Predigtpreisverleihung - Schlosskirche Bonn

Ökumenischer Predigtpreis 2017:

Preisträger im Portrait

Erstmalig in der nunmehr 18jährigen Geschichte des Ökumenischen Predigtpreises, welcher vom Verlag für die Deutsche Wirtschaft (Bonn-Bad Godesberg) im Jahr 2000 initiiert und unterstützt wird, kommt eine Preisträgerin aus der Alt-Katholischen Kirche.

Pfarrvikarin Alexandra Pook ist Diplom-Theologin und Geistliche der Alt-Katholischen Gemeinde. Sie wird in der diesjährigen Sonderkategorie „Traupredigt“ für eine Hochzeitsansprache am 22. November (Buß- und Bettag) in der Schlosskirche der Bonner Universität ausgezeichnet. Die St. Cyprian Kirchengemeinde zählt zu den 60 Alt-Katholischen Gemeinden in Deutschland. Die Alt-Katholische Kirche, welche vor allem in der Schweiz und Niederlanden verbreitet ist, hat ihren Bischofssitz in Bonn. Ebenfalls befindet sich das Alt-Katholische Seminar an der Universität Bonn. Seit dem Jahr 1996 werden auch Frauen in der Alt-Katholischen Kirche zu Priesterinnen geweiht.

Alexandra Pook besitzt neben dem Theologie Studium eine umfassende musikalische Ausbildung in Gesang, Cembalo und Chorleitung. Ihre preiswürdige Traupredigt richtete sich an ein Musikerehepaar, welche sich das Ja-Wort gaben.

Neben Alexandra Pook erhält der Schweizer Pfarrer Thomas Muggli-Stokholm aus dem Zürcher Oberland den Predigtpreis für eine Predigt zur Gestalt des Judas im Matthäus Evangelium. Der reformierte Pfarrer Muggli-Stokholm ist ebenfalls der Musik sehr verbunden und schloss das Konservatorium mit dem Lehrdiplom Querflöte ab. Darüber hinaus ist Pfarrer Muggli-Stokholm ausgebildeter Supervisor. Seine Predigt zu Judas erschließt, so die Jury des Ökumenischen Predigtpreises, die Figur „des Verräters Jesu“ neu.

Die Auszeichnung Lebenswerk wird in diesem Jahr an den ehemaligen Bundestagspräsidenten Professor Dr. Norbert Lammert (Bochum) am 1. Advent am 03. Dezember in der Universitätskirche verliehen. Lammert wird für sein ökumenisches Wirken gewürdigt. Er gilt als gefragter Prediger über alle Konfessionen hinweg. Seine Reden tragen oft den Charakter von Predigten und verbinden in einzigartiger Weise politische und geistliche Rede.

 

 


Pfarrer Thomas Muggli-Stokholm

Preisträger "Beste Predigt"

Prämierte Predigt

 

Geboren 1962, studierte Thomas Muggli-Stokholm von 1981-1987 reformierte Theologie in Zürich. Teilweise parallel dazu besuchte er das Konservatorium, welches er 1989 mit dem Lehrdiplom in Querflöte abschloss. Nach dem Vikariat in Rafz ZH und der Heirat mit Inger Stokholm trat er 1990 zusammen mit seiner Ehefrau die erste Pfarrstelle im schaffhausischen Buchberg-Rüdlingen an. Hier kamen die drei Töchter Michal, Solveig und Flurina zur Welt. Sechs Jahre später wechselte das Ehepaar nach Bubikon im Zürcher Oberland, wo der Sohn Silas geboren wurde. 2003 übernahm Thomas Muggli-Stokholm die Pfarrstelle in Bubikon zu 100%. Im selben Jahr schloss er die Ausbildung als Supervisor und Coach ab. Seither übernimmt er nebenamtlich Mandate bei Einzelpersonen und Gruppen. Von 2011-2014 besuchte er den vom Lassalle-Haus Bad Schönbrunn und der Universität Fribourg angebotenen Masterlehrgang «Christliche Spiritualität, Quellen, Geschichte und heutige Praxis», den er mit einer Arbeit über Kierkegaards Werk «Die Krankheit zum Tode» abschloss. Die ignatianische Spiritualität bleibt nebst seiner Familie, der Freude an Theologie, Literatur, Bergsteigen und Musik, sowie der Liebe zur Natur, prägend für Thomas Muggli-Stokholm.

