Foto von aufgeschlagenen Büchern

Traupredigt über Offenbarung 19,6-8

Pastor Andreas (Andrej) Peters (ev.)

30.04.2017 Evangelische Gemeinde Bötzingen

Trauung

Die Predigt von Dr. Martin Luther auf der Hochzeit des Lammes.

Textlese I: Und  ich hörte etwas wie eine Stimme einer großen Schar und eine Stimme großer Wasser und wie eine Stimme starker Donner, die sprachen: Halleluja! Denn der Herr, unser Gott, der Allmächtige, hat das Reich eingenommen! Lasst uns freuen und fröhlich sein und ihm die Ehre geben; denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Braut hat sich bereitet. Und es wurde ihr gegeben sich anzutun mit schönem reinem Leinen. Das Leinen aber ist die Gerechtigkeit der Heiligen. Offb.19,6-8  

Textlese II: Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. 

Und es kam zu mir einer von den sieben Engeln, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir die Frau zeigen, die Braut des Lammes. Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die Heilige Stadt Jerusalem herniederkommen aus dem Himmel vor Gott, die hatte die Herrlichkeit Gottes; Offb. 21,9b-11a 

 

 

Liebe Ekklesia, lieber Jeschua,

 

wir feiern heute eine Hochzeit, eine „Hochzeit des Lammes“. Ein Lamm heiratet eine Frau, die lammfromm ist? (fragen Sie sich). Warum Hochzeit des Lammes? „Gott hat über den Ehestand ein Kreuz gemacht und wacht auch über ihn, wie sehr ihm auch der Papst und Teufel feind sind.“

Das Lamm starb an diesem Kreuz für die Braut. Der Glaube vereinigt die  Ekklesia mit Christus, dem Jeschua, wie eine Braut mit ihrem Bräutigam. Aus dieser Ehe folget, dass Christus und die Ekklesia ein Leib werden, ein Geist.

Ebenso werden auch beider Güter, Glück und Unglück und alle Dinge gemeinsam, so dass, was Jeschua hat, ist der Ekklesia eigen, was Ekklesia hat, wird Jeschuas eigen.

Christus Jeschua hat alle Güter und Seligkeit: die sind der Ekklesia übereignet; die Ekklesia hat alle Untugend und Sünde auf sich. Die werden Jeschuas eigen. Hier ereignet sich nun der fröhliche Wechsel. Das heißt: Jeschua macht Ekklesias Sünde zu seinen Sünden, als hätte er sie getan. Und Ekklesia wird in ihm die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt. 

Meine Freunde, „ein Christenmensch lebt nicht für sich selbst, sondern in Christus und seinem Nächsten: in Christus durch den Glauben, im Nächsten durch die Liebe.“ Der Brautring auf dem Finger der Ekklesia ist der Glaube an Jeschua. Der Ring an der Hand Jeschuas ist die Liebe zur Ekklesia.

Nach dem fröhlichen Wechsel kommt der fröhliche Hausstand. Das heißt, der reiche, edle, fromme Bräutigam Christus Jeschua nimmt das arme, verachtete, böse Hürlein zur Ehre, macht sie frei von allem Übel, ziert sie mit allen Gütern. Deshalb kann die Ekklesia bekennen: „Gott sei Dank, der uns eine solche Überwindung in Christus Jeschua gegeben hat, in welcher der Tod mit der Sünde verschlungen ist.“

Wie aus dem Namen Luder, Luther wurde, so aus dem Luder Käthe, die Lutherin.

Ich habe mal gesagt: Mir graut und ich predige nicht gern vom ehelichen Leben, also auf Hochzeiten ... Aber diese Einladung zur Traupredigt konnte ich nicht abschlagen. Auch wenn es wohl meine letzte Predigt sein wird. Denn im Himmel sind wir den Engeln gleich, die weder heiraten noch verheiratet werden.

Ich kenne den Bräutigam ganz gut, auch die Braut ist mir nicht fremd. Ich habe mal ein Büchlein geschrieben „Von der Freiheit eines Christenmenschen“, und mein erstes Wort war ein Name: Jesus. Ich kenne ihn aus erster Hand und diese Hand hat eine Wunde. Auch hier im Himmel.   

