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Editorial

Lieber Leser, liebe Leserin,

117 Predigten zu Weihnachten listet die Datenbank des Predigtpreises auf. Sie spiegeln eine immense Anstrengung. Weihnachten zu predigen ist eine der schwierigsten Aufgaben im Jahr. Vor allem dann, wenn man es immer wieder tut. Und sich gegen die innere Routine wehren und neu auf die Suche gehen muss. Pfarrer Matthias Jung aus Götterswickerhamm in der Stadt Voerde am Niederrhein zum Beispiel schreibt auf seiner Homepage, die Weihnachtspredigt sei für ihn „ immer wieder eine große Herausforderung und schwere Last.“ Unter diesem Satz hat er seine Weihnachtspredigten seit 1994 aufgelistet. Und er verrät die Leitfrage, mit der er jedes Jahr in die Vorbereitung geht: „Gelingt es mir, die biblische Geschichte mit den Geschichten der Menschen vor mir so in Berührung zu bringen, dass ein wohltuender Klang entsteht?“ Seit 1990, 21 Jahre lang, ist er Pfarrer im nordöstlichen Zipfel der rheinischen Landeskirche.

 

Jahr für Jahr bereiten sich Predigerinnen und Prediger auf die Weihnachtsgottesdienste vor. Dann sind die meisten Kirchen so gefüllt wie sonst nie im Jahr: Eine besondere Chance. Wie predigt man von dem Wunder, das die Menschen immer noch berührt: Dass Gott Mensch wird? Wie überwindet man freundlich die vielleicht oberflächliche Erwartung an eine harmonische Stunde, die nun einmal dazu gehört? Wie weckt und stärkt man die Sehnsucht, dass es einen Halt gibt, dass die Kirche das Gedenken daran bewahrt, dass im Himmel ein guter Vater wohnt, an den ich kaum noch glauben kann? Und wie spricht man zum zwanzigsten Mal darüber? Wie bewahren sich die Prediger das Staunen vor dem Wunder, das ihre Zuhörer berühren soll? In Götterswickerhamm im Kirchenkreis Dinslaken geht das kirchliche Leben zurück, so wie in vielen Landstrichen. In diesem Jahr wurde ein denkmalgeschütztes Pfarrhaus, der frühere Stammsitz der Herren von Götterswick, verkauft. Kirche muss sparen. Das kann einen entmutigen. Man muss um die Hoffung kämpfen.

 

Diejenigen, die sich auch dieses Jahr wieder selber anstecken lassen von der Freude, verdienen Anerkennung. Die wieder neu nach Worten suchen, nach Impulsen, die sie weitergeben können an die Besucher ihrer Gottesdienste. Da ist ein Dank angebracht. Daher soll hier eine Anregung an die Predigthörer stehen: Wie wäre es, dem Pfarrer, der Pfarrerin, der Katechetin und dem Priester ausdrücklich zu danken und damit ihren Einsatz zu würdigen? Ich kenne niemanden, der sich nicht darüber freuen würde, auch wenn er es nicht so deutlich zeigt. Es motiviert ihn, den Dank nicht nur offiziell zu hören, auf Veranstaltungen vom Podium herab, sondern persönlich, von Teilnehmern, von Hörern. Dank ist eine Möglichkeit, auf die Predigt zu antworten und dem Wertschätzung zu zeigen, der sich Gedanken um mich, den Hörer, gemacht hat. Der es auf sich genommen hat, mir das Wort Gottes neu aufzuschließen. Routine gefährdet nicht nur die Prediger, sondern auch die Hörer.

 

Mir selber jedenfalls bleibt in Erinnerung, wenn ich zu predigen hatte und mich anschließend Menschen angesprochen haben, mit Nachfragen, mit Anerkennung und auch mit anderen Meinungen. Ich ging mit dem Eindruck weg, dass der Gottesdienst gelungen war, weil er Impulse gesetzt, weil er Gedanken angestoßen hat. Ich wusste zugleich, dass ich nicht allein dafür verantwortlich war, sondern die vielen, die am Gottesdienst beteiligt waren. Und die Hoffnung wurde ein Stück greifbarer, dass Gott selber durch alle Beiträge sprach. Es hat mich ermutigt. Seitdem versuche ich, mich beim Prediger mit einem konkreten Satz zu bedanken. Vielleicht mögen Sie diese Anregung mitnehmen in Ihre Weihnachtsgottesdienste.

