Sollte dieser Newsletter nicht richtig dargestellt werden, klicken Sie hier
Editorial

Was glauben Sie denn? Und wieviel?

Lieber Leser, liebe Leserin,


„man kann ein gläubiger Mensch, sogar ein Christ sein, ohne glauben zu müssen, dass es Gott gibt.“ Das sagt der niederländische Pastor Klaas Hendrikse. Jetzt hat er ein Buch über seine Zeit als evangelischer Pfarrer und Atheist auf deutsch veröffentlicht. An Gott glaubt er aber. Nur will er nicht bejahen, dass es ihn gibt – eine schwierige Konstruktion. Und er vermutet, dass die meisten nicht ohne Weiteres mit ja antworten, wenn sie gefragt werden, ob sie glauben, dass es Gott gebe. Hendrikse fühlt sich daher „als Bundesgenosse des zweifelnden Lesers, der ringt mit überholten Gottesvorstellungen, der sich verabschieden möchte von dem, was die Kirchen von Gott behaupten, aber nicht von seinem Glauben.“

Was und wie viel muss eine Predigerin und ein Prediger glauben? Wie viel Zweifel darf ihre und seine Predigt begleiten? Gerade hat der katholische Theologe und Psychologe Wunibald Müller auf wachsende Glaubenszweifel bei katholischen Priestern und Kirchenmitarbeitern hingewiesen. Wenige wissen so wie er darüber Bescheid, weil er das Haus Recollectio in Münsterschwarzach leitet, das Geistliche in Krisen begleitet. Er macht mit Priestern zunehmend die Erfahrung: „Das, was sie nach außen vertreten müssen, ist oft nicht das, von dem sie selbst überzeugt sind.“ Auch ihre Lebensgestaltung stimme immer weniger mit den kirchlichen Vorgaben überein. Zunehmend beobachtet er Beziehungen von Priestern zu Frauen und zu Männern.

Der Kölner Weihbischof Dominikus Schwaderlapp sieht das ganz anders. Für ihn muss ein Priester den gesamten Glauben seiner Kirche teilen. „Wenn es Bereiche des Glaubens oder der Moral gäbe, die ich nicht akzeptieren könnte, dann wäre ich als Amtsträger der falsche Mann am falschen Platz, schrieb er jetzt in der „Zeit“-Beilage „Christ und Welt“. Wie sehen Sie das? Ich habe bei Martin Luther gelernt, dass der Zweifel zum Leben als Christ gehört. Manchmal, wenn ich mit der Gemeinde das Glaubensbekenntnis gesprochen habe, frage ich mich, ob tatsächlich alle Sätze zu meinem Glaubensbestand gehören. Oder ob ich manche Sätze, etwa den von der Jungfrauengeburt oder den vom ewigen Leben, gern glauben möchte - aber sie vor allem deshalb mitspreche, weil sie zum Glaubensschatz der Kirche gehören, jedoch mir selbst derzeit nicht zugänglich sind.

Was meinen Sie? Wie viel Glauben ist zum Predigen nötig? Lässt sich ein Punkt nennen, wann der Zweifel die Predigt unmöglich macht? Wunibald Müller meint, bevor ein Priester «seine Seele verkaufen» müsse, um sein Amt auszuüben, sollte er an die Aufgabe seines Berufes denken. Doch könne er versuchen, Durststrecken ehrlich durchzustehen und mit anderen über sein Problem zu reden. Die Kirchen, sagte er, sollten sensibel mit den Betroffenen umgehen und sich fragen, wo ihre Strukturen einem die Freude am Glauben nehmen.

Und wenn Sie jemanden offen und ehrlich über Zweifel predigen hören, oder wenn Sie es selbst versuchen: Wir freuen uns über Ihren Hinweis oder Ihre Einsendung.

Wenn Sie mögen, schreiben Sie uns an info@nl.predigtpreis.de.