 

 


Pfarrvikarin Alexandra Pook

Preisträgerin "Beste Traupredigt"

Prämierte Predigt

 

Geboren 1971 bei Minden.

Seit 1995 Konzeption und Leitung von Seminaren und Fortbildungen mit unterschiedlichen Zielgruppen im Spannungsfeld Kunst, Theologie und Persönlichkeitsentwicklung.

Seit 2013 Pfarrvikarin
Katholisches Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland, Bonn

 

  • Diplom in Katholischer Theologie (Universität Münster).
  • Diplom-Studiengang Angewandte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis (Universität Hildesheim) mit den Schwerpunkten Musik (Hauptfach Gesang) und Bildende Kunst. Künstlerische Diplomprüfung in den Fächern Gesang, Cembalo und Chorleitung.
  • Ausbildung zur Gesangspädagogin am Lichtenberger Institut für Gesang und Instrumentalspiel bei Darmstadt. Seit 1999 tätig als Stimm- und Gesangspädagogin, seit 2002 autorisierte Lehrerin der Lichtenberger Methode nach Gisela Rohmert.
  • Ausbildungen und Weiterbildungen u.a. in den Bereichen Gruppendynamik, TZI, Co-Counselling, Gender-Pädagogik, Theaterpädagogik, Kreative Kunstrezeption mit Gruppen, Körperarbeit, benediktinische und frühmonastische Spiritualität, Bibliologie.
  • Sängerin (Sopran), Chorleiterin, Gesangspädagogin und Sprecherzieherin.

Prof. Dr. Norbert Lammert

Preisträger "Lebenswerk"

 

 

 

Präsident des Deutschen Bundestages a.D.


Geboren am 16. November 1948 in Bochum, katholisch, verheiratet, vier Kinder.

 

 

 

 

  • 1969 bis 1975 Studium der Politikwissenschaft, Soziologie, Neueren Geschichte und Sozialökonomie an den Universitäten Bochum und Oxford (England)
  • 1972 Diplom
  • 1975 Promotion zum Doktor der Sozialwissenschaften
  • Lehrbeauftragter für Politikwissenschaft zunächst an den Fachhochschulen Bochum und Hagen seit 2005 an der Ruhr-Universität Bochum
  • Seit 2008 Honorarprofessor.
  • Zahlreiche Veröffentlichungen im Bereich der Parteienforschung und zu
  • gesellschafts-, wirtschafts- und kulturpolitischen Themen.
  • Freiberufliche Tätigkeit als Dozent und Publizist.
  • seit 1966 Mitglied der CDU
  • seit 1986 Mitglied des Landesvorstandes der CDU Nordrhein-Westfalen
  • 1986 bis 2008 Vorsitzender des CDU-Bezirksverbandes Ruhr seit 2008 Ehrenvorsitzender
  • 1975 bis 1980 Mitglied im Rat der Stadt Bochum von.
  • 1980 bis 2017 Mitglied des Bundestages
  • 1980 bis 1989 Mitglied des Wirtschaftsausschusses
  • 1983 bis 1989 stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung und Vorsitzender der Deutsch-Brasilianischen Parlamentariergruppe
  • 1989 bis 1998 Parlamentarischer Staatssekretär, zunächst im Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft (1989-1994), dann im Bundeswirtschaftsministerium (1994-1997)
    und im Bundesministerium für Verkehr (1997/1998)
  • 1995 bis 1998 zudem Koordinator für die deutsche Luft- und Raumfahrt
  • 1998 bis 2002 kultur- und medienpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
  • 1996 bis 2006 Vorsitzender der Landesgruppe der CDU-Bundestagsabgeordneten aus Nordrhein-Westfalen.
  • 2002 bis 2005 Vizepräsident des Deutschen Bundestages
  • 2005 bis 2017 Präsident des Deutschen Bundestages.

Vielfache Auszeichnungen:

  • 2007 Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
  • 2008 Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen
  • 2017 Leo-Baeck-Preis
  • 2017 Kulturgroschen des Deutschen Kulturrates