Foto von aufgeschlagenen Büchern

Predigt über Epheser 1,1-14

Andreas Freudenberg

in der evangelikalen Gemeinde Graz-Geidorf

3 Gründe Gott zu loben

Es ist jetzt fast 25 Jahre her, da steckte ich mitten in den Abschlussprüfungen in der Ausbildung zum Fernmeldehandwerker. Eine der für mich schwersten Prüfungen hatte ich noch vor mir: Fernsprechentstörung. In dieser Prüfung ging es darum, Fehler zu finden, die die Prüfer in eine Telefonanlage eingebaut hatten. Mir graute immer vor den zahllosen Leitungen, Relais, Bauteilen und möglichen Fehlerquellen.
Wie bereitet man sich auf eine solche Prüfung vor? Ich habe - wohl eher um mein Gewissen zu beruhigen - am Abend vor der Prüfung noch einmal das Lehrbuch genommen. Ein wenig herumgeblättert und hier und da etwas gelesen. Mit einem Mal habe ich eine wichtige Entdeckung gemacht, genau genommen, eine Grundlage neu entdeckt: den elektrischen Stromkreis. Jede noch so komplizierte Telefonanlage ist im Prinzip darauf aufgebaut. Der Strom nimmt irgendwo seinen Anfang und fließt über diverse Bauteile zu seinem Ziel - wenn denn die Prüfer nicht irgendwelche Fehler einbauen.
Ich habe mich dann hingesetzt und mir die einzelnen Stromkreise der Telefonanlage eingeprägt. Mit diesem Grundlagenwissen bin ich in die Prüfung gegangen und habe sie bestanden. Nicht mit Glanz und Gloria, aber geschafft.
Das war eine wichtige Erfahrung bzw. Entdeckung. Nicht nur für die Prüfung, sondern auch für viele andere Bereiche und nicht zuletzt für mein Leben als Christ.
Ich habe den Eindruck, dass wir manchmal vor lauter Fragen, Komplikationen und Herausforderungen, die uns begegnen in der Gefahr stehen, die Grundlagen aus den Augen zu verlieren.
Das ist übrigens kein Phänomen unserer Zeit. Wenn wir uns die Briefe im Neuen Testament anschauen, kann man eine gewisse Gesetzmäßigkeit feststellen. Bevor die Schreiber den Lesern konkrete Anweisungen zu dem einen oder anderen Problem gegeben haben oder sie auf konkrete Fragen aus den Gemeinden eingegangen sind, gab es eine Rückbesinnung auf die Grundlagen.
Im Epherserbrief ist das besonders schön zu erkennen. In 6 Kapitel ist der Brief eingeteilt. Die ersten drei Kapitel beschäftigen sich mit den Fundamenten des christlichen Glaubens, mit unserer Berufung, unserem Start in das Leben als Kind Gottes. In Kapitel 4 startet Paulus dann mit einer Aufforderung, die an die drei ersten Kapitel anknüpft: „Ich bitte euch nun: Denkt daran, dass Gott euch zum Glauben gerufen hat, und führt ein Leben, das dieser Berufung würdig ist.“ Eph 4,1 NGÜ 
Heute werden wir uns mit dem Einstieg in den Epheserbrief beschäftigen

Epheser 1,1-14

Auf drei Grundlagen unseres Lebens als Christ macht Paulus in diesem recht komplexen Text aufmerksam:

- Erwählt
- Erlöst
- Versiegelt

Aber zuvor kommt noch etwas anderes. Er beginnt den Brief nach den damals üblichen Grußworten mit „Gepriesen sei Gott“. Fast eine Art Ausruf. Paulus lenkt den Blick auf Gott und setzt damit einen ganz wichtigen Akzent. Die entscheidende Frage ist nämlich:  Wer und wie ist Gott? Kenne ich ihn überhaupt, weiß ich was er getan hat und tut, weiß ich was er will?
Vor all den für uns so wichtigen Fragen „Was soll ich tun?“, „Wie geht es mir dabei?“ … geht es darum, Gott zu erkennen.
Und aus dem zieht Paulus einen wichtigen Schluss: Es geht darum, Gott die Ehre zu geben, ihn zu loben.
Wenn wir an die Grundlagen denken und vielleicht überlegen, was mache ich denn damit, wie hilft mir das in meinem Leben als Kind Gottes, in dem Ausruf von Paulus haben wir eine Antwort. Es führt dazu, dass wir Gott loben, ihn anbeten.