Herzliche Grüße

Ihr

Wolfgang Thielmann
Jurymitglied des PREDIGTPREISES

Aktuelle Themen:

Eugen Biser - Streiter für die Ökumene
Wolfgang Thönissen: Kirchen auf Konfrontationskurs?
Gastkommentar: Ist schon alles gesagt?
Predigt des Monats: „Predigt über Markus 13,31-37“
Surftipps: App – Termine mit Gott, Schmetterlingskinder, Trauerkarten von Kindern für Kinder
Kunst und Predigt: Wanderausstellung des Kunstprojekts „Ein Koffer für die letzte Reise“
Buchtipp: Vier Führungsprinzipien der Bibel

Predigtfoto des Monats

Briefumschlag

© Pastor P. Krey, USA

"Eine Überraschung in der Inneren Seite" (eines Umschlags).

[…} Als ich weiter im Glauben gereift bin, hab ich wieder wie ein Kind die Weihnachtsgeschichte auswendig gelernt. Vor ein paar Jahren, als ich sie dramatisch in Philadelphia (USA) aufgeführt habe, hat eine kluge, intellektuelle Frau mich für naiv gehalten, “Du hast die Geschichte erzählt, als ob du sie noch glaubst!? Keiner in der modernen Zeit glaubt sie noch.”

Die Predigt über Johannes 16,21 und Galater 2,20 lesen Sie hier


Sprechende, „predigende“ Bilder – teilen Sie Ihr eindruckvollstes Foto mit uns. Schicken Sie uns bitte eine E-Mail mit dem Betreff „Predigtfoto“. Fügen Sie Ihr Foto(s) bei mit einem kurzen Begleittext und Ihrer Adresse an predigtfoto@nl.predigtpreis.de.

Ökumene
zur Übersicht

Eugen Biser - Streiter für die Ökumene

Foto: Andreas Schaller, München, © 2010

„Wir leben in einer Stunde des Dialogs und überleben nur, wenn die wachsenden Konfrontationen durch eine Kultur der Verständigung überwunden werden können.“

Eugen Biser

Am Fest der Hl. Drei Könige, am Sonntag, dem 6. Januar 2013 feierte der Katholische Theologe Eugen Biser seinen 95. Geburtstag. Ein biblisches Alter für einen der bekanntesten Vermittler des Evangeliums, dessen Anliegen es immer war, die bedingungslose Liebe Gottes in den Mittelpunkt der Verkündigung zu stellen.

Bisers Vermächtnis ordnet nun schon seit zehn Jahren eine von ihm gegründete Stiftung. Der Stiftungsratsvorsitzende Richard Heinzmann freute sich, seinem geistigen Ziehvater noch ein besonderes Geburtstagsgeschenk machen zu können: Zu seinem Ehrentag wurde eine Bibliografie mit 1.400 Titeln heraus gegeben, die zwischen 1950 und 2012 erschienen sind. Frucht einer reichen, auch thematisch breitgefächerten Publizistik.

Biser ist eine einzigartige Persönlichkeit der deutschsprachigen Theologie. Einen Schülerkreis im engeren Sinn brachte er nicht hervor. Theologen konnten bei ihm nicht promovieren, weil sein Romano-Guardini-Lehrstuhl in München der Philosophischen Fakultät zugeordnet war. Dennoch erzielte er mit seinen mehr als 100 Büchern und nicht zuletzt als charismatischer Prediger und Vortragsredner eine Breitenwirkung wie nur wenige andere Vertreter seines Fachs. Manche sehen ihn daher auf einer Stufe mit Größen wie Karl Rahner, Hans Urs von Balthasar und Joseph Ratzinger.

So mancher Gedanke Bisers hätte das Zeug dazu, Sprengkraft zu entfalten. Dass er anders als ein Hans Küng nie in Konflikt geriet mit der kirchlichen Obrigkeit, hat wohl auch etwas mit seinem zurückhaltenden Auftreten zu tun. Angriff war seine Sache nicht. „Ich will von innen heraus die Mauern aufbrechen“, so verstand er seine Rolle.