Diesen Jesus möchte ich erkennen und ihn allein als den Gekreuzigten. „Die Welt will Gott aus seiner Schöpfung und seinem Erbarmen nicht erkennen, so hat er sich in der Schwachheit des Gekreuzigten Christus offenbart, auf dass sie sich zu Tod an ihm ärgere. Weil sie Gott von Angesicht in Herrlichkeit nicht sehen will, so muss sie ihn in Schande erkennen und ihm in den Hintern sehen.“

 

Warum bin ich dieser Hochzeitseinladung gefolgt? Da lese ich in meiner Bibel: „Gott schuf den Menschen, als Männlein und Weiblein“, das heißt: „dass Mann und Frau ein Er und Sie sein soll.“ Und das hat ihm so gefallen als ein gutes Schöpfungswerk. Daher: „Alles, was ein Mann ist, muss ein Weib haben, und was ein Weib ist, muss einen Mann haben.“ Wir leben als Mann und Frau in  Geschlechtsidentität und Geschlechtsanziehung. Es ist eine göttliche Angelegenheit und muss geistlich verstanden werden. „Dies Geheimnis ist groß“, sagt Apostel Paulus und deutet es auf Christus und die Gemeinde/Kirche.

Und die Braut kenne ich auch gut. Auch ihre Mutter kenne ich wohl. Wie sagt man: Wenn man heiraten will, soll man nicht nach dem Vater, sondern nach der Schwiegermutter des jungen Mädchens fragen. Warum? Weil das Bier im Allgemeinen nach dem Fass riecht. Daher sage ich: „Der Wein ist gesegnet und ein Zeugnis in der Schrift, das Bier aber gehört zur menschlichen Überlieferung.“ Die Mutter der Braut heißt Hulda, die natürliche Vernunft, eine Heidin aus Griechenland. Nachnahme: Ratio. Die rümpfte die Nase und riet der Tochter von der Heirat ab: „Ach, sollst du das Kind wiegen, die Windeln waschen, Betten machen, Gestank riechen, die Nächte durchwachen, auf sein Schreien achten, Windpocken und Scharlach heilen … Lieber meine Kindchen zu Pfaffen und Nonnen erziehen lassen.“ Gott lacht aber mit allen Engeln und Kreaturen, nicht weil Ekklesia die Windeln ihrer geistlichen Kinder wäscht, sondern weil sie es im Glauben tut. Nicht weil sie den Gestank riecht, sondern weil sie es im Glauben riecht. Weil sie voller Liebe die Nächte durchwacht. Nicht weil Hänschen und Lenchen krank sind, sondern weil sie im Glauben und Gebet heil werden.      

Ekklesia ist eine Aussteigerin aus der Welt, in der die Liebe keine Sünde sein soll. Wo in der Welt gibt es eine Frau, die Jungfrau bleibt bis zur Hochzeitsnacht? Wo in der Welt wartet eine Braut auf den Bräutigam über zwei- tausend Jahre? Wo in der Welt, ist solch ein Glaube zu finden, so dass ich mich in meinen Gedanke fast vergaloppierte: „Unglaube ist es, dass man keine Türkin, Jüdin oder Ketzerin heiraten dürfe.“ Denn, was weißt du, Mann, ob du die Frau retten wirst? Die Ekklesia war so eine Ehefrau. Eine Heidin, Türkin, Jüdin, Hexe, Hure … Was ist geschehen? Nach dem fröhlichen Wechsel kommt der fröhliche Hausstand. Der reiche, edle, fromme Bräutigam Christus Jeschua nimmt das Arme, Verachtete, Verstoßene zur Ehrenfrau, macht sie frei von allen Sünden, ziert sie mit allen Gütern. Sie hört seinen Ruf „Ich liebe dich!“ und folgt ihm als Herausgerufene aus dieser Welt.

Und geistliche Kinder werden ihnen geboren als Miterben des Himmelreichs.

Eines schönen Tages wiegte ich mein Söhnchen im Arm  und staunte:      

„Wie hast du es verdient oder warum soll ich dich so lieb haben, dass ich dich zum Erben mache? Mit Scheißen, Pinkeln, Weinen? Mit Schreien? Mit dem du das ganze Haus erfüllst und meine Fürsorge forderst?“

„Ach, unser Herr Gott, muss gar viel größeren Gestank erleiden von den Menschen als Väter und Mütter von ihren Kindern.“ 

Käthe, du bist meine Alleinerbin! Das Gut Zülsdorf, Becher und Kleinode, Schenkgroschen, golden und silbern, so gegen tausend Gulden wert, sind dein! Ich bin dein und du bist mein Hoheslied.   