Die Überschrift für die Predigt heute morgen lautet daher: 3 Gründe, um Gott zu loben

I Gott erwählt Vers 3b-5
Bei den Stichworten „Erwählung“ und „Vorherbestimmung“  beginnt normalerweise jedes Theologenherz schneller zu schlagen. Man kann über diese Begriffe stundenlang diskutieren und sich richtig ereifern. Man kann auch umfangreiche Bücher darüber schreiben.
Was macht Paulus, einer der größten Theologen aller Zeiten, mit diesem Thema? Paulus diskutiert nicht über Erwählung und Vorherbestimmung, er betet Gott an:
Vers 3a
Erwählung - was fangen wir damit an, dass Gott erwählt, was bedeutet das?
Erwählung heißt eigentlich nichts anderes als ich will das.
Wenn sich unsere Kinder Kataloge anschauen - Spielzeug, Mode oder Sportartikel - dann gehen sie manchmal so vor, dass sich jeder auf jeder Seite ein Teil aussuchen darf - das möchte ich gerne haben. Der Wunschartikel wird dann mit einer entsprechenden Markierung versehen.
Diese Wünsche schwanken natürlich sehr stark. Was man heute noch unbedingt haben wollte und es zum größten und wichtigsten Wunsch aller Zeiten erklärt hat, ist morgen schon manchmal in Vergessenheit geraten.
Wenn Gott erwählt, heißt das nichts anderes, als dass er uns, dass er mich haben will. Im Unterschied zu uns schwankt Gott in seiner Entscheidung aber nicht von einem Tag auf den anderen, sondern „vor Grundlegung“ der Welt Vers 4, bevor er die Welt geschaffen hat, hat er uns, hat er mich erwählt.

- Wie ist Gott bei der Erwählung vorgegangen?
Wenn wir etwas auswählen, dann muss es bestimmten Kriterien entsprechen. Farbe, Form, Schnitt wenn es z.B. um eine Hose oder Jacke geht. Bei der jüngeren Generation ist auch die Marke, das Label ganz wichtig. Cool muss es sein.
Welche Kriterien hat Gott bei unserer Erwählung zugrunde gelegt?
Paulus nennt in Vers 5 ein einziges Kriterium: die Liebe Gottes zu uns.
Gott hat uns aus Liebe bzw. in Liebe erwählt und vorherbestimmt.
- Die Frage ist nun zu was bzw. wozu hat uns Gott vorherbestimmt?
Ein Kleidungsstück wähle ich aus, um es zu tragen. Ein Auto kaufe ich, um damit zu fahren - oder um meinen Nachbarn neidisch zu machen.
Die Antwort steht ebenfalls in Vers 5. Gott hat uns zur Sohnschaft, zur Kindschaft vorherbestimmt. Gott wollte mich als sein Kind haben. Adoption ist der Begriff, mit dem wir das heute bezeichnen.
- Warum wählen sich Ehepaare, die keine Kinder bekommen können ein bestimmtes Kind zur Adoption aus? Welche Beweggründe spielen dabei eine Rolle?

Ich möchte das anhand einer Geschichte verdeutlichen. Sie stammt aus dem Buch „Rasmus und der Landstreicher“ von der schwedischen Schriftstellerin Astrid Lindgren. Lindgren erzählt von einem Jungen namens Rasmus, der in einem Waisenhaus aufwächst. Rasmus hat kein beneidenswertes Leben. Und so ist ein Höhepunkt im Leben von Rasmus und seinem Freund Gunnar die Ankündigung „Morgen kommt ein Ehepaar, das sich ein Kind aussuchen will.“
Zitat aus dem Buch
„Es gab nicht ein Kind auf Västerhaga - so hieß das Waisenhaus -, das nicht von diesem Glück träumte. Selbst die häßlichsten und schwerfälligsten und unmöglichsten unter ihnen, gaben die Hoffnung nicht auf, dass eines schönen Tages jemand kommen könnte, der aus einem unbegreiflichen Grunde gerade ihn oder sie haben wollte.“

