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Predigt über Exodus 19,1-6

Bastian Michailoff (ev)

28.08.2011 in der Evangelischen Martinskirche Bad Camberg

Hören Sie die Predigt hier.

 

 

+++ Dies ist das Manuskript für eine frei gehaltene Predigt und gibt nur in Stichworten deren Inhalt wieder. +++

 

Exodus (2. Buch Mose) 19,1-6

1 Am ersten Tag des dritten Monats nach dem Auszug der Israeliten aus Ägyptenland, genau auf den Tag, kamen sie in die Wüste Sinai. 2 Denn sie waren ausgezogen von Refidim und kamen in die Wüste Sinai und lagerten sich dort in der Wüste gegenüber dem Berge [Gottes]. 3 Und Mose stieg hinauf zu Gott. Und der HERR rief ihm vom Berge zu und sprach:

So sollst du sagen zu dem Hause Jakob und den Israeliten verkündigen: 4 Ihr habt gesehen, was ich mit den Ägyptern getan habe und wie ich euch getragen habe auf Adlerflügeln und euch zu mir gebracht. 5 Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein. 6 Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Israeliten sagen sollst.

 

(Der große Theologe und Prediger Karl Barth hat einmal sinngemäß gesagt, dass eine Predigt sich letztendlich immer zwischen Zeitung und Bibel bewegt. Das will ich hier einmal ganz offen anwenden.)

 

Das große Lied der Freiheit

„Mein Kopf ist voll“ – eine 15jähirge Gymnasiastin beschwert sich

Entnommen aus; „Die Zeit“ Nr. 34, 2011, Seite 11:

Ich gehe in die 9. Klasse eines Hamburger Gymnasiums und habe ein Problem: Ich habe kein Leben mehr. Mit Leben meine ich Hobbys, Freizeit und Spaß. Der Grund dafür ist die Verkürzung der Gymnasialzeit auf acht Jahre. 12 Jahre bis zum Abitur statt 13, das bedeutet Druck und Stress.

Jeder weiß, dass die Schule nicht das Leben ist. Mein Leben aber ist die Schule, was heißt, dass da etwas falsch gelaufen sein muss. Ich komme um 16 Uhr aus der Schule und gehe nicht vor 23 Uhr ins Bett. Und das liegt nicht daran, dass ich fernsehe, mich entspanne oder sogar Spaß habe.

Mein Kopf ist voll. Zu voll. Was denken sich eigentlich diejenigen, die über unser Schulleben bestimmen? […]

Für ein eigenes Leben würde ich sogar die Schule wechseln, obwohl ich im Unterricht gut mitkomme und meine Noten gut sind. Wenn ich nach der Schule nach Hause komme, möchte ich noch die Sonne sehen. Es mag komisch klingen, aber es ist ein Traum von mir, schon um 15 Uhr das machen zu können, was ich will. Denn ich bin hobbylos, nicht weil ich keine Interessen habe, sondern weil ich keine Zeit habe. Meinen Freunden geht es genauso. […]

Auf dem Gymnasium wird uns beigebracht, uns eine eigene Meinung zu bilden, aber nicht, wie wir sie äußern und damit etwas bewirken können. Ich finde aber, wenn einen etwas stört, ganz egal, wie winzig es für jemand anderen sein mag, muss man dagegen kämpfen. Es mag für einige übertrieben klingen, aber die Schule nimmt mir gerade das Wichtigste, was ich besitze: meine Kindheit. […] (Quelle: www.zeit.de/2011/34/P-Schule)

 

Gefahrlos schwere Erbkrankheiten bereits im Frühstadium der Schwangerschaft erkennen

Entnommen aus: „Die Zeit“ Nr. 34, 2011, Seite 31f

Ein neuer Test weist Krankheiten bei ungeborenen Kindern nach – gefahrlos und schon in der 10. Woche. Diese Möglichkeit wird eine neue Debatte erzwingen.

