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Predigtpreisnewsletter Mai 2013
Editorial

Mehr Predigten, mehr Austausch, mehr Nutzen

Lieber Leser, liebe Leserin,


Der Predigtpreis legt zu. Vielleicht bekommen Sie wenig davon mit, denn das Meiste geschieht unter der Benutzeroberfläche. Die Predigtdatenbank wird gepflegt; neue Predigten laufend eingestellt. Wenn Sie vor drei Monaten noch keine Predigt zu einer bestimmten Bibelstelle gefunden haben – jetzt ist die Chance größer. Auch die Jury des Predigtpreises bedient sich aus der Datenbank, wenn sie an die Arbeit des Beurteilens geht. Die Gruppe um unsere Teamchefin Sibylle Stehncken leistet eine meist unauffällige, aber effiziente Arbeit. Der Predigtpreis ist inzwischen auf Facebook und Twitter vertreten.

Jetzt ist ein Fortschritt in der Predigtdatenbank sichtbar. Die Suche ist noch komfortabler. Sie können nach Themen und Stichwörtern, nach biblischen Büchern und Autoren, nach Jahr und Auszeichnung und nach In- und Ausland suchen. Haben Sie eine Predigt aufgerufen, begleitet Sie am blauen rechten Rand, unauffällig und sanft eingefärbt, ein Werkzeugbalken. Er hilft Ihnen, die Predigt mit einem einzigen Mausklick auszudrucken. Oder sie weiterzuempfehlen: Per Mail, Facebook, Twitter und Google plus. Klicken Sie auf das Mail-Symbol, öffnet sich Ihr Mailprogramm, eine neue Mail wird gestartet und der Link zur Predigt automatisch eingetragen. Sie können Freunden zum Geburtstag oder einem anderen Anlass eine Predigt schicken. Oder eine Predigtentdeckung auf Facebook posten.

Klicken Sie auf die oben- oder unten-Pfeile, fährt der Text ans Ende oder den Anfang, ohne dass sie die Maus oder die Finger weiter bewegen müssen.

Wir hoffen, dass die Datenbank so für Sie immer nützlicher wird. Viele nutzen sie, als Hilfe bei der Vorbereitung eigener Predigten, als Gedankenanstoß oder weil sie gespannt darauf sind, wie Kolleginnen und Kollegen mit den Texten umgehen.

Schreiben Sie uns gern Ihre Erfahrungen an info@nl.predigtpreis.de . Wir sind gespannt.

Herzliche Grüße
Ihr

Wolfgang Thielmann

Aktuelle Themen:

Aufbruch mit Verlegenheiten – der Eucharistische Kongress
Manfred Rekowski: „Wir wollen vom offenen Himmel erzählen“
Gastkommentar: Frei predigen mit den „Perlen des Glaubens“?
Predigt des Monats: Predigt über 2. Korinther 13,11+13 und das Lied „Vom selben Stern“
Surftipps: Radwegekirchen, Gemeindemenschen, Kulturgottesdienste
Kunst und Predigt: „COOL“
Buchtipp: Gottes Wort auf der Spur

Predigende Bilder

 Hafenausfahrt von Lindau

© Matthias Jung

„Das erste Bild ist ein bekanntes Motiv. Es zeigt die Hafenausfahrt von Lindau. Das Bild legt nahe, dass der vor uns liegende Weg der Suche wie eine Schifffahrt auf einem ruhigen See verläuft. Ja, wir müssen den sicheren Hafen verlassen, aber habt keine Angst, ihr werdet nicht untergehen. Der Weg in die Zukunft, so offen sie auch scheinen mag, verläuft in Sicherheit, weil Gott an eurer Seite ist.“ [...]

Weg zwischen hier und dort

© Matthias Jung

„Das andere Bild zeigt einen Steg, der von hier nach dort führt. Anfang und Ende sind nicht zu erkennen. Er führt über ein trübes Wasser. Wirklich einladend sieht er auch nicht aus, sehr alt, sehr schief, ein Geländer nur auf einer Seite und festhalten, na ja, ich weiß nicht.“ [...]

Die vollständigen Bilddeutungen zu den Jahreslosungen lesen Sie bitte hier

Eine Predigt über Markus 4,1-9 von Pfarrer Matthias Jung lesen Sie hier

Sprechende, „predigende“ Bilder – teilen Sie Ihr eindruckvollstes Foto mit uns. Schicken Sie uns bitte eine E-Mail mit dem Betreff „Predigtfoto“. Fügen Sie Ihr Foto(s) bei mit einem kurzen Begleittext und Ihrer Adresse an predigtfoto@nl.predigtpreis.de.

