Foto einer Orgel

Zitatesammlung zum Thema Predigt

"Eine Predigt ist keine Tat, aber eine Tat eine Predigt"

(Johannes Daniel Falk (1768-1826), Begründer der Jugendsozialarbeit in Thüringen)

Predigt heißt, ich soll mit dem Hörer über sein Leben reden (...). Ich rede mit dem Hörer über sein Leben nicht aus dem Fundus meiner Lebnserfahrung, meiner größeren Bildung, meiner tieferen Weisheit, meiner religiösen Inspiration. Ich rede mit ihm über sein leben im Licht der Christusverheißung, wie sie in der Heiligen Schrift bezeugt ist. Und das heißt letztlich: Ich rede mit ihm aufgrund von biblischen Texten.

(Ernst Lange, (1927-1974) evang. Pfarrer und Professor an der ehemaligen Kirchlichen Hochschule Berlin)

v.l.: Graff, Oosterhuis, Bader

Um nicht zynisch zu werden, singen und feiern wir Eucharistie. Um Anteil zu haben an der mystischen Erfahrung, dass die Worte über Solidarität, Liebe, Erbarmen, Recht-widerfahren-lassen, Gott-tun, - dass diese Worte unumschränkte letzte Wahrheit sind. (Dichter Huub Oosterhuis Preisträger "Lebenswerk" 2014)

v. l.: Graf, Brummer

Predigen ist ein Suchen der Worte, getragen vom Vertrauen, dass das eine Wort, das fleischgewordene, auch heute noch ein Freund aller Suchender ist. ( Pfarrer Andreas Brummer Preisträger „Beste Predigt“ 2014)

© privat

Wir sehnen uns nach Hoffnung, die nicht zerbricht, die nicht vor dem Tod in die Knie geht, die nicht zerbombt, zerstört, verunglücken, verschwinden kann. Hoffnung, die nicht von dieser Welt ist, die unser Begreifen und Verstehen übersteigt. (Pfarrer Jürgen Muthmann in seiner Predigt über 1. Korintherbrief 15,19.20)

Manches mag sich verändert haben. Dennoch weiß ich, was ich seither an meiner liberalen, theologisch fundierten, weltoffenen, kulturerprobten, diakonischen und zeitgenössischen Kirche mit volkskirchlichem Charme liebe. In ihr ist auch nicht alles Gold, was glänzt.
(Pfarrer Siegfried Eckert)

© Benjamin Lassiwe

Eine gute Predigt ist dem Evangelium treu und zugleich den Menschen zugewandt.
(Bischof Wolfgang Ipolt)

Eine Predigt ist dann wirklich gut, wenn sie bei den Hörern vom Glauben her etwas zum Schwingen gebracht hat. (Prof. Dr. theol. Philipp Müller im Gespräch mit katholisch.de)

© privat

„Keine Twitterandacht ersetzt den Gottesdienst in der Kirche. Die Eucharistie
muss ich in Gemeinschaft sehen, fühlen und schmecken.“
(Prof. Dr. theol. habil. Werner Thiede)

© orivat

„Ich wünsche mir, dass eine Predigt nicht zu lang ist. Die Predigt ist nicht der Mittelpunkt des Gottesdienstes, sondern loben, singen, beten ist der Mittelpunkt und die Predigt hat einen Platz aber nicht einen zu großen. Dann wünsche ich mir eine einfache Sprache in der Predigt. Die Sprache müsste in gleicher Weise von Professoren und Müllarbeitern verstanden werden. Dann wünsche ich mir, dass der Text ernst genommen wird. Das der Text nicht nur ein Aufhänger ist für irgendwelche Aussagen moralischer Art, sondern er steht in sich als Predigt. Er ist die Einführung in die Bilder der Freiheit und der Würde dieser Tradition. Das wünsche ich mir von einer Predigt.“
(Prof. Dr. Fulbert Steffensky, Predigtpreisträger 2013, im Gespräch mit domradio)

Foto: Bistum Dresden-Meißen
Foto: Bistum Dresden-Meißen

"Eine Predigt muss wachsen. Sie muss die Kämpfe des Predigers zum Ausdruck bringen." (Bischof Heiner Koch)