Beim Thema Ökumene mahnt Biser die Kirchenspitze schon seit langem, die Augen für die längst laufende Entwicklung zu öffnen: „Die Basis ist weiter voran als die Spitze. Die Spitze hängt noch in den alten Modellen, während die Basis längst begriffen hat, dass wir das Christentum nur mit einer Stimme vertreten können.“

Die Eugen-Biser-Stiftung richtet den Blick aus christlichem Welt- und Werteverständnis auf alle Bereiche menschlicher Existenz mit dem Ziel des Dialogs und der Verständigung mit anderen Religionen, Weltanschauungen und Kulturen in dem Bemühen um Freiheit, Toleranz und Frieden für die gesellschaftliche, politische und rechtliche sowie kulturelle Gestaltung des Zusammenlebens und für die Zukunft Europas.

Weitere Informationen unter
www.eugen-biser-stiftung.de


Ralf Birkner, Dipl.- Theologe
Theologischer Berater des PREDIGTPREISES
Das Interview
zur Übersicht

Kirchen auf Konfrontationskurs?

Wolfgang Thönissen

Foto: privat

Wolfgang Thönissen ist einer der profiliertesten Ökumeneexperten der katholischen Kirche. Er leitet das Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik in Paderborn, die ökumenische Denkfabrik der katholischen Kirche. Zudem ist Professor für Ökumenische Theologie
an der Universität Paderborn. Er promovierte bei Walter Kardinal Kasper und war früher Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Baden-Württemberg.

Interview mit Prof. Dr. Wolfgang Thönissen



Predigtpreis: Katholiken und Protestanten können einander nicht zur Eucharistie einladen. Können sie einander zur Predigt einladen?


Prof. Dr. Wolfgang Thönissen: Die gemeinsame Teilhabe am Wort Gottes gehört zu den Grundlagen der ökumenischen Bewegung. Es ist zur guten Übung geworden, gemeinsam die Bibel zu lesen, über das Wort der Bibel zu reden und einander in den ökumenischen Gottesdiensten die Bibel auszulegen. Für die katholische Kirche muss ich hinzufügen: Außerhalb der Eucharistiefeiern. Das muss man hinnehmen. Doch ist auch deutlich geworden, dass die Einladung zum Gottesdienst mit dem gemeinsamen Hören auf das Wort Gottes und damit auch mit der Predigt verbunden ist. Für die ökumenische Bewegung hat gerade dieser Zusammenhang eine ausschlaggebende Rolle gespielt..


Predigtpreis: Kann ein katholischer Priester ohne Problem eine evangelische Pfarrerin zur Predigt im Gottesdienst einladen?



Thönissen: Zu Wortgottesdiensten kann er sie in seine Kirche einladen. Da sind viele Formen von Gebet und Andacht möglich. Im Zusammenhang von Eucharistiefeiern geht das nicht. Hier hat die katholische Kirche gesagt: Um der Einheit des Gottesdienstes willen darf dort nur der Priester, der auch die Eucharistie vollzieht, oder von ihm beauftragt der Diakon predigen, kein Gast aus einer anderen Konfession und übrigens auch kein katholischer Laie.


Predigtpreis: Evangelische Kirchen ordinieren auch Laien zur Predigt und zur Verwaltung der Sakramente. Ist das ein ökumenisches Hindernis?


