugnis für den Gott Jesu Christi in dieser Welt."

Drei Generationen zuvor klang das noch ganz anders. Die junge ökumenische Bewegung hatte zwar begonnen, Menschen für den Gedanken zu begeistern, dass die Konfessionsgrenzen überwunden würden, etwa durch theologische Dialoge zwischen den getrennten Kirchen und durch gemeinsames Engagement für den Frieden wie auch für die Verbreitung der christlichen Botschaft. Doch in beiden Kirchen war die Ökumene umstritten. Der Vatikan untermauerte seine Absage sogar mit der 1928 veröffentlichten Enzyklika "Mortalium Animos". Papst Pius XI. stellte in diesem Lehrschreiben klar, "dass weder der Apostolische Stuhl in irgendeiner Weise an ihren Konferenzen teilnehmen kann, noch dass es den Katholiken irgendwie erlaubt sein kann, diese Versuche zu unterstützen oder an ihnen mitzuarbeiten."

Wenige Jahre später, unter dem Druck des Naziregimes, wurde evangelischen und katholischen Christen klar, dass die Wahrheit Gottes sie tiefer verbindet als ihre eigenen Erkenntnisse sie trennen, und dass sie das zum gemeinsamen Handeln verpflichtet. Nach Kriegsende gehörte die Evangelische Kirche in Deutschland zu den ersten Hilfeempfängern des Ökumenischen Rates, der 1948 gegründet wurde. Und vierzig Jahre nach seiner Enzyklika tat der Vatikan das, was er sich damals verboten hatte: Er wurde Mitglied in der ökumenischen Kommission für Glauben und Kirchenverfassung. Die katholische Kirche hat ihr Verständnis von Ökumene fast schon atemberaubend weiterentwickelt. Das verdankt sie vor allem dem Zweiten Vatikanischen Konzil von 1962 bis 1965.

Wie aber geht es weiter? Der Papst ist vorsichtig gegenüber neuen Verständigungsversuchen. Wie damals Pius XI. in der Enzyklika von 1928 – und mit dem gleichen Sprachgebrauch – hält er wenig von "Verhandlungen" über theologische Fragen. Doch hat er, anders als 1928, den gelebten Glauben als stärkste ökumenische Kraft bezeichnet. Damit zeigt er auf die vielen kleineren und größeren Beispiele in Kirchengemeinden, die oft gar nicht ins Blickfeld kommen. Dabei wird in ihnen der gemeinsame Glaube erkennbar und kommt anderen zugute. So wird die Spaltung zwischen den Kirchen an einzelnen Stellen überbrückt, sie verliert allmählich ihre trennende Kraft.

Dass will der Predigtpreis gern unterstützen. Daher wird hier ein Projekt vorgestellt, ein Wettbewerb, der den gelebten Glauben sichtbar machen soll: Der im nächsten Jahr in Mannheim bevorstehende Katholikentag möchte neue ökumenische Aufbrüche vorstellen. Eine ökumenische Jury – ähnlich wie beim Predigtpreis – wird aus den Einsendungen die interessantesten Initiativen heraussuchen. Sie sollen in Mannheim und, natürlich, auch im Internet vorgestellt werden.

Mögen Sie sich nicht mit Ihrer Kirchengemeinde oder Gruppe bewerben? Überlegen Sie nicht zu lange. Einsendeschluss ist bereits Ende dieses Monats. Und sind Sie evangelisch? Dann weisen Sie ihre katholische Partnergemeinde auf das Projekt hin. Und melden Sie sich gemeinsam.