 

Im Blut liegt Wahrheit. Junge oder Mädchen? Dunkelhaarig oder blond? Vor allem aber: Gesund oder krank – wie wird das Kind zur Welt kommen? Schon wenige Wochen nach der Zeugung verbergen sich Antworten auf diese Fragen im Blut der Schwangeren. […] Ein paar Milliliter Blut der Schwangeren werden künftig genügen, um das neue Leben zu inspizieren. […] Tatsächlich erfüllt die neue Diagnostik auch einen alten Wunschtraum der Frauenärzte. Bislang können sie das Downsyndrom nur mit einer Fruchtwasseruntersuchung zweifelsfrei ausschließen. Nun steht erstmals ein nicht invasiver und damit gefahrloser Test zur Verfügung. Nicht allen Beobachtern ist wohl dabei. […] Denn was gegenwärtig als Forschungserfolg gefeiert wird, dürfte die Verfügungsmacht des Menschen über die Fortpflanzung weiter vorantreiben. […] Die neue Technik erlaubt es, die Erbdaten des Fötus bereits vor der 10. Schwangerschaftswoche komplett auszulesen. Das Geschlecht ist noch weit früher feststellbar. In diesem Stadium hat die Schwangere weder eine persönliche Bindung zum Fötus aufgebaut, noch ist sie für das Umfeld als werdende Mutter zu erkennen. Ein Abbruch fällt deshalb vermutlich viel leichter. […]

Das Downsyndrom werde die erste Form der Behinderung sein, die aus der Gesellschaft verschwindet – »per Abtreibung«, sagt der Humangenetiker Wolfram Henn von der Universität des Saarlandes voraus: »Die Schwangerschaft unter Vorbehalt wird zum sozialen Standard werden.« […] (Quelle: www.zeit.de/2011/34/M-Trisomie)

 

Ja, das große Lied der Freiheit, der Demokratie, des Fortschritts und der Technik,

das große Lied der Freiheit kennt viele Töne und nicht alle wollen gut klingen.

 

Wir leben in einem freien Land

und doch sind wir nicht frei, was wir am Beispiel der 15jährigen Schülerin ablesen können.

 

Wir leben in einem freien Land,

unendliche Möglichkeiten bieten sich uns

und dann werden uns diese Möglichkeiten zum Verhängnis,

was wir an den Entscheidungen beispielhaft ablesen können, die werdende Eltern bereits im Laufe einer Schwangerschaft treffen müssen.

 

Ja, das große Lied der Freiheit bleibt Menschen immer wieder auch im Halse stecken.

 

Die biblische Geschichte des Gottesvolkes– beispielhaft und urmenschlich

Nur wenige Kapitel, nachdem die befreiten Sklaven des Stammes Israel unter der Leitung von Mose am Berg Sinai angekommen waren, wie es der heutige Predigttext erzählt, der Bund mit Gott geschlossen war, da geht Mose abermals auf den Berg und lässt sich lange Zeit bis er wiederkommt.

Das dauert dem Volk zu lange.

Sie haben keine Geduld.

Sie haben kein Vertrauen.

Sie haben keine Zeit.

Und sie machen sich selbst ihren Gott.

Aus Gold, aus Geld; schön anzusehen.

 

Ja, der Mensch erschafft sich selbst einen Gott.

Ein Abbild, das er anbeten kann.

Der Mensch beruhigt seine Sehnsucht nach Sinn, Sicherheit und Vertrauen, indem der Mensch alles selbst in die Hand nimmt.

 

Der Tanz um das goldene Kalb, wie es eben in der biblischen Geschichte erzählt wird ist zum geflügelten Wort geworden.

Wort für „Eigensinn“, „Gier“, „Ungeduld“ und „Macht“.

 

Ja, der Mensch scheint fast für die Freiheit nicht gemacht.

Denn wird es zu frei, werden wir zu mächtig, drohen uns die Dinge zu entgleiten.

Wir verlieren das Maß.

