Foto von aufgeschlagenen Büchern

Predigt über Jesaja 6

Hanna Kuchenbuch, Stud. Theol. 8. Fachsemester

12.06.2017 Taufkapelle der Peterskirche Leipzig

Seminargottesdienst des Homiletischen Seminars an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig

Fliegen lernen

Ein Papagei breitet die Schwingen aus, rot und blau gefiedert. Er hat sie lange nicht benutzt. Vielleicht sogar noch nie. Er nimmt Anlauf, schlägt dabei ein paar Mal mit den Flügeln auf und ab und versucht abzuheben. Staub wirbelt auf. Und Asche. Trümmer der umliegenden Häuser. Und dann steigt er auf – zwischen zerborstenen Backsteinen und rußgeschwärzten Gitterstäben hindurch. Die rauchenden Trümmer und grauen Stümpfe der Stadt lässt er hinter sich und das Grauen der Nacht versinkt im milchigen Licht des Morgens danach. Immer höher steigt er. Und mit zunehmender Höhe gewinnt er an Sicherheit. Vor ihm liegt nur noch der weite Horizont. In diesen segelt er hinein. Raus aus dem Staub und der Asche und dem Grau. Hinein ins Licht, in den Glanz. Von dort hört man ihn rufen: „Hier bin ich! Sende mich!“

„In dem Jahr, als der König Usija starb, sah ich den Herrn sitzen auf einem hohen und erhabenen Thron und sein Saum füllte den Tempel. Serafim standen über ihm; ein jeder hatte sechs Flügel: Mit zweien deckten sie ihr Antlitz, mit zweien deckten sie ihre Füße und mit zweien flogen sie. Und einer rief zum andern und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der HERR Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll! Und die Schwellen bebten von der Stimme ihres Rufens und das Haus ward voll Rauch. Da sprach ich: Weh mir, ich vergehe! Denn ich bin unreiner Lippen und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen; denn ich habe den König, den HERRN Zebaoth, gesehen mit meinen Augen. Da flog einer der Serafim zu mir und hatte eine glühende Kohle in der Hand, die er mit der Zange vom Altar nahm, und rührte meinen Mund an und sprach: Siehe, hiermit sind deine Lippen berührt, dass deine Schuld von dir genommen werde und deine Sünde gesühnt sei. Und ich hörte die Stimme des Herrn, wie er sprach: Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein? Ich aber sprach: Hier bin ich, sende mich! Und er sprach: Geh hin und sprich zu diesem Volk: Höret und verstehet's nicht; sehet und merket's nicht! Verfette das Herz dieses Volks und ihre Ohren verschließe und ihre Augen verklebe, dass sie nicht sehen mit ihren Augen noch hören mit ihren Ohren noch verstehen mit ihrem Herzen und sich nicht bekehren und genesen.  Ich aber sprach: Herr, wie lange? Er sprach: Bis die Städte wüst werden, ohne Einwohner, und die Häuser ohne Menschen und das Feld ganz wüst daliegt. Denn der HERR wird die Menschen weit wegführen, sodass das Land sehr verlassen sein wird. Auch wenn nur der zehnte Teil darin bleibt, so wird es abermals kahl gefressen werden, doch wie bei einer Terebinthe oder Eiche, von denen beim Fällen noch ein Stumpf bleibt. Ein heiliger Same wird solcher Stumpf sein.“

