Foto von aufgeschlagenen Büchern

Predigt über Lukas 14, 15 – 24

Sabine Langenbach (ev), Journalistin

22.06.2014 in der freien evangelische Gemeinde Meinerzhagen

Sonntags-Gottesdienst

Das große Abendmahl

© privat

Die Predigt ist online zu hören unter http://www.feg-meinerzhagen.de/

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Einleitung:

Vor einiger Zeit hatte ich diese Einladung in meinem Briefkasten:

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So eine Einladung bekommt man nicht alle Tage .

Für mich war es das erste Mal, dass ich von einem Freiherrn ganz offiziell mit Karte und allem drum und dran eingeladen worden bin –

und ich war ganz erstaunt, dass da mein Name handschriftlich eingetragen war.... formvollendet mit Füller....

Da geht man gerne hin – vor allem, wenn man weiß, dass ein Gourmet-Koch das Menü zubereiten wird!

Ich habe mich sehr auf diesen Abend gefreut.

Und war natürlich auch ganz gespannt.

Schon allein die Anfahrt vor das Schloss: durch die Tore hindurch in den - vom Technischen Hilfswerk – hell erleuchteten Park.

Beim Aussteigen hörte man dezente klassische Musik mit der der Schlosspark beschallt wurde.

Und drinnen erwartete die Besucher zunächst ein Stehempfang,

dann herrlich gedeckte Tische und festlich gekleidete Gäste – man könnte sagen:

die High Society des Märkischen Kreises war hier vertreten.....

In der Küche wirbelte der Gourmet-Koch herum, aufmerksame Bedienungen versorgten einen mit dem gewünschten Getränk....

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Jetzt fragen Sie sich vermutlich, warum ich dort eingeladen war 

Ich war als Radiofrau dort und außerdem durfte ich den Leiter des Hospizes in Lüdenscheid begleiten.

Viele Hände hatten hier im Schloß Bamenohl schon lange bevor wir angekommen sind alles vorbereitet….

Jetzt war alles fertig – ein wunderschöner Abend sollte es werden.

Was fehlte waren eben nur wir – die Gäste.

Stellt sich die Frage:

Was hätte wohl der Gastgeber, Hanno Freiherr von Plettenberg, gemacht, wenn die vielen geladenen Gäste plötzlich nicht mit ihren Nobelkarossen in den hell erleuchteten Schlosspark eingefahren wären?

Was wäre gewesen, wenn der Freiherr plötzlich mit den Damen des Catering-Service, den Musikern, dem Gourmet- Koch und den x-Portionen „Geschmorter Kalbsschulter in Spätburgundersauce mit Rahmsauerkraut und Serviettenknödeln“ da gestanden hätte – und er KEINEM Gast hätte die Hand schütteln können?

Was wäre gewesen, wenn NIEMAND zu diesem Fest gekommen wäre?

Es ist müßig sich darüber Gedanken zu machen –

so was würde natürlich nicht passieren!

So ein Event lässt man sich doch nicht entgehen, wenn man doch schon persönlich eingeladen ist! Oder?

Und das obwohl man für dieses Abendessen richtig bezahlen musste – war ja schließlich eine Benefiz-Veranstaltung und sollte anständig Geld dabei herausspringen für die Hospiz-Arbeit.....

Das passt doch zur Lesung aus dem Lukas Evangelium (Lukas 14, 1,7-14) .

Da ging es ja auch um eine großes Event, zu dem Jesus eingeladen war.

Allerdings war die Einladung mit Hintergedanken ausgesprochen worden – haben Sie es noch im Ohr?

Die führenden Pharisäer beobachteten Jesus genau. In der Luther Bibel steht sogar „sie belauerten ihn“ – sie suchten einen Grund womit sie ihn aus dem Verkehr ziehen konnten, ihn anklagen konnten.

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Und Jesus bietet ihn gleich einen Grund: er heilt am Sabbat –

Übrigens hier zum dritten und letzten Mal, dass Lukas davon berichtet.

Dann kritisiert Jesus auch noch die Anwesenden – wenn auch im Gleichnis gesprochen - dass alle nur darauf aus sind den besten Platz im Leben zu bekommen – und die, die am Rande stehen, nicht beachtet werden.