Ökumene
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Ein Aufbruch mit Verlegenheiten – der Eucharistische Kongress

Ein Aufbruch mit Verlegenheiten – der Eucharistische Kongress

Das nächste kirchliche Großereignis wirft Licht und Schatten voraus: Der Eucharistische Kongress vom 5. bis 9. Juni in Köln. Bisher soll es für alle Tage zusammengengezählt 23 000 Anmeldungen geben. Darunter befinden sich die Schüler katholischer Schulen des Erzbistums Köln, die zum Besuch der Veranstaltung frei bekommen und unter Ehrenpflicht stehen, das Ereignis zu besuchen. Damit bleibt das Treffen hinter Erwartungen zurück, die im Vorfeld geäußert wurden. Eucharistische Kongresse haben in Deutschland keine Tradition. Der letzte fand 1960 in München statt. Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil wurden die Katholikentage zur zentralen Veranstaltung der katholischen Kirche. Und wie die evangelischen Kirchentage waren sie von ökumenischen Akzenten geprägt. Katholikentage werden vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken veranstaltet, der Laienvertretung in der katholischen Kirche. Schon zweimal, 2003 und 2010, haben Zentralkomitee und Kirchentag einen Ökumenischen Kirchentag veranstaltet. Der nächste soll 2019 folgen. Eucharistische Kongresse dagegen tragen einen kirchlich-katholischen Stempel. Da Protestanten nicht zur Eucharistie eingeladen sind, kann die katholische Kirche sie auch nicht auf der Veranstaltung begrüßen. Eigentlich. Im Programm heißt der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner daher ausdrücklich und doppelt bekräftigend die „katholischen Christen unserer deutschsprachigen Diözesen“ willkommen. Doch sollen auch die evangelischen Schüler der katholischen Schulen nach Köln kommen, selbst wenn es kein Angebot für sie gibt. Nicht ganz: eine ökumenische Vesper ist geplant. So geht das Fest mit einer ökumenischen Verlegenheit einher. Ein gewisses Unbehagen war auch in einem Gruß des Hamburger Erzbischofs Werner Thissen auf dem gerade beendeten Hamburger evangelischen Kirchentag spürbar. Thissen wandte sich gegen eine „Profil-Ökumene“, also gegen den Versuch, das eigene Profil durch den Gegensatz zum ökumenischen Partner zu schärfen. Das ließ sich als indirekte Kritik an der Ausrichtung des Kongresses verstehen. Im Aufruf der katholischen Bischofskonferenz heißt es, das Glaubensfest biete eine ganz besondere Chance, „zum Entscheidenden durchzudringen und sich auf das Herzstück des christlichen Glaubens auszurichten.“ Aus evangelischer Sicht aber stehen Wort und Sakrament, also Verkündigung und Abendmahl, nebeneinander.

Initiator des Treffens ist Kardinal Meisner. Zum Ziel der Versammlung sagte Meisner, die Kirche in Deutschland brauche nichts nötiger als die Besinnung auf den Herrn. Nur er könne „nach dem schrecklichen Missbrauchsskandal die Verwundungen heilen“. Zum Missbrauchsskandal ist aber offenbar gar keine Veranstaltung geplant. Meisner räumte auch ein, dass die Bezeichnung „Kongress“ in die Irre führen könne. Denn es handle sich um ein Glaubensfest und keine Fachtagung. Im Mittelpunkt des Programms mit 600 Veranstaltungen stehen Glaubensunterweisungen, sogenannte Katechesen, und viele Eucharistiefeiern. Enttäuscht wurde auch Meisners Hoffnung, dass der neue Papst Franziskus den Kongress besucht, so wie sein Vorgänger Benedikt XVI. den Weltjugendtag 2005 ebenfalls in Köln, als eine Million Menschen zur Schlussveranstaltung zusammenkamen. Projektleiter Herman Josef Johanns bekundete die Hoffnung, dass das jetzige Treffen „sehr katholisch ist und mehr katholisch vielleicht auch als der Katholikentag“. Sätze wie diese spiegeln eine unterschwellige und manchmal auch offen geäußerte Kritik konservativer Bischöfe an der Offenheit der Katholikentage. Meisner selbst hatte vor dem Katholikentag im Mai 2012 in Mannheim gesagt, dem Treffen fehle "die katholische Mitte, bei der man die Verbundenheit und Einheit von Papst, Bischof, Priestern und dem Volk Gottes spürt." Meisner erklärte damals auch, die 33.000 Dauerteilnehmer des Mannheimer Katholikentags zeigten, "dass es nicht unbedingt einen Trend zu Katholikentagen gibt". Mit Blick auf 30.000 Gottesdienstbesucher im Kölner Dom zwischen Weihnachten und dem Dreikönigsfest sowie auf die Trierer Heilig-Rock-Wallfahrt mit mehr als einer halben Million Pilgern erklärte er: „Da liegen die Aufbrüche.“ An diesem Maßstab gemessen sind bedeutendere kirchliche Initiativen auch bei Ökumenischen Kirchentagen mit knapp 200.000 und Evangelischen Kirchentagen mit 120.000 Dauerteilnehmern zu vermuten. Und die Beteiligung am bevorstehenden Treffen würde zeigen, dass es nicht unbedingt einen Trend zu Eucharistischen Kongressen gibt.

