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Editorial

Macht die Predigt Präsidenten?

Lieber Leser, liebe Leserin,

Ein Prediger, jedenfalls ein ordinierter (ehemaliger) Theologe als Bundespräsident – das ist neu. Zwar waren acht der zehn bisherigen Bundespräsidenten Protestanten. Und fast alle waren in ihrer Kirche engagiert und haben das Amt mit ihrer protestantischen Frömmigkeit geprägt. Der Evangelische Kirchentag verbreitete eine Nachricht, dass mit Joachim Gauck der vierte Bundespräsident gewählt würde, der zuvor zum Präsidium des Kirchentags gehörte, nach Gustav Heinemann, Richard von Weizsäcker und Johannes Rau. Erstmals setzt ein ordinierter Theologe die Liste der Präsidenten fort. Stört katholische Christen das? Was mögen die Nachrichten unter Mitgliedern des Zentralkomitees der deutschen Katholiken auslösen, das die Katholikentage veranstaltet? Haben Protestanten durch die Orientierung an der Predigt bessere Voraussetzungen für das höchste Staatsamt, das von der Sprachfähigkeit seines Inhabers lebt? Abgesehen davon hat es ein katholischer Geistlicher viel schwerer, Präsident zu werden. Denn das katholische Recht verbietet es Amtsträgern seit der Nachkriegszeit, politische Ämter zu übernehmen. Aber auch Joachim Gauck half es, dass er seit 1990 kein Pfarrer mehr ist und sich als Bürgerrechtler und Behördenleiter profilierte. Das hatte seine evangelische Profilierung etwas abgeschliffen. Bei den beiden Protestanten, die mit ihm vorgeschlagen wurden, Margot Käßmann und vor allem Wolfgang Huber, trat sie schärfer hervor.

Interessant war aber, was an konfessioneller Dialektik – vielleicht sind es auch Vorurteile - nach der Bekanntgabe des Kandidaten zutage trat. Die „Welt“ verwies darauf, das ja auch noch eine Pastorentochter Bundeskanzlerin ist, und fragte: „Werden wir in Deutschland künftig mehr protestantischen Geist und weniger katholisches Gemauschel haben, mehr Fleiß und weniger Faulheit, mehr Sparsamkeit und weniger Verschwendung, mehr inneres Strahlen und weniger äußeren Schein, noch mehr Arbeit und noch weniger Feiertage?“ Der evangelische Pfarrer gewinne seine Zuhörer durch die Predigt, nicht durch Weihrauch, schrieb der Berliner Tagesspiegel am 21. Februar.
Die „Presse“ in Wien machte die „besondere Beziehung der Protestanten zum geschriebenen und auch gesprochenen Wort“ mitverantwortlich für den Überhang der evangelischen Präsidenten. Oder auch das „ambivalente Verhältnis der Protestanten zu Macht und Obrigkeit“. Und zitierte ein Bonmot über den Unterschied zwischen katholischen und evangelischen Kirchen, das uns, die wir uns der Predigtqualität verpflichtet sehen, angeht: Bei den Katholiken „gehen die lässigen Gottesdienstbesucher bei der Predigt auf eine Zigarette hinaus, bei den Evangelischen kommen sie just zur Predigt herein.“

Ist das in der Tendenz noch richtig? Oder sind sich Katholiken und Protestanten nähergekommen, was das gepredigte Wort angeht? Es verwundert schon, wie schnell die Frage nach der Konfession in den Medien hochkommt und mit welchen Beobachtungen oder Klischees sie bedient wird. Wenn Sie mir Ihre Erfahrungen darüber schreiben, ob das Verhältnis zum gepredigten Wort Katholiken und Protestanten eher trennt oder verbindet, freuen wir uns. Schreiben Sie mir an info@nl.predigtpreis.de Stichwort: „Erfahrung“. Vielen Dank.

Herzlich

Ihr

Wolfgang Thielmann
Jurymitglied des PREDIGTPREISES

Aktuelle Themen:

Ökumene: „glaubwürdig – nachhaltig - wirtschaftlich“
Annette Kurschus: „Singen und Sagen“
Gastkommentar: „Kommunikation im 21. Jahrhundert“
Predigt des Monats: „Fastenpredigt über Psalm 131 von Petra Fietzek“
Surftipp: Das Kirchenbuchportal der deutschen Kirchenarchive
Kunst und Predigt: Lots Weib
Veranstaltung: Sonderthema „Beste Predigt zum Pfingstfest“

Predigtfoto des Monats:

© Pfr. Jürgen Dolling

 

Das Gestalten der Jahreslosung ist sein Hobby. Pfr. Jürgen Dolling erfreut seine Gemeinde in Würzburg jedes Jahr auf´ s Neue mit einem eigenen Motiv und setzt die Karten für die Gemeindearbeit ein.