Thönissen: Es ist ein Hindernis auf einer theologischen Ebene, denn es betrifft das Verständnis des Amtes. In den letzten Jahrzehnten haben sich evangelische und katholische Theologen auf der Basis des Artikels 14 des lutherischen Augsburger Bekenntnisses verständigt: Das Amt, zu dem ordiniert wird, berechtigt zur Verkündigung und zur Spendung der Sakramente. Nun leitet eine Empfehlung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche von 2006 mit dem Titel „Ordnungsgemäß berufen“ eine Neujustierung ebendieses Artikels 14 ein. Im vergangenen August hat die VELKD dazu klargestellt, dass grundsätzlich jeder getaufte Christ zu den ordnungsgemäß Berufenen gehören kann. Jetzt soll also das Verständnis erweitert werden bis hin zur „Ordination“ von Laien zu den beiden Diensten, so wie es Praxis in einigen evangelischen Kirchen ist. Aus katholischer Sicht verlässt die evangelische Kirche damit die gemeinsam erreichte ökumenische Basis. Diese selbst sieht das freilich anders. Das beunruhigt mich. Ich beobachte, dass es derzeit auf beiden Seiten wieder hoffähig wird, sich – auch gegeneinander – zu profilieren.


Predigtpreis: Wo profilieren sich Kirchen denn noch gegeneinander?


Thönissen: Das sehe ich etwa bei den Vorbereitungen für das Jahr 2017, wenn die Reformation 500 Jahre alt wird. Da gibt es wechselseitige Zumutungen. Auf der katholischen Seite sehe ich mitunter Versuche, sich gegen ein positives Verständnis der Reformation abzugrenzen. Auf der evangelischen wird mitunter versucht, die katholischen Vorbehalte gegen die Reformation zu übergehen oder herunterzuspielen.


Predigtpreis: Zum Beispiel, wenn sich die evangelische Kirche als Kirche der Freiheit bezeichnet?



Bitte lesen Sie das vollständige Interview hier weiter


DER GASTKOMMENTAR
zur Übersicht

Ist schon alles gesagt?

Hannes Leitstein

© Foto privat

Hannes Leitlein ist Theologiestudent in Wuppertal, Fotograf , Gestalter, Journalist und Blogger. 2009 in Kassel nahm er als Vorstandsmitglied der Gemeinde CVJM/e-motion Essen den Preis „Fantasie des Glaubens“ der Zukunftswerkstatt der Evangelischen Kirche in Deutschland entgegen. Noch heute engagiert er sich dort, unter anderem mit Predigten.“. Außerdem ist er Autor des Blogs „“.

Ein Theologiestudent über seine bevorstehende Predigtkarriere

von Hannes Leitlein


Alles ist bereits gesagt. Keine Gedanke, der noch nicht in Worten Fassung fand. Jeder Versuch, Neues zu sagen, endet in der Wiederholung althergebrachter Geschichten. Was bleibt ist die Deutung. Warum also noch predigen?

Ein paar Semester noch studiere ich evangelische Theologie. Ziel ist das Pfarramt. In absehbarer Zeit werde ich wöchentlich eine Predigt vorbereiten und halten. Und mit hoher Wahrscheinlichkeit wird nicht jede davon predigtpreisverdächtig sein. Diese Frage stellt sich mir deshalb regelmäßig: Warum predigen?

Was bringt's, von Gott und seiner guten Botschaft zu schwärmen, pro Gerechtigkeit und contra Unterdrückung zu argumentieren, das System zu entlarven und aus Worten keine Hülsen, sondern Häuser zu bauen, in denen Menschen Geborgenheit finden?

Weil alles bereits gesagt ist, aber es offensichtlich noch nicht oft genug gesagt wurde. Die gute Nachricht ist noch nicht bei allen angekommen. Bei mir nicht und nicht bei denen, die mir begegnen.

Der Anspruch ist hoch: Jede Woche ein, zwei gute Gedanken, die nicht nur gepredigt, sondern auch gelebt werden wollen. Nachvollziehbar und nachvollzogen, unter der kritischen Beobachtung der Gemeinde, beäugt von Außenstehenden und gemaßregelt von GemeinderätInnen.

