Foto von aufgeschlagenen Büchern

Predigt über Lukas 12,27-40

Pfarrer Steffen Reiche (ev)

31.12.2014 in der Evangelischen Kirchengemeinde Nikolassee

Altjahrsabend

© privat

Begrüßung Bashar Hassoun aus Damaskus in Syrien –Bericht von seiner Flucht und ihren Gründen

Liebe Schwestern und Brüder,

"wenn einer dem anderen Liebe schenkt,

wenn die Not des Unglücklichen gemildert wird,

wenn Herzen zufrieden und glücklich sind,

steigt Gott herab vom Himmel und bringt das Licht:

Dann ist Weinachten!"

Vor zweitausend Jahren ist Christus geboren. Christus wollte uns etwas wichtiges lehren - mehr als Frieden "Schalom".
Aber er musste mit seiner Mutter und Josef von Bethlehem nach Ägypten fliehen, der König Herodes will ihn töten.

Seit drei Jahren erlebt die syrische Christenheit dasselbe wie Christus.

Der Krieg in Syrien ist die größte menschliche Katastrophe unserer Zeit.

Fast die Hälfte der syrischen Bevölkerung ist auf der Flucht.

Die syrischen Flüchtlinge suchen Schutz in vielen Ländern.

Meine Frau und ich als Christen sind von Syrien nach Deutschland geflohen.

Wir konnten dort nicht einfach in die Kirche gehen, weil wir Angst vor bewaffneten Banden hatten.

Wir hatten dort keinen Strom, keine Medikamente und keine Lebensmittel mehr.

Ich habe meine Arbeit, meine Familie, mein Heimatland verloren, weil ich an Jesus Christus glaube und weil dort Krieg ist.

Auch gibt es Leute, die haben kaum etwas zu feiern. Sie haben nur ihre traurigen Herzen,

um Christus zu empfangen und sie beten , dass der Krieg ein Ende hat.

Bitte beten sie alle zusammen von ganzem Herzen, dass ein Tag kommt, an dem für alle Menschen Frieden auf Erden herrscht.

 

Wir bedanken uns bei dem deutschen Volk, dass uns hier geholfen wird. Wir sind sehr froh hier zu sein.

Gott segne sie Alle

Bachar Hassoun                                          31.12.2014

 

Evangelium Lukas 12,27-40 Die Flucht nach Ägypten und der Kindermord des Herodes

(Lektor NT S. 4 ansagen)

„Ehr sei dir Herre“

Als sie aber hinweggezogen waren, siehe, da erschien der Engel des Herrn dem Josef im Traum und sprach: Steh auf, nimm das Kindlein und seine Mutter mit dir und flieh nach Ägypten und bleib dort, bis ich dir's sage; denn Herodes hat vor, das Kindlein zu suchen, um es umzubringen. Da stand er auf und nahm das Kindlein und seine Mutter mit sich bei Nacht und entwich nach Ägypten und blieb dort bis nach dem Tod des Herodes, damit erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten Hosea gesagt hat, der da spricht (11,1): »Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.«

Als Herodes nun sah, dass er von den Weisen betrogen war, wurde er sehr zornig und schickte aus und ließ alle Kinder in Bethlehem töten und in der ganzen Gegend, die zweijährig und darunter waren, nach der Zeit, die er von den Weisen genau erkundet hatte. Da wurde erfüllt, was gesagt ist durch den Propheten Jeremia, der da spricht: »In Rama hat man ein Geschrei gehört, viel Weinen und Wehklagen; Rahel beweinte ihre Kinder und wollte sich nicht trösten lassen, denn es war aus mit ihnen.«

Als aber Herodes gestorben war, siehe, da erschien der Engel des Herrn dem Josef im Traum in Ägypten und sprach: Steh auf, nimm das Kindlein und seine Mutter mit dir und zieh hin in das Land Israel; sie sind gestorben, die dem Kindlein nach dem Leben getrachtet haben.

Da stand er auf und nahm das Kindlein und seine Mutter mit sich und kam in das Land Israel. Als er aber hörte, dass Archelaus in Judäa König war anstatt seines Vaters Herodes, fürchtete er sich, dorthin zu gehen. Und im Traum empfing er Befehl von Gott und zog ins galiläische Land und kam und wohnte in einer Stadt mit Namen Nazareth, damit erfüllt würde, was gesagt ist durch die Propheten: Er soll Nazoräer heißen.

