Foto von aufgeschlagenen Büchern

Predigt über mehrere Bibelstellen

Pastor Axel Kawalla (ev.-luth.)

24.04.2016 Melanchthonkirche Hannover

Konfirmation

Liebe Gemeinde,

Vorwort: heute wird die Predigt ein bisschen anders. Schön werden sie sagen, dass sich der Pastor was Neues ausdenkt und nicht die Konfirmationspredigt vom letzten Mal nimmt.

Ja, find ich auch nicht schlecht und ihr alle seid es wert.

Nee, ich mein es etwas anders. Also wie sag ichs?

Es gibt eine neue Form des poetischen Wettstreites,

ähnlich wie bei Walther von der Vogelweide; nennt sich poetry slam.

Ein Wettstreit, bei dem dann am Ende Nummern von 1-10 hochgehalten werden; und einer gewinnt und findet sich toll. Und ich dacht mir, ich probier sowas mal aus; und fragte Kollegen und andere Menschen, die auch zwei Sätze am Stück einwandfrei und ohne größere Fehler vorlesen können.

Aber . . . sie wollten nicht.

Und dann dacht ich weiter und dachte: gut so, dann kann ich wenigstens auch nicht verlieren.

Und so gibt’s nun einen kleinen Beitrag, ich nenn es Predigt.

Aber, und das tu ich sonst nicht, wenn ich predige: ich warne Sie vor.

Es kann sein, dass Sie nicht jedes Wort verstehn; macht nichts, ich auch nicht.

Sie können in der nächsten Woche die Predigt zum Sonderpreis erwerben und nachlesen.

Ich feile noch an der Preisgestaltung pro Seite, pro Zeile und Wort.

 

Gut also, ganz ohne Nummern und Sieger, ich hab nichts zu verliern, sie schalten die handys aus und ich geh ans andere Mikro.

 

 

Wie viele Worte sprichst du am Tag?

Wer schneidet das mit, was du da alles sprichst

und rausposaunst und singst, was deine Zunge so bringt?

 

Vor dem ersten Kaffee?  Kein Wort.

Jedes Wort wäre Mord -  Schon klar.

Aber dann: „Wo ist die Butter? Wer hat mal Nutella?“ -

„Auf dem Tisch, guck doch hin, nochn Glas ist im Keller.“

und in der Schule –

manchmal schweigen im Walde,

und über allen Wipfeln ist Ruh

weil jeder is cool,

jedes Wort ein Verrat an der coolness und hippness

aber dann

auf dem Hof, in der Bahn

geht das Gebrabbel schon los vom Lippenbekenntnis

und Lachen und Lügen und fragen und klagen

bis hin zum Seelenstriptease in der Facebook-Gemeinde

 

liebe Gemeinde

 

Wie viele Worte sprichst du am Tag?

Wer schneidet das mit, was du da alles sprichst

und rausposaunst und singst, was deine Zunge so bringt?

 

Jeder von uns spricht im Schnitt

aufs ganze Leben gerechnet so etwa ungefähr

461.782.349 Worte – sagt google –

also rund eine halbe Milliarde

Worte

das ist nicht wenig

dafür dass eine Riesenschildkröte in 250 Jahren

nicht ein Wort über die Lippen bringt

und ihr als einzige Form der Kommunikation nur der Nasenkuss zur Verfügung steht

aber bei dir und mir sind das sind 16.000 Wort pro Tag,

was du da alles sprichst

und rausposaunst und singst, was deine Zunge so bringt!

 

Und keiner schneidet es mit

was du alles so sagst unbedacht am Tag, und unbedacht in der Nacht

eine halbe Milliarde hätts´t du´s gedacht?

Was schließen wir daraus?

Worte scheinen nicht unwichtig zu sein.

Sonst würden wir Menschen ja schweign

wie eben die Riesenschildkröte,

die ist zwar nicht ganz so schnelle und helle

aber doch um einiges langlebiger als wir

würdest du tauschen?