Eine gute Predigt ist mit einem Flug zu vergleichen: Stellt euch die Frage: Wo starte ich, wohin fliege ich und wie lande ich das Ding sauber?" (Manuel Schmid beim Jugendmeeting CREA!2013)

„Es ist wichtig, die Herztöne des Predigers zu spüren. Jeder Pfarrer, jede Pfarrerin sollte bei einem weltlichen Therapeuten in die Schule gehen.“

(Ruhestandspfarrer Helmut Herberg, Predigtpreis 2013 im Gespräch mit Stephan Braun)

© Predigtpreis
© Predigtpreis

Das Gute spielt in dieser Welt seinen Part meist piano und pianissimo, und es gehört zur Lebenskunst, es nicht zu überhören.   (Altbischof Reinhold Stecher
Preisträger "Lebenswerk 2010")

Foto: Thissen

"Der Auftrag lautet, das Wort zu verkündigen, ob gelegen oder ungelegen." (Erzbischof Werner Thissen)

Wenn die Bibel vom ewigen Leben redet, meint sie nichts anderes als Freude am bloßen Dasein. Da sein wie Gott da ist. (Prof. Dr. Eberhard Jüngel, Preisträger "Lebenswerk" 2006)

Wer immer sich auf einen Gott beruft, sollte sich um eine Liebe bemühen, die tief genug ist, in jedem Menschen das zu erkennen, was uns miteinander verbindet.

(aus „Wort zum Sonntag“, 29.9.2012, Pfr. Michael Broch)

Foto von: Schaack, Lothar

"Richtig" über Gott reden? Wer kann sich schon anmaßen, dass er das tut? [...] Manchmal wünsche ich mir wirklich mystischere Predigten, eine Verkündigung, die näher an dem ist, was Jesus ins Zentrum des Evangeliums stellt: die Erfahrung Gottes. (Norbert Blüm, Sozialpolitiker, Menschenrechtsaktivist und Autor; Quelle: www.einfachlebenbrief.de, Nr. 9/2012)

''Tiere – Geschöpfe Gottes! Ihnen gebührt Ehrfurcht, weil diese Ehrfurcht allem Geschaffenen gilt.'' (Heribert Arens, ofm)

Die Kirche will und muss die, die sich ihr entfremdet haben, wieder zu gewinnen suchen. Heute dürfen Pfarrer und Pfarrgemeinden sich nicht nur auf den kirchlichen Raum beschränken, es ist an der Zeit, das Wort Gottes auch außerhalb der Kirchenmauern, auf Straßen und Plätzen wieder zu verkündigen, geschrieben oder gesprochen.“
(Karl Falke, kath. Pfarrer, Köln 1991)

"Das Wort Gottes darf nie zu kurz kommen." (Em. Erzbischof Dr. Alfons Nossol im Interview mit "katholisch.de" zur Bedeutung der Predigt)

Es hat in der Kirche Zeiten gegeben, in denen die Predigtzuhörer in den Gottesdiensten ihre Zustimmung  und ihr Missfallen zum Ausdruck bringen durften. Die jüngeren Predigergenerationen berufen sich darauf, dass ihnen im Seminar nahegelegt wird, zu jeder Predigt ein Manuskript zur Hand zu nehmen. Ein solches anzufertigen, ist sicherlich ratsam, auf der Kanzel aber wird es zur Hemmschwelle; die Predigt ist keine Predigt mehr, sie verkümmert zu einer blutleeren Ablesung. (Pfarrer Hubert Janssen, OSTR, Kevelaer)

Für Martin Luther sind Singen und Sagen - und das Singen steht an erster Stelle - grundlegende Formen, um das Evangelium weiterzutragen. Durch das Singen geraten in unserer Wahrnehmung ganz andere Tiefenschichten in Schwingung als durch das gesprochene Wort. (Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, im Interview mit dem Predigtpreis)

Im Lichte der biblischen Botschaft kann es immer nur ein Ziel geben: auf Gott vertrauen.

Manchmal, meine ich, muss man dazu umkehren, um dieses Ziel nicht zu verfehlen.