Die Geschichte geht weiter - wieder mit einem Gleichnis – und wieder geht’s ums Essen – um eine Einladung….

Vermutlich haben Sie diesen Text schon öfters gehört – aber versuchen Sie ihn mal zu hören, als ob es das erste Mal wäre.

Ich lese aus Lukas Kapitel 14, die Verse 15 - 24

Bibeltext: Lukas 14, 15 – 24

Auslöser für dieses Gleichnis vom „Großen Festmahl oder Abendmahl“ ist ein Satz, der in der ersten Lesung vorkam. Er kommt von einem Mann, der mit Jesus am Tisch sitzt:

Selig ist, der das Brot isst im Reich Gottes!“ hat Luther übersetzt.

Die Übersetzung Gute Nachricht formuliert es so:

»Ja, freuen dürfen sich alle, die mit zu Tisch sitzen werden in Gottes neuer Welt!«

Denn Jesus hat ja vorher davon gesprochen wer in Gottes neuer Welt, also in der Ewigkeit bei ihm sein wird.

Was der Mann damit eigentlich sagen will ist:

Ich freu mich drauf, dass ich auch dabei sein werde, wenn die Gemeinschaft zwischen Gott und Menschen wieder hergestellt ist – also im Himmel, in der ewigen Welt. Keine Frage: ICH werde dabei sein! “

Wir erfahren nicht, wer der Mann ist und warum er diesen Satz sagt.

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Vielleicht will er Jesus bestätigen, zeigen, dass er ganz seiner Meinung ist, denn der Unbekannte hatte offensichtlich keinen Zweifel, dass er eines Tages in der Ewigkeit, im Reich Gottes, mit dabei sein wird.

Vielleicht will er ja auch für Jesus in die Bresche springen – vor den lauernden Pharisäern…..

Aber Jesus klopft ihm nicht auf die Schulter und sagt:

„Hey, schön, dass wenigstens DU es verstanden hast!“

NEIN – er nimmt ihm den Wind aus den Segeln....

…mit diesem Gleichnis, das doch auf den ersten Blick doch sehr konstruiert wirkt.

Denn – mal ehrlich:

Wie kann man so dumm sein und so eine Einladung im letzten Moment ausschlagen?

Die Einladung kommt für alle Gäste nämlich nicht überraschend.

Sie wissen schon lange, dass diese große Feier stattfinden wird.

Bei den angesehenen Juden ist es damals üblich zweimal einzuladen:

einmal lange vor dem Fest – als Ankündigung.

Und dann noch mal, wenn die Gäste sich auf den Weg machen sollen.

Kommt, denn es ist alles bereit!“ sagt der Knecht zu den Geladenen.

Mit ein bisschen Planung hätten alle Geladenen also dabei sein können.

Der Acker kann auch ein paar Tage später angeschaut werden,

die Ochsen auch –

und die Frau....

okay, um die sollte sich ein frisch verheirateter Mann schon kümmern – das ist ein Grund…..

Wobei.... er wusste doch von der großen Feier, dann hätte er doch nicht auch genau dann seine Hochzeitsfeier hinlegen müssen.....

Schnell sagt man:

„Faule Ausrede von den Jungs: Acker, Ochsen, Frau.

Die haben einfach keinen Bock auf die Fete.“

Aber tun sie nicht nur einfach ihre Pflicht?

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Sie sagen ja eigentlich „nur“: „Sorry, keine Zeit fürs Feiern. Arbeit ist jetzt angesagt.“

Sie haben nun mal Verantwortung – der müssen sie sich stellen – und das tun sie auch.

Und dagegen ist auch nichts zu sagen.

Pflichtbewusstsein wird auch in der Bibel nicht kritisiert.

Im Gegenteil.

In einem anderen Gleichnis von Jesus werden die treuen, fleißigen Knechte gelobt!

Die Frage ist allerdings:

ist das, was gerade an Arbeit und Verpflichtungen anliegt, so wichtig, dass die Gäste die lang erhaltene Einladung ablehnen müssen?