Doch auch die Möglichkeiten sind enorm: An den Menschen dran bleiben und an ihren Themen. Gemeinsam Fragen stellen, Gesetzmäßigkeiten infragestellen, Handlungsweisen entwickeln, Haltung, Achtsamkeit und Protest üben. Ein Freund sagt: „Es sind immer die Richtigen anwesend!“ Ihnen will ich begegnen und sie in den Mittelpunkt meiner Aufmerksamkeit stellen. Gemeinsam will ich mich mit diesen Menschen auf den Weg begeben. Der Nachricht lauschen. Brot und Wein teilen. Worte zu Fleisch werden lassen, damit sie unter uns wohnen. Das ist beileibe die schönste Herausforderung, die ich mir vorstellen kann.

Denn schon immer hat es mich fasziniert, dass an Weihnachten die immer selbe Geschichte erzählt wird. Oft war ich gelangweilt, aber nie von der Geschichte. Tausendmal könnte ich sie hören und gerne werde ich sie tausendmal erzählen. Mit ihr ist alles gesagt und das kann nicht oft genug gesagt werden.

Weil die Deutung bedeutsam ist. Weil die Geschichte übersetzt werden will in unsere Zeit, in unsere Herausforderungen, unser Leben. Nicht nur, aber auch mit Worten. Damit sie zur Sprache kommt und aufmerksam macht auf die verkehrte Welt.

Ich werde predigen, weil alles gesagt ist.

PREDIGT DES MONATS
zur Übersicht

Predigt über Markus 13,31-37

von Superintendent Lothar Kuschnik

ausgezeichnet mit der „Bronzenen Taube“ vom Predigtpreis

Friede sei mit Euch, und Gnade von Gott unserm Vater und dem Herrn Jesus Christus. Amen

Liebe Gemeinde, Himmel und Erde werden vergehen. Jesus sagt das im Markus Evangelium. Das ist ein Satz, den niemand hören will, behaupte ich. Himmel und Erde werden vergehen. Da will ich gar nicht hinschauen, vorstellen will ich es mir schon gar nicht. Aber wenn ich einen Augenblick nachdenke, fallen mir doch Situationen ein, wo ich mich genau so gefühlt habe.

Mein Himmel ist vergangen und der Boden unter meinen Füßen ist weg. Der Verlust eines Menschen verändert von jetzt auf gleich unser eigenes Leben. „Ich bin in ein tiefes Loch gefallen“. „Alle unsere Pläne waren plötzlich zerstört.“ „Ich habe keinen Lebensmut mehr.“ So beschreiben Menschen ihr Empfinden beim Tod eines Angehörigen. Der Himmel ihres Lebens ist vergangen, die Erde unter den Füßen entzogen. Die Seele ist wund.

„Jeder Morgen bringt eine neue Qual, und am liebsten wäre ich auch nicht mehr da.“ So fühlen sich Tage und Nächte der Trauer an. „Wer das nicht erlebt hat, kann es nicht nachempfinden“, sagen sie. Viele von uns haben am Grab eines Menschen gestanden, den wir geliebt haben. Dessen Verlust uns bis ins Mark getroffen hat. Das verbindet uns an diesem Sonntag, den wir den Totensonntag nennen.

An diesem Sonntag sind wir besonders empfindsam, vielleicht den Tränen nah. Fragen tauchen auf: Welche Bedeutung hat der Tod für mein Leben? Was bleibt, wenn alles vergeht? Diese Fragen brauchen Raum. Dabei begleiten uns die Worte Jesu und ein Lied. Sie haben die Melodie gerade vom Klavier gehört. Es ist das Lied Tears in Heaven.

Der Gitarrist Eric Clapton hat es geschrieben. Er hat im März 1991 seinen vierjährigen Sohn Connor verloren. Der Kleine stürzte aus einem Hotelfenster, das eine Putzfrau offen gelassen hatte. Alptraum aller Väter und Mütter. Ein sinnloser Tod. Neun Monate zog sich Eric Clapton völlig zurück. Seine Trauer hat dieses Lied geboren.