(Pfr. Udo Hahn, Akademiedirektor Tutzing, Juryvorsitzender des PREDIGTPREISES)

© Lisa Boscheinen / Erzbistum Freiburg.

Predigt kann nur dann wirken, wenn das Wort mir er, dem Prediger, Umkehr und Nahrung schenkt. Wenn nicht, dann werde ich leicht zum Entertainer, der auf den nächsten Effekt bedacht ist. Wir haben den zu verkündigen, der auch immer der ganz Andere ist. Das muss eine dauernde Herausforderung bleiben.

(Heinz Josef Algermissen, Bischof von Fulda)

"Das Wort ist also im Herzen dessen, der es aussprechen will, schon bekannt, doch noch nicht bei dem, der es hören wird. Dazu braucht man den Dienst der Stimme, damit das Wort ins Ohr des Hörers gelangt."

Aurelius Augustinus (354-430)

„Wir müssen von Gott reden.“ Die Botschaft, die die Kirche als Gottesbotschaft zu verkünden habe, sei heute aktueller denn je. Denn ohne Gott werde alles relativ, sagte Kardinal Walter Kasper am 21.11.11 in der Katholischen Akademie in Bayern.

Die Kunst der Beredsamkeit hilft eigentlich immer, wenn man jemanden überzeugen will. Das gilt auch für die Religion. Deshalb würdigt der ökumenische Predigtpreis besonders gelungene Beiträge zur Redekultur in Kirchen.

(www.wissen.dradio.de vom 16. November 2011)

Foto: Monika Lawrenz/ LVH

„Du musst nicht selbst um den Sinn deines Lebens kämpfen, sondern dir ist schon Lebenssinn zugesprochen; daher gestalte dein Leben in Verantwortung.“

Dr. Margot Käßmann, Preisträgerin 2001

„Die nichtsprachliche Kommunikation, also etwa Musik, Bewegungsvorgänge, gottesdienstliche Handlungen, der gottesdienstliche Raum und seine – auch künstlerische – Ausstattung dringen oft tiefer ins Bewusstsein der Menschen als vorgelesene Texte“.

(Artur Waibel, langj. Leiter „Liturgie im Fernkurs; Quelle Paulinus Nr. 31)

 Ich sehne mich nach einer Sprache, die verbindet,

einer Sprache, die aufweckt, einer Sprache,

die ein neues Miteinander ermöglicht, einer Sprache,

die das Unaussprechliche ausspricht, das Unhörbare

hörbar macht. Ich wünsche mir eine Sprache,

die das Leben weckt und aufrichtet, die ermutigt,

klärt und befreit.

(P. Dr. Anselm Grün aus undefined„Aufbruch zu neuen Ufern“, HERDER Verlag)

© Dr. Joachim Wanke

Der Prediger trägt Verantwortung, das Wort, das ihm in der Heiligen Schrift aufleuchtet, in die Zeit zu übersetzen, ohne sich der Zeit auszuliefern.

Ich sage es an dieser Stelle gern: Ich bin beeindruckt, dass der Verlag für die Deutsche Wirtschaft einen Predigtpreis auslobt. Der Predigtpreis stellt etwas Wichtiges in den Blick, und ich freue mich, wenn immer wieder gute Predigerinnen und Prediger gefunden werden. Man kann nur wünschen, dass das Ausstrahlung hat. (Bischof Dr. Joachim Wanke)

„Wir müssen vor allem um den Geist bitten, denn die Predigt kommt aus dem Geist. Darin liegt der Ursprung jeder Reform: Dass man vom Heiligen Geist berührt wird. Dann folgen praktische Schritte. Wir sollten aber auch frischer predigen. Unsere Verkündigung darf nicht nur Geschichten erzählen oder Kirchenpolitik betreiben. Wir müssen die Botschaft vom barmherzigen Gott wieder neu zum Leuchten bringen, sie lebensnah verkündigen.“

Walter Kardinal Kasper, bis 2009 Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen. Davor  Bischof von Rottenburg- Stuttgart und Professor für Dogmatik in Tübingen und Münster

 

 

Starke Begriffe mit Inhalt zu füllen, präzise zu formulieren, engagiert, persönlich, lustvoll und authentisch zu erzählen, mit Emotionen den Zuhörer zu bewegen ohne ihn dabei zu manipulieren – das macht eine gute Predigt aus, eine, die tröstet, die versöhnen hilft mit Gott und den Menschen. Pastorin Tina Willms, Preisträgerin 2003

Ihm Christus, glaube ich Gott.