Wolfgang Thielmann
Das Interview
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„Wir wollen vom offenen Himmel erzählen“

Manfred Rekowski

Foto: Landeskirchenamt/Uwe Schinkel

Die Evangelische Kirche im Rheinland hat 2,7 Millionen Mitglieder. Damit ist sie nach der hannoverschen die zweitgrößte der 20 evangelischen Landeskirchen in Deutschland. Ihr neuer Präses Manfred Rekowski trat im März die Nachfolge von Nikolaus Schneider an (der aber weiter als Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland amtiert). Der 55-Jährige wurde in Masuren geboren und siedelte als als Fünfjähriger mit seiner Familie nach Deutschland über. Er war Vikar, Pfarrer und Superintendent in Wuppertal Zusammen mit anderen Mitgliedern der Kirchenleitung führt er ein Blog.

Interview mit dem Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski



Predigtpreis: Herr Rekowski, beide großen Kirchen fragen sich, wie die Kirche die Menschen von heute erreicht. Die katholische macht sich Gedanken über eine Neuevangelisierung. Wie missionarisch ist die evangelische Kirche?


Präses Manfred Rekowski: Auch wir Protestanten wollen missionarisch Kirche sein. Wir wollen vom offenen Himmel erzählen. Deshalb müssen wir offensiv und einladend vom Grund unseres Glaubens reden, damit Menschen sich auf den Glauben einlassen können.


Predigtpreis: Sind Pfarrer darauf vorbereitet, einladend über den Glauben zu reden? Müsste man ihnen missionarische Fortbildung anbieten?



Rekowski: In der Ausbildung ist noch Luft nach oben. Sie hat sich aber in den letzten Jahren schon entwickelt. Pfarrerinnen und Pfarrer tragen immer auch selbst Verantwortung für ihre Fortbildung. Als Pfarrer haben Sie mit Menschen aus vielerlei Milieus zu tun. Sie müssen neugierig auf Menschen bleiben, auch wenn diese völlig anders leben als es Ihnen behagt.


Predigtpreis: Wenn ein Pfarrer alle Milieus erreicht, wieso sagen dann Umfragen, dass die Kirchen sich nur noch in ganz begrenzten Milieus bewegen?


Rekowski: Bei Beerdigungen, Taufen, Trauungen haben Pfarrer durchaus Kontakt zu allen Milieus. Die Frage ist immer: Sehen wir das als Normalität, mit der wir arbeiten, oder ist das eine Ausnahme vom Normalbetrieb? Ich verkenne nicht, dass manchmal einige Gemeinden mit ihrer Nestwärme zufrieden sind.


Predigtpreis: Das Engagement der Engagierten vergrößert die Distanz der Distanzierten.


Rekowski: Da ist etwas dran. Unsere Aufgabe liegt aber darin, in der Predigt die biblische Tradition und die Situation zu interpretieren. Unsere Aufgabe ist, zu erfassen: Welches Bibelwort passt in die Situation, was bewegt die Menschen? Kirchliche Trauungen, Taufen und Beerdigung sind überdurchschnittlich gefragt, weil die Menschen sich dabei wahrgenommen fühlen. Im Normalbetrieb des Alltags gelingt uns das wohl nicht immer ganz gut.


Predigtpreis: In ihrem Reformprogramm von 2006 hat sich die evangelische Kirche vorgenommen, gegen den Trend wachsen zu wollen, und den Anteil an der Bevölkerung zu verstärken. Gilt das noch?