Ekklesia, du bist Jeschuas Alleinerbin. „Selig sind, die da geistlich arm sind, denn sie sind Himmel-reich.“ 

 

Wie war´s bei mir vor vierzehn Jahren? Hätte ich damals heiraten wollen, dann hätte ich die Ave von Schönfeld, die jetzige Frau des Basilius Axt, ausgesucht. Die meine habe ich damals gar nicht geliebt; ich hatte sie immer in Verdacht, sie sei hochmütig. Aber Gott hat es so gewollt, dass ich mich der gänzlich Verlassenen erbarmte. Und durch Gottes Gnade schlug mir diese Ehe zum großen Glück aus. Ich habe eine treue Frau, wie Salomo sagt: „ Ihres Mannes Herz darf sich auf sie verlassen.“ Sie verdirbt mir nichts. Ach, lieber Gott, die Ehe ist nicht etwas Natürliches oder Naturbedingtes, sondern sie ist ein Geschenk Gottes. Wenn’s aber über gerät, so ist es die Hölle.    

Katharina Lutherin, Hausfrau und Jungfrau, Doktorin und Professorin, Predigerin zu Wittenberg, du hast einen frommen Mann, du Herr Käthe bist eine Kaiserin und nicht Karl der V. Am 27. Juni gab’s das Hochzeitsmahl. Gott hat mich wunderbar, obwohl ich ganz andere Gedanken hatte, unversehens mit Katharina  in den Ehestand getrieben. An diesem Tag lachten die Engel und alle Teufel weinten.

 

Liebe Ekklesia,

es ist ein groß Ding, wenn ein Mägdlein immerdar liebhaben kann, denn der Teufel lässet es selten zu: sind sie voneinander, so kann er´s nicht leiden; sind sie beieinander, so leidet er´s abermals nicht. Wie man zu sagen pflegt: Ich kann mit dir nicht leben, aber auch nicht ohne dich. Darum gehört fleißig Beten dazu. Ich habe viele Paare Eheleute gesehen, die in so großer Brunst zusammengekommen sind, dass sie einander vor Liebe haben fressen wollen … wie im Gedicht: „Liebesspiele“                                          

                                                                                    

Hyäne spielt mit Hyäne ein

Mixed-Tennis, schlägt nach

Advantage ein Schnäppchen-AS.

 

Die Hyäne sagt zur Hyäne:

Du bist so hygiänisch, zum

Fressen gern mein Menü-AAS. 

 

… aber über ein halbes Jahr, da liefen sie wieder voneinander. Darum betet, betet! Wenn ich so andächtig wäre zum Beten wie Peter Wellers Hund zum Fressen, so würde ich noch heute mit Beten den Jüngsten Tag herbeiführen; denn er denkt den ganzen Tag an nichts andres, als seine Schüssel auszulecken.

Die höchste Gnade Gottes ist die Länge der Liebe, nicht die Höhe; wenn das Lagerfeuer länger Wärme spendet und nicht im Rausch verbrennt. Die erste „Liebe ist feurig, eine trunkene Liebe, mit der wir geblendet werden und wie die Trunkenen umhergehen. Wenn wir die Trunkenheit ausgeschlafen haben, dann bleibt in den Frommen die echte Eheliebe, die Gottlosen aber haben die Reue.“  „Der Regenpfeiferprophet“ (Gedicht)

Noah schaute Frau Noah

tief in die Augen.

Die Iris erblickend

pfiff der Prophet:

„Nach mir die Sintflut!“

 

Der Teufel hat noch nie eine Hochzeit besucht. Nach der Hochzeit treibt er sein Affenspiel mit den Eheleuten. Wir sind im Vergleich zum Teufel wie die Samenkörnchen des Löwenzahns, welche die Kinder wegpusten. Aber auch ihn wird der liebe Gott wegpusten, auspusten wie eine Kerze. „Sieh, der Teufel geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann.“ „Ihn wird der Herr Jesus umbringen mit dem Hauch seines Mundes und wird ihm ein Ende machen …“ (Nach Petrus: 1. Pt.5,8 und Paulus: 2.Thess. 2.8).

So wird der Löwenzahn zur Pusteblume, der Teufel zum Pustekuchen. 

 

Wir singen ein Kinderlied (dem Löwenzahn aufs Maul geschaut).    

 

LÖWENZAHN

 

Löwenzahn, Löwenzahn,

Zeigst die gelben Zähne, man.

Löwenzahn, Löwenzahn,

Willst mich fressen, hm!

 

Löwenzahn, Löwenzahn,

Großes Maul hast du, man.

Löwenzahn, Löwenzahn,

Willst mich beißen, hm!  

 

Löwenzahn, Löwenzahn,

Pustet drüber Mädchen, Junge.

Was bleibt übrig von dem Zahn?

Pusteblume. Pusteblume.

 

Löwenzahn, Löwenzahn,

Große Fresse hast du, man.

Löwenzahn, Löwenzahn, 

Willst mich fressen, hm!

