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Predigt über Epheser 4,32-5,2

Pastoralreferentin Anne Pütz

05.03.2017 Dom zu Trier

„Aus tiefer Not schrei ich zu dir“ – Psalm 130 in Martin Luthers Nachdichtung

Lesung:
Seid gütig zueinander, seid barmherzig, vergebt einander, weil auch Gott euch durch Christus vergeben hat. Ahmt Gott nach als seine geliebten Kinder, und liebt einander, weil auch Christus uns geliebt und sich für uns hingegeben hat als Gabe und als Opfer, das Gott gefällt.
Psalm 130:
Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir:
Herr, höre meine Stimme!
Wende dein Ohr mir zu,
achte auf mein lautes Flehen!
Würdest du, Herr, unsere Sünden beachten,
Herr, wer könnte bestehen?
Doch bei dir ist Vergebung,
damit man in Ehrfurcht dir dient.
Ich hoffe auf den Herrn, es hofft meine Seele,
ich warte voll Vertrauen auf sein Wort.
Meine Seele wartet auf den Herrn
mehr als die Wächter auf den Morgen.
Mehr als die Wächter auf den Morgen
soll Israel harren auf den Herrn.
Denn beim Herrn ist die Huld,
bei ihm ist Erlösung in Fülle.
Ja, er wird Israel erlösen
von all seinen Sünden.
Lied:
Aus tiefer Not schrei ich zu dir (GL 277)
1. Aus tiefer Not schrei ich zu dir, Herr Gott, erhör mein Rufen;
dein gnädig Ohr neig her zu mir und meiner Bitt es öffne;
denn so du willst das sehen an, was Sünd und Unrecht ist getan,
wer kann, Herr, vor dir bleiben?
2. Darum auf Gott will hoffen ich, auf mein Verdienst nicht bauen.
Auf ihn will ich verlassen mich und seiner Güte trauen,
die mir zusagt sein wertes Wort.
Das ist mein Trost und treuer Hort; des will ich allzeit harren.
3. Und ob es währt bis in die Nacht und wieder an den Morgen,
doch soll mein Herz an Gottes Macht verzweifeln nicht noch sorgen.
So tu Israel rechter Art, der aus dem Geist geboren ward,
und seines Gottes harre.
4. Ob bei uns ist der Sünden viel, bei Gott ist vielmehr Gnade.
Sein Hand zu helfen hat kein Ziel, wie groß auch sei der Schade.
Er ist allein der gute Hirt, der Israel erlösen wird
aus seinen Sünden allen.
Text und Melodie: Martin Luther 1524
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Fastenpredigt 5. März 2017 · 1. Fastensonntag · Dom zu Trier
Verkündigung in schweren Zeiten – unter dieser Überschrift könnte das Lied stehen, das wir soeben gesungen haben.
Martin Luther hat den Psalm 130 in diese Form gebracht.
Welche Umstände waren es, unter denen dieses Lied entstand?
Als er das Lied 1524 dichtete und komponierte, war die Reformation in vollem Gange.
Die Veröffentlichung seiner 95 Thesen war bereits sieben Jahre her.
Die danach folgende Konfrontation mit Rom hatte bereits stattgefunden.
1521 war es zum Bruch mit der Amtskirche gekommen.
In der Folge wurde Luther exkommuniziert. Auf dem Reichstag zu Worms war er außerdem vom Kaiser mit der Reichsacht belegt worden.
Seine durch den Landesherrn inszenierte Entführung auf die Wartburg brachte ihm Zeit.
Er nutzte diese zehn Monate, um das Neue Testament ins Deutsche zu übersetzen.
Danach kehrt Luther nach Wittenberg, dem Zentrum der Reformation, zurück.
Er will der aufgeheizten Stimmung, der stürmischen Umgestaltung des Gottesdienstes und dem Bildersturm in der Stadt entgegenwirken.
Verkündigung in schweren Zeiten. –
In diese gespannte Atmosphäre hinein beginnt er die Idee der Lieddichtung zu entwickeln.