 

Darüber hinaus hofft die Redaktion, Ihnen einige weitere Anregungen zu bieten. Dieser Newsletter ist noch ökumenischer geraten als seine Vorgänger. Den Gastkommentar steuert der evangelisch-methodistische Theologe Achim Härtner bei. Und die Redaktion freut sich, Ihnen den ersten orthodoxen Interviewpartner zu präsentieren: Metropolit Augoustinos von Elaia, den Vorsitzenden der orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland.

 

Wir wünschen Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Beginn des neuen Jahres. Und: Vielen Dank für Ihr Interesse am Predigtpreis, für Ihre Rückmeldungen und Zuschriften.

 

Falls Sie eine preiswürdige Weihnachtspredigt hören: Wie wäre es mit dem Dank in Form einer Empfehlung? Auf einer dafür vorbereiteten Seite geht es ganz einfach.



Ihr

Wolfgang Thielmann
Jurymitglied des PREDIGTPREISES

Aktuelle Themen:

Predigtfoto des Monats:

© G. Schwerin, München

„Bittet und es wird euch gegeben; Sucht und ihr werdet finden, klopft an und es wird euch aufgetan. (Mt 7,7) “


Sprechende, „predigende“ Bilder –
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Schicken Sie uns bitte eine Email mit dem Betreff „Predigtfoto“. Fügen Sie Ihr Foto(s) bei mit einem kurzen Begleittext und Ihrer Adresse an predigtfoto@nl.predigtpreis.de.

Ökumene
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12. PREDIGTPREIS-Verleihung im Zeichen der Ökumene

Predigtpreis-Verleihung 2011

Auch wenn nur ganz wenige der 350 eingereichten Predigten für den Predigtpreis 2011 das Thema „Ökumene“ ausdrücklich thematisieren, stand die 12. Preisverleihung ganz im Zeichen der Ökumene. Das hing weitestgehend mit zwei Preisträgern zusammen.

 

Der Preisträger in der Kategorie „Beste Predigt“ Prof . Rüdiger Lux bedankte sich ausdrücklich dafür, dass er einen ökumenischen Predigtpreis zuerkannt bekommen habe: „Vor jeder Predigt stelle ich mir die Frage: Wenn es stimmt, was wir in dem Epiphaniaslied singen – Gottheit und Menschheit vereinen sich beide; Schöpfer, wie kommst du uns Menschen so nah! – wenn das stimmt, dass Himmel und Erde in Christus versöhnt wurden, dann kann und darf es kein unversöhntes Leben und Reden mehr geben. Dann ist es die zentrale Aufgabe der Predigt, Brücken zu bauen zwischen den Lagern. Dann ist die ökumenische Predigt, die nicht nur nach Versöhnung zwischen evangelischen und katholischen Christen sucht, sondern nach einer Versöhnung der gesamten Ökumene, dem ganzen Weltkreis, dann ist sie die homiletische Herausforderung schlechthin. Deswegen bin ich besonders dankbar dafür, dass sie mir in diesem Jahr den »Ökumenischen Predigtpreis« zuerkannt haben.

 

Und deswegen ist es mir eine tiefe Freude, dass heute vor allem der große Versöhner Erzbischof Nossol für sein Lebenswerk geehrt wird, der so viel für die Verständigung zwischen Deutschen und Polen, evangelischen und katholischen Christen getan hat“.