Eine Predigt von Pfr. Jürgen Dolling lesen Sie hier


Sprechende, „predigende“ Bilder –
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Schicken Sie uns bitte eine Email mit dem Betreff „Predigtfoto“. Fügen Sie Ihr Foto(s) bei mit einem kurzen Begleittext und Ihrer Adresse an predigtfoto@nl.predigtpreis.de.

Ökumene
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Ökumenisch – Kirchlich: glaubwürdig – nachhaltig - wirtschaftlich

 

»Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaue und bewahre.«
1. Mose 2,15


Man darf es sicher als eine ökumenische Errungenschaft bezeichnen, dass das Thema Nachhaltigkeit in seiner konkreten Ausprägung nun auch die Kirchengemeinden der evangelischen und katholischen Kirche spürbar erreicht und bisherige Aktionsbündnisse im Bereich der Eine-Welt- und Agenda 21 - Thematik erweitert. Aktionsplattformen wie „Kirchliches Umweltmanagement“ und „Zukunft einkaufen“ geben ganz gezielte und konkrete Hilfestellungen, wenn Kirchengemeinden vor Ort entscheiden, ihren Konsum in jeglicher (auch energetischer) Hinsicht nachhaltig, gerecht und fair auszurichten.

Die Katholische und Evangelische Kirche in Deutschland sind mit ihren Kirchengemeinden, Bildungshäusern, Verwaltungsstellen sowie diakonischen und caritativen Einrichtungen der zweitgrößte Arbeitgeber Deutschlands und haben eine große, vielfach noch schlummernde Nachfragemacht für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen. Dies gilt ganz besonders für die Bereiche Energie, Büro, Großhaushalt, Transport und Verkehr sowie technische Gebäudeausrüstung.

Mit dem 2008 gestarteten Projekt "Zukunft einkaufen - glaubwürdig wirtschaften in Kirchen" wird das Ziel verfolgt, dauerhaft die Beschaffung der Kirchen und der an ökologischen und sozialen Standards auszurichten. Damit wird ein wichtiger Beitrag sowohl für eine nachhaltige Entwicklung als auch für die Glaubwürdigkeit der Katholischen und Evangelischen Kirche geleistet. Gleichzeitig sollen über die Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen Impulse für einen nachhaltigen Konsum in den privaten Bereich gegeben werden.

Der Auftrag, die Schöpfung zu bewahren, gehört zum Kernbestand der jüdisch-christlichen Überlieferung. Wenn unsere Kirche den Gedanken der Bewahrung der Schöpfung weitergibt, wird sie gefragt, ob sie selbst diesem Ziel genügt. Ihre Antwort muss daher glaubwürdig und ihr Handeln transparent sein. In der Ernsthaftigkeit des Bemühens um die Bewahrung der Schöpfung darf sie sich nicht von Wirtschaftsunternehmen, Banken und Kommunen übertreffen lassen. Nachhaltige Entwicklung stellt ein weltweit anerkanntes Leitbild dar, an dem die Kirchen wesentlich mitgearbeitet haben. Mit der Entwicklung von Systemen und Indikatoren, die soziale, ökologische und wirtschaftliche Belange erfassen und steuern, trägt unsere Kirche dazu bei, dass die Erde für kommende Generationen bewohnbar bleibt.
Kirchengemeinden verbrauchen Heizenergie, Strom und Wasser. Papier wird benötigt. Bauvorhaben schlagen ökologisch zu Buche. Erfahrungen mit Umweltmanagementsystemen zeigen, dass sich in diesen Bereichen neben Umweltentlastungen erhebliche betriebswirtschaftliche Einsparpotenziale verbergen.

Für alle Predigerinnen und Prediger, die sich in der Fastenzeit mit diesem Themenkreis in der Predigt beschäftigen möchten, gibt es auch ein eigenes Predigtportal mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit.

 

Links:
www.zukunft-einkaufen.de
www.kirchliches-umweltmanagement.de
www.fair-wandel-dein-klima.de
www.nachhaltig-predigen.de


Ralf Birkner, Dipl.- Theologe
Theologischer Berater des PREDIGTPREISES
Das Interview
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„Singen und Sagen“

© Evangelische Kirche von Westfalen

Annette Kurschus ist seit dem 4. März Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, der viertgrößten der 22 evangelischen Landeskirchen. Geboren 1963 in Rotenburg an der Fulda, wuchs Annette Kurschus zunächst im hessischen Obersuhl, dann in Siegen auf. Nach Theologiestudium und Vikariat war sie zwölf Jahre lang Gemeindepfarrerin in Siegen. Seit 2005 stand sie als Superintendentin an der Spitze des evangelischen Kirchenkreises Siegen, des größten der 31 westfälischen Kirchenkreise. Im vergangenen Herbst wählte die Synode der westfälischen Kirche sie zur Nachfolgerin von Präses Alfred Buß.