„Lob sei dir, o Christe!“

Lied  „Nun lasst uns gehen und treten“   EG 58, 5-8+14+15

 

Predigt am Altjahrsabend zu Alttestamentl. Lesung und Evangelium von Pfarrer St. Reiche

 

Gnade sei mit Euch von dem der da war und da ist und da sein wird.

 

Liebe Schwestern und Brüder,

 

Krieg. Stell Dir vor, er wäre hier. Europas Demokratien sind zusammengebrochen und sie müssen mit ihrer Familie nach Ägypten fliehen, die einzige Region,
in der noch Frieden herrscht. Dort wären wir dann Flüchtlinge aus Westeuropa, die keiner haben will. So lädt uns Janne Teller zu einem Gedankenexperiment ein.


Sie wissen – es ist genau anders herum. Die Flüchtlinge kommen aus Syrien, nur wenige schaffen es bis hierher. Es sind Zehntausende in Europa, 3 Millionen, die aus Syrien geflohen sind, über 4 Millionen, die im Land in Sicherheit fliehen von ihrem Wohnort.

Schon der kleine Jesus musste fliehen, weil er sonst von König Herodes umgebracht worden wäre.

Ich weiß nicht, ob sich die Geschichte so zugetragen hat. Ich glaube es nicht.
Ich denke, dass Matthäus eher seiner judenchristlichen Gemeinde zeigen wollte, dass Jesus wie Mose bedroht war – nun nur nicht vom Pharao,
sondern sogar von einem jüdischen König. Und dann wird Jesus wie Mose gerettet und überlebt in Ägypten. Jesus ist also wie Mose,
auch er führt einen Exodus, einen Auszug an – den Auszug aus der Enge der Tradition der Pharisäer und Schriftgelehrten.


Jesus selber also ist ein Flüchtling gewesen – als wehrloses Kind wird er von Joseph gerettet, der Maria und Jesus nach Ägypten in Sicherheit bringt.
Hier wird Joseph, den nur einige wenige Bilder mit dem Kinde zeigen, zu dem für die Heilsgeschichte Gottes wichtigen Mann.

Normalerweise kennen wir ja Madonnenbilder – überall gibt es Maria mit dem Kinde, aber einige wenige eben zeigen auch Joseph mit dem Kinde.
Wie eine wunderbare Skulptur, die ich vor einigen Wochen in Luxemburg in einem Kloster im Tal der Stadt Luxemburg entdeckte.
Ich muss zugeben, es hat mich gerührt –der Vater mit dem Kind.

Jesus selber also hat Flucht und Verfolgung schon als Kind erlebt – und so gibt es diesen wunderbaren Impuls für alle Christen mit Flüchtlingen behutsam umzugehen.
Sie zu schützen, sie nicht einfach weiter zu treiben, sondern sie aufzunehmen, ihnen Heimat zu geben, ihnen Asyl zu geben.
Erinnern sie sich an die Änderung es Asylartikels im Grundgesetz von 1993?

Nach heftiger öffentlicher Debatte im Jahr 1993 wurde das bis dahin schrankenlos gewährte Asylgrundrecht aus Art.16 GG geändert und durch den Asylkompromiss wurde damals der Zugang zu politischem Asyl in Deutschland stark eingeschränkt. Die Flüchtlingszahlen sind stark zurück gegangen und erst jetzt haben wir wieder eine Menge an Flüchtlingen weltweit wie noch nie seit 1945. Und auch in Deutschland gibt es allein in diesem Jahr 155.427 Erstanträge auf Asyl.


7 Millionen Ausländer leben in Deutschland und darüber hinaus 8,6 Millionen Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft,
aber einer direkten familiären Zuwanderungsgeschichte. Damit weist jede fünfte in Deutschland lebende Person einen Migrationshintergrund auf.
In der Gruppe der unter 5-Jährigen ist es schon jede dritte.