 

Löwenzahn, Löwenzahn,

Große Klappe hast du, man.

Löwenzahn, Löwenzahn, 

Willst mich beißen, hm!

 

Löwenzahn, Löwenzahn,

Pustet drüber Mädchen, Junge.

Was bleibt übrig von dem Zahn?

Pusteblume. Pusteblume.

 

Wie sieht so das erste Jahr der Ehe aus? Ich erinnere mich noch ganz gut daran.

Im ersten Jahr der Ehe kommen einem seltsame Gedanken. Denn wenn ich am Tische saß, dachte ich: Vorher war ich allein, nun bin ich zu zweit. Wenn ich im Bette lag, sah ich ein paar Zöpfe neben mir liegen, welche ich früher nicht sah. Ebenso verursachte meine Frau ihrem Mann, wenn dieser auch noch so sehr beschäftigt war, viele unnötige Störungen. So fragte meine Katharina mich zuerst, da sie bei mir saß, als ich ernstlich studierte und sie spann: Herr Doktor, ist der Hochmeister (des deutschen Ritterordens) des Markgrafen (Albrecht) Bruder? Ojemine!

Daher habe ich mir vorgenommen: Wenn ich noch einmal freien sollte, wollt ich mir ein gehorsam Weib aus einem Stein hauen lassen; sonst hab ich an aller Frauen Gehorsam verzweifelt. „Frau Stein! Liebstes!“ Totenstille. Herrlich! „Frau Stein, reden Sie doch mal mit mir!“ Weder Ja noch Nein. Schön wie Marmor unter den Händen Michelangelos, kalt wie eine Marmorsäule in der Peterskirche zu Rom. Aber wenn es keine Frauen gäbe?

Ich muss schon gestehen: „Am Weibe findet man viele Vorzüge zugleich: Den Segen des Herrn, die Nachkommenschaft, die Vertrautheit mit den Dingen, was alles so große Gaben sind, dass sie einen wohl erdrücken könnten. Stellt euch vor, es gäbe das weibliche Geschlecht nicht. Das Haus und was zum Haushalt gehört, würde zusammenstürzen, die Staaten und die Gemeinden gingen zugrunde. Die Welt kann also ohne Frauen nicht bestehen, sogar wenn die Männer die Kinder selbst auf die Welt bringen könnten.“

Und wenn in meiner Bibel steht: Abraham zeugte Isaak. Dann hats Sarah gemacht. Isaak zeugte Jakob. Dann hats Rebekka gemacht. Ich als zukünftiger Vater habe mal bei einer Schwangerschaftsatemgymnastik (was für ein Marathonwort!) mitgemacht: Ich atmete zugleich mit meiner Frau, stöhnte im Rhythmus, hauchte synchron, bis die Hebamme schrie: „Herr Peters, Entschuldigung, Herr Luther, hören Sie auf zu atmen, ich höre Ihre Frau nicht mehr!“

Liebes Brautpaar, hütet Euch in der Beziehung vor Flöhen und Läusen. Denn die Begierden, die Versuchungen und Anfechtungen kommen ohne einen besonderen Anlass, eben wie Flöhe und Läuse. Ein Mittel dagegen ist die Liebe. Liebe aber ist dann da, wenn wir anderen dienen wollen.

Und wenn’s kracht im Haushalt, im fröhlichen Hausstand? Wer gibt nach, der Klügere, der Weise, der Schwächere? Das Leben spielt manchmal verrückt wie

im Gedicht „Mondlandungen“:

 

Wir schießen einander auf den Mond &

Wundern uns: Bist du vom Mond gefallen?

 

Wir schießen einander auf den Mond &

Staunen: Du lebst wohl hinterm Mond!

 

Wir schießen einander auf den Mond. Wir

Könnten uns mal beide im Mondschein begegnen.

 

Ein Gleichnis aus der Tierwelt: Wenn sich’s begibt, dass zwei Ziegen einander auf einem schmalen Stege begegnen, der über ein Wasser geht, wie verhalten sie sich? Sie können nicht wieder zurückgehen, ebenso können sie auch nicht nebeneinander vorbeigehen, der Steg ist zu schmal. Sollten sie denn einander stoßen, so möchten sie beide ins Wasser fallen und ertrinken. Wie tun sie denn? Die Natur hat ihnen gegeben, dass sich eine niederlegt und lässt die andere über sich hingehen, so bleiben sie beide unbeschädigt. So sollte ein Mensch gegen den andern auch tun und auf sich mit Füßen gehen lassen, ehe er denn mit einem andern sich zanken, hadern und bekriegen sollte. 