Predigtpreis: Frau Kurschus, was reizt einen daran, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen zu werden?

Präses Annette Kurschus: Mich reizt die Vielfalt der westfälischen Landeskirche. Diese Vielfalt möchte ich gern verantwortlich mitgestalten. Ruhrgebiet, Ostwestfalen, Münsterland, Soester Börde, Sauerland Siegerland und Wittgenstein mit ihren unterschiedlichen Prägungen in Landschaft, Geschichte und Frömmigkeit bringen starke Akzente in die Kirche ein. Unterschiedliche Traditionen und Eigenarten mit den allen Beteiligten zusammenzubringen auf einen gemeinsamen Weg – darin liegt eine große und schöne Aufgabe.

Predigtpreis: Sie waren in Siegen Superintendentin, also unter anderem Seelsorgerin und Vorgesetzte der Pfarrerinnen und Pfarrer. In Siegen, heißt es, ist man konservativ und herzensfromm. Öfter haben sich die Frommen auch an der Kirche gerieben, weil sie sich ausgegrenzt fühlten. Können Sie die Siegener Frömmigkeit in die Kirche integrieren?


Kurschus: Fromm zu sein bedeutet vom Wortsinn her, als Mensch ganzheitlich vor Gott zu leben. Wirklich fromme Menschen sind keineswegs welt- und realitätsfern. Im Gegenteil. Fromm zu sein bedeutet, meinen Glauben mit meinen politischen Anschauungen, mit meinem gesellschaftlichen Einsatz zu verbinden. Wer das Wort Gottes ernst nimmt und zutiefst auf das Evangelium vertraut, für den bleibt dies im Alltag nicht folgenlos. Die Kirche braucht fromme Menschen. Es ist unser Auftrag, das Evangelium in die Welt zu tragen mit allem, was das auch praktisch bedeutet.

Predigtpreis: Was erwarten Sie von der Frömmigkeit, die im Siegerland gepflegt wird, die sich mehr auf die fromme Innerlichkeit konzentriert?

Kurschus: Das Siegerland ist mit seiner besonderen Tradition ein Schatz für die westfälische Kirche. Ich habe die Ernsthaftigkeit, mit der man sich dort auf das Wort Gottes konzentriert, als etwas Kostbares erlebt. Die Frömmigkeit der Siegerländer ist ein fruchtbarer Boden, auf dem Erstaunliches wachsen kann; sie wird zu Unrecht oft karikiert und belächelt.

Predigtpreis: Sie plädieren für eine innere Missionierung der Kirche, schrieb eine Zeitung aus Anlass Ihrer Wahl. Was bedeutet das?

Kurschus: Die westfälische Kirche macht zurzeit, wie andere Landeskirchen auch, eine gewaltigen Veränderungsprozess durch. Wir müssen uns ein deutlich kleineres Kleid schneidern – mit diesem Bild hat mein Vorgänger Alfred Buß unsere gegenwärtige Aufgabe gern beschrieben. Ich bin zuversichtlich, dass wir auch mit einem kleineren Kleid – wenn es denn mit Sorgfalt passend geschneidert ist – stark dastehen und leuchten können. Dazu bedarf es der Konzentration auf die Verheißung, von der wir leben, und auf unseren Auftrag in der Welt. Die bewusste Besinnung auf das, was uns trägt, lässt uns umso handfester und kräftiger dort tätig werden, wo es vom Evangelium her geboten ist. Das zweite folgt aus dem ersten. Wenn beides überzeugend zusammengeht, wird dies missionarische Wirkung haben.

Predigtpreis: Ihnen ist wichtig, dass man zur Kirche gehören kann, ohne an Gott zu glauben. Warum?


Bitte lesen Sie das Interview hier weiter


DER GASTKOMMENTAR
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Kommunikation im 21. Jahrhundert

© Eva Jung, Cannes-Preisträgerin

Eva Jung (43) ist Geschäftsführerin der Kreativschmiede www.gobasil.com aus Hamburg und als Designerin, Art-Directorin und Kreativ-Beraterin tätig. Sie initiierte und gestaltet unter anderem die Webseiten www.godnews.de, www.menschjesus.de, www.wertvollwort.de und www.gottspricht.com und hat für die Neugestaltung der BasisBibel viele nationale und internationale Kreativpreise erhalten.