 

Das betont auch Prof.em. Dr. Jürgen Werbick in seiner Laudatio über den Lebenswerk-Preisträger: „Zu den elementaren Erfahrungen, von denen Erzbischof Nossol leidenschaftlich-nachdenklich und mit Freude spricht, gehört die Versöhnung. Es mag für ihn, den Oberschlesier, so etwas wie eine Schlüsselerfahrung sein: Versöhnung öffnet die Augen für den Reichtum der Anderen, der anderen Volksgruppe, der anderen Konfession, des anderen Volkes – auch wenn die Geschichte des Miteinanders oder das Aufeinandertreffen noch so schmerzlich war.“ Werbick fragt weiter, was Nossols Wort „Ohne die Verwirklichung der Idee der Versöhnung wäre die Kirche nicht glaubwürdig“ (Versöhnung in Wahrheit und Liebe. Hirtenbrief für die Fastenzeit 1991) für die christlichen Kirchen heute bedeutet? Entscheidend ist dies: Sie müssen und sie wollen „Brücken bauen, denn Brücken machen Abgründe begehbar. Aber Brücken wachsen nicht, sie müssen gebaut werden und dazu braucht es Menschen“. Erzbischof Nossol ist davon überzeugt, dass das wahre Christsein heute ohne die ökumenische Komponente nicht mehr möglich ist.

 

Die Betonung des Dialoges und des Brückenbauens zwischen den Konfessionen und Religionen entspricht ganz und gar einer Äußerung von Kurienkardinal Walter Kasper unlängst in München. Der innerkirchliche Dialog sowie der ökumenische und auch der interreligiöse Dialog seien für die Zukunft der Kirche unverzichtbar, betonte Kasper. Indem die Beteiligen sich mitteilten, lernten sie ihren eigenen Glauben auch besser kennen. Das Zweite Vatikanische Konzil habe der Kirche "eine Laterne in die Hand gegeben für eine neue Art des Kirche-Seins". Die

 

Dokumentation zur Predigtpreis-Verleihung finden Sie hier.

 

Ein Filmportrait von BIBEL TV über Erzbischof Nossol sehen Sie hier

 

von Ralf Birkner

Das Interview
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„Unsere Predigt ist der Gottesdienst“

Foto: Presse.Nordelbien.

Vita lesen

Interview mit Metropolit Augoustinos, dem Vorsitzenden der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland

 

Augoustinos Lambardakis leitet die deutsche Metropolie der griechisch-orthodoxen Kirche mit Sitz in Bonn und ist Exarch von Zentraleuropa des Ökumenischen Patriarchates von Konstantinopel. Geboren auf Kreta, wurde er 1964 in Eitorf bei Bonn zum Priester geweiht. Seine Bischofsweihe 1972 war die erste der Orthodoxie auf deutschem Boden. 1980 folgte die Wahl zum Metropoliten. Die im letzten Jahr aus allen sieben östlich-orthodoxen Kirchen gebildete Bischofskonferenz wählte ihn als Ranghöchsten und Dienstältesten zum Vorsitzenden.


Predigtpreis: Eminenz, welchen Stellenwert hat die Predigt in der orthodoxen Kirche?

Metropolit Augoustinos: Predigt ist für uns Orthodoxe nicht nur die Auslegung der Heiligen Schrift, die Beschreibung der Vorbilder im Glauben oder die mahnende oder belehrende Aufforderung, etwas für das geistliche Leben zu tun. Predigt ist für uns der gesamte Gottesdienst: die vielen biblischen Lesungen, die Ikonen, die Kirchenmusik, die ordnungsgemäße Feier der liturgischen Handlung usw. Man könnte von einem Gesamtkunstwerk sprechen, das es zu erschaffen gilt. Ein Teil davon ist die Predigt, wie sie in den Kirchen des Westens verstanden wird. Das Kerygma der Kirche ist also für uns mehr als das gepredigte und verkündete Wort.

Predigtpreis: Es heißt, ein Priester, der an drei Sonntagen hintereinander keine Predigt hält, müsse entlassen werden. Haben Sie schon einen Priester deshalb entlassen?