Er möchte das Gottesvolk teilhaben lassen an der Botschaft der Bibel, will die Menschen bilden. Er will sie zum Glauben bringen und sucht nach einem probaten Mittel.
Das religiöse Lied in der Muttersprache scheint ihm dazu geeignet.
Er verspricht sich von einer in Reimform gebrachten christlichen Botschaft, die mit einer eingängigen Melodie verbundenen ist,
dass sie von den Gläubigen gut gemerkt werden kann,
dass das Glaubenswissen zunimmt und
dass sich die Botschaft so singend einen Weg in die Herzen und in den Verstand bahnt.
Er will dem Volk, das dem Gebet und Gesang der Kleriker während der Messe lediglich schweigend folgt, eine aktivere und lebendigere Teilnahme am Gottesdienst ermöglichen.
Als eines der ersten Lieder entsteht so die Nachdichtung zu Psalm 130.
Hier der Bibeltext in der Einheitsübersetzung:
Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir:
Herr, höre meine Stimme!
Wende dein Ohr mir zu,
achte auf mein lautes Flehen!
Würdest du, Herr, unsere Sünden beachten,
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Herr, wer könnte bestehen?
Doch bei dir ist Vergebung,
damit man in Ehrfurcht dir dient.
Ich hoffe auf den Herrn, es hofft meine Seele,
ich warte voll Vertrauen auf sein Wort.
Meine Seele wartet auf den Herrn
mehr als die Wächter auf den Morgen.
Mehr als die Wächter auf den Morgen
soll Israel harren auf den Herrn.
Denn beim Herrn ist die Huld,
bei ihm ist Erlösung in Fülle.
Ja, er wird Israel erlösen
von all seinen Sünden.
Es ist einer der Bußpsalmen, vor allem in der Fastenzeit und bei Beerdigungen gebräuchlich und bekannt.
Luther begnügt sich dabei nicht nur mit einer einfachen sprachlichen Übertragung, sondern erweitert den Psalm inhaltlich und verdoppelt ihn nahezu vom Umfang her. Es entsteht ein vierstrophiges Lied.
Schon mit der ersten Zeile des Liedes „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“, verstärkt Luther den Psalmtext, der eher unaufgeregt anfängt:
„Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir: Herr höre meine Stimme!“
Wird im Psalm mit „Tiefe“ die Situation am Lebensende assoziiert, so lässt Luther den gläubigen Beter aus einer existentiellen Not auch mitten im Leben heraus schreien.
Es ist der Schrei des Menschen, der weiß, dass er aus den vielfältigen Verstrickungen des Lebens, aus der Schuld, die unweigerlich im Leben eines jeden existiert, nicht mehr alleine herauskommt.
Er wendet sich mit seinem Schrei an Gott und beugt sich gleichzeitig unter sein gnädig erwartetes Handeln indem er fragt: „Wer kann, Herr, vor dir bleiben?“
Die Frage ist rhetorisch und die Antwort kennen wir: Niemand kann bleiben.
In der zweiten Strophe beginnt er deshalb – dem Psalmtext folgend – auch mit dem Satz: „Darum auf Gott will hoffen ich.“
Im Psalm heißt es:
„Ich hoffe auf den Herrn, es hofft meine Seele, ich warte voll Vertrauen auf sein Wort.“
Er ergänzt die Textzeile mit den Worten:
„Darum auf Gott will hoffen ich, auf mein Verdienst nicht bauen“.
Damit formuliert er seine innere Überzeugung.
Es wäre nicht Luther, würde er die Dichtung nicht auch nutzen – wortgewaltig wie er ist – hier seine Theologie und seine Gedanken zur Rechtfertigungslehre einfließen zu lassen:
Der Mensch ist bei Luther nur durch den Glauben gerecht, nicht durch die Werke – „Sola fide“.
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Er verknüpft den Psalm mit seiner Theologie und bringt diese damit in einfacher, verständlicher Sprache auch den Gläubigen seiner Zeit nahe.
Das bedingungslose Vertrauen auf den Retter: „Auf ihn will ich verlassen mich und seiner Güte trauen.“ – Darin spiegelt sich Luthers „Sola gratia“.