70 Jahre Dauergebrabbel gegen 250 Jahre Schweigen?

Nein niemand will schweigen, dann lieber reden und speichern

und das Ganze als Sprachnachricht in der zweiten großen Pause verschickt

Und was eine Menge bekommen wir dann zu hörn.

16.000 Worte am Tag; und was fürn Quark

wird da geredet, meist ja von andern

ganz selten von mir

 

Nu frag ich dich: hast du denn eins?

Eines. 1 Wort - In Worten: Eins.

Nicht meins, sondern dein Wort, Deins,

das wirklich zählt,

das bleibt.

an dem du dich reibst,

für das du rennst und für das du kämpfst.

bei dem keinen Spaß verträgst,

das du dir unters Kissen legst

weil mit diesem Satz oder Wort

steht es und fällt es

dein Leben

mit Haut und Haar und Haar und Haut

weil es dir und nur dir mal leise mal laut

sagt wofür du auf der Welt bist

weil dieses Wort in dir schlägt bei Freude und Schmerz

wie dein Herz

 

Welches Wort ist für dich wichtig?

Eins darauf kannst Du nicht verzichten?

Von 16.000 Worten, die jeder so sagt jeden Tag

Glücklich ist jeder, der ein richtiges hat.

1 Wort. In Worten: Eins.

3, 2, 1 meins!

Sieben glückliche, sechs richtige mit Zusatzzahl die sitzen da in der erste Reihe

und diese Glücklichen, die haben ein Wort.

Ganz neben bei – da hängen sie diese Worte, in A Null an der Wand.

Das könntest du nehmen,

dann wär´s auch 3, 2, 1, deins.

Aber hör´s dir erst an.

Schuhe probierst du ja auch

und das Kuchenrezept und die Handy-Hülle

Wenns nicht passt, ist es nicht deins,

das merkst du´s, dann drückt es,

vorne und hinten und passt nicht und kneift

wie ein Wein, der noch reift

 

Und jetzt kommn sie, die sieben richtigen für vier jungen Herren und drei Damen

die sieben Glücklichen, die eins gefunden habn

ein Wort

denn Glücklich ist jede, die ein richtiges hat fürs Leben, die Liebe.

Für jeden Weg, den du gehst,

nimmt Gott dieses Wort und hält es dir fest

1 Wort. In Worten: Eins. - 3, 2, 1 deins!

 

Liebe Emma                                        

Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei,

aber die Liebe ist die größte unter ihnen.                                         (1. Korintherbrief, 13, 13)

Die drei, die bleiben;

auch wenn wir uns reiben

die Liebe bleibt

da kannst du dich auf den Kopf stellen,

wie ein Hund bellen

wegrennen, Liebesbriefe verbrennen

das Handy zertreten, verzweifelt beten

die Liebe holt dich ein

wenn dich einer liebt

dann lass es geschehn

kannst dir den Kopf verdrehn

die drei die bleiben

guck hin und lies

da steht nichts von gemein, egoistisch und fies

da steht nichts von Glaubenskrieg oder Endsieg

Liebesentzug oder Abgasbetrug

nee, da stehn schwarz auf weiß: Glaube, Hoffnung, Liebe. Die drei.

Und wer ist die Größte?

Nein nicht der Erfolg, nicht Christiano Ronaldo

auch nicht der Aktienkurs oder der Saldo

auf deiner Bank also wer ist die Größte?

Wem küsst du die Füße

denn sie ist die Größte?

die größte: die Liebe.

Liebe, und mach was du willst

wenn du nur liebst was macht es schon,

wenn dein Handy kaputt, das Brot verschimmelt und deine Frisur zerrüttet ist?

oder dein Handy zerrüttet, das Brot kaputt und deine Frisur verschimmelt ist?

wenn du nur liebst,

ist´s egal, was du machst

and the winner is: Love

 

Lieber Felix                                                                     

HERR, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist,

und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.

Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes

und dein Recht wie die große Tiefe.                                                         (Psalm 36, 6+7a)

Im Ernst?

Nimm mal den Satz, ja nimms mal ernst,  so weit wie der Himmel!

mit Blau und Sonne und was alles alles dran klebt: Spatzen und Bienen und jede Menge Boing 737

auch mal ne Airforce One wie heute Morgen über Hannover

das ist viel und sehr weit und ziemlich unüberschaubar

und die Wolken, die ich nicht mehr seh gehören auch noch dazu

und hätt ich gern nen Überblick und stell mich auf dem Eifelturm

bin ich wieder ein Wurm

weil der Himmel rückt immer weiter und dann sagt da einer

das Gute reicht so weit, wie der Himmel ist

nicht bis zur nächsten Klausur, bis zum nächsten Meeting, oder bis zum Porsche unterm Carport

bis zum nächsten Sonntagabend mit oder ohne Tatort

nein.

so weit wie der Himmel reicht das Gute Gottes

überall im All und ganz nah

millimetergenau kommt das Gute mit dir in die Welt.

Wie kann das sei, dass das Gute überall ist und wir davon so wenig sehen und hören? Fragst du.

es kommt auf leiseren Sohlen

selten kams mit dem Volksempfänger

selten kommts mit einfachen Lösungen und nie auf Kosten anderer

und doch durchzieht es die Welt das Gute, die Güte

und ihre Schwester: die Gerechtigkeit.

gerecht ist ja vielleicht eben dann doch nicht das, was mir hilft, meins durchsetzt

es ist schon in der Welt, was gerecht ist

wie kann ich meinen: diese Schwarzwälderkirschtorte gehört mir

und die 3 anderen können schön erstmal eine blasse Tasse Tee trinken

sie bekommen, wenn ich fertig bin, ja die Krümel!

das machen ja nicht mal die Löwen, die die Knochen für die Geier lassen

aber wir schaffen das: dran vorbei an allem was recht ist, von allen gute Geister verlassen:

und dann kommt einer, Felix, der Glückliche,

und sagts uns: das Gute ist das Kleine, das wächst – die Saat geht auf

überall, Gott traut uns das zu. Mach hin, ein Teil des Guten bist Du

 

Lieber Oscar                    

Siehe, Gott steht mir bei und erhält mein Leben.                                         (Psalm 54, 6)

Siehe

steht da

siehe

nicht: was guckst du?

sondern: siehe! Das heißt:

Ist dir klar: Jetzt wird’s wichtig und richtig und gut

ich will dir was sagen, was zeigen: das macht mir Mut

Gott steht mir bei

Siehe

er ist da, hält mich fest, wenn ichs brauch

doch loslassen kann er auch

wenn ich vom Dreier springe oder nach England fahre oder ein neues Lied singe

Gott erhält dich und die zu dir gehören;

du bist kein Einzeller, Einzelkämpfer,

musst keinen Eid auf die Einsamkeit schwören

eben grade nicht:

ich verlass mich nur auf mich

Nein, die andern sind da.

Verlässlich

Oscar für dich

Deine Mutter und Vater und Bruder und Hund

und

die sind für dich wichtig wie Milch für den Latte Macchiato

wie Rot-Weiß für die Pommes, wie die Cajon fürs Staccato

So hast du viele an deiner Seite

und unter die vielen mischt sich manchmal einer

ganz alt, vielleicht jung, mit einem Blick für die Blume am Rand

für das Goldstück im Schrott

eine, von der hättest du es nicht geahnt - doch das könnte sie sein an deiner Seite:

Gott

 

Lieber Malthe                             

Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich.

Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden.

Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.

Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit;

denn sie sollen satt werden.                                                                  (Matthäus-Evangelium 5, 3-6)

Wer´s glaubt, wird selig.

Ja, stimmt. Ein bisschen leider und schade für die, die nicht glauben.