Ihr

Wolfgang Thielmann
Jurymitglied des PREDIGTPREISES

Aktuelle Themen:

Predigtfoto des Monats:

© Jürgen Truschel, Pastor i.R., Suderburg

Mit der Votivkapelle in Berg am Starnberger See wurde, zehn Jahre nach seinem Tod, König Ludwig II. von Bayern ein Denkmal gesetzt. Vor der Kapelle steht ein Kreuz in Blickrichtung auf die Stelle im Starnberger See, an der König Ludwig zusammen mit seinem Arzt vor 125 Jahren auf bis heute ungeklärte Weise den Tod gefunden hat. Ein schlichtes Holzkreuz im See erinnert noch an das Drama, das sich hier abgespielt haben muss. Das Bild habe ich in diesem Sommer 2011 aufgenommen. Zeit ist vergangen. Im Gegenüber der Kreuze bekommt der Tod ein anderes Gesicht. Vorübergehende werden einbezogen. Das Unheimliche und Gewalttätige dieses Ortes wird in der Gestalt des Gekreuzigten befriedet und in Trost verwandelt. Seine Gegenwart verheißt damaligen Opfern und Tätern, und allen die vorüber kommen und heute auf diesen Ort schauen, Vergebung und Auferstehung.


Sprechende, „predigende“ Bilder –
teilen Sie Ihr eindruckvollstes Foto mit uns.

Schicken Sie uns bitte eine Email mit dem Betreff „Predigtfoto“. Fügen Sie Ihr Foto(s) bei mit einem kurzen Begleittext und Ihrer Adresse an predigtfoto@nl.predigtpreis.de.

Ökumene
zur Übersicht

Einigkeit und Recht und Freiheit

© http://www.bonn2011.de/

Einigkeit und Recht und Freiheit, so wurde am 3. Oktober an vielen Stellen im ganzen Land gesungen, am Tag der deutschen Einheit. Viele Menschen haben an den Fall der Mauer im Jahr 1989, an den Weg zur Wiedervereinigung des geteilten Deutschlands gedacht. In diesem Jahr hat die Bundesrepublik das Fest der Deutschen Einheit mit einem Fest der föderalen Vielfalt in Bonn gefeiert.

 

Es war der Tag nach dem kirchlichen Erntedankfest. Die Christen richten ihren Dank an einem solchen Tag zuerst an Gott. Die friedliche Revolution in Deutschland ist ein historisches Wunder, an dem natürlich viele Menschen beteiligt waren. Aber Wunder kommen nicht allein durch menschliches Handeln zustande, natürlich auch nicht ohne. Das Wunderbare, so glauben wir Christen, kommt durch Gottes Hilfe, durch seinen Geist zustande. Eine schöpferisch kreative Kraft, die sich einmischt, die durchmischt und aufmischt. In der Bibel ist immer wieder davon die Rede, dass Gottes Geist etwas Neues macht, nicht nur das Alte verbessert, sondern etwas ganz Neues geschaffen wird.

 

Nun ist die deutsche Einheit Wirklichkeit geworden und die christlichen Kirchen haben daran einen großen Anteil. Das ist in den vergangenen Jahren hinreichend aufgearbeitet worden. Ich habe mich gefragt, ob das Wiedervereinigte Deutschland nicht auch umgekehrt eine Klammer sein kann, die die Kirchen zusammenhält und zusammen bringt? Gibt es etwas, was die Kirchen von dem Prozess der Einheit Deutschlands lernen können?

Katrin Göring Eckhardt, Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland und Vizepräsidentin des deutschen Bundestages antwortete mir auf diese Frage:

Bitte lesen Sie den Beitrag hier weiter

Das Interview
zur Übersicht

„Rehabilitiert die Gegner Luthers!“
Interview mit dem katholischen Ökumenebischof Gerhard Ludwig Müller

Bischof Müller

Vita lesen

Gerhard Ludwig Müller ist seit 2002 Bischof in Regensburg. 1986 wurde er Professor für Dogmatik in München. Eine Honorarprofessur hat er dort bis heute inne. Unter seinen 400 wissenschaftlichen Publikationen ist seine 1995 erschienene Katholische Dogmatik die bekannteste. Zu seinen Ämtern gehört auch der stellvertretende Vorsitz bei der deutschen Ökumene, der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen.