Allein durch Gnade wird der Mensch gerettet, nicht durch eigenes Tun.
Das Festhalten an seinem Wort: „Sein wertes Wort. Das ist mein Trost und treuer Hort.“ – Hier findet sich Luthers „Sola scriptura“.
Im Wort begegnet er dem gnädigen Gott, Jesus Christus.
Allein die Schrift, das Wort Gottes, bietet letztgültige Orientierung. Dies alles vermag dem Menschen Trost und Sicherheit zu geben. Er, der Mensch, hat letztlich nichts vorzuweisen.
In der dritten Strophe greift Luther den Psalmtext auf, wenn er formuliert: „Und ob es währt bis in die Nacht und wieder an den Morgen“.
Das geduldige Warten, das Aushalten der Spannung, die es im Leben jedes Gläubigen gibt – und natürlich auch bei Luther –, findet hier seinen Ausdruck.
Die Zeitspanne, die beschrieben ist, kann auch eine Umschreibung des Erlebens der Gottferne sein, des Ringens um das Festhalten an dem, was nur geglaubt, nicht gewusst wird.
Er verstärkt nochmals seine Überzeugung, dass auf Gott Verlass ist: „Doch soll mein Herz an Gottes Macht verzweifeln nicht noch sorgen“.
Die Strophe endet, indem Luther die Verbindung zwischen Israel und den aus dem Geist geborenen, das heißt den Getauften, herstellt. Denn beide harren gleichermaßen auf Gott.
In der vierten und letzten Strophe fasst Luther seine aus dem Psalm gewonnene Erkenntnis zusammen und benennt den gütigen Gott.
Wo im Psalm 130 immer vom „Herrn“ die Rede ist, löst Luther dies auf: „Herr“ ist Christus, und er übt diese Herrschaft auf seine Weise aus, als der gute Hirte.
Hier erkennt man Luthers Herkunft als ehemaliger Augustinermönch, denn der heilige Augustinus lehrt: „Der Psalm ist die Stimme des ganzen Christus.“
So schafft er die Verknüpfung zwischen Altem und Neuem Testament.
Gott, der zu grenzenloser Vergebung bereit ist, der in unermesslicher Liebe dem Menschen zugetan ist: „Sein Hand zu helfen hat kein Ziel, wie groß auch sei der Schade.“ Dieser Gott hat sich offenbart in Jesus Christus.
Christus, der gute Hirte, wird Israel und nach Luthers Definition demnach alle, die sich hilfesuchend an diesen Gott wenden, erlösen. Sein Heil gilt allen.
Verkündigung in schweren Zeiten – davon können auch wir heute ein Lied singen!
Im 16. Jahrhundert, zu Luthers Zeit, gehörte der Glaube ganz selbstverständlich zum Leben. Er war eine den Alltag prägende Instanz.
Und heute?
– Szenenwechsel:
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In der Quizsendung „Wer wird Millionär?“ lautete eine Frage: Welche Speise stand bei Jesus und seinen Jüngern beim letzten Abendmahl auf dem Tisch?
Es gibt vier Antwortmöglichkeiten: Forelle Blau, Spanferkel, Paschalamm, falscher Hase.
Der Kandidat, Mitte 20, Absolvent eines katholischen Gymnasiums, weiß es nicht.
Der Moderator Günther Jauch kann es nicht fassen.
Das Publikum wird gefragt:
10 Prozent tippen auf Forelle blau. 10 Prozent auf Spanferkel oder falscher Hase.
Günther Jauch rauft sich die Haare: Dass ausgerechnet im katholischen Köln 20 Prozent nicht wissen, was beim letzten Abendmahl als Speise auf dem Tisch stand.
Immerhin 80 Prozent wissen die richtige Antwort: Paschalamm.
Was in der Quizsendung zu großer Erheiterung führt, beunruhigt uns in den christlichen Kirchen schon länger: Das Glaubenswissen ist im Schwinden.