Rasmus spricht mit seinem Freund Gunnar am Vorabend des großen Ereignisses über seine Hoffnungen. Gunnar ist Realist und macht Rasmus klar, dass grundsätzlich kleine süße Mädchen mit lockigen Haaren ausgewählt werden. Und damit hat Rasmus ein Problem. Er ist weder klein, noch süß, zudem hat er glatte Haare und ein Mädchen ist er auch nicht.
Gunnar behält recht. Das Ehepaar kommt, geht und nimmt Greta, ein kleines, süßes Mädchen - natürlich mit Locken - mit.

Wenn Gott außer seiner Liebe noch weitere Kriterien bei der Erwählung gehabt hätte, würde keiner von uns hier als sein Kind sitzen. Gottes Kriterien wären für alle von uns unerfüllbar gewesen.
Gott wollte dich, Gott wollte mich als sein Kind adoptieren - weil er uns liebt. Glauben wir das eigentlich? Nicht, wissen wir das, sondern glauben wir das?

Rasmus kommt im Verlauf des Buches auf diversen Umwegen noch zu seinen Eltern. Zu sehr guten Eltern. Und als Rasmus dann einige Tage bei seinen neuen Eltern lebt, kommt bei ihm eine typisch menschliche Eigenart zum Vorschein.
Voller Zweifel fragt er seine Eltern, Oscar und Martina, ob sie denn überhaupt einen Jungen mit glatten Haaren haben wollen. Er kann sich das einfach nicht vorstellen.
Zitat
„Einen Jungen mit glattem Haar oder gar keinen“, sagte Oskar. „Das haben wir immer gesagt, Martina und ich.“ „Rasmus´ Augen leuchteten auf. Sein ganzes Gesicht strahlte. Dies war ein Wundertag, wunderbarer als je ein Tag gewesen war. Er hatte ein Zuhause.“

Zweifel an der Erwählung Gottes sind weit verbreitet. Damit meine ich jetzt nicht die hochtheologischen Anfragen.
Sondern die zutiefst menschlichen Fragen: „Hat Gott mich überhaupt gewollt? Ich bin doch . . . und eigentlich entspreche ich gar nicht . . . und dann habe ich doch erst gestern wieder . . . und glatte Haare habe ich auch. Wahrscheinlich duldet mich Gott nur.“
Denken wir noch einmal an das Kriterium für Gottes Erwählung V5 Gott erwählt mich, weil er mich liebt. Nicht weil ich irgendetwas vorzuweisen hätte und seien es lockige Haare.
Erwählung richtig verstanden ist eine ungeheure Ermutigung. Gott, der Schöpfer des Himmels und der Erde hat sich für mich entschieden, er wollte mich.

Gott erwählt mich - die erste Grundlage auf die uns Paulus aufmerksam macht.
Rasmus kommentiert die Aussage seiner Eltern, dass sie ihn haben wollen, mit Begeisterung und Dank. Paulus beschließt die Tatsache „Gott erwählt mich“  mit einem Lob Gottes.
Vers 6
Dieser Satz, eigentlich ein Ausruf wie Vers 3a, erinnert uns an noch etwas. Das Ziel und Ergebnis jeder Handlung Gottes an uns ist seine Verherrlichung. Gott soll groß gemacht werden.

II Gott erlöst Vers 7.8
Eine zweite Grundlage, an die uns Paulus erinnert: Gott hat uns erlöst.
Das Wort Erlösung bedeutet wörtlich eigentlich Loskauf und stammt aus dem Sklavenhandel. Wenn ein Sklave los- oder man sagt vielleicht besser freigekauft wurde, dann wurde dafür dieser Ausdruck, nämlich „Erlösung“ verwendet. Der Sklave war von seinem altem Herrn er - löst, dieser hatte damit kein Recht mehr an dem Sklaven.
Dieses Bild überträgt Paulus auf uns Menschen. Losgekauft von einem Sklavenhalter, dem Sklavenhalter „Sünde“.
Jesus benutzt dieses Bild selber einmal, um seinen Auftrag zu beschreiben:
Mt 20,28 „Ich bin gekommen, um mein Leben als Lösegeld zu geben“
Jesu Auftrag war es, sein Leben als Kaufpreis zu geben, so dass wir von unserem altem „Herrn“, nämlich der Sünde, frei werden. Frei für einen neuen Herrn.