Wollen immer wieder, immer höher hinaus.

„Nichts ist unmöglich“.

„Fortschritt, der begeistert“.

 

Und auf einmal sind wir erneut Sklaven, unfähig eigene, freie Entscheidungen zu treffen, weil andere uns bereits den Rahmen vorgegeben haben, Mauern hochgezogen und Türen fest verschlossen haben.

 

PISA-Studie, Schulstress und Bildungswahn

Im Jahr 2000 begann die sogenannte PISA-Studie der OECD-Länder, der sich seitdem immer mehr Mitgliedsstaaten angebunden haben.

(Pisa hat übrigens nichts mit der italienischen Stadt zu tun, sondern ist eine Abkürzung für „Program for International Student Assessment“ (Programm zur internationalen Schülerbewertung).)

Seitdem sich hier abzeichnete, dass das deutsche Schulsystem in diesem internationalen Vergleich nicht so gut abschneidet wie gedacht und erhofft, seitdem hat meines Erachtens ein Panik eingesetzt. Ein Panik, die schließlich zu G8, also dem Abitur in nur 8 Gymnasialjahren, geführt hat und einer systematischen Herabsetzung der Haupt- und Realschule in unserer Gesellschaft.

Ja, die Lehrpläne mussten umgeschrieben, bzw. den neuen zeitlichen Herausforderungen angepasst werden. Da keiner gerne streicht, ist vieles drin geblieben, nur dass nun schlicht und einfach weniger Zeit für beinahe dieselbe Stoffmenge zur Verfügung steht.

 

Um es einmal herunter zu brechen:

Wir treten der Verunsicherung durch die PISA-Ergebnisse entgegen, indem wir den Druck erhöhen. Frei nach dem Motto: Wenn wir nur mehr Druck machen, werden die Leistungen besser und Deutschland und seine Wirtschaftsleistung ist nicht mehr gefährdet. Wer dabei unter die Räder gerät, ist einfach zu langsam, zu schwach oder zu blöd.

 

Natürlich stimmt das nicht, aber wir haben überhaupt keine Zeit, dies alles zu hinterfragen.

Dabei gibt es genügend Kritiker der benannten Studien, ihrer Form und deren Ergebnisse.

Ja, es stellt sich die Frage, ob Bildung wirklich nichts anderes ist, als Containerwissen? Also nichts anderes als Container vollgestopft mit Wissen in die Köpfe von Kinder und Jugendlichen zu pressen.

Dass es viel wichtiger sein könnte, junge Menschen zu befähigen, eigene Entscheidungen zu treffen, ihre freie Meinung selbst immer wieder zu finden und eine eigene Vorstellung von Leben für sich und ihre Mitmenschen zu entwickeln, auf diese Idee kommen nur wenige im Laufe der Diskussion.

 

Ja, unser heutiges Schulsystem unterstützt Schüler und Schülerinnen immer weniger auf ihrem Weg zur Freiheit, sondern schränkt diese immer mehr ein.

 

Uns scheint das Vertrauen in die jungen Menschen verloren gegangen zu sein.

 

Das dauert dem Volk zu lange.

Sie haben keine Geduld.

Sie haben kein Vertrauen.

Sie haben keine Zeit.

Und sie machen sich selbst ihren Gott.

Aus Gold.

 

Technischer Fortschritt – Fluch und Segen zugleich

Es ist unwidersprochen so, dass unser technischer Fortschritt ein Meilenstein der Menschheitsgeschichte ist.

Besonders in der Medizin sind heute Dinge möglich, die vor wenigen Jahrzehnten nur in obskuren Science-Fiction Romanen zu lesen waren.

 

Und doch scheint uns auch hier eine Art Grundvertrauen abhanden zu kommen.

„Schwangerschaft unter Vorbehalt“, heißt es in dem von mir zitiertem Artikel.

So nach dem Motto: „Wenn es dann doch nicht nach unseren Vorstellungen läuft, dann machen wir alles einfach ungeschehen.“

So wie man sein Auto zurückgibt, weil es viel mehr verbraucht als der Hersteller angegeben hat.