Kurt Marti, Preisträger Lebenswerk 2005

Der Test eines Predigers ist, dass die Gemeinde weggeht und dabei nicht sagt: Was für eine schöne Predigt! Sondern: "Ich werde etwas tun!"
Franz von Sales (1567-1622),
Ordensgründer, Mystiker und Kirchenlehrer

Auch wir glauben an Gott und beten zu ihm; aber dann meinen wir, unsere Umkehr - dazu sind die Pfarrer da, die großen Prediger, die frommen Bücher. Unser Gebet um das Kommen des Reiches Gottes reduzieren wir auf eine Angelegenheit wie die Bewerbung bei einer Behörde, von der wir im Grunde nichts erwarten.
Carlo Carretto (1910-1988),
Italienischer Schriftsteller, Kleiner Bruder Jesu

Professor Thomas Meurer
Professor Thomas Meurer

"Das Wort ans Leben heran halten" so lautete sein Motto für eine gelingende Predigt, die das Herz erreicht.

In jeder Predigt muss ich als Zuhörer einmal lachen und einmal weinen können.

Es geht nicht um viele Worte, es geht um die Präsenz im Augenblick.
Professor Thomas Meurer (1966-2010),
Preisträger "Beste Predigt 2002"

Zur redlichen Amtsführung gehört die Predigt. Predigt nicht als rhetorische Effekthascherei, nicht als religiöse Selbsterbauung, auch nicht als politische Rede und so Gefahr laufende dilettantische Einmischung und Parteinahme, auch nicht als nur nette Plauderei über Gott und die Welt, sondern Predigt als Verkündigung von Gottes Wort, das unser Leben trägt, erlöst und ihm die Richtung seiner Vollendung zeigt.
Pfarrer Friedhelm Maurer

Eine Predigt ist, wie jedermann weiß, eine Rede – und nicht, wie jedermann wissen sollte, die Verlesung eines Schriftstücks.
Meinold Krauss,
ev. Theologe und Publizist

Bild: Wikipedia
Bild: Wikipedia

Sag´s einfach. Aber auch:
Sag´s einfach!
Man muss den Mut haben, in manchen Situationen den Mund aufzumachen, etwas gucken zu lassen, Farbe zu bekennen.
Bischof Joachim Wanke
Preisträger "Lebenswerk 2001"

Ich wünsche der Kirche, dass sie sich umflutet weiß von einem sich verschenkenden Gott, der sich in Christus zu unserem Bruder macht. Ich wünsche der Kirche, dass sie die wunderbare Botschaft von diesem sich verschenkenden Gott, der das Geheimnis der Geheimnisse ist, in glaubwürdiger Form und in der Sprache unserer Zeit den Menschen nahe bringt.
Altbischof Reinhold Stecher
Preisträger "Lebenswerk 2010"

In einer Zeit, in der Menschen - kaum von ihnen selbst bemerkt - die Rede von Gott verlieren und christliche Lebensweise fremd erscheint, ist die Zeit reif für neue und ungewohnte Wege der Verkündigung.
Pater Dr. Manfred Entrich, Jurymitglied PREDIGTPREIS
aus Überzeugend predigen, S. 149.

Die Verkündigung muss die ganze Breite der Wirklichkeit in Anspruch nehmen, um sie auf Gott hin transparent zu machen. Das Alphabet der Welt so zu buchstabieren, dass es Rede von Gott wird, ist die beständige Aufgabe der Verkündigung.
Joseph Ratzinger
In: Dogma und Verkündigung, S. 13.