Kirchen und Christen haben seit 2000 Jahren eine wichtige, ja eine zentrale Aufgabe darin gesehen, Menschen eine Heimat zu geben, die vor großer Not fliehen. Das ist ein wesentlicher Kern des christlichen Abendlandes – das hat die Länder, die dazu bereit waren, immer groß gemacht und hat ihnen ungeahnte Entwicklungspotentiale gegeben. Das war bei den Hugenotten so, die Preußen aufgenommen hat und bei den Salzburger Protestanten, das war so um die Jahrhundertwende zum 20. Jh., als die Juden aus Osteuropa nach Preußen flohen vor den Progromen im Osten und mit vielen anderen Berlin zur Weltstadt machten.
Und es war nach 1945 so, als mit einer gewaltigen Integrationsleistung über 12 Millionen Aussiedler integriert wurden.

 

Ich habe 1997 in Templin in einer Klasse in einer Diskussion die Schüler gefragt, wie viele Ausländer ihrer Meinung nach in Deutschland leben würden. Schulterzucken.

Einer meldete sich dann und sagte fragend: 50 %? Als er mein und das Entsetzen seiner Lehrer sah, korrigierte er sich sofort: 60 %.

Ich habe die Schüler dann gefragt, ob sie mal genauso leben wollen, wie die Menschen in Frankfurt am Main oder München? Na klar, sagten sie. Ich haben ihnen dann gesagt, dass München mehr als 10 % Ausländer hat und Frankfurt gar 26 % und dass das die Grundlage für den Wohlstand ist.

 

Es ist unsere Aufgabe als Christen, mit zu helfen, dass Flüchtlinge hier mit uns Weihnachten feiern können, das Fest des Kindes,
was gleich nach Weihnachten fliehen musste, um überleben zu können.

Und so müssen wir als Christen denen, die als selbsternannte Patrioten das Abendland schützen wollen, klar machen, worin das Abendland besteht.
Nämlich Menschen Asyl zu geben, Flüchtlingen eine Heimat zu geben, auch wenn sie einen anderen Glauben haben, eine andere Religion. Die hatte Jesus in Ägypten auch.
Und die hatten die Christen in den ersten drei Jahrhunderten im Römischen Reich auch. Und sind deswegen verfolgt worden. Zu Märtyrern geworden, 300 Jahre lang.

Und das ist ein zweiter, trauriger Rekord dieses Jahres – dass die Zahl der Christenverfolgungen so groß ist, wie vermutlich noch nie zuvor, nicht einmal in Zeiten des Römischen Reiches.

Und so verstehe ich, wenn uns Islamwissenschaftler nach den "PEGIDA"-Protesten" darauf hinweisen, dass Muslime verängstigt sind. Ich halte auch manche Frage der Menschen in Dresden und anderswo für verständlich, vor allem, weil allein die Frage zu stellen, im Deutschland von political corectness nicht möglich scheint.
Also auch die Fragen der protestierenden Menschen müssen ernst genommen werden, damit sie nicht die brandgefährlichen, dummen Antworten von Pegida übernehmen.

 

In Mönchengladbach hat es in diesen Tagen einen Eklat im Gottesdienst am Heiligabend gegeben: Offenbar muslimische Kinder und ein Jugendlicher haben die Krippenfeier für Kinder in der Rheydter Marienkirche gestört und Gemeindemitglieder beschimpft. "Sie haben die Besucher als Scheiss Christen beleidigt." schrieb jemand verbittert und empört. Da zwei der Störenfriede festgehalten werden konnten, konnte die Identität geklärt werden. Der Rheydter Pfarrer Manfred Riethdorf hat  diese beiden ins Gebet genommen. "Ich habe ihnen in der Sakristei deutlich gemacht, wie man sich in einer Kirche zu verhalten hat. Vermutlich schon morgen will ich Kontakt zu den Eltern aufnehmen, um mit ihnen und den Jugendlichen den Vorfall zu besprechen", sagte er.

Im Gespräch mit den Eltern der beiden Kinder konnten die Beamten die Identität der drei anderen Unruhestifter ermitteln. Dabei handelte es sich um zwei Kinder und einen 14-Jährigen. Über die Religionszugehörigkeit der Störer machte die Polizei keine Angaben. Ob es sich bei dem Vorfall um eine gezielte Aktion zur Störung der Religionsausübung an Heiligabend oder einen unbedachten Kinderstreich handelte, wollte ein Polizeisprecher nicht kommentieren.