Ganz behutsam, fast zweifelnd fragt er seinen Sohn: „Würdest Du meinen Namen kennen, wenn ich dich im Himmel sähe? Würde es dasselbe sein?“ Dann kommt Clapton zu einem ersten Halt „Ich muss stark sein und weitermachen, denn ich weiß ich gehöre (noch) nicht in den Himmel.“

Hören wir einen Augenblick zu.

Lied

Wann vergehen Himmel und Erde? Diese Frage hat Menschen unabhängig von ihrem eigenen Schicksal zu allen Zeiten beschäftigt. Diese Frage war immer auch ein gutes Geschäft, wenn Menschen anderen Menschen damit Angst gemacht haben: morgen geht die Welt unter. Der amerikanische Präsident George Bush hat Bilder der Endzeit benutzt, um seinen brutalen Krieg gegen den Irak zu rechtfertigen und in seiner Sprache: die „Achse des Bösen“ zu bekämpfen. Mit Szenarien der Endzeit spielen Hollywoodfilme viel Geld ein, wenn Bruce Willis mal wieder die Welt retten muss.

Was sagt eigentlich Jesus dazu? Der muss es doch wissen.

Jesus sagt: „Von dem Tag aber und der Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater.“ So ist das. Kein Geschäft mit der Angst zu machen. Basta. Weder die Engel noch der Sohn wissen Bescheid. Die Stunde kennt allein der, der die Zeit schuf, kein Raum für Spekulationen. Erfrischende Nüchternheit.

Wenn niemand die Stunde des Endes weiß, was können wir dann tun?

Hier lesen Sie die vollständige Predigt

Jetzt Predigt einreichen und mitmachen
Die Auszeichnung des PREDIGTPREISES
„Sehnsucht nach Befreiung“
SURFTIPP
zur Übersicht

PREDIGTPREIS-Surftipps:










von Stephan Bolzenius


App – Termine mit Gott
Diese App bietet Ihnen jeden Tag einen kurzen Bibeltext mit einer klaren Auslegung für Menschen von heute. Zudem erhalten Sie regelmäßig Wochen- und Monatssprüche. Mit der Suchfunktion für Bibelstellen gelangen sie sofort zu dem kompletten Bibeltext auf www.bibelserver.com Wer sich seine tägliche „Stille Zeit“ besser ohne Smartphone oder Tablet-Computer vorstellen kann, hat die Möglichkeit sich eine Printausgabe aller 365 „Termine mit Gott“ zu bestellen.

http://www.brunnen-verlag.de






Schmetterlingskinder
Mit dieser Seite wurde 1997 ein ganz besonderer und geborgener Ort geschaffen, an dem stille Mütter und trauernde Eltern gemeinsam und sehr gefühlvoll mit den Verlust ihrer Sternenkinder umgehen lernen können. Hier wird ihnen die Möglichkeit gegeben ihre Trauer zu teilen und mitzuteilen. Schon viele Frauen haben hier in ihrer schlimmsten Trauerphase Trost, Geborgenheit und Halt bei anderen Betroffenen gefunden.

http://www.schmetterlingskinder.de






Trauerkarten von Kindern für Kinder
Die Idee für diese Seite entstand durch die Erfahrung „eine kindgerechte Trauerkarte zu kaufen, um sie einem Mädchen zu schicken, dessen Mama gestorben war, und solch eine Karte nicht zu finden, weil es sie nicht im Handel gibt“. Ausgehend hiervon wurde ein Projekt gestartet Trauerkarten speziell für Kinder zu gestalten. Die Karten werden von Kindergruppen und Jugendlichen, die zur Trauerbegleitung in die ergotherapeutische Praxis des Projektteams kommen, gemeinsam mit dem Team für andere Kinder gemalt, gestaltet und geschrieben.