Predigtpreis: Herr Bischof, der Papst hat während seines Deutschlandbesuchs bei der Begegnung mit den Protestanten im ökumenischen Gottesdienst in Erfurt gepredigt. Hat das eine Bedeutung?

Bischof Müller: Es unterstreicht auf der einen Seite, was ökumenisch erreicht worden ist. Und auf der anderen Seite zeigt es die Aufgabe des Papstes und des Bischofs: Die Verkündigung des Evangeliums. Das Zweite Vatikanum hat die Hauptaufgabe des Bischofs als Lehrer und Verkünder des Wortes betont. Er ist der Diener des Wortes, wie es im Neuen Testament heißt. Der Papst füllt diese Aufgabe auch im Ökumenischen Gottesdienst aus, wenn er predigt und das Wort Gottes auslegt. So ist es auch üblich in anderen ökumenischen Gottesdiensten, wenn der evangelische und katholische Geistliche das Wort Gottes gemeinsam auslegen.

Predigtpreis: Im Gefühl mancher Katholiken ist die Predigt immer noch ein Element, das sie als evangelisch empfinden. Zu Recht?


Bischof Müller: Die Predigt ist auch für uns Katholiken ein wichtiger Teil jedes Gottesdienstes, vor allem in der Eucharistiefeier. Sie ist geboten; an jedem Sonn- und Feiertag muss immer eine Predigt gehalten werden.

Predigtpreis: Aber Wortgottesdienste haben für Protestanten und Katholiken unterschiedliches Gewicht, heißt es immer wieder.

Müller: Die bedeutendste Form des Gottesdienstes ist im katholischen Verständnis die Eucharistiefeier. Allerdings einschließlich des ersten Teils, der Liturgia verbi, also der Wortverkündigung. Aus evangelischer Sicht ist der Wortgottesdienst der zentrale, an den früher das Abendmahl angehängt wurde. In der Liturgie beider Konfessionen hat es Bewegungen aufeinander zu gegeben. In der Liturgiereform des Zweiten Vatikanums hat der Wortgottesdienst – oder, wie wir eigentlich sagen: die Wort-Gottes-Feier - eine Aufwertung erfahren. Auch wurde die Predigt in der Eucharistie noch stärker betont. Auf der evangelischen Seite ist das Verständnis eines einheitlichen Gottesdienstes gewachsen mit dem Wortgottesdienstteil und dem Abendmahl.

Predigtpreis: Predigen Sie gern?

Müller: Die Verkündigung ist, wie gesagt, meine Aufgabe. Sie steht im Zentrum des bischöflichen Wirkens. Ein Bischof ist nicht in erster Linie der Verwalter der Kirchengüter oder eine Art Unternehmenschef. Die Verwaltung in der Kirche obliegt dem Generalvikar. Der Bischof hat die Hauptaufgabe, Verkünder des Evangeliums zu sein. Er ist Spender der Sakramente, der Hirte der Gemeinde, der erste Seelsorger.

Predigtpreis: Die Synode der evangelischen Kirche hat einmal in einer Erklärung gesagt: Wir sind so evangelisch, wie wir ökumenisch sind. Gehört Ökumene auch zum Wesenskern der katholischen Kirche?



Bitte lesen Sie das Interview hier weiter

DER GASTKOMMENTAR
zur Übersicht

Der dreieinige Gott als Lebenshorizont

Foto: Uni Münster

Prof. Dr. Matthias Haudel lehrt Systematische Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster und hat zugleich einen Lehrauftrag für Systematische Theologie an der Universität Bielefeld. Außerdem arbeitet er für die Evangelische Kirche von Westfalen im Bereich Ökumene. Als einziger Theologe hat er zweimal den Theologie- und Ökumene-Preis der Katholischen Fakultät Regensburg erhalten.