Den Herrn gesehen

Ein unhörbarer Schrei gellt durchs Dunkel. In eine Ecke gekauert sitzt dort Jesaja. Seinen Mund hat er aufgerissen, als wollte er etwas rufen, schreien. Doch kein Laut dringt heraus. Seine Augen starren mich an. Oder eigentlich nicht mich – sie blicken durch mich hindurch ins Leere. Noch immer schreckensgeweitet. Sie haben den Herrn gesehen. Der Schleier hat sich gelüftet und ein Bild hat sich ihm auf die Netzhaut gebrannt. Ein Bild von einer alles überstrahlenden Herrlichkeit und gleißendem Glanz. Blendend. Stechend. Serafim, diese geflügelten Flammenwesen, bebende Schwellen vom Lärm, das Knistern und Knattern der Flammen. Wie nahe kann man dem Feuer kommen, ohne zu verbrennen? Zu nahe: Ver-glüht, ver-kohlt. Berührt vom Heiligen. Der Sinne beraubt. Höret und versteht’s nicht. Sehet und merket’s nicht. Er presst sich die Hände auf die Ohren. Doch halt. Ist es wirklich Jesaja, der da sitzt? Vielleicht bin am Ende ja ich es, die dort in der Ecke kauert? Eingeschüchtert von dem, was ich da lese. Dem, was ich dazu sagen soll und doch nicht kann.

Suche nach Heiligkeit

Gott nahe sein. Das Licht, den Glanz, die Herrlichkeit sehen und spüren. Kontakt haben mit Gott, mit dem Heiligen. Vielleicht sogar ihn selbst berühren. Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr frage ich mich, wo bitte das sein soll. Und wann. Denn in meiner Realität suche ich oft vergeblich danach.

Ich suche nach Heiligkeit im Alltagsgetümmel, in dem sich die Studentengespräche überlagern. Von allen Seiten dringen Fetzen zu mir. Am Nachbartisch unterhalten sich Studentinnen angeregt-amüsiert über ihren Abiball und entsprechend seltsame Kleiderexzesse. „Eine hat sich ihr Kleid maßschneidern lassen. Das war dann so ein Tüllmonster…“ Ich sah den Herrn sitzen auf einem hohen und erhabenen Thron und sein Saum füllte den Tempel. Nein. Das passt nicht. Das ist banal. In dem Jahr, als der König Usija starb, sah ich den Herrn sitzen auf einem hohen und erhabenen Thron und sein Saum füllte den Tempel. Serafim standen über ihm. […] Und einer rief zum anderen und sprach: Heilig, Heilig, Heilig ist der Herr Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll! Und die Schwellen bebten von der Stimme ihres Rufens und das Haus ward voll Rauch. Autos brummen vorbei. Aus der Cafeteria klappert Geschirr. Gelächter von Nebenan. Kaugummibonbons werden aus einer Schachtel geschüttelt. Irgendwo klingelt ein Telefon. Es riecht nach Kaffee. Das volle, bunte Leben. Völlig „normal“, soweit man das sagen kann. Ein Gefühl von „Heiligkeit“ hingegen will sich nicht einstellen.

Und auch an den Heiligen Stätten im Heiligen Land selbst tue ich mich schwer. Wenn ich die Massenabfertigung am Grab Jesu sehe – wie Priester da auf die Uhr schauen: Genug gebetet. Der Nächste bitte. Wenn ich die Zeremonien wieder einmal nur durch Tabletbildschirme mitbekomme, weil sich einzelne rücksichtslos nach vorn drängeln. Wenn Kreuzweg-Prozessionen sich behaupten müssen gegen Traktorengetucker, Marktgeschrei und verrauschte Radioklänge. Und wenn es erneut traurige Realität wird, dass man sich gerade בירושלים הקדושה (birushalayim haqedusha)– im „heiligen Jerusalem“, wie es eine Freundin spöttisch nennt – mal wieder um Heiligtümer die Köpfe einschlägt.