Vielleicht sollte man erst predigen, wenn man sich seines Unglaubens so sicher ist wie seines Glaubens.
Professor Fulbert Steffensky
In: Chrismon 04/2010

Statt sich hinter dem Rücken das Maul zu zerreißen, muss eine Gemeinde mutig sein und dem Pfarrer sagen, dass dessen Predigten Potenzial für Verbesserungen haben.
Antje Rösener
Preisträgerin "Beste Liedpredigt"

Eine Predigt soll aufschlussreich sein und den Puls der Zeit fühlen, sonst perlt sie ab wie das Wasser am Regenmantel.
Prof. Dr. Jürgen Werbick
Mitglied der Predigtpreis-Jury

Ostern ist ein Fest für alle, die noch daran zweifeln können, dass Eigennutz und Unverbesserlichkeit diese Welt bestimmen und am Ende siegen werden.
Kathrin Oxen, in: Die Zeit 14/2010
Preisträgerin "Beste Predigt 2009"

Eine gute Predigt ist ein Spiegel dessen, was in den Worten der Schrift steckt. Sie legt die Schätze der Heiligen Schrift frei. Dem Prediger hat Gott Schätze anvertraut.
Professor Dr. Paolo Ricca
Preisträger "Lebenswerk 2009"

Auf der Kanzel schaut die Gemeinde dem Prediger ins Herz. Packend zu predigen vermag, wer selbst gepackt wurde.
Prof. Peter Lampe, Heidelberg
Preisträger "Beste Predigt 2003"

Gott? Das ist jener Große, Verrückte, der noch immer an Menschen glaubt.
Kurt Marti,
Preisträger "Lebenswerk 2005"

Ein Prediger, der nicht aus dem Hören kommt, wird zum frommen Schwätzer.
Julius Schniewind

Pater Anselm Grün
Pater Anselm Grün

Ein guter Sänger ist oft genauso wichtig wie ein guter Prediger.
Pater Anselm Grün OSB

Vera Krause
Vera Krause

Wäre es nicht schön, mit jeder Predigt die Erde um ein Stückchen Himmel zu erweitern?
Dipl.-Theol. Vera Krause,
Preisträgerin "Sonderpreis 2008"

Altbischof Horst Hirschler, Ev.-luth. Landeskirche Hannovers
Altbischof Horst Hirschler, Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Eine Predigt ergreift den Hörer dann, wenn sich in ihr zeigt, dass die Aussagen des christlichen Glaubens für die Erfahrungen und Probleme seiner Lebenswirklichkeit wichtig sind.
Altbischof Horst Hirschler,
Preisträger "Lebenswerk 2009
"

Rolf Zerfaß

Predigt heißt "Gott so zu Wort kommen lassen, dass sich etwas ändert".
Rolf Zerfaß, Grundkurs Predigt
Preisträger "Lebenswerk 2007"

Manja Pietzcker
Manja Pietzcker

Es ist die Aufgabe eines jeden Christen, hinauszugehen und den Menschen vom eigenen Glauben zu erzählen. Zu diesem meinem Glauben gehören mein Suchen, mein Unterwegssein und mein Zweifel ganz essentiell dazu. Nur wenn ich alles das in meiner Predigt ehrlich erzähle, bin ich für den Anderen glaubwürdig und authentisch und nur dann gibt es für den Zuhörer Anknüpfungspunkte.
Manja Pietzcker
Preisträgerin Sonderpreis 2004: "Beste Predigt für Glaubenseinsteiger"

Die Form der Predigt, die Gedanken und schließlich die Sätze, die ich sage, werden von der Gemeinde bestimmt. Sie predigt, wenn ich predige. Es ist ihr Glaube, den ich verkünde. Ihre Aufmerksamkeit nährt mich. Ihre Gemütsbewegungen inspirieren mich. So entdecke ich predigend dieses oder jenes, was mir gestern oder vorhin noch nicht aufgefallen ist und was mir ohne diese Gemeinde zu dieser Stunde vielleicht nie aufgefallen wäre.
Wie mich vor der Predigt die Bibel inspiriert und mein Alltag, so inspiriert mich in der Predigt die Gemeinde.
Bruder Paulus Terwitte

Isa Vermehren (1918-2009)
Isa Vermehren (1918-2009)