Die sich selbst des Sinns ihres Lebens berauben.

Pech gehabt; wo ihr sonst schon immer auf der sonnigen Seite steht.

Dein Wort hier stellt die Welt auf den Kopf oder endlich mal, endlich auf ihre Füße?

Selig sind die und die und die und du. Wie, sagst du, ich gehör auch dazu?

na, wenn du willst, dann gehörst du dazu.

und hast Gottes Glück auf deiner Seite. - Das nämlich heißt „selig“

nicht fromm und heilig und weggetreten, langweilig

nicht irgendwie, irgendwo, irgendwann - nein, selig – jetzt und hier und heute

du hast Gottes Glück ziemlich verdreht, aber auf deiner Seite

In seiner ganzen Länge und Höhe und Breite

gibt dir Gott eine Breitseite von ihrem Glück

ja, schon auch, wenn du´s merkst, wenns dir klar ist

weils wahr ist, wer Glück hat, hat recht und lebt in Seide und Samt

häuft Milliarden auf und heißt Trump

alle Reichen möge Gott schützen vor Hybris und Angst

denn wonach du eigentlich verlangst - ist doch dies:

du dürstest nach Leben, hast Hunger nach Liebe.

Und gönnst jedem das Leben, das jedem gegeben

Gottes Glück spüren alle, die keine Angst haben um ihr Erspartes

manche sind so hinter der Sicherheit her,

dass sie vor lauter Sicherheit das Leben vergessen –

und das Dopamin, das sparn sie immer – hat schon Julia Engelmann gesagt.

du aber dürstest nach Leben, hast Hunger nach Liebe, 

nach dem Leben der andern - sie zu fördern.

Die Menschen zu schützen vor Armut und Krankheit und Mördern

denn nichts ist auf der Erde zu knapp –

unser Kopf ist nur beschränkt es wär möglich und alle wärn satt

 

Liebe Marlene                                                         

Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.

                                                                                              (Römerbrief 12, 21)

Was ist Böse für dich?  - Was ist das Böse?

Wenn denn sein Fell dunkelrot wär mit Hörnern und einem Dreizack in der Hand

oder in meinem Zimmer eine Schrift an der Wand

dann könnt ich sehen und verstehn und müsst mich nicht gräm

wenns so klar wär, was bös wär

dann könnt ich ihm sagen, dem Bösen,

raus vor die Tür, ich will dich hier nicht, nicht bei mir

aber, leider, leider

liebe Böses-Vermeider

ist es schwieriger, langwieriger,

und manchmal auch sehr viel schmieriger

das Böse steht nicht da wie ein Klotz

es wär so nett und klar das Böse läg unterm Bett

als dreckige Sock: ein klarer Fall von Sündenbock

wenns so unklar ist, frag ich mich und dich:  müssen wirs nun extra suchen, das Böse?

nee glaub ich nicht

verbieg dich nicht

bleib bei deinem Guten, das du hast

zieh es durch. Und bleib dran.

das ist manchmal schon viel

wenn alle zetern und dich schieben in eine Richtung, da wo eh alle hinrennen.

Und dann sagt dir jemand, etwas, dein Wort, dein Herz, deine Liebe, dein Mut, Dein Gott –

also sagt dir:

da will ich nicht hin, da mach ich nicht mit, da bleibe ich stur

ich bleib beim Guten, das in mir steckt

Der springende Punkt, den du jetzt hast, den nimmt dir niemand

die Quelle, die Melodie, die summt in dir:

das Gute ist Gott und Gott in dir ist das Gute

darauf setzt Du, wie auf Deine Zahl beim Roulette

und du weiß es genau: die Kugel, die klackert und klackert und klackert

und dann ist es – die 3!

das Gute wird kommen, auch gerade, wen wunderts, mit Dir

und macht sich breit in der Welt – es wird Zeit

 

Lieber Philip                                        

Lebt als Kinder des Lichts –

die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit      (Epheserbrief 5, 8b-9)

Kinder des Lichts

unter dem machen wir´s nicht.