Das Heilige indes ist derweilen weitergezogen. Es scheint eine stille, einsame Angelegenheit zu sein und hat sich verzogen an einen Ort, den ich nicht kenne. Vielleicht in die heiligen Hallen des Gerichts? Hinauf zum Giebel hinter die zartbelaubten Bäumen, zu den steinernen Adlern, die dort Wache halten? Ist das Heilige so weit oben angesiedelt? Einem König gleich scheint es, scheint er dazusitzen, auf seinem hohen und erhabenen Thron – so groß und erhaben, so herrlich, dass nur sein äußerster Rand überhaupt Platz findet im Allerheiligsten. Und doch reicht schon dieser „Gottesrand“ aus, um den Raum ganz auszufüllen. Einem schweren dunkelroten Samt-Etwas gleich, durchwogt es seine gesamte Breite und Höhe und reißt wellenartig alles mit sich, was ihm dort begegnet. Dort – vor dem Altar.

Ganz nahe – zu nahe

Dort – oder hier? Hier vor dem Altar? So, wie es uns hier entgegenglänzt? – „Heilig, heilig, heilig – alle Lande“ – „der Herr Zebaoth – Ehre voll“ – „ist unser Gott – sind seiner“. Schwarze Schnörkel auf weißem Grund, die im Schein der Kerzen auf einmal anfangen zu flackern, zu leuchten, zu leben. Und auf einmal meine ich es mit Händen greifen zu können: Gott ganz nahe zu sein. Ihn zu spüren, zu erleben, zu erfahren. Und das ist ja eigentlich genau das, was ich will, wonach ich mich sehne. Eigentlich. Denn ein anderes Schwarz-auf-Weiß zeigt mir, was das heißt: Kontakt mit Gott haben, berührt werden vom Heiligen. Den Herrn sehen. Das ist zu nah. Nicht einmal die Serafim selbst können ihm wirklich nahe kommen – sie fliegen über ihm. (Wo auch immer da noch Platz sein soll in dieser Tempelhalle, die doch schon ganz vom Saum Gottes ausgefüllt wird.) Sie hüllen sich in ihre Flügel ein. Sie bedecken ihr Gesicht, sie bedecken ihre „Füße“, so dass ihnen von ihren sechs Flügeln nur noch zwei zum Fliegen bleiben. Zum Schutz? Aus Ehrfurcht? Mit ihnen wird Jesaja konfrontiert. Eine bedrohliche Phalanx aus geflügelten Schlangenwesen, feurigen Flammenwesen, die durch die Luft schwirren und mit ihrem Rufen die Schwellen des Hauses zum Beben bringen. Die ihn zu versengen drohen, die es tun. Einer von ihnen wird auf Jesaja zu fliegen und ihm den Mund verbrennen. Mit einer glühenden Kohle, die offenbar sogar dem Seraf zu heiß ist, um sie mit bloßen Händen, mit bloßen Flügeln zu berühren. Diese Serafim schwirren durch die Luft und bringen mit ihrem Rufen die Schwellen des Hauses zum Beben. Und einer rief zum anderen und sprach: Heilig, Heilig, Heilig ist der Herr Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll!קדוש קדוש קדוש (qadosh, qadosh, qadosh) hallte es von den Wänden. Einer ruft es dem anderen zu. Das Rufen überlagert sich. Die Stimmen vervielfältigen sich und überschlagen sich. Von allen Seiten hallt ihr Echo und steigert sich zum unerträglichen Dröhnen, das Trommelfelle zum Platzen bringt und Berge einstürzen lässt. Und nun auch den Tempel: Und die Schwellen bebten von der Stimme ihres Rufens und das Haus ward voll Rauch. Ein grauenhafter Albtraum – und Jesaja ist mittendrin. Mittendrin im Inferno. Warum rennt er nicht weg? Eines der Flammenwesen nähert sich ihm, fliegt direkt auf ihn zu, kommt immer näher, droht ihn zu ergreifen! Jesaja! Renn! Fliehe! – Doch zu spät: Es springt auf ihn über. Berührt ihn. Ergriffen. Doch: Zu groß, zu herrlich, zu viel der Ehre. Von Gott erdrückt. Rauch trübt die Sicht. Und es wird schwarz vor Augen.