Umkehr erfolgt genau dort, wo wir stehen, d.h. sie muss erfolgen inmitten aller Enttäuschungen, aller Unsicherheiten, aller Herausforderungen, denen wir uns heute gegenübersehen. Zu dieser Umkehr bewegt nur die Begegnung mit der Wahrheit im Mensch gewordenen Wort Gottes, in Jesus Christus.
Isa Vermehren (1918-2009); Ordensschwester, geistliche Autorin,  Preisträgerin "Lebenswerk 2003"

Jörg Zink
Jörg Zink

Der Regen segnet, das heißt: er hilft, dass etwas aufgeht, dass etwas wächst, dass etwas gedeiht. Wenn Gott seinen Segen über uns ausspricht, dann wächst etwas in uns, es gedeiht etwas, es reift Frucht.
Jörg Zink (* 1922); evangelischer Theologe und religiöser Schriftsteller, Preisträger "Lebenswerk 2004"

Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt.
(1 Petrus 3,15)

In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst.
Aurelius Augustinus (354-430)

So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi.
(Röm. 10,17)

Karl Barth
Karl Barth

Weil es die Güte Gottes gibt, darum fällt auch das Licht dieser Güte ins menschliche Leben. Doch die abstrakte Gesetzespredigt ist unter keinen Umständen christliche Predigt.
Karl Barth (1886-1968), Schweizer ref. Theologe

... wenn es wirklich geschieht, dass eine Predigt offenbarungsgemäß ist, dann ist das nichts als Gnade, ganz allein Gottes Werk.
Karl Barth

Predigen ist die Kunst, Menschen zum Guten zu verführen.
Billy Graham

Rhetorik hat es zu tun mit dem Finden von Wahrheit, die mitteilbar gemacht werden soll für Zeitgenossen.
Gert Otto (1927-2005), Professor für praktische Theologie, Mainz 1963-1998

Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher

... Ihr wisst, was Religion sprechen heißt, kann nie stolz sein; denn sie ist immer voll Demuth.
Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher, deutscher Philosoph und ev. Theologe, (1768-1834)

Das Gedächtnis ist die Schatzkammer der Redekunst.
Marcus Fabius Quintilian, (35-96 n.Chr.)

Ich habe immer Theologie betrieben, um der Verkündigung, um der Predigt, um der Seelsorge willen.
Karl Rahner (1904-1984)

Die Kirche lebt davon, dass sie nicht verstummt, und darum ist die Predigt in keiner Situation verzichtbar.
Wolfgang Trillhaas, Einführung in die Predigtlehre

Martin Luther in hessischer Bauernmalerei in der Evang. Kirche Ilbeshausen, Vogelsberg
Martin Luther in hessischer Bauernmalerei in der Evang. Kirche Ilbeshausen, Vogelsberg

Treuer Gott, ich habe begonnen, zu predigen und das Volk zu unterrichten, aber es geht nicht, es geht nur so mit stocken und stammeln; aber das tut nichts zur Sache. Du hast mir befohlen, dein Wort zu verkündigen, darum werd' ich es nicht aufgeben. Misslingt es, dann misslingt es Dir, gelingt es, dann gelingt es mir und dir...
Martin Luther, Reformator (1483-1546)


Eines guten Redners Amt oder Zeichen ist, dass er aufhöre, wenn man ihn am liebsten höret.
Martin Luther

©David meisel

Ich predige, weil Kirche da ist - und ich predige, daß Kirche werde.
(Dietrich Bonhoeffer, Finkenwalder Homiletik, S. 251)

Wenn also heute dieses Wort Gottes durch rechtmäßig berufene Prediger in der Kirche verkündet wird, glauben wir, dass Gottes Wort selbst verkündigt und von den Gläubigen vernommen werde, dass man aber auch kein anderes Wort Gottes erfinden oder vom Himmel her erwarten dürfe: und auch jetzt müssen wir auf das Wort selber achten, das gepredigt wird, und nicht auf den verkündigenden Diener; ja wenn dieser sogar ein arger Bösewicht und Sünder wäre, so bleibt nichtsdestoweniger das Wort Gottes wahr und gut.
Heinrich Bullinger (1504-1575),
Das zweite helvetische Bekenntnis, 1566
(1. Kapitel: Die Heilige Schrift, das Wahre Wort Gottes)

Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!
Markus 16,15