Predigtpreis 2017

Sr. Dr. Katharina Kluitmann osf

Provinzoberin der Franziskannerinnen von Lüdingshausen und Psychologin in der Begleitung von Menschen im Dienst der Kirche im Bistum Münster

Bild Dr. Katharina Kluitmann OFM

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Katharina Kluitmann ist 1964 in Düsseldorf geboren. Sie studierte Theologie und Psychologie in Bonn und an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Im Theologiestudium war ihr Schwerpunkt die Spiritualitätstheologie. „Mich reizt bis heute die Frage, wie Glaube Gestalt gewinnen, die Gottesbeziehung konkret werden kann“, sagt sie über sich selbst. „Dabei spielt vor allem das Gebet eine entscheidende Rolle.“ 1999 legte sie die Ewige Profess ab.

Ihre Dissertation schrieb sie 2007 über die Situation junger Frauen in Orden in Deutschland. „Ich bin mit verschiedenen geistlichen Traditionen vertraut, die sich häufig an Ordenstraditionen anschließen: besonders ignatianisch, karmelitisch – und natürlich vor allem franziskanisch“, berichtet sie im Blick auf ihre Ordenserfahrung. „Die Frage der persönlichen Glaubensgestaltung und das Erleben der 150 Probandinnen aus 56 Gemeinschaften in meiner Studie über das Ordensleben haben sich gegenseitig befruchtet. Durch die Studie ausgelöst, ergab sich eine reiche Tätigkeit in Vorträgen und Seminaren. Dabei war die Grauzone zwischen Spiritualität und Psychologie mein Spezialgebiet. Hier konnte ich auch meine Kreativität ausleben: in bildreicher Sprache, in anschaulicher Darstellung schwieriger Sachverhalte. Diesbezüglich habe ich viel lernen dürfen in meiner Zeit in der Gemeindeseelsorge und in der Berufungspastoral.“

Seit 2004 ist Katharina Kluitmann in der psychologischen Begleitung von Priestern und anderen Seelsorgern tätig. Zudem gehört sie zum Beraterkreis der Kommission für Geistliche Berufe und Kirchliche Dienste der katholischen Deutschen Bischofskonferenz.

Was reizt sie besonders? „Schon seit den Zeiten als Messdienerleiterin habe sie „ein Faible für das Thema Beichte“, antwortet sie. „Als „Franziskanerin von der Buße und der christlichen Liebe“, so der offizielle Name meiner Ordensgemeinschaft, bin ich diesem Thema immer wieder begegnet und habe entdeckt, wie es grundlegende menschliche Fragen aufgreift.“

 

Literatur:

Im Herbst erscheint von ihr in der neuen Buchreihe „Franziskanische Akzente“ ein Band mit dem Titel „Wachsen – über mich hinaus“. Dort verbindet sie den psychologischen Ansatz, mit dem sie arbeitet, mit der franziskanischen Tradition.

„Die letzte macht das Licht an“, Doktorarbeit einer „Psychologischen Untersuchung zur Situation junger Frauen in den apostolisch-tätigen Ordensgemeinschaften in Deutschland“. (Dialogverlag Münster, 2007, 390 Seiten, 14,80 Euro)