Rekowski: In Wuppertal, wo ich bisher tätig war, haben wir jedes Jahr 2000 Gemeindemitglieder verloren, egal wer gepredigt hat oder welche Feuerwerke wir gezündet haben. „Wachsen gegen den Trend“ ist nicht meine Formulierung. Ich wünsche mir Gemeinden, die über sich hinaus wachsen. Das kann zahlenmäßiges Wachstum sein, aber auch eine Horizonterweiterung oder der Aufbruch aus der Nestwärme raus. Wachstum kann man nicht erzwingen.


Predigtpreis: Ist das nicht eine Ausflucht? Warum will die Kirche nicht mehr Mitglieder bekommen, als sie jetzt hat?




Bitte lesen Sie das vollständige Interview hier weiter


DER GASTKOMMENTAR
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Frei predigen mit den „Perlen des Glaubens“

Kirstin Faupel-Drevs

© Foto: privat

Dr. Kirstin Faupel-Drevs (49) ist Pastorin der Nordkirche und seit 10 Jahren Spiritualin am Ansverus-Haus, einem Ort für geistliches Leben in der Nähe von Hamburg. Sie hat die Perlen des Glauben in Finnland entdeckt und sie im deutschen Sprachraum bekannt gemacht. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Exerzitien, Geistliche Begleitung, Kunst und Liturgie. Sie ist verheiratet mit einem katholischen Lehrer und hat drei Kinder.

Einen weiteren Beitrag zu den „Perlen des Glaubens“ lesen Sie bitte hier

von Kirstin Faupel-Drevs


Was vor uns liegt und was hinter uns liegt, sind Kleinigkeiten im Vergleich zu dem, was in uns liegt. Und wenn wir das, was in uns liegt nach außen in die Welt tragen, geschehen Wunder. (Henry David Thoreau)

In jeder Form lebendiger Verkündigung geht es darum, Erfahrungsräume zu erschließen, die eigenen ebenso wie die der Zuhörenden, um dann beides auf neue Weise mit den Schätzen des christlichen Glaubens in Verbindung zu bringen. Mit den „Perlen des Glaubens“, einem Gebetsband aus Schweden, ist dies auf besondere Weise möglich.

Seit inzwischen gut 10 Jahren in Deutschland bekannt, sind die „Perlen des Glaubens“ nicht nur in der evangelischen, sondern ebenso in der katholischen Kirche und in verschiedenen Freikirchen wie selbstverständlich im Gebrauch. Die insgesamt 18 Perlen unterschiedlicher Farbe und Größe, deren jede einen Namen und eine eigene Bedeutung enthält, vermitteln auf einfache Weise, was das Wesen christlicher Verkündigung ausmacht: nämlich Glauben be-greifen, Beten lernen, sprachfähig werden im Christlichen. Ein Kind oder ein Jugendlicher kann das anhand dieses Armbands ebenso nachvollziehen wie eine Gruppe von Erwachsenen. So genannte „Kirchenferne“ werden animiert, neugierig nach den Inhalten des Glaubens zu fragen, und diejenigen, die damit vertraut sind, horchen genauso auf bei Begriffen wie „Wüste“, „Geheimnis“, „Liebe“, „Nacht“ und „Auferstehung“. Der Film im Kopf geht gleich los. Was bedeutet denn Auferstehung konkret fürs eigene Leben? Gilt sie erst fürs Dermaleinst oder nicht doch für jeden Tag, an dem es heißt, aufzustehen, Entscheidungen zu treffen, sich dem Licht zuzuwenden ohne das Dunkel auszusparen. Bei Jesus war es ja auch nicht viel anders. Und schon sind wir mittendrin im Gespräch oder auch in der Predigt.