Wissen sie die Einladung vielleicht gar nicht zu schätzen und denken:

„Der macht sicher wieder mal ne Fete. Dann kann ich ja immer noch hin gehen!“

Bitte bedenken Sie:

Das sind nicht irgendwelche Fremde oder Bekannte, die der Gastgeber da eingeladen hat – es sind seine Freunde!

Was Jesus damit sagen will, ist, dass sein Volk Israel, seine Freunde zum Fest bei Gott eingeladen sind.

Damit hält er den Pharisäern einen Spiegel vor, wie sie sich ihm – und vor allem GOTT - gegenüber verhalten.

Damit könnte ich heute sagen: Ok – das war damals---- ich bin ja kein Pharisäer – und kann die Bibel zu klappen.

Aber was mich nachdenklich gemacht hat, ist die Tatsache, dass diese ausdrückliche Einladung in dem Gleichnis zunächst nicht an Menschen geht, die Gott nicht kennen – sondern erstmal an die, die Gottes Gebote kennen und achten, denen Gott wichtig ist!

Und damit rückt mir das Gleichnis ziemlich nah auf die Pelle.....

Wie ist es mit Gottes Einladung an mich, die ich mich doch irgendwie zu Jesu Freunden rechne?

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Ja, die erste Einladung von Gott mit ihm zu leben, habe ich schon vor langer Zeit angenommen! Sie vielleicht auch! Hoffentlich….

Und ich will mich nach ihm ausrichten, mit ihm leben.

Im Gleichnis kommt kurz vor dem Festmahl – das wird ja als Bild für das Ewige Leben mit Gott, für Gottes Herrlichkeit benutzt – nochmal jemand und lädt ein……

Mitten in den Alltag der Menschen hinein.

In der Stuttgarter Erklärungsbibel zur Luther Bibel habe ich diesen Satz gefunden zu unserem Predigttext:

Es ist also nicht mehr die Zeit, sich von den Angelegenheiten des alltäglichen Lebens - und scheinen sie noch so bedeutsam zu sein – beherrschen zu lassen, sondern höchste Zeit sich zu entscheiden – und zu handeln.“

Das gilt für die Leute damals in dem Gleichnis – aber auch für mich heute. Und da kommt mir das Ganze sehr nah…..

Denn ich muss mich der Frage stellen:

Was hat im meine Leben - letzten Endes - Priorität?

Woran mir was liegt, dafür habe ich Zeit!“ habe ich gelesen.

Welchen Raum nimmt meine Zeit mit Gott im Alltag ein?

Suche ich mir Zeiten, in denen ich in Ruhe mit Gott reden kann?

Bibellesen kann?

Ich versuche in der Woche mir morgens – wenn alle aus dem Haus sind – ganz bewusst Zeit zu nehmen um die tägliche Bibellese zu machen und zu beten. Manchmal sind das nur 10 Minuten – aber ich finde es kommt nicht darauf an wie lange….. sondern DASS man sich die Zeit nimmt.

Wenn ich es wegen Terminen nicht auf die Reihe bekomme, dann fehlt mir das – und ich kann das in dieser Art und Weise auch nicht irgendwann am Tag nachholen – es ist wie ein Einstimmen ein Ausrichten auf den Tag -

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Wenn ich meinen Blick auf Gott auf Jesus richte, dann schau ich ja weg von MIR und meinen Sorgen – das richtet mich im wahrsten Sinne des Wortes AUF.

Ich denke da immer an die Geschichte von der gekrümmten Frau die Jesus in der Synagoge nach vorne ruft….. Lk 13, 10-17 – ein Kapitel vor unserem Gleichnis heute berichtet Markus ja davon – auch eine Heilung am Sabbat übrigens….

Seit 18 Jahren hat diese Frau nur noch auf den Boden geschaut.

Konnte nicht aufblicken – Jesus SIEHT sie an - sie bekommt ANSEHEN – und plötzlich kann sie wieder AUFSEHEN – auf Jesus.

So ist das auch mit meinen Sorgen und Problemen – wenn ich nur auf mich schaue, dann ist mein Blick auch eingeschränkt – kann ich auf Jesus sehen, dann verändert sich nicht nur mein Blick – sondern auch meine ganze Haltung – ich kann wieder aufrecht stehen – wie die gekrümmte Frau, die Jesus geheilt hat – lesen sie mal nach Lukas 13 ab Vers 10.