Die Bedeutung von Weihnachten und Ostern kann nicht mehr als selbstverständlich vorausgesetzt werden.
“So sie´s nicht singen, glauben sie´s nicht.“ – Das war Luthers Maxime.
“So sie´s nicht singen, glauben sie´s nicht.“ – Reicht sein Konzept heute noch aus?
Was ist uns heute 2017 im Jahr des 500-jährigen Reformationsgedenkens aufgetragen?
Verkündigung in schweren Zeiten!
Luthers Idee, den Glauben durch Lieder zu transportieren, resultierte auch daraus, dass die Menschen aufgrund der lateinischen Kirchensprache viele Glaubensinhalte nicht verstehen konnten.
Indem sie den Glauben und Worte der heiligen Schrift singend in den Mund nahmen, wurde aus dem gesungenen Wort letztlich Bekenntnis.
Er schaffte es mit seinen Liedern, den Glauben aus der Kirche heraus unter die Leute zu bringen. So sang sich die Reformation in die Herzen.
Heute haben wir, die Kirchen, auch große Mühen, verstanden zu werden.
Es liegt nicht mehr an der Fremdsprache, sondern an einer innerkirchlichen Sprache – auch einer Art Fremdsprache –, einer Fachsprache, die die Menschen nicht mehr erreicht.
Verreckt die Kirche an ihrer Sprache, wie ein Kommunikationsberater jüngst meinte?
Verkündigung findet – wohlbehütet – überwiegend in unseren Kirchen, in den Gottesdiensten statt. Da gehört sie natürlich auch hin.
Aber welcher Wandel – ja, welche Umkehr im Denken und im Sprechen von Gott ist bei uns nötig, damit Menschen von der biblischen Botschaft auch außerhalb der gewohnten Gottesdiensträume angesprochen und erreicht werden?
Mit dieser Aufgabe sitzen wir, beide christlichen Kirchen, heute im gleichen Boot. Beide müssen wir „den Leuten aufs Maul schauen“, wie es Luther nach eigenem Bekunden bei seiner Bibelübersetzung und seinen publikumswirksamen Schriften tat.
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Wir spüren das Erbe der 500-jährigen Trennungsgeschichte an vielen Stellen schmerzlich. Gerade deshalb ist es 2017 gut, dass beim Gedenken nicht Abgrenzung und nicht das Trennende im Mittelpunkt stehen, sondern wir auf Jesus Christus, auf ihn hinweisen, wie auch unser Lied es tut.
Der gemeinsame Auftrag in der Welt muss uns umtreiben.
Das ist eine historisch einmalige Chance.
Beim ersten Treffen von Spitzenrepräsentanten der Evangelischen Kirche Deutschlands, Bischof Bedford-Strohm mit Papst Franziskus in Rom, betonen beide die Sehnsucht nach Annäherung der Kirchen und das Bemühen, das noch Trennende zu überwinden. Papst Franziskus ruft dazu auf „in einer bereits versöhnten Verschiedenheit die geistlichen und theologischen Gaben zu schätzen, die wir von der Reformation empfangen haben.“
Auch im Bistum Trier gibt es gute und herzliche Kontakte zur Evangelischen Kirche im Rheinland. Nicht zuletzt die Heilig-Rock-Wallfahrt 2012, die in ökumenischer Verbundenheit als Christus-Wallfahrt begangen wurde, hat mit dazu beigetragen, dass das Reformationsgedenken in diesem Jahr als Christusfest gefeiert wird.
Neben den vielen Initiativen, die es bereits gibt: die Arbeitsgemeinschaften christlicher Kirchen, die einen intensiven Dialog pflegen, die vielen Gruppierungen in den Gemeinden unseres Bistums, wo es schon gute ökumenische Traditionen gibt, bietet dieses Jahr vielleicht mehr als alle Jahre zuvor die Chance eines gemeinsamen Aufbruchs der Kirchen in die Zukunft.