Als Werber hat man es nicht leicht. Laut der Fachzeitschrift werben & verkaufen verliert diese Spezies stetig an Ansehen: „Kaum eine Berufsgruppe hat in der Bevölkerung einen so schlechten Ruf wie Werbeprofis. Nur bei 14 Prozent der Bevölkerung genießen Mitarbeiter in einer Werbeagentur „hohes Ansehen“ – Tendenz schrumpfend.“

Nun ist dies aber mein Beruf und, ganz ehrlich, ich liebe ihn.

Von Haus aus bin ich Grafik-Designerin. Augenmensch – durch und durch. Aber nicht nur Bild und Design haben es mir angetan. Worte liebe ich gleichwohl. Meine Berufslaufbahn durfte ich als Texterin in einer renommierten Werbeagentur beginnen. Dabei wollte ich vor meinem Kommunikations-Design-Studium zunächst gar nicht in die Werbung. Erst nach genauerem Studieren, entdeckte ich, dass nicht alles platt und verlogen sein muss. Im Gegenteil, dass Werbung nur dann funktioniert, wenn das Produkt auch hält, was die Werbung verspricht.

Ein guter Werber denkt in Geschichten. Und ein guter Werber denkt aus Sicht der Zielgruppe. Und ein guter Werber kann komplexe Zusammenhänge, einfach erklären und mit wenigen Worten oder Bildern auf den Punkt bringen.

Genaugenommen war Paulus ein Werber. Genauer genommen ein sehr guter Werber.

Ein Paradebeispiel liefert er in Athen, eine der Hochburgen der griechischen Philosophen. Wie wir in Apostelgeschichte 17 lesen, studierte er die Umgebung genauestens und kannte die Fragen und Probleme der Menschen in der Stadt. Er machte im wahrsten Sinn des Wortes eine Marktforschung. Und dann sprach er sie in ihrer Sprache an, adressierte die Themen, die ihnen auf den Herzen brannten und konfrontierte sie damit, was Gott dazu zu sagen hat. Diese neue Religion, die Paulus damals unters Volk brachte, stieß auf großes Interesse. Im Gegensatz dazu meinen die Leute heute, das Christentum zu kennen. Bei vielen steckt es mit Gesetzlichkeit, Enge und Unfreiheit in einer Schublade. Die ersten Christen hatten mit vielem zu kämpfen, aber nicht mit dem Vorurteil, ihre Religion sei altbacken oder langweilig.

Wohnst du noch - oder lebst du schon?

Die schwedische Möbelkette trifft es mit ihrem ehemaligen Slogan auf den Punkt. In vielerlei Hinsicht kann uns das Konzept dieses Unternehmens zum Vergleich dienen: Sind wir Christen so kundenorientiert und zuvorkommend, wie die Verkäufer hinterm Beschwerdetresen? Geben wir Gebrauchsanleitungen weiter, die auf eine unverkrampfte und hilfsbereite Art den Überblick über die vielen schwer zusammenzukriegenden Einzelheiten unseres Lebens behalten lassen? Ist es attraktiv, an unserem Family-Programm teilzunehmen? Und passen unsere Veilchenfotos und Sonnenuntergänge mit den verschnörkelten Bibelsprüchen zur neuen stylischen Stehlampe?

Eine Predigtserie fiel mir im Laufe der letzten Jahre immer wieder auf sehr positive Art auf.

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PREDIGT DES MONATS
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Fastenpredigt über Psalm 131 von Petra Fietzek

Psalm 131
Mein Gott, meine Seele setzt nicht mich an erste Stelle, sondern dich,/

und meine Augen spiegeln die Demut meines Herzens.
Geheimnisse des Lebens singen in mir.
Ich ließ meine Seele ruhig werden und still,/

wie ein getröstetes Kind bei der Mutter.
Israel, gib nicht auf, dein Vertrauen in Gott zu setzen,
heute und in Ewigkeit.


Guten Tag, verehrte Zuhörerinnen und Zuhörer!

Im Oktober 1988 war Italien das Schwerpunktthema der Frankfurter Buchmesse. Für einige Tage versammelten sich dort Schriftstellerinnen und Schriftsteller der italienischen Literaturszene. Unter ihnen auch die 1916 in Palermo geborene und 1991 in Rom verstorbene Schriftstellerin Natalia Ginzburg. An einem Abend hielt sie eine Autorenlesung, bei der sie unter anderem aus ihrem Essay Über das Glauben oder Nicht-Glauben an Gott vortrug.