Woran mir was liegt, dafür habe ich Zeit!“

Zeit mit Gott verbringen – um Aufzutanken – neue Perspektiven bekommen auch wenn ich mir die Zeit vielleicht in meinem Alltag erkämpfen muss – weil es viele andere wichtige Sache zu erledigen gibt – wie damals in dem Gleichnis.

Zeit mit Gott verbringen – ist wichtig – und das ist manchmal wichtiger als Zeit FÜR Gott verbringen….

Engagement in der Gemeinde oder christliche Vereinen, Schule ist wichtig und notwendig – aber es darf nicht in pure Aktivität ausarten wo ich zwar was FÜR Gott tue aber für IHN keine Zeit mehr habe….

Jesus wünscht sich sehr, dass ich, dass wir, mit ihm eine Beziehung pflegen – das bedeutet eben sich Zeit für ich nzu nehmen und: im Gespräch bleiben, beten.

Nicht nur morgens, mittags, abends – sondern IMMER!

Betet ohne Unterlass!“ rät Paulus im 1. Thessalonicherbrief.

Wie soll das funktionieren?

Immer Gebete murmelnd in gebeugter Haltung durch die Gegend gehen - wie die Mönche in dem Film „Im Namen der Rose“?

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Für mich ist dieses „Betet ohne Unterlass“ – zu vergleichen mit einer „Standleitung“ zu Gott- oder modern gesagt: ich bin immer online.

Ich kann jeder Zeit mit Gott reden - beim Aldi an der Kasse – beim Autofahren – ich kann Menschen, denen ich begegne oder die ich nur von weitem sehe, den Segen Gottes zusprechen – im Gebet.

Ich kann aber auch immer und überall Jesus meine Gedanken, Sorgen und Freuden mitteilen.

Mit Jesus leben heißt, mit ihm in Kontakt sein und bleiben! ! Immer „online“ sein mit ihm! Zeit für ihn und mit ihm haben- mitten im Alltag.

Aber genau das haben die Menschen im Gleichnis nicht:

ZEIT für den Gastgeber.

Sie sagen im letzen Moment: Sorry, wir kommen doch nicht.

Der Gastgeber wird verständlicherweise ganz schön sauer –

aber er hat Plan B parat.

Wenn die Freunde nicht kommen wollen, dann lädt er eben die ein, die sonst bestimmt nicht bei einem Festbankett zu finden wären: die, die am Rande der Gesellschaft stehen.

Dann geh los auf die Strassen, zum Hauptbahnhof und unter die Brücken. Lade alle Penner, Junkies, alle Kranken und Behinderten zu mir ein und bring sie her!“

übersetzt die Volxbibel Vers 21.

Die, die von der Gesellschaft schon längst abgeschrieben sind – die sollen jetzt zum Festessen kommen.

An der Tür steht kein Türsteher, der kontrolliert, ob sie auch das richtige anhaben, gestylt sind und gut riechen. Sie dürfen kommen, wie sie sind.

Und sie kommen.

Übrigens ist das schon für die Pharisäer, denen Jesus das Gleichnis ja als erstes erzählt hat, schwer verdauliche Kost. Für sie stand fest, dass nur die Menschen aus dem Volk Israel Gottes erwähltes Volk ist und nun geht die Einladung noch an Menschen, die am Rande stehen .

Aber es sind immer noch Plätze frei.

Und wieder schickt der Gastgeber seine Leute raus – damit das Haus voll wird.

Jetzt werden die Leute von der Landstrasse – von den Hecken und Zäunen geholt – ja, genötigt zu kommen!

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Warum genötigt?

Sollen sie doch froh sein, dass sie kommen können .....

Ich kann das gut verstehen, dass diese Menschen nicht sofort mitgehen wollen. Die können das doch gar nicht glauben, dass das ernst gemeint ist mit der Einladung. Sie, die sonst von niemandem beachtet werden – und wenn dann nur mit Füßen getreten werden – sie werden zum Festessen eingeladen! Unglaublich!

Deswegen müssen sie überredet, genötigt, werden zum Fest zu kommen.