Nichts ist ohne das Licht

Ohne das Licht keine Photosynthese,

weder Grün im Blatt und noch auch im Käse

mit Kräutern

ohne Licht keine Fotografie

ohne Licht sähn wir uns nie.

Und nun sagt - wer?

Kinder des Lichts können wir sein.

Du hast es schon

und das Licht hat dich

du weißt es so klar wie die Motten

die seit Jahrtausenden nur ums Licht abhotten

und du nimmst das Licht

und gibt’s weiter

wie die Kerze am Ostermorgen

wie ein Brief an einen Freund

seine Sorgen sind deine Sorgen

wie ein: ich mach das für dich

wenn einer nicht mehr kann oder will

und das heißt auch: es ist nicht immer nur das oberwichtigste,

dass es mir gut geht, dass ich mein Recht bekomme und hab und behalte

und alles was meins ist bis zum Ende verwalte.

the Light in the Darkness

ist wellness auch für den andern

und: du weißt es

wenn du Suppe verteilst, oder Gummibärchen oder Stracciatella-Eis

es wird weniger, mehr wird´s jedenfalls nicht

aber Liebe und Licht

verbrauchen sich nicht

 

Liebe Jule     

Die Liebe erträgt alles, sie glaubt alles,

sie hofft alles, sie duldet alles.                                                       (1. Korintherbrief 13, 7)

Schön doof kannst du sagen, wenn du das machst

ertragen und glauben und hoffen und dulden

dann denkt doch jeder du hast die Schulden

hast du Geduld bist du schuld

benutz deinen Ellenbogen

um durch die Wellen des Alltags zu gleiten

dann kommst du durch und nach oben

so sagt es die Welt und das Geld sagt es auch –

die Liebe, nein dumm ist sie nicht

das Schwerste ist, zu vergeben

(gesungen:) sorry seems to be the hardest word,

sorry seems to be the hardest word, sang schon Joe Cocker

der sang es zwar locker gelehnt an den Hocker, ist aber wahr

zu sagen leih mir

dein Ohr und verzeih mir

das ist das Schwerste

da will niemand der erste

sein; die Liebe, die weiß das.

Und den Friedensnobel-Preis gibt’s nicht für Palmyras Zerstörung

für Bomben oder ne fiese Verschwörung

fürs Vergeben und fürs Verzeihn müsste es Pokale und Orden geben

nicht für das Morden wie sonst oft im Leben

Die Goldmedaille, der Olympia-Sieg die kriegt der Freak der Menschlichkeit

der die Hand reicht und nicht ausweicht

grad der ist kein Weich-Ei

denn sorry seems to be the hardest word

kannst ja mal ausprobieren absichtlich zu verlieren

Vortritt zu lassen, nicht zurückzuhassen

die, die liebt, die weiß es, du also auch - andere selten

nur so verändern sich Menschen und Welten.

 

Nu frag ich nicht mehr: du hast jetzt ein´n Satz und ein Wort

Eines. 1 Wort - In Worten: Eins.

Nicht meins, sondern dein Wort, Deins,

das wirklich zählt,

das bleibt,

an dem du dich reibst,

für das du rennst und für das du kämpfst.

bei dem keinen Spaß verträgst,

das du dir unters Kissen legst

da liegt es und durchzieht deine Nacht, wenn du träumst

und am Tag, zieh es durch, dieses Wort

steck´s in die Tasche diesen Kompass

deinen Trumpf, deinen Spickzettel, Regenschirm, Herz-Ass

lass die Erde von Liebe beben

weil mit diesem Satz oder Wort

steht es und fällt es

dein Leben

mit Haut und Haar und Haar und Haut

weil es dir und nur dir mal leise mal laut

sagt wofür du auf der Welt bist

weil dieses Wort in dir schlägt bei Freude und Schmerz

wie dein Herz