In diesem Essay heißt es: Die Tatsache, dass manchen Menschen die Welt ohne Gott entsetzlich erscheint, ist für mich in manchen Augenblicken ein Beweis, dass es Gott gibt.

Würde Ihnen die Welt ohne Gott entsetzlich erscheinen? Könnte man nicht sagen, dass es doch viel Schönes auf dieser Erde gibt, das das Leben lebenswert macht? Die Musik, das Erblühen der Bäume, die Liebe? Und könnte man nicht hinzufügen, dass Kriege, Krankheiten und Tod eben zu diesem schönen, schweren Leben dazugehören und als naturgegeben hingenommen werden müssen? Ja, so kann man denken, und so denken manche Menschen. Sie reduzieren ihr Leben auf einen Schrebergarten mit Giersch und Hortensien. Sie vermissen Gott nicht.

Anderen Menschen ist Gott abhanden gekommen. Ungewiss erinnern sie sich an ein süßes Gefühl der Geborgenheit aus Kindertagen, doch ist dieses Gefühl längst in der Spielzeugkiste verschwunden. Stoisch ertragen sie diese Welt ohne Gott, weil Gott ihnen nicht mehr einfällt, und wenn er ihnen einfällt, dann erschrecken sie in heimlicher Ahnung, doch können sie mit dieser Ahnung nichts anfangen.

Andere Menschen wollen gar nicht, dass Gott ihnen einfällt. Sie fliehen vor ihm, denn das
Bild von Gott, das ihnen vermittelt wurde, ist bedrohlich. Gott wurde ihnen vergiftet.

Wieder andere lehnen den Glauben an Gott als Zeichen von Dummheit und Schwäche ab.

Sie fühlen sich mutig, selbstbewusst und jenen überlegen, die eingestehen, Hoffnung über die Angebote dieser Welt hinaus zu brauchen.

Für mich persönlich wäre die Welt ohne Gott entsetzlich.

Hier lesen Sie die vollständige Predigt


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Die Auszeichnung des PREDIGTPREISES
„Sehnsucht nach Befreiung“
SURFTIPP
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Das Kirchenbuchportal der deutschen Kirchenarchive

Zum Verhältnis von Wort und Musik im Verkündigungsgeschehen
Hier erhalten Sie Informationen über den Bestand an Kirchenbüchern in deutschen kirchlichen und staatlichen Archiven. In der nächsten Zeit sollen auf dieser Seite zudem detaillierte Kirchenbuchnachweise aufgenommen werden. Es lohnt sich also immer mal wieder dort vorbeizuschauen.

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KUNST UND PREDIGT
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Lots Weib

© Maria-Luise Bodirsky Lots Weib, Skulptur von Maria-Luise Bodirsky, www.bodirsky.de

 

„Rette dein Leben
und sieh nicht hinter dich
und Lots Weib wandte sich um
und ward zur Salzsäule“

(1 Mose 19)

Warum dieses Thema?

Lots Weib, diese namenlose Frauenfigur
aus dem Alten Testament ist für mich
gesellschaftlich und politisch hochaktuell.
Sie steht sinnbildlich für alle Frauen,
die mit ihren Familien auf der Flucht sind,
weil ihre Städte, die sie hinter sich lassen
der Vernichtung anheim fallen.

Sie steht für all jene Frauen,
die sich trotzdem umdrehen,
um genau hinzusehen.

Sie steht auch für jene,
die beim Anblick dieser Zerstörung
vor Schreck oder
vom Salz ihrer Tränen erstarren.

Die Passionspredigt zu „Lots Weib“ (Gen. 19,26) von Pfr. Detlef Kowalski lesen Sie hier

VERANSTALTUNG
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PREDIGTPREIS-Ausschreibung 2012

Foto: Jury PREDIGTPREIS

 

Der Verlag für die Deutsche Wirtschaft hat erneut den ökumenischen PREDIGTPREIS ausgelobt. Bis zum 15. Juli können Predigten von Haupt- und ehrenamtlichen Predigern und Predigerinnen aus Kirchen, Freikirchen (Mitglied ACK), und Landeskirchlichen Gemeinschaften eingesandt werden. Die Auszeichnung wird in den Kategorien „Lebenswerk“ sowie „Beste Predigt“ verliehen. In der Kategorie „Beste Predigt“ sind auch Predigten und Andachten außerhalb der Perikopenordnung und der Texte im Kirchenjahr willkommen. Zusätzlich verleiht die Jury in diesem Jahr einen Sonderpreis in der Kategorie „Beste Predigt zum Pfingstfest“.

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