Im Dunkeln

- Stille -

Eine Stimme klingt ins Dunkel. Ganz nah ist sie. Und sie fragt: „Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein?“ – „Hier bin ich nicht.“, will ich rufen. „Ich bin nicht da. Sende mich nicht.“ Denn ich weiß ja, wie die Geschichte ausgeht. Ich kenne den Auftrag: „Geh hin und sprich zu diesem Volk: Höret und verstehet's nicht; sehet und merket's nicht!“ Ich weiß, was zu tun wäre: „Verfette das Herz dieses Volks und ihre Ohren verschließe und ihre Augen verklebe, dass sie nicht sehen mit ihren Augen noch hören mit ihren Ohren noch verstehen mit ihrem Herzen und sich nicht bekehren und genesen.“ Und ich stelle mir vor, wie ich euch zuquassel, in den Ohren liege, euch nerve, bis es euch zu den Ohren rausquillt. Immer und immer und immer wieder. Bis ihr es nicht mehr hören könnt. Und dabei ist völlig egal, was ich euch erzähle. Ich könnte von den schlimmen Nachrichten berichten – von den Kriegen und Krisen auf dieser Welt. Von den Selbstmordattentaten und Hungerkatastrophen, oder davon, wie es um die Umwelt steht. Ich könnte euch zurufen: Kehrt um! Ändert euch und eure Gewohnheiten! Tut was – jetzt ist noch die Möglichkeit! Jeder einzelne ist wichtig! Ich könnte aber auch irgendwelche fake-News verbreiten, euch einlullen und irgendwelche Märchen erzählen. Letztlich ist es egal. Es spielt keine Rolle. Es kommt sowieso nicht an. „Warum!?“, will ich schreien. „Das hat doch keinen Sinn!“ Aber ich könnte auch gegen eine Wand reden. Denn eine Antwort kommt ja doch nicht, oder?

Noch da. Wieder da.

Neben mir regt sich etwas. Offenbar hat auch Jesaja die Stimme gehört. Schwach und verschwommen nimmt er sie wahr, aber ganz nah. Über ihm. Neben ihm. „Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein?“ Jemand ist da. Er spürt das Gewicht seiner Anwesenheit. Als würde sich eine Hand in die seine schieben und ihn halten. Als würde ihm jemand unter die Flügel greifen. – Und Jesaja krächzt: „Hier bin ich“. Seine Kehle ist ganz ausgetrocknet vom Staub. Seine Stimme heiser vom Rauch und vom Husten. „Hier bin ich. Sende mich!“

Jesaja lebt noch. Dieser Mensch unreiner Lippen aus einem Volk von unreinen Lippen. Von Gott berührt, hat er gebrannt und ist doch nicht vergangen. Aber er ist ein anderer geworden. Gesühnt und geheilt wurde er, und ist damit hinter die Phalanx aus Serafim gedrungen und auf die Seite Gottes gezogen. Bzw.: gezogen worden – denn es ist Gott, der Jesaja die Hand hinhält. Der fragt: „Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein?“ Zum ersten Mal hört Jesaja nun Gott selbst. Er fühlt sich angesprochen. Und auf einmal bekommt das ehemals unnahbare Heilige ein Gesicht. Und Jesaja steht auf und antwortet: „Hier bin ich. Sende mich.“ Und als Gott sich dann direkt an ihn wendet – mit seinem Auftrag –, knickt Jesaja nicht ein. Stattdessen wagt er es, Gott entgegenzutreten – als ernstzunehmendes Gegenüber. Er führt nicht einfach aus, in einer Anwandlung von Kadaver-gehorsam, sondern fragt, hakt nach. „Wie lange?“ – ein Widerwort, wenn auch ein vorsichtiges. Und Gott antwortet: „Bis die Städte wüst werden, ohne Einwohner, und die Häuser ohne Menschen und das Feld ganz wüst daliegt.“

Doch nun kommen die Fragen in Gang: Warum überlässt Gott das Volk, sein(?) Volk nicht einfach seinem Schicksal – verbrennen und untergehen? Wenn nur alles zerstört, blind, taub gemacht, in Schutt und Asche gelegt werden soll – wozu dann einen Boten senden? Wozu fragt Gott: Wen sollen wir senden? Wer will unser Bote sein? Wozu dieses seltsame Gespräch mit Jesaja?