Eine Begebenheit aus dem Leben von Rasmus soll diesen Gedanken illustrieren.
Das Waisenhaus in dem Rasmus Anfang des letzten Jahrhunderts lebte, bekam einen Teil des nötigen Geldes durch den Verkauf von Gemüse, Eiern und anderen Produkten. Die Kinder waren natürlich willkommene Arbeitskräfte und die Leiterin des Waisenhauses hatte für Rasmus immer ganz besondere Arbeiten. Er musste täglich Brennnesseln rupfen und an die Hühner verfüttern. Es ist sonnenklar, dass ein Junge wie Rasmus eine Menge Dinge wusste, mit denen er seine Zeit lieber verbracht hätte. Aber als Bewohner des Waisenhauses hatte er keine Chance, diesem Job zu entkommen.
Jetzt stellt euch folgende Situation vor. Rasmus ist mittlerweile bei seinen neuen Eltern gelandet. Die Zeit im Waisenhaus ist Vergangenheit. Eines Tages trifft er auf der Straße die Leiterin des Waisenhauses, Fräulein Habicht. Die überlegt nicht lange und befiehlt ihm, einen Korb Brennnesseln zu sammeln. Was macht Rasmus wohl?
Rasmus wird der Leiterin gehorchen und sich schleunigst auf die Socken machen, um einen Korb voll Nesseln zu sammeln.
Wir können nur hoffen, dass ihm beim Rupfen der Nesseln die entscheidende Tatsache in den Sinn kommt: Ich bin von dem Waisenhaus erlöst.
Die zweite Grundlage an die uns Paulus erinnert:
Gott hat mich erlöst
Rasmus muss Fräulein Habicht nicht mehr gehorchen, er gehört jetzt zu seinen Eltern. Er ist von dem Waisenhaus erlöst worden.
Übertragen auf unser Leben: Wir sind von dem alten Herrn, der Sünde, freigekauft worden und gehören jetzt Gott.
Unsere Gewohnheit ist es aber, der Sünde zu gehorchen und immer wieder darauf hereinzufallen, wenn sie uns befiehlt etwas zu tun.
„Nichts ist mächtiger als die Gewohnheit.“ Ovid (römischer Dichter; 43 v. Chr.- 18 n. Chr.)
Die Erinnerung an die Tatsache, Gott hat mich erlöst, ist daher ganz wichtig. Denn Gott ist mächtiger, auch mächtiger als die Gewohnheit.
Und wenn ich dann doch wieder beginne einen Korb Nesseln zu rupfen, dann ist es ungemein befreiend zu wissen, dass Gott nicht nur erlöst, sondern, dass Gott auch vergibt. Gott erlöst von der Herrschaft der Sünde und ist auch bereit, meine Sünden zu vergeben.
Vers 7b
Und Gott vergibt gemäß dem Reichtum seiner Gnade. Das bedeutet nichts anderes als dass es für Gottes Vergebung keine Grenzen gibt. Weder in der Häufigkeit einer Sünde, noch bei der Schwere einer Sünde. 
Auch diesen Abschnitt beschließt Paulus mit einem Lob Gottes.
Vers 12a
Wir sollen Gott dafür anbeten, dass er uns erlöst, uns unsere Sünden vergibt