Augoustinos: Es stimmt: es gibt eine altkirchliche Rechtsvorschrift, die besagt, dass ein Priester, der an drei Sonntagen hintereinander ohne triftigen Grund nicht die Göttliche Liturgie feiert, zu entlassen sei. Es ist also damit nicht nur der Predigtteil des soeben beschriebenen „Gesamtkunstwerks“ gemeint. Diese Vorschrift hat übrigens etwas damit zu tun, dass für uns die Feier der heiligen Eucharistie Kirche konstituiert und am Leben hält. Genau deswegen kann ich es mir eigentlich gar nicht vorstellen, dass ein Priester nicht die Liturgie feiern möchte. Sie ist, wenn ich persönlich werden darf, im Übrigen eine so tiefgehende spirituelle Erfahrung, dass auch ich selbst sie gar nicht missen möchte. Ich erlebe es immer wieder neu, auch nach fünf Jahrzehnten priesterlichen und bischöflichen Dienstes. In dieser langen Zeitspanne ist es mir erspart geblieben, einen Priester aus diesem Grund suspendieren zu müssen, Gott sei Dank.

Predigtpreis: Wie lernen angehende orthodoxe Priester predigen?

Augoustinos: Grundsätzlich gilt, dass unsere Pfarrer in Deutschland ein abgeschlossenes Theologiestudium vorweisen müssen. Ausnahmen, dass nämlich auch bewährte Gläubige mit einem anderen Studienabschluss oder einer anderen Ausbildung zum Priester geweiht werden können, bestätigen diese Regel. Und natürlich ist Homiletik ein ordentliches Unterrichtsfach an unseren theologischen Fakultäten und kirchlichen Hochschulen. Was mich selbst betrifft, erinnere ich mich, wie wir an der Theologischen Hochschule in Chalki, am Sitz des Ökumenischen Patriarchats in Konstantinopel (Istanbul), bei den täglich stattfindenden Gottesdiensten reihum Probepredigten vor unseren Professoren und Kommilitonen halten mussten; das war eine nicht immer einfache Übung.

Predigtpreis: Und woher nehmen sie ihre Themen?

Augoustinos: Die Auslegung der Schriftlesungen des betreffenden Sonntags steht im Vordergrund. Aber auch die Lebensbeschreibungen der Heiligen des betreffenden Tages oder ethisch-moralische Fragestellungen können Ausgangspunkte der Predigt sein.

Predigtpreis: Die Orthodoxie ist zur drittgrößten Kirche in Deutschland geworden. Will sie sich stärker zu Wort melden? Fühlt sie sich ökumenisch zu wenig beachtet?



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DER GASTKOMMENTAR
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Persönlich predigen

Prof. Achim Härtner M.A. lehrt Praktische Theologie an der Theologischen Hochschule Reutlingen (Evangelisch-methodistische
Kirche)

Homiletische Überlegungen zum »Ich« auf der Kanzel

Wir leben in einer Zeit, in der formale Autoritäten an Bedeutung verlieren. Diese Erfahrung machen auch Predigerinnen und Prediger auf und unter der Kanzel. Im Zuge einer zunehmenden Individualisierung des Glaubens sind nicht »Amt und Würden« ausschlaggebend dafür, ob eine Predigt Anklang findet, sondern der Eindruck der Zuhörenden, ob der Prediger »etwas zu sagen hat« oder nicht. Persönlichkeit und Glaubwürdigkeit des Verkündigers gewinnen an Bedeutung. Manche Prediger nehmen diese Herausforderung gerne an, andere fühlen sich dadurch überfordert. Zur Bedeutung der Person des Verkündigers im Predigtgeschehen sollen im Folgenden einige Stimmen aus der Predigtforschung zu Wort kommen, gefolgt von Thesen, die zum Diskutieren einladen und zur persönlichen Predigt ermutigen möchten.

 

I. Wir predigen nicht uns selbst – oder doch?

»Ich glaube, darum rede ich«, schreibt Paulus in 2Kor 4,13. Seine theologischen Schriften leben von ihrem Bezug zur Person, die ganz von der Wirklichkeit Gottes ergriffen ist. Als Prediger wie als Brief-schreiber findet Paulus den Mut zur persönlichen Rede, mit einer klaren inhaltlichen Ausrichtung: »Wir predigen nicht uns selbst, sondern Christus, dass er der Herr ist, wir aber sind eure Knechte um Jesu willen« (2Kor 4,5).