Zur Vernichtung braucht es keinen Boten, keinen Jesaja, keinen Seher, keinen Propheten – keine Gottesbegegnung. Und dennoch gibt es sie. Und Gottes Majestät bekommt einen Riss. Seine Heiligkeit bleibt nicht ohne Beziehung zu den Menschen. Und inmitten der erschreckenden Gottesnähe ist da auf einmal eine Ahnung von einer anderen, zugewandten Seite Gottes.

Inmitten der Trümmer und all dem Staub liegt da auf einmal ein „heiliger Same“. Scheinbar leblos liegt er da. Fast hätte man ihn übersehen. So verschrumpelt und grau. So klein und unscheinbar. Und dennoch ein „heiliger Same“, ein Stumpf, ein Wurzelstock, der bleibt. Keine Vernichtung ohne Ende. Keine end-lose, end-gültige Vernichtung. In Wirklichkeit kein Ende, sondern ein Anfang.

Neustart in Ruinen

Ein Mann hat seinen Laden wieder aufgemacht. Inmitten von Ruinen. Ost-Aleppo. Das Viertel ein einziges Trümmerfeld. Der Laden selbst – ein kleiner Verschlag mit weiß getünchten Wänden – behauptet sich neben den Gebäudeskeletten und Treppen, die ins Nichts führen. Neben den hohlen Fassaden, die nur noch von verbogenen und verbeulten, rostig gewordenen Stahlträgern zusammengehalten werden. Zu verkaufen hat er: drei Schürzen. Rosa, hellblau und hellgrün. Karo-Muster. Gepunktete und karierte Quadrate wechseln sich ab mit Bildern von Bananen, Weintrauben, Äpfeln. Seit zwei Monaten sitzt der Händler da. Verkauft hat er eigentlich nichts. Und dennoch lächelt er in die Kamera –„in sha’allah“ wird das schon. Es wird wieder besser, besser als früher sogar.

Was soll man davon halten? Ist das hoffnungsloser Optimismus, der einfach nur lächerlich wirkt? Ein Projekt, das sowieso zum Scheitern verurteilt ist? Oder ist das so ein „heiliger Same“, der verschüttet war und nun ganz verstaubt wieder zum Vorschein kommt? Der nach langen Jahren ohne Wasser und Erde auf einmal beginnt auszutreiben – inmitten des Nichts? Und noch während mein Blick an den Schürzen hängt und staunt über den Farbklecks im Ruinengrau, erhebt sich nicht weit von mir ein weiterer Farbtupfer in den Himmel. Rot und blau gefiedert breitet er die Schwingen aus und fliegt hinein ins strahlende Blau. Von dort hört man ihn rufen: Hier bin ich! … und nach einer Weile – der Vogel ist nur noch ein kleiner Punkt am Horizont – höre ich noch etwas anderes. Da dringen Stimmen zu mir. Ganz klar. Über mir, neben mir, vor mir. In mir drin. „Heilig“, rufen sie. „Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth. Alle Lande sind seiner Ehre voll.“ Die Serafim singen da. Die Engel loben seine Herrlichkeit, es beten ihn an die Mächte und fürchten ihn alle Gewalten. Und in mir drin beginnt es zu klingen: Dich preisen die Kräfte des Himmels mit einhelligem Jubel. Mit diesen Himmelskräften erhebe ich meine Stimme. Mit ihnen vereinen wir unsere Stimmen und bekennen ohne Ende:

(Es folgt direkt: das gesungene Sanctus, gefolgt von den Einsetzungsworten etc. = Abendmahl)