Auf dem Kirchentag in Hamburg haben sich viele Menschen in der Martin-Luther-Kirche in Alsterdorf getroffen, für diese Tage unsere „Perlenkirche“, um über ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Perlenband zu erzählen. Einer von ihnen war Johan Dalman, Propst aus Schweden und seit vielen Jahren mit dem „Frälsarkrans“, dem Rettungsring oder „Erlöserkranz“ – unter dieser Doppelbedeutung ist das Perlenband dort bekannt – unterwegs. Er trägt sein Perlenband immer in der Hosentasche bei sich und kann im Bedarfsfall danach greifen. Manchmal, so erzählte er, sind die Perlen für ihn tatsächlich zu einem sinnigen Rettungsring geworden. So wie beispielsweise bei einem Gastbesuch in Ungarn. Unerwartet wird er gebeten, eine Predigt zu halten in einem Gottesdienst, in dem er kein einziges Wort verstanden hat. Lauter erwartungsvolle Gesichter, die sich ihm zuwenden. Was tun? Er nimmt sein Perlenband und fängt an, anhand der Perlen von seinen Reiseerfahrungen zu erzählen. Die Stationen ordnen sich wie von selbst entsprechend der Reihenfolge, die die Perlen vorgeben. Sie folgen den Stationen der Vita Jesu und zugleich den Fragen, die jeden Tag begleiten: Wer bin ich? Wo komme ich her? Wofür kann ich dankbar sein? Wo habe ich Widerstände erlebt, die sich anfühlen wie ein Gang durch eine Wüstenei? Was ist die Quelle meines Lebens und welche Menschen haben mich auf die Spuren der Liebe Gottes geführt, zuhause und auch hier in Ungarn? Und zwischendrin immer wieder einen Moment innehalten, so wie es die sechs Perlen der Stille vorgeben. Am Ende bin ich noch immer bei Gott. Er hält mein ganzes Leben zusammen, so wie die „Gottesperle“ das Band in meiner Hand. Ich muss nicht alles verstehen, aber wenn ich die goldene Perle zwischen den Fingern spüre, kann ich mir bewußt machen, dass Gott da ist, als unsichtbare Gegenwart, in der ich geborgen bin und die uns alle trägt und miteinander verbindet.

So könnte es gehen, ganz frei, im Alltag und auch mal am Sonntag.

Predigt des Monats
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Predigt über 2. Korinther 13,11+13 und das Lied „Vom selben Stern“

von OKR Dr. Eberhard Martin Pausch (ev)
ausgezeichnet mit der „Bronzenen Taube“ vom Predigtpreis


18.05.2008 in der Auferstehungskirche in Hannover-Döhren

Liebe Gemeinde,
Ein starkes Video und ein schöner Popsong der Gruppe „Ich und Ich“. Haben Sie die Prominenten erkannt, die da zu sehen waren? Vom Rockstar Udo Lindenberg über die Schauspielerin Jasmin Weber aus „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, vom Fußballnationalspieler Fredi Bobic bis zur grünen Bundestagspräsidentin Antje Vollmer sind viele versammelt, die Rang und Namen haben. Wunderschön, wer da so alles auftaucht und das Gesicht und die Gestalt des Sängers in diesem Lied ersetzt. Alle sind sie scheinbar dieselbe Person, und doch sind sie jeweils völlig verschieden. Alle singen sie das gleiche Lied und sind so „vom selben Stern“. Die Gesichter wechseln, aber die Botschaft bleibt gleich und scheinbar auch der, der das Lied singt ...

Was hat das aber mit dem heutigen Sonntag und unserem Predigttext zu tun? Nun, dieser Sonntag ist der Festtag der Trinität oder der Dreieinigkeit Gottes. Unter der Lehre von der Dreieinigkeit ist keine absurde Mathematik zu verstehen, die etwa die problematische Formel vertreten würde: Eins ist gleich Drei und Drei ist gleich Eins. Gemeint ist vielmehr dies: Der eine und selbe Gott zeigt sich uns Menschen auf unterschiedliche Weise. Genauer: Der eine und selbe Gott zeigt sich als Vater, als Sohn und als Heiliger Geist. Er hat sozusagen verschiedene Gesichter, er wechselt sein Antlitz für uns. Wie im Videoclip zeigt Gott uns verschiedene Gesichter, aber er bleibt dabei derselbe. „Gesicht“, „Antlitz“ oder auch „Maske“ heißen in der griechischen Sprache „Prosopon“. Dieses Wort wird im Deutschen oft mit „Person“ übersetzt. Und dadurch entstehen Verstehensprobleme: Ein Gott, aber drei Personen ─ das wirkt unsinnig und führt Juden, Muslime, aber auch Atheisten immer wieder dazu, den Christen zu sagen: „Ihr glaubt ja gar nicht an einen Gott, sondern in Wahrheit an drei Götter.“ Und in einem haben die Kritiker ja Recht: Wenn es den Christen nicht gelingt, ihren Glauben vernünftig und verstehbar zu machen, dann haben sie verloren.