Aber Luther! Ein Fußabtreter, eine Türmatte sein, auf der steht „Herzlich willkommen!“ oder gar „Herzlich betreten!“ Am besten stünde da: „Vertreten Sie Ihre Füße nach Lust und Laune!“

Von Jeschua spricht der Prophet Jesaja: Und sie sagten zu dir: „Werf dich nieder!“ Und du machtest den Rücken dem Erdboden gleich und wie eine Gasse für die darüber Schreitenden. (Jesaja 51,23). Der Rücken ist der Weg, das Kreuz ist die Rettungsgasse.

„Gott hat über den Ehestand ein Kreuz gemacht und wacht auch über ihn.“

So soll der Mann nicht nach dem Biere gehen und seine Frau „nicht achten, als wäre sie ein Fußtuch, wie sie denn auch nicht aus einem Fuße geschaffen ist, sondern aus des Mannes Rippe mitten im Leib, dass sie der Mann soll nicht anders halten, als sei sie sein eigen Leib oder Fleisch. Und wie zärtlich und freundlich er mit seinem Leibe umgeht und handelt, also soll der Mann mit seinem Weibe auch machen.“

Wie im Gedicht: „O wenn ich 1000 Füße hätte“

jesus erkennt man sobald er den

1000füßlern die füße wäscht &

anschließend schnürsenkel bindet

1000000000000000000000000000

 

Liebes Brautpaar, nehmt in eurer Beziehung nichts als selbstverständlich, auch nicht in der Gottesbeziehung. Meine Käthe, meine Rippe, betete einmal: „Herr, Gott, gib uns einen guten Regen!“ Da bin ich aus der Haut gefahren ob dieser Dreistigkeit: „Warum solltest du das nicht tun, Herrgott? Wir sind doch rechtschaffen, verfolgen dein Wort, töten deine Heiligen, sind Habsüchtige, Wucherer, fluchswürdige Missetäter. Wir haben uns doch sehr um dich verdient gemacht!“ Nein, alles ist ein Geschenk, eine gute Gabe Gottes.

Also hütet Euch vor den drei bösen Hunden: Der Undankbarkeit, dem Hochmut und Neid. Wen die drei Hunde beißen, dessen Ehe ist sehr übel gebissen. Ein Mittel gegen die Undankbarkeit: Verneige dich vor einem Baum, der dir Schatten spendet. Gegen den Hochmut: Gute Werke haben keinen Namen. Wider Neid … Jesus hängt am Kreuz. „Ich finde keine Schuld an diesem Menschen“, sagte Pilatus, denn er merkte, dass ihn die Hohenpriester aus Neid überantwortet hatten.“ Dieser Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit rief noch Neid hervor!

Seht, welch ein Mensch!

Ekklesia, welch ein Bräutigam!

 

„Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.“ Kein Mann, keine Frau. Kein Kaiser und Papst. Kein Aussatz oder stinkender Atem. Keine Allergie gegen den Mann, wie in Amerika bei einem Scheidungsprozess. In der Welt geht es so zu:

„LEBEN MIT GEGENSÄTZEN UND LIEBEN“

Gegensätze ziehen sich an

Dann ziehen sie sich aus

Dann ziehen sie sich wieder an

Dann ziehen sie sich aus

Dann ziehen sie sich an

Dann ziehen sie sich aus

Dann ziehen sie sich warm an

Dann ziehen sie aus und

Streiten beim Scheidungsrichter

Um die Klamotten

Sollten sie zum wiederholten Male

Sich anziehen

Ausziehen?

Und verziehen sich in gegensätzliche

Richtungen

 

Von wegen: „Bis der Tod euch scheidet.“ Auch der Tod nicht, denn der letze Feind, der Tod, ist verschlungen in den Sieg. „Gott hat über den Ehestand ein Kreuz gemacht und wacht auch über ihn.“

Und der Vater des Bräutigams ist unser Vater im Himmel. Der seinen Sohn dahingab ans Kreuz, damit wir das ewige Leben haben.

Daher kann ich das Herzklopfen Abrahams verstehen, als er hinging, seinen einzigen Sohn zu töten. Er wird der Sarah nichts davon gesagt haben. Ich wollte wahrlich mit Gott diskutieren, wenn er mir so etwas auferlegen sollte.

 

Käthe, meine Rippe, Käthe von Bora, du bist mein Galaterbrief, mein Liebesbrief, dem ich mich ganz anvertraut habe. Ekklesia, du bist die Gerechtigkeit Gottes! Du bist die Herrlichkeit Gottes!

Du bist das Herz Jesu Christi.

Jeschua, Jesus: Du bist genug! „Wer Christus hat, hat genug.“

Amen!

Halleluja!