Als Prediger sind wir weder Ursache noch Inhalt der Predigt, sondern richten das, was uns aus der Heiligen Schrift als Gottes Wort deutlich wurde, der Gemeinde aus. Dabei trägt uns die Gewissheit, dass Gott selbst in unserer Predigt das Wort ergreift, um zu trösten, zu ermahnen, zur Umkehr zu rufen und Glauben zu wecken. Zugleich wird deutlich, dass Glaubens- und Wahrheitsaussagen nicht objektiv weitergegeben werden können, sondern stets eine persönliche Prägung tragen: Das Wort Person bringt dies treffend zum Ausdruck, es bedeutet »hindurchtönen« (lateinisch: per-sonare). In der Geschichte der Predigtlehre ist die Frage nach der Person des Verkündigers im Predigtgeschehen recht unterschiedlich beantwortet worden:

Mitte des 19. Jahrhunderts plädierte Christian Palmer dafür, dass der Prediger »etwas von sich selbst aussagen soll…, wodurch es mehr Anschaulichkeit gewinnt und eben durch die individuelle Färbung einen eigentümlichen Reiz erhält.« Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde das optimistische Selbstverständnis des Predigers weiter gesteigert. Alfred Krauss schrieb: »Sobald … ich wirklich predige, verwerte ich das Gotteswort individuell. Eine jede praktische Auslegung … macht sich also gerade dadurch und nur dadurch, dass ich mein Eigenstes über das Schriftwort disponieren lasse. «

 

Die Erfahrung zweier Weltkriege im 20. Jahrhundert zerbrach jäh das Bild des Gutmenschen, auch desjenigen auf der Kanzel. Im Zuge der Dialektischen Theologie wurde eine radikale Besinnung auf die Botschaft allein eingeläutet und damit die Person des Predigers als prinzipielles Hindernis der Predigt angesehen. Eduard Thurneysen sah »zwischen dem Wort des Predigers und dem Wort Gottes … eine tiefe Kluft … Nur in der tiefen Einsicht kann gepredigt werden, dass eigentlich nicht gepredigt werden kann. Nur der wird das Wort Gottes auf die Lippen bekommen, der weiß, dass Gottes Wort auf keines Menschen Lippen liegen kann. « Der Prediger sollte also gänzlich hinter sein Zeugnis zurücktreten, ja »sterben«, um dem Wort Gottes nicht im Weg zu stehen (so auch 50 Jahre später Rudolf Bohren in seiner Predigtlehre). Dabei wurde den Predigern kaum eine Anleitung mitgegeben, wie das Predigen angesichts des geforderten »Todes alles Menschlichen« praktisch zu bewerkstelligen sei.

Bitte lesen Sie den vollständigen Beitrag hier weiter

PREDIGT DES MONATS
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Predigt über Titus 2,11 von Pfarrerin Susanne Graap

Christvesper

„Es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes.“ Titus 2,11

Liebe Gemeinde am heiligen Abend, jedes Jahr geht mir die Weihnachtsgeschichte wieder neu zu Herzen. Es ist, als ob ich nach langer Zeit wieder gute Freunde treffe und ein Funke überspringt. Da ist das Kind mit Namen Jesus gerade geboren. Da sind Maria und Josef, abgekämpft vom langen Weg und niedergeschlagen von den unfreundlichen Wirten in Bethlehem. Da ist der gute Stern, der über der Krippe steht. Engel, die Hirten mitten in der Nacht auf den Weg zum Kind schicken. Der Stall, der warm und ruhig scheint. Das alles strahlt Frieden aus. Gelassenheit und Geborgenheit erwarte ich dort im Stall von Bethlehem bei dem neugeborenen Kind.

Der Gemeindeleiter Titus muss vor etwa eintausendneunhundert Jahren ähnliches empfunden haben. Er schreibt: „Es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes.“ Das, liebe Gemeinde, ist auch die Botschaft für den heiligen Abend 2009 Jahre nach Christi Geburt. Sie nährt die Sehnsucht vom Frieden in unseren Herzen.