Und auch die Tatsache, dass wir in unseren jeweiligen Gesangbüchern sowohl evangelische als auch katholische Lieder aufgenommen haben und wir heute Abend hier im Dom ein Lied Martin Luthers gemeinsam singen können, ist doch bemerkenswert! Das wäre vor wenigen Jahrzehnten noch undenkbar gewesen. Heute ist dies ein Schritt in Richtung Einheit, wenn auch ein kleiner.
Was kann uns Leitlinie und Richtschnur bei all unseren Bemühungen sein, den Glauben unter die Menschen zu bringen?
Die Lesung aus dem Epheserbrief, die wir eben gehört haben, gibt uns wichtige Hinweise: „Seid gütig, seid barmherzig, vergebt einander, ahmt Gott nach und liebt einander.“
Paulus ermahnt in diesem Brief die noch junge Gemeinde in Ephesus.
Die christlichen Gemeinden in Kleinasien, aus Juden und Heiden entstanden, waren in dieser Zeit noch auf der Suche nach ihrem Profil. Klar war nur eines, dass das Christsein sich vom Lebensstil anderer unterscheiden müsse.
So gibt er ihnen diese Kurzformel an die Hand: Ahmt Christus nach, verliert euch nicht in kleinlichen Streitereien.
Christi Hingabe, sein Leben und Sterben für uns, ist dabei der Maßstab.
An diesem Maßstab Christi muss sich die christliche Gemeinde, muss sich die Kirche messen lassen.
Bei Paulus und den Ephesern war es die Suche nach überzeugenden Lebensentwürfen: Wie konnte Christsein bei den Mitgliedern der Gemeinde, die sich
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aus verschiedenen Kulturen als Christen zusammenfanden, glaubwürdig gelebt werden?
Bei Luther war es das Bemühen, mit seinen Liedern in allen Wirren der Reformation dem Glauben für das Gottesvolk Stimme zu geben.
Er brachte es auf seine Formel: „So sie´s nicht singen, glauben sie´s nicht.“
Und bei uns?
Die besten Konzepte, die ausgefeiltesten Statements entbinden uns alle nicht von einer sehr persönlichen Pflicht: Selbst Zeugnis zu geben als Christen!
Das lässt sich nicht delegieren und auf andere übertragen. Nicht der Papst, nicht die Bischöfe und der Klerus, nicht irgendwelche anderen werden es schon richten. Wir alle, als Getaufte und Gläubige, sind in der Verantwortung, unseren Glauben zu bezeugen. Deshalb sind die Worte des heiligen Paulus heute direkt an uns gerichtet: Kann man uns als Christen erkennen?
Der Rückzug in die biedermeierlich gute Stube des eigenen Glaubens ist zwar verständlich und ist sicher auch verführerisch, jedoch ist er nicht das, was uns von Christus aufgetragen ist.
Verkündigung in schweren Zeiten – die haben wir in der Kirche!
Verkündigung – das scheint noch nie einfach gewesen zu sein. Das ist auch nicht billig zu haben. Die beste Botschaft der Welt, sie transportiert sich nicht von allein. Von den ersten Tagen des Christentums bis heute hat sich daran nichts geändert: Christus braucht uns, damit seine Botschaft bekannt und die Welt zum Guten verändert wird.
„Seid gütig, seid barmherzig, vergebt einander, ahmt Gott nach.“
Sie und ich, wir sind herausgefordert, Antworten und Wege zu den Menschen zu finden, die auf der Suche nach Sinn, nach Gott sind.
Auf der offiziellen Internetseite zum Lutherjahr 2017 richtet sich im Anschluss an die Vorstellung der Geschichte der Reformation eine Frage an die Leser:
Wie willst du deine Welt verändern?
„Aus tiefer Not schrei ich zu dir“ – mit Luthers Lieddichtung haben wir sein Zeugnis, seine Art und Weise den Glauben zur Sprache und unter die Menschen zu bringen.
Und wie willst du deine Welt verändern?
Ich gebe diese Frage heute am Beginn der Fastenzeit an uns alle weiter:
– Wie willst du dein Leben, wie willst du dich verändern?
– Wie willst du deinen Glauben zur Sprache bringen?
– Welches Lied wirst du singen?