Hier lesen Sie die vollständige Predigt

Jetzt Predigt einreichen und mitmachen
Die Auszeichnung des PREDIGTPREISES
„Sehnsucht nach Befreiung“
SURFTIPP
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PREDIGTPREIS-Surftipps:


http://www.radwegekirchen.de/




http://www.gemeindemenschen.de/



http://www.kulturgottesdienste.de/kulturgottesdienste/

von Stephan Bolzenius

Kirche in Freizeit und Tourismus
Im Auftrag des EKD-Netzwerkes "Kirche in Freizeit und Tourismus" bietet Ihnen diese Seite allgemeine Informationen, Kontaktadressen, Kartenmaterial rund um das Thema Radwegekirchen. Falls Sie eine Radtour planen und auf Ihrer Tour gezielt Kirchen besuchen möchten, sind Sie hier genau richtig. Wollen Sie sich einfach über Radwegekichen informieren oder überlegen Sie sogar Ihre Kirche als Radwegekirche auszuweisen, dann haben Sie hier die Gelegenheit dazu.

http://www.radwegekirchen.de/





Gewinner „Goldener Webfish“
Dies ist das neue Portal für Ehrenamtliche in Kirche und Diakonie. Die Seite bietet Wissen und Beratung für ehrenamtlich engagierte in evangelischen Kirchengemeinden und diakonischen Einrichtungen. Sie wurde ausgezeichnet mit dem "Webfish 2013" der höchsten Auszeichnung der EKD für neue christliche Internetseiten.
http://www.gemeindemenschen.de/









Kulturgottesdienste
Die herkömmlichen Sonntagsgottesdienste haben sich in Jahrhunderten bewährt und sind unzähligen Menschen eben diese Heimat gewesen. Und doch sind sie nur ein Ausschnitt der Möglichkeiten sich Gott zu nähern. Die von dieser Seite ab September 2008 angebotenen Gottesdienste wollen zusätzlich zu den Sonntagsgottesdiensten dieser Vielfalt gelebten Glaubens einen Raum geben.

http://www.kulturgottesdienste.de/kulturgottesdienste/

KUNST UND PREDIGT
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„COOL“

COOL- Hans Thomann

© Hans Thomann - „Cool“

 

von Künstler Hans Thomann und Text Patrik Scherrer/Bildimpuls

Auferstehung

„Die Figur des gekreuzigten Jesus dominiert das Bild. Mit den ausgebreiteten Armen, dem nach rechts geneigten und mit Dornen gekrönten Kopf sowie den geschlossenen Augen ist er noch in der Körperhaltung des Gekreuzigten und am Kreuz Verstorbenen.

Das Kreuz ist allerdings nicht mehr zu sehen, auch ist die Dunkelheit jener Stunde einem hell erleuchteten Umfeld gewichen. Die bleibende Körperhaltung von Jesus erzählt, dass er, auch vom Kreuz abgenommen, der vom Kreuz Gezeichnete bleibt. Aufmerken lässt der Eisblock, der seinen Unterleib umgibt und festhält. Diese Darstellung ist ungewöhnlich und lässt innehalten. Eis ist Wasser, das bei Temperaturen unter null Grad gefror. Wir verbinden es mit großer Kälte, Erstarrung und Unbeweglichkeit. Im Zusammenhang mit der Figur des vom Kreuz Abgenommenen könnte es für den Tod stehen, der seinem Leib das Leben genommen hat, ihn erstarren ließ und wie Eis umklammerte. Andererseits könnte der Eisblock auch das Grab symbolisieren, in das der Leichnam hineingelegt worden war.

Die vollständige Bildmeditation lesen Sie hier

Buchtipp
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Gottes Wort auf der Spur

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© Verlag Herder

360 Seiten
mit CD-ROM
gebunden
Bestell-Nr.:4326062
ISBN: 978-3-451-32606-6
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14,99 € inkl. MwSt.

 

von P. Rudolf Stertenbrink OP

Literarische Inspirationen für Predigt und Verkündigung

„Ein unerschöpflicher Fundus an Inspirationen für die Predigt aus Literatur und Theologie. Der Altmeister Rudolf Stertenbrink hat in lexikalischer Präzision Texte und Anregungen zu über 300 Stichwörtern rund um den Glauben zusammengetragen. Das Buch umfasst eine pointierte Auswahl aus allen Bereichen, die beigefügte CD-ROM enthält das Gesamtwerk auf über 1.000 Textseiten. Damit ist die Predigtvorbereitung über Jahre hinweg gerettet. “

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