Oder können Sie sich vorstellen, dass ein Junkie aus dem Bahnhofsviertel sofort mitkommt, wenn er hört, dass er in ein Luxushotel eingeladen ist?

Arme, Behinderte, Kranke, Penner und Prostituierte –

Warum um alles in der Welt holt sich der Gastgeber denn so ein -

„Gesockse“ - ins Haus?

Hätte er doch lieber die Fete ausfallen lassen!

Das riecht ja förmlich nach Ärger, wenn solche Leute zusammen kommen!

Es gibt nur eine Antwort! Der Gastgeber ist verrückt!

Und genauso ist Gott!

Er ist verrückt - vor Liebe zu den Menschen.

Zu ALLEN Menschen.

Er gibt denen, die keiner beachtet Ansehen, Würde – und Liebe.

Gott liebt die Menschen. Jeden!

Gott ist verrückt vor Liebe zu IHNEN! Stellen Sie sich das mal vor!

Und das, obwohl ER uns ganz genau kennt und weiß,

dass wir oft Ausreden haben, warum wir gerade keine Zeit haben für ihn haben – genau wie die Gäste in dem Gleichnis. Da machen wir uns mal nichts vor!

Gott lädt uns - SIE UND MICH - ein – und eben auch diejenigen, die am Rande stehen, die unsere vertrauten Abläufe ins Wanken bringen, die nicht wissen, wie man sich wo zu verhalten hat – weil sie es einfach nicht wissen können – aber Gottes Liebe gilt JEDEM Menschen – auch dem

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dessen Nase mir nicht passt! Und diese Liebe stellt genau den Menschen und Mich auf eine Stufe – da gibt’s kein Heruntergucken mehr – wir sind ALLE auf Augenhöhe!

Gott lädt uns ALLE ein -

nicht zu Pommes und Schnitzel in die Frittenbude oder auf die Schnelle zu McDonalds

Gott lädt uns ein zu einem FESTMAHL mit allem drum und dran. (Wie beim Freiherrn von Plettenberg und noch viel besser!!!)

Und da ist jeder Willkommen, der sich einladen lässt.

Das klingt gut! Und die Einladung steht!

Das sind schöne Aussichten, was?

Eigentlich möchte ich jetzt „AMEN“ sagen ....

aber da ist - fast könnte man sagen…. Leider….

noch der letzte Satz des Gleichnisses:

Denn ich sage euch, dass keiner der Männer, die eingeladen waren mein Abendmahl schmecken wird!“

Es werden also nicht alle dabei sein beim großen Fest.

KEINE SORGE: Das hat weniger was mit dem Gastgeber zu tun –

als mit den Gästen selber.

Sie - die Freunde des Gastgebers - waren ja eingeladen – hatten das Ticket fürs Fest – aber SIE haben im letzten Moment abgesagt.

Haben Sie die Gottes Einladung an SIE ganz persönlich schon gehört?

Gott lädt genau SIE ein – heute, jetzt!

Nicht nur zu lecker Essen – sondern, das ist ja, wie schon gesagt, ein Bild für das Ewige Leben mit ihm! Leben nach dem Tod hier auf der Erde!

So ist Gott: er lädt ein!

Er sagt nicht: DU MUSST! DU SOLLST!

Er lädt ein – und Sie können und dürfen JA sagen! Ohne Zwang!

Freie Entscheidung!

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Ich kann sagen: „JA, Gott, Vater von Jesus Christus, ich will mein Leben mit dir Leben. Will mein Leben nach deinen Geboten ausrichten und nehme es, dass du deinen Sohn Jesus für MICH auf die Welt geschickt hast, dass durch Jesu Tod am Kreuz alles Trennende von Gott ein für alle Mal beseitigt wurde!“

Das ist die erste Zusage auf die Einladung Gottes.

Viele von Ihnen werden diese Einladung auch angenommen haben.

Das ist super – da war schon Party im Himmel, als Sie JA gesagt haben – jetzt kommt´s drauf an dass ich vor lauter Alltagskram das Zusammensein mit dem Gastgeber nicht vergesse.