http://www.kinder-trauerkarten.de

KUNST UND PREDIGT
zur Übersicht

Wanderausstellung des Kunstprojekts „Ein Koffer für die letzte Reise“

Sonja Weber - Altartücher

Foto: Kim Sen-Gupta

Koffer von Br. Paulus Terwitte
Den Teilnehmerbogen lesen Sie hier
© 2013 Pütz-Roth

Sonja Weber - Altartücher

Foto: Kim Sen-Gupta

Koffer von Etienne del Moral
Den Teilnehmerbogen lesen Sie hier
© 2013 Pütz-Roth

 

Text von Pütz-Roth und Fotos von Kim Sen-Gupta

„Den Wert des Lebens spürt nur, wer den Tod kennt“, Fritz Roth.

Er wollte 120 Jahre werden, Deutschlands bekanntester Bestatter. Am 13. Dezember 2012 ist er an einem Krebsleiden gestorben.

Ein Koffer für die letzte Reise

Eine wirkliche Wertschätzung für das Leben setzt die Auseinandersetzung mit seiner Endlichkeit voraus. „Ein Koffer für die letzte Reise“ – so der Titel unseres Kunstprojektes – fordert eben dazu auf: Auseinandersetzung mit der Endlichkeit jeden Lebens, auf die Notwendigkeit der Identifikation des individuell Wesentlichen.

„Ein Koffer für die letzte Reise“ fordert auf, sich zu besinnen: Auf die Endlichkeit jeden Lebens, auf die Notwendigkeit der Identifikation des individuell Wesentlichen. 100 Frauen und Männer – alte und junge, Künstler und Handwerker, Prominente und Nicht-Prominente – forderten wir auf, den Koffer zu packen, der Sie auf der Reise aus diesem Leben begleiten könnte.

Wir waren sehr gespannt darauf, was die von uns zur Verfügung gestellten, identischen Koffer letztlich enthalten würden: Waren es ähnliche oder völlig unterschiedliche Dinge? Sentimentales oder Praktisches? Erinnerung oder Ausrüstung? Soviel sei gesagt: Die Ergebnisse übertrafen alle Erwartungen; die Resonanz im Lande war und ist gewaltig: Über 250.000 Menschen sahen bis heute die Wanderausstellung, 1,7 Mio. Zuschauer allein bei der Erstausstrahlung die ARD-Dokumentation zum Projekt. Die Fotos der Koffer und die Beschreibungen der Teilnehmer dazu wurden als Buch beim Gütersloher Verlagshaus veröffentlicht mit dem Titel „Einmal Jenseits und zurück: Ein Koffer für die letzte Reise“

Für 2013 liegen bereits Buchungen/Reservierungen für Luzern, Siegen, Offenburg, Moskau und Salzbergen vor.

Zwei weitere „Koffer für die letzte Reise“ sehen Sie hier

 

Buchtipp
zur Übersicht

Vier Führungsprinzipien der Bibel

Dienst, Macht, Verantwortung und Vergebung

Jesu Tod und unser Leben

© Brunnen Verlag

96 Seiten, gebunden
14 x 21 cm
Erscheinungsdatum: 17.01.2012

ISBN: 978-3-7655-1193-6
Bestell-Nr.: 191193

9,99 (D) EUR

zzgl. Versandkosten

 

von Dr. Dr. (unisa) Volker Kessler,

Promotion in reiner Mathematik, Universität zu Köln (1989), und in praktischer Theologie, Universität of South Africa (2004)

„Als Christ soll ich lieben und vergeben – wie passt dies zu meiner Führungsaufgabe?“

„Wie gehe ich mit dieser Verantwortung um?“

„Darf ich überhaupt Macht einsetzen?“

Eine Rezension zu dem Buch lesen Sie hier

Folgen Sie uns bei Twitter   Predigtpreis ist jetzt auf Facebook
Newsletter abmelden Impressum Kontakt Datenschutzerklärung
www.predigtpreis.de