Der Pfarrer stellte Strafanzeige wegen der Störung der Gottesdienstausübung. Diese Anzeige trifft in erster Linie den 14-Jährigen, da alle anderen Mitglieder der fünfköpfigen Gruppe noch nicht strafmündig sind. Der 70-Jährige war 30 Jahre Studienrat an einem Gladbacher Gymnasium und will die Strafanzeige gegen die Kinder und Jugendlichen als "Signal" verstanden wissen. Riethdorf: "Diesen Vorfall sollten wir als eine Herausforderung zu einer Gesprächskultur betrachten."

 

Ich bin dankbar und froh, dass unsere Kreissynode, also die des Evangelischen Kirchenkreises Teltow-Zehlendorf dazu aufgerufen, Flüchtlingen freundlich und offen zu begegnen:

„Berlinerinnen und Berliner, Brandenburger und Brandenburgerinnen, ob ihr Christen seid oder nicht: bleibt dieser Tradition treu, seid stolz auf sie!

Wo immer ihr lebt, redet oder handelt, sei es im privaten Umfeld, in politischen Diskussionen oder bei beruflichen Entscheidungen, beherzigt Folgendes:

<  Seht in den Flüchtlingen nicht „die Fremden“ – erinnert euch vielmehr daran, dass viele eurer Großeltern Flüchtlinge waren. Und eure Kinder könnten es werden.

<  Achtet die Flüchtlinge als Gottes Ebenbilder. Ihre Würde und nicht euer Wohlbefinden sei der Maßstab eures Handelns.<  Seht, achtet und schätzt die Talente, Kompetenzen und Erfahrungen, die Flüchtlinge mitbringen.<  Hört zu: Jeder Flüchtling hat uns eine eigene, oft schreckliche, Geschichte zu erzählen.<  Vergesst nicht, wie erschöpft und verletzt an Leib und Seele diese Menschen sind.<  Bewahrt euch die Sensibilität für die Ursachen von Flucht und Vertreibung.Unser Kirchenkreis Teltow-Zehlendorf hat sich der Verantwortung gestellt:<  Wir finanzieren eine 50%-Stelle für Flüchtlingsarbeit.<  50 Ehrenamtliche engagieren sich bereits für Flüchtlinge in der Region.Die Synode ruft alle Kirchengemeinden und Einrichtungen des Kirchenkreises dringend zu folgenden konkreten Maßnahmen auf:<  Jede Gemeinde übernimmt Patenschaften für Flüchtlingsfamilien oder Flüchtlinge, benennt zwei Personen als Ansprechpartner für die Flüchtlingsarbeit im Kirchenkreis, Jede evangelische Kita im Kirchenkreis schafft Möglichkeiten, Flüchtlingskinder aufzunehmen.<  Jede Gemeinde ruft ihre Gemeindeglieder dazu auf, nicht genutzten Wohnraum für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen, und prüft, ob in ihren eigenen Räumlichkeiten geeigneter Wohnraum existiert.

Aber wer so gastfreundlich ist und sein will, der kann dann auch die anderen Probleme unserer Welt offen in den Blick nehmen und muss,
ja darf nicht verschämt schweigen.

In unseren Kinos ist in diesen Tagen der Film „Exodus“ angelaufen. Aber er darf nicht in Ägypten gezeigt werden, weil die Darstellung,
die ja dem auch für Muslime Heiligen Buch der Juden entspricht, die Ägypter ärgert.
Und plötzlich gibt es ihn dann doch, den Islam, von dem uns so viele Fachleute sagen, es gäbe ihn nicht. Denn nun wird der Film Exodus in ganz vielen islamischen Ländern verboten, die die schlimmsten Gewaltfilme aus den USA problemlos in ihren Kinos zeigen.