 

Nein, ich will nicht sagen, dass Menschen nicht das Recht haben, die Möglichkeiten der Medizin auszuschöpfen, um schlimme Krankheiten zu heilen oder gar zu vermeiden.

 

Doch wer gibt uns das Recht darüber zu urteilen, was ein gutes und lebenswertes Leben ist, wenn es sich nicht um unser eigenes handelt?

Und wer schult eigentlich Mediziner darin, zum Beispiel werdenden Eltern bei ihrer Entscheidung, welche Untersuchungen sie vornehmen lassen, zu helfen.

Wer hilft Eltern dabei mit diesen Ergebnissen umzugehen.

Es wird gerade so getan als wäre eine Abtreibung ein seltsam normaler Vorgang.

Dass dies die Psyche der Eltern zutiefst mitnehmen kann, egal aus welchen Gründen sie zu dieser Entscheidung kommen, darüber reden wir nicht und hören wir nichts.

 

Ja, auch die Medizin,

die Vorsorgepraxis und ärztliche Absicherung menschlichen Lebens erzählt immer wieder von den dunklen Tönen dieses „großen Liedes der Freiheit“.

 

Das dauert dem Volk zu lange.

Sie haben keine Geduld.

Sie haben kein Vertrauen.

Sie haben keine Zeit.

Und sie machen sich selbst ihren Gott.

Aus Gold.

 

Gott der Freiheit – frei und Untertan zugleich

Nun, ich glaube, dass Gott ein Vertrauen für uns bereit hält, das uns hilft, Freiheit immer wieder neu zu entdecken.

Im Predigttext, in dieser direkten Anrede an das heilige Volk der Bibel, das Volk Israel, die heute durch die Zeiten hindurch uns erreicht,

in dieser Anrede heißt es:

Ihr sollt mein Eigentum sein.

Ihr sollt mir ein Königreich von Priestern sein.

Ein heiliges Volk.

 

Das hört sich zunächst sehr befremdlich an.

Und doch steckt hier eine tiefe Lebensweisheit verborgen.

 

Gottes Eigentum oder: Nicht Schöpfer deiner Selbst

Denn obwohl wir besonders in Gottes Augen, der nach jüdisch-christlichem Verständnis selbst Ursprung aller Liebe zum Leben ist,

obwohl wir also von Gott zur Freiheit bestimmt sind, sind wir doch nicht grenzenlos autonom.

Nicht gänzlich unabhängig.

Ja, als Mensch sind wir nicht im luftleeren Raum.

Denn:

Dass Leben wird, auch wenn mit medizinischer Hilfe, immer geschenkt.

ja, dass überhaupt ein Same gepflanzt keimt und wächst,

dass Wachstum überhaupt möglich ist auf unserer Erde, liegt nicht an uns.

Diese Welt gab es schon lange vor uns.

Und jeder Mensch findet diese Welt erst einmal vor.

Sie ist ein Geschenk.

Etwas, das da ist und nicht von mir geschaffen.

„Ihr sollt mein Eigentum sein“ heißt auch:

Bedenke Mensch, wo du her kommst.

Bedenke, du bist niemals Schöpfer deiner Selbst.

 

Ein Königreich von Priestern oder: Bleibe in Beziehung

Nun, das mit dem Königreich von Priestern meint bestimmt nicht, dass alle Menschen, die glauben und nach Gott fragen, Priester, Pfarrer oder ähnliches sein sollen.

Nein.

Ich glaube Priester zeichnet sich zunächst dadurch aus, dass ein Mensch sich in Beziehung zu Gott weiß.

Frei, zu Gott zu sprechen.

Frei, das eigene Leben, die Talente und Grenzen des eigenen Seins anzunehmen.

Frei, an Gott zu zweifeln, wenn das Leben zusammenstürzt.