Dass ich vor lauter Aktivität FÜR Gott nicht vergesse Zeit MIT Gott zu verbringen. Um bei dem Festmahl Gleichnis zu bleiben: Ich sollte mich auch an den gedeckten Tisch setzten und die guten Gaben Gottes auch genieße, annehme, mich beschenken lasse von IHM:

Sich was schenken lassen….das fällt vielen Menschen heute schwer…

Und viele sind es gar nicht mehr gewohnt, etwas geschenkt zu bekommen.

Ich erlebe das öfters, wenn ich Menschen, die mir über den Weg laufen, eine Postkarte oder ein Büchlein schenke. Die sind dann manchmal richtig erstaunt.

Und vor ein paar Wochen, war ich diejenige, die lernen musste, ein völlig unerwartetes Geschenk dankbar anzunehmen…..

Unsere Tochter Birte und ich sind nach Dortmund zum Shoppen gefahren.

Plötzlich bemerke ich, dass ich mein Portemonnaie zu Hause liegen gelassen habe!

Erstaunlicherweise war ich gar nicht so genervt.

Das Wetter war so schön, dass wir eine Runde drehen, die Petri-Kirche besichtigen und dann wieder nach Hause fahren wollten.

In der Kirche kamen wir mit einer Diakonisse ins Gespräch.

Es war gleich so ein netter Kontakt, dass ich irgendwann von meinem vergessenen Portemonaie erzählt habe. Und jetzt kommt´s: sie schenkt uns ZWEI zehn Euro Scheine!!!!! mit den Worten:

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"Sie können doch nicht nach Hause fahren ohne einen Kaffee getrunken zu haben!" und

"Ich hab so viel im Leben geschenkt bekommen!"

Ich gebe ihr das Heftchen „Das Glück finden“, das ich geschrieben habe und meine Visitenkarte - dann verrät sie mir ihren Namen . "Aber unterstehen Sie sich mich das Geld wiederzugeben!", sagt sie sofort streng!

Beschenkt und beglückt gehen wir von da aus ins Kaufhaus. Zuerst zum WC…. Dort will ich mit einem der 10 Euro Scheinen bezahlen - da lacht der Mitarbeiter mich an: "Nächstes Mal zahlen!" - ich schenke ihm mein Glücksheftchen - nun freut er sich!

Dann kaufen wir ein T-Shirt zur Erinnerung an diesen Tag für Birte . Zur Eisdiele gehen wir natürlich auch. Dort werden wir so freundlich wie noch nie bedient.

Nun haben wir noch 5,- € übrig. Birte liebt Straßenmusik - aber keiner ist in Hörweite. Doch dann steht ein junger Mann mit seiner Gitarre an einer Ecke. Bestimmt 20 Minuten hören wir zu, kommen mit dem Sänger ins Gespräch.

Dann erzähle ich unsere 20 Euro Story – er ist erstaunt und erfreut –erst recht als ich ihm das restliche Geld in die Hand drücke.

Ich will das Geld nicht mit nach Hause nehmen!

Fazit: Der Vormittag ist völlig anders verlaufen als wir es geplant haben. Wir fahren mit fast leeren Taschen nach Hause -

aber mit SUPERvollem, HERZEN. Unendlich beschenkt – nicht nur finanziell!

Was sind wir reich beschenkt worden - aber erst mal musste ich das Geschenk annehmen…..

Gott lädt uns ein – er will uns beschenken –

Nicht erst in der Ewigkeit bei der Mega-Fete ohne Ende –

sondern schon hier und jetzt ist er unser guter, fürsorgender Gastgeber – mitten im Alltag kümmert er sich um uns – und er ist verrückt vor Liebe zu uns!

Wir sind eingeladen!

Zu Gottes Fest in der Ewigkeit, das eigentlich hier schon beginnt!

Den genauen Termin wissen wir nicht – aber die Einladung steht:

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„Save the date“ – heißt es in der Buisness Sprache - lassen Sie sich von nichts und niemanden davon abhalten schon jetzt „ohne Unterlass“ mit ihren Gastgeber zu sprechen und mit ihm auf ewig zusammen zusein. Gott wünscht sich so sehr, dass wir ihm Anteil geben an unserem Leben!

Und dann sehen wir uns - in Gottes Herrlichkeit beim großen Festmahl!

Amen