Christliche Predigt ist ständig um die Verkündigung des lebendigen Gottes und seines Heilswillens für die Menschen bemüht. Neben den unzähligen Einzelaspekten, die diese Aufgabe berührt, bleibt es Aufgabe der Predigt, den christlichen Gottesbegriff als Ganzen in seiner existentiellen Bedeutung anschaulich werden zu lassen – und das nicht nur am Sonntag Trinitatis. Denn der Lebenshorizont des Menschen und der damit verbundene Sinn seines Lebens erschließt sich erst im Blick auf das Wesen des dreieinigen Gottes.

Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist so alt wie die Menschheit. Doch ist diese Frage überhaupt zu beantworten? Wer über sein Leben nachdenkt, über den letzten Sinn, über eine letzte Geborgenheit, der kommt zumeist sehr bald zu der Einsicht, dass wir Menschen über uns hinausgewiesen sind. Wir haben weder unsere Herkunft selbst in der Hand noch unsere Zukunft über den Tod hinaus. Ebenso wenig können wir den Verlauf unseres eigenen Lebens übersehen, und erst recht nicht den Weg anderer Menschen oder der gesamten Menschheit.

Als ansprechbare Personen, die auf Gemeinschaft und Liebe angewiesen sind, spüren wir, dass wir für den letzten Sinn unseres Lebens, nach dem sich unser Herz sehnt, eines Gegenübers bedürfen, das uns Antwort auf alle diese Unsicherheiten und Fragen geben kann. Die Bibel hält uns vor Augen, dass es ein solches Gegenüber gibt, das diese Eigenschaften besitzt, denn sie bezeichnet uns als Ebenbild Gottes (1. Mose 1,27). Was damit gemeint ist, erschließt sich vollends erst im Laufe der Heilsgeschichte Gottes mit den Menschen, welche die biblischen Schriften bezeugen. Mit den alt- und neutestamentlichen Büchern existiert ein einmaliges Zeugnis in der Menschheitsgeschichte, das mit der mündlichen Tradition einen Zeitraum von Jahrtausenden umspannt, in dem sich Gott zu unterschiedlichsten Zeiten verschiedensten Menschen erfahrbar macht – und dennoch erweist es sich als die eine Selbsterschließung Gottes.

Bitte lesen Sie den vollständigen Beitrag hier weiter

PREDIGT DES MONATS
zur Übersicht

Morgenandacht zum Thema „Was gebührt dem Staat, was der Kirche - und was gebührt Gott?“

Liebe Gäste!

Gegner kamen, um ihm eine Fangfrage zu stellen. Sie waren geschickt worden und gingen geschickt vor. Zunächst machten sie ihm Komplimente: „Du bist ein Lehrer und liebst die Wahrheit. Wir wissen: Du lässt dich nicht von Menschen beeinflussen, auch wenn sie noch so mächtig sind; denn es ist wahr: Du sagst uns klar und deutlich, wie wir nach Gottes Willen leben sollen. Erkläre uns also: Ist es erlaubt, dem römischen Kaiser Steuern zu zahlen, oder nicht? Sollen wir es tun oder nicht?“ Jesus durchschaute ihre Scheinheiligkeit. „In die Falle wollt ihr mich locken! Gebt mir eine Silbermünze; ich will sie mir ansehen.“ Sie gaben ihm das Geldstück, und er fragte: „Wessen Bild und wessen Name sind denn hier aufgeprägt?“ „Das Bild und der Name des Kaisers“, antworteten sie. Da sagte Jesus: „Dann gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gebührt - aber gebt Gott, was Gott gebührt!“ Seine Gegner, Pharisäer sowie Parteigänger von Herodes, standen da, und sie wussten nichts mehr zu sagen.