 

Ein heiliges Volk oder: Jedes Lebens beginnt mit einem JA.

Ja, blicken wir im Glauben der Bibel auf unsere Welt, dann spricht Gottes Liebe uns Menschen heilig.

Macht uns zu etwas Besonderem und entreißt uns dem Zufall.

Ja, die These wäre:

Wer in Beziehung zu diesem Gott der Liebe steht, der erfährt sich als geliebt und wird so teil des heiligen Volkes Gottes, das in jedem Menschen den Schöpfungsgedanken dieser einen Liebe wiederfindet.

Ja, das ist der Bund, der von Gott ausgeht;

Zuerst an Gottes Volk Israel

Und schließlich auch an uns.

 

So werden wir entmachtet und befreit

Im Glauben,

im Vertrauen zu Gott

wird der Mensch entmachtet.

Denn wir sehen deutlich: Wir haben nicht alles in der Hand.

Und erst so entmachtet und zurechtgerückt werden wir fähig, unsere Gott gegeben Freiheit zu nutzen.

 

Entmachtet, zurechtgerückt und frei – nach Ex 19,1-6 und 32,1-14

Schaut her!

Wir haben es geschafft!

Der Mensch ist aufgeklärt,

das Gen im Mais

haben wir schnell umgeordnet

und im Reagenzglas

Leben neu erfunden.

 

Schaut her!

Wir haben es geschafft!

Dem kleinsten Teil,

haben wir

die Kraft schon abgetrotzt

und aus Atomen

große Werke gleich gemacht.

 

Schaut her!

Es ist der Mensch

die Krönung der Natur

König aller Könige

kein Untertan

den Mächten mehr

sich selbst der schönste HERR.

 

Es ist der Mensch

zum Mond geflogen

seine Satelliten

umkreuzen deine Welt

und jeden Abend

Weiß ein jeder

Was überall passiert.

 

Schaut her und staunt!

Der Mensch ist frei

ist mächtig

erschafft sich selbst

die Welt

wie er sie braucht:

Mit Geld und Gold der eigne Gott.

Und dann … Oh Gott!

Das haben wir

natürlich nicht gewollt.

Wer konnte

ahnen,

dass so etwas

geschieht?

 

Was täten wir

um rückgängig

um ungeschehen

dieses Leid

diese Lawine

der Gewalt

zu machen?

 

So ward

aus dem Atom

die Kraft entfesselt

und aus Schornsteinen

verdunkelt sich

der Himmel:

Des Königs Krone ist verblasst.

 

Es dauert ihnen oft zu lange.

Keine Geduld.

Vertrauen nicht.

Besonders keine Zeit.

Und sie machen selbst

sich ihren Gott.

Aus Gold und Geld und Macht.

 

Doch Gottes Bund

Das Band,

das die Lebensliebe

und Begeisterung

zu uns geknüpft,

hält aus,

was Menschenhand zerstört.

Du bist noch immer

Fest umschlungen,

eingebunden,

bist in Liebe eingetaucht

vom Geist beseelt,

die Erde zu besiedeln

und zu lieben, das, was lebt.

 

So nimm dich an,

entmachtet liebevoll

zurechtgerückt

an deinen Platz

du Menschenkind,

von Gottes Hand

geschöpft.

 

So wird die Freiheit

Dich erfreuen,

denn du brauchst

keinem

vorzustehen.

Brauchst du nicht mehr

zu ereifern.

 

Sei und lebe.

Schrei und liebe,

was dein Leben

dir geschenkt

und Gottes Geist,

Gottes Herz,

Dir macht.

 

Schaut her,

es ist der Mensch

nicht Herr der Dinge

und doch frei

und groß genug

des Lebens Fülle

anzunehmen.

 

So soll es sein:

Vertrauensvoll,

voll Liebe und voll Mut

Gottes Lust am Leben spüren

ihr nachzugeben

und sich selbst verlieren

auf das alle leben.

 

Frei

und doch nicht skrupellos.