III Gott versiegelt Vers 13.14
Mit der dritten Grundlage, macht Paulus das Trio perfekt. Gott der Vater erwählt, er erlöst uns in Gott dem Sohn und versiegelt uns mit Gott, dem Geist. Der dreieinige Gott hat mich erwählt, hat mich erlöst und hat mich versiegelt.
Was bedeutet aber nun Versiegelung?
Heute ist das Versiegeln oft nur noch einigen älteren Menschen bekannt, andere kennen es vielleicht aus Büchern oder Filmen. Zur Zeit des Paulus und eigentlich bis in unsere Zeit hinein ist das Versiegeln aber ein gängiger Vorgang. So werden beispielsweise LKW-Ladungen versiegelt bzw. verplombt. Der Empfänger kann dann an dem Siegel erkennen, dass vor ihm keiner die Ware angerührt hat.
Wie ging nun damals eine solche Versiegelung vor sich? Man verwendete Siegellack und einen Stempel, einen Siegelring. Der Siegellack wurde erhitzt und dann auf das verschlossene Dokument getropft. In die weiche Masse drückte der Absender dann seinen Siegelring hinein. Das Bild oder der Schriftzug machte nun eindeutig klar, zu wem das Dokument gehörte. Für den Weg, den der Brief dann vor sich hatte, war der Brief geschützt. Niemand durfte dieses Siegel brechen und den Brief öffnen.
Paulus schreibt, dass wir von Gott mit dem Heiligen Geist versiegelt wurden. Gott hat uns sozusagen mit seinem Siegel als sein Eigentum ausgewiesen. Der gehört zu mir, keiner hat irgendein Anrecht an demjenigen, der mein Siegel trägt. Das Siegel Gottes bedeutet somit Schutz für den Weg, den wir als Christen gehen.
Wie und Wann geschieht nun die Versiegelung?
Paulus beschreibt das in Vers 13
Vers 13
Drei Schritte: Gehört, gläubig geworden, versiegelt.
Der Heilige Geist ist das untrügliche Kennzeichen, dass ein Mensch zu Gott gehört, dass er Gottes Eigentum geworden ist.

Der Heilige Geist bewirkt aber noch mehr.
Mir ist die Bedeutung dieses Siegels einmal durch ein Gespräch eindrücklich bewusst geworden.
Wir waren auf einer Familienfreizeit und ich sprach nach dem Referat vom Vormittag mit einem Vater von 6 Kindern über Kindererziehung. Da unsere Kinder,Daniel und Meike noch recht klein waren, 3 und 1 Jahr alt, waren seine Erfahrungen für mich hochinteressant. Zwischen den ganzen Erlebnissen, Prinzipien, Erfolgen und Misserfolgen in der Kindererziehung sagte er für mich ganz unvermittelt:
„Wenn ein Kind sich früh bekehrt, dann wird in der Erziehung manches einfacher, weil der Heilige Geist in dem Kind an der Erziehung mitarbeitet.“
Dieser Satz hat mich sehr lange beschäftigt und er beschäftigt mich heute noch. Christsein heißt doch nicht, ein Leben nach bestimmten Regeln und Ordnungen zu führen. Christsein heißt, ich bin mit dem lebendigen Geist Gottes versiegelt. Und dieser Geist lebt in mir und prägt und verändert mich von innen her.
Das ist ein Prozess, dass wissen diejenigen, die mit dem Geist Gottes leben. Und in diesem Prozess sind wir immer wieder auf die Vergebung Gottes angewiesen. Das hat Paulus in den Versen 7.8 klar gemacht.

Es gibt noch einen zweiten Aspekt der Versiegelung.
Vers 14
Ein Siegel unter einem Dokument bestätigt auch die Rechtsgültigkeit des Dokumentes. In meinem alten Reisepass sind eine Menge Stempel, eine Menge Siegel, die belegen, dass ein Visum für dieses oder jenes Land gültig ist bzw. war. Fehlt dieser Stempel würde mir der Beamte an der Grenze die Einreise verweigern.
Der Heilige Geist ist sozusagen die Garantie, Paulus beschreibt das mit dem Begriff „Unterpfand“, das meint eine Anzahlung, dass ich einmal das Recht habe, bei Gott zu sein. Das Siegel beglaubigt mein Visum für den Himmel.
Hier gibt es jetzt leider keine Parallele zu Rasmus.

Paulus aber beschließt auch diesen Abschnitt mit der Anbetung Gottes: „zum Preise seiner Herrlichkeit.“
Das Ziel und Ergebnis jeder Handlung Gottes an mir ist seine Verherrlichung. Gott wird groß gemacht.

Drei Grundlagen für mein Leben als Christ hat uns Paulus vor Augen geführt. Drei Grundlagen, die für ein Leben als Christ, für das Leben in der Gemeinde unverzichtbar sind

- Gott hat mich erwählt
- Gott hat mich erlöst
- Gott hat mich versiegelt

Amen