Hier lesen Sie die vollständige Predigt

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Die Auszeichnung des PREDIGTPREISES
„Sehnsucht nach Befreiung“
DER PREDIGTPREIS GRATULIERT!
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90. Geburtstag von Altbischof Reinhold Stecher

Preisträger „Lebenswerk“ 2010

Am 22. Dezember feiert der Innsbrucker Altbischof Reinhold Stecher seinen 90. Geburtstag. Das PREDIGTPREIS –Team gratuliert herzlich und wünscht dem agilen Prediger, Wanderer und Maler weiterhin beste Gesundheit, Lebensfreude und Gottes Segen.

 

Mit seiner geistigen Frische, seinem unverwechselbaren Charme und Witz, sowie seiner theologischen Wachheit und Klarheit hatte Altbischof Stecher als Preisträger für das Lebenswerk die Festversammlung zur 10. Preisverleihung des PREDIGTPREISES erfreut. (Die Dokumentation zur Preisverleihung 2010 finden Sie hier.)

 

In seiner Laudatio charakterisierte Prof. Jürgen Werbick Stecher als Bilder Menschen: „Reinhold Stecher ist ein Bilder-Mensch, Bilder-reich. Es ist nicht der nette Bilder-Reichtum, der eine Rede oder Texte schmückt und gefällig macht. Und vielleicht passt das Wort „Bilder-Reichtum“ auch gar nicht; keine Opulenz, eher Kargheit; kein Überfluss, sondern Konzentration.“ Für ihn gehört Stecher zu den Mutmachern, das heißt, dass sie selbst mutige Menschen, eben Geist-Menschen sind. „Mut macht Mut; mutige Menschen ermutigen. Für mich gehört Bischof Reinhold Stecher zu ihnen; er, der Hochgebirgsmensch, der sich nie kleinkriegen ließ von den Kleinmütigen und Kleinkarierten.“

 

Der deutsche Evolutionsbiologe und Zoologie-Professor in Harvard, soll an seinem 90. Geburtstag gesagt haben: „Fünf Bücher will ich noch schreiben“. Und Helmuth Graf von Moltke sagt man nach, auf die Frage nach seinen Wünschen im 91. Lebensjahr geantwortet zu haben: „Einen Baum wachsen zu sehen.

 

Beide Wünsche könnten auch zu Altbischof Reinhold Stecher passen, möge Gott ihm die Erfüllung dieser Wünsche gewähren.

KUNST UND PREDIGT
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Du schenkst mir Flügel – Gedanken der Hoffnung

Eberhard Münch, Mischtechnik, 2011, Ohne Titel, 56,5 x 77,0 cm

(Text von Henri Nouwen aus dem gleichnamigen Buch)

Für diejenigen, die Augen haben, um zu sehen, und Ohren, um zu hören, ist vieles in unserem flüchtigen Leben nicht vergänglich, sondern dauerhaft, nicht zeitlich begrenzt, sondern ewig. Inmitten all unserer Zerbrechlichkeit haben wir einen wunderbaren Grund zur Hoffnung.

 

Manche bezeichnen diese verborgene Realität als »Gnade«, andere nennen sie »das Reich Gottes unter uns«. Wie auch immer man es bezeichnet, wenn man erst einmal die Augen und Ohren auf den Mittelpunkt ausgerichtet hat, beginnt man zu merken, dass all die Strömungen der Zeit und alle Umstände, die über unser Leben hinwegrollen, nur dazu dienen, es zu einem kostbaren, unvergänglichen Juwel zurechtzuschleifen. Jesus erinnert uns daran, dass jeder, der glaubt, ewiges Leben hat (Johannes 6,40). Das ist die ungeheure Revolution, dass er in diese flüchtige, zeitlich begrenzte Welt kommt, um die Saat des ewigen Lebens zu legen. In vielerlei Weise ist es das, was mit dem Begriff geistliches Leben gemeint ist – das Nähren des Ewigen inmitten des Zeitlichen, des Dauerhaften inmitten des Vergänglichen, Gottes Gegenwart in der Familie der Menschheit. Es ist das Leben des Geistes Gottes in uns.

 

Bitte lesen Sie die Bildmediation hier weiter

 

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