Als die Mohammed-Karikaturen erschienen,
als der Papst in Regensburg seine Rede hielt,
als ein verrückter Reverend in den USA, trotz der im Fernsehen gezeigten Bitte von Obama es nicht zu tun, einen Koran verbrannte,
als im Müll in Afghanistan auch ein Koran mitverbrannte,
da immer gab es plötzlich den Islam, der weltweit mit übermächtigem Protest dem Westen eine Grenze setzen wollte.
Aber wo bitte waren die Proteste, als vor wenigen Wochen in Istanbul Tausende von Bibeln nach Brandstiftung in einem Lager verbrannten?
Wo bitte sind die Proteste der doch so stark agierenden muslimischen Weltgemeinschaft gegen IS, gegen die millionenfache Vertreibung von Christen aus dem Irak, wo sie seit rund 2000 Jahren leben, 600 Jahre länger als ihre muslimischen Mitbürger?
Darüber muss dann aber bitte mit der gleichen Offenheit und Leidenschaft gesprochen werden.

 

Bis hierher hat mich Gott gebracht

1) Bis hierher hat mich Gott gebracht durch seine große Güte, bis hierher hat er Tag und Nacht bewahrt Herz und Gemüte, bis hierher hat er mich geleit, bis hierher hat er mich erfreut, bis hierher mir geholfen.

2) Hab Lob und Ehr, hab Preis und Dank für die bisherge Treue, die du, o Gott, mir lebenslang bewiesen täglich neue. In mein Gedächtnis schreib ich an: Der Herr hat Großes mir getan, bis hierher mir geholfen.

Wir wandern von einem Jahr zum anderen. Viel Bewegendes liegt hinter uns, Großes vor uns.

Denn die Ordnung unserer Welt ist nicht nur schlecht und ungerecht, sondern sie ist Heil-los überaltert.
Diese veraltete Ordnung muss sich und sie wird sich ändern.
Erinnern sie sich, wie ein Wörtlein am Abend des Tages, wo wir zum glücklichsten Volk der Erde geworden sind, alles verändert hat?
"Ein Wörtlein kann ihn fällen." den altbösen Feind.                        „Unverzüglich. Ja, ich denke unverzüglich.“


Und so hat sich die für uns scheinbar festzementierte Welt über Nacht geändert.

Nicht nur der Papst, nicht nur ein ehemaliger Weltbankchef, sondern auch Nobelpreisträger sagen: Dieser Kapitalismus ist an sein Ende gekommen.
Denn er ist unmenschlich und asozial, er lässt einige so absurd reich werden und andere so absurd arm, Staaten müssen sich bei ihren reichen Bürgern verschulden mit 80 % wie Deutschland oder mehr als 100 % ihres Bruttosozialprodukts wie die USA, um ein wenig sozialen Ausgleich zu schaffen.
Und in Griechenland heben die Bürger zur Zeit Milliarden ab, weil sie Angst haben vor ihrer eigenen Wahlentscheidung im nächsten Jahr.


Russland und der Rubel stehen vor dem Kollaps, die Weltgemeinschaft schaut in Syrien, in der Ukraine und im Irak zu, ohne ihre Werte, ihre Menschenrechte durchzusetzen, weil die UN eine Struktur hat, die im Grunde schon als sie geschaffen wurde ungerecht war.


Um so älter wir werden, um so mehr haben wir erlebt. Umso mehr kommt uns bekannt, ja vertraut vor. Überraschungen werden seltener, wir staunen nicht mehr so häufig wie früher. Deshalb scheint es uns so, als ob die Jahre immer schneller verfliegen würden.
Als Kind schien mir ein Jahr wie eine unübersehbar großes Meer, dass ich durchschwommen hatte. Heute fühlt es sich an, als ob ich durch das Jahr hindurchgeflogen wäre.

Ich will mich mit Ihnen allen am Ende dieses Jahres unserem Gott anvertrauen.


Ich traue mich und wünsche ihnen, dass sie sich auch trauen.


Gott nahe zu sein war unser Glück, unsere Freude in diesem Jahr.
Das war die Losung die uns in diesem Jahr begleitet hat.
Und nun sollen wir einander annehmen, wie Christus uns angenommen hat – zu Gottes Lob.
Das ist unsere Losung für dieses Jahr.


Ich wünsche Ihnen sorgenfreies Sorgen, heute und im kommenden Jahr.

Amen