Liebe Akademiegemeinde, die sonst verfeindeten Pharisäer und Herodianer hatten sich ausnahmsweise zusammengetan. Sie stellten Jesus eine tödliche Falle: „Dürfen wir Steuern zahlen?“ fragen die Pharisäer, „sollen wir zahlen?“ - die Herodianer. Wie Jesus auch antwortet, er scheint sich zwangsläufig sein eigenes Urteil zu sprechen. Jesus könnte sagen: Es ist gegen göttliches Gebot, den römischen Kaiser durch Steuerzahlung anzuerkennen; denn er gibt sich als Gottessohn aus. Dann könnten die Herodianer ihn bei den Römern anzeigen, als politischen Aufrührer. Stattdessen könnte Jesus sagen: Die Steuer ist religiös neutral. Dann würden die Pharisäer ihn beim Volk um jeden Kredit bringen; denn die meisten hofften, der Messias würde sie von Besatzungsmacht und Steuerlast befreien.

Jesus reagiert überraschend auf die verfängliche Frage. Er antwortet mit einer Rückfrage an seine Gegner: „Wie haltet ihr es denn mit der Anerkennung des Kaisers? ... Ich sehe, ihr benutzt selbst die Münzen mit dem Gott-Kaiser-Bild. Ihr macht damit Geschäfte. Also lasst ihr die kaiserliche Autorität gelten. Dann gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört - aber gebt Gott, was Gott gehört!“

Hier lesen Sie die vollständige Predigt

Jetzt Predigt einreichen und mitmachen
Die Auszeichnung des PREDIGTPREISES
„Sehnsucht nach Befreiung“
KUNST UND PREDIGT
zur Übersicht

Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig

Renate Menneke, Jahreslosung 2012, Öl und Acryl © Präsenz Kunst & Buch

(2. Korinther 12,9) – Jahreslosung 2012

Das Bild nimmt mich gefangen. Der Blick zieht mich in die Tiefe. Ins Licht. Das Weiß: ist es eine Kerze? Gleißendes Sonnenlicht? Ich betrachte in aller Ruhe das Werk von Renate Menneke. Es berührt meine Seele. Immer wieder wandert mein Auge zum Licht. Ich muss meinen Blickwinkel richtig zwingen, die anderen Ecken und Winkel des Kunstwerkes anzugehen. Dieser rote Querriegel. Ist es ein Riegel, eine Barriere? Ein Hindernis zum Licht? In Gedanken möchte ich gehen, losgehen, losschreiten zum Licht hin. Schaue ich aus einem Gefängnis? Aus einem selbstgemauerten? Diese roten senkrechten Streben oder Stäbe halten mich, binden mich. Behindern mich auf dem Weg zum Licht. Ich sehe es, bemerke es, scheine es fast zu spüren – aber gelange nicht zum Licht. Ich will nicht zu schnell zum biblischen Text gleiten. Ich möchte beim Kunstwerk verweilen. Es auffassen, in mich aufnehmen. Aus dem Dunkel schaue ich ins Licht. Wo Licht ist, ist auch Wärme, Nähe, Menschlichkeit. Die senkrechten Streben halten mich dagegen. Besonders der dicke fette Querriegel. Wie eine Schranke. Geht die Schranke, der Schlagbaum nach oben? Wird der Weg zum Licht für mich frei werden? Mein Blick will zum Licht. Das Licht zieht mich an. Ich denke über meine eigenen Grenzen nach. Begrenzung durch die Zeit. Meine Lebenszeit. Meine begrenzte Kraft. Meine Zweifel und Ausreden. Das war schon immer so. Das haben wir doch immer so gemacht. Das geht doch nicht. Das kann man nicht. Da sind die Anmerker und Bedenkenträger in meinem Leben. Das wird noch böse enden. Zweifel, Bedenken und Selbstausreden machen mich schwach. Ich weiß, was ich machen könnte. Ich kenne meine Träume. Oder ich kannte sie jedenfalls. Wie waren sie noch mal?

Bitte lesen Sie die Bildmeditation hier weiter

Aktuelle Umfrage

Newsletter abmelden Impressum Kontakt Datenschutzerklärung
www.predigtpreis.de