Foto von aufgeschlagenen Büchern

Predigt über "Glaubensmut"

Matthias Brandtner (BFP)

28.03.2010 in Weikersheim

Eröffnung eines Gemeindezentrums

Eröffnung eines Gemeindezentrums

Eine alte Legende berichtet…

Vor dem Haus eines alten Mannes ragt ein hoher Berg. Der Berg nimmt ihm das Licht, das er sich zum Leben wünscht. Was tut er? Er fängt an, nimmt Hacke, Schaufel und Schubkarre und beginnt, den Berg abzutragen. Die Nachbarn fangen an zu lächeln und zu spotten: „Jetzt ist er ganz verrückt geworden, der Alte! Er wird sich nur blamieren." Er sagt: „Wartet nur, ich werde das schon schaffen, Schaufel für Schaufel, Karre für Karre.“ „Das schaffst du doch nie!", sagen die Nachbarn. Er darauf: „Vielleicht habt ihr Recht. Aber wenn ich es nicht schaffe, dann werden meine Söhne weitermachen; wenn die es nicht schaffen, deren Söhne - irgendwann ist der Berg abgetragen.“ Die Legende mündet in den Satz: „Als Gott im Himmel diesen Glauben sah, da schickte er zwei Engel, die den Berg auf ihren Flügeln davontrugen.'

Dieser Mann war ein „An-fänger“ …

Der fängt einfach an! Er hat ein Anliegen, trägt eine Sehnsucht in sich, spürt die Herausforderung - und fängt an, Schaufel für Schaufel.

Das Urteil der Nachbarn stand fest: „ Der wird sich bis auf die Knochen blamieren!“, doch am Ende triumphierte der tätige Glaube!

 

Wenn Du eine Vision/Idee/ ein Ziel/ einen Auftrag von Gott empfängst, musst Du einen starken Glauben daran entwickeln und schließlich Wege zur Verwirklichung suchen und gehen!

1. Erwarte Widerstände + Hindernisse!

Der größte amerikanische Politiker, Abraham Lincoln, 16te Präsident der Vereinigten Staaten, stand mit Misserfolgen sein Leben lang auf vertrautem Fuß. Er wurde in eine arme Farmerfamilie hineingeboren. Niemand konnte lesen oder schreiben. Mit 9 Jahren verlor er seine Mutter. Die Stiefmutter wurde zum Glücksfall, denn sie brachte ihm die Grundbegriffe der Bildung bei. Im Selbststudium arbeitete er sich zum Anwalt hoch. Und mit einem gewissen Redetalent ausgestattet, wandte er sich der Politik zu. Jedoch - Sein Weg zum Erfolg sah folgendermaßen aus.

1831 - Geschäftlicher Misserfolg ( erste Pleite )
1832 - Niederlage bei den Wahlen für die Legislative
1833 - zweiter misslungener Versuch als Geschäftsmann ( zweite Pleite )
1835 - Freundin stirbt
1836 - Nervenzusammenbruch
1838 - Niederlage bei der Wahl zum Vorsitzenden des Repräsentantenhauses
1840 - Niederlage als Wahlmann
1843 - Niederlage bei den Wahlen zum Kongress
1848 - Niederlage bei den Wahlen zum Kongress
1855 - Niederlage bei den Wahlen zum Senat
1856 - Niederlage bei der Wahl zum Vizepräsident
1858 - Niederlage bei den Wahlen zum Senat

Spätestens jetzt war er der „Looser der Nation“/ die Lachnummer in der Politik/ 8x verloren. Man möchte ihn fast anflehen: „Bitte, mach Dich nicht noch mehr zum Affen! 28 Jahre Blamage reichen völlig aus!“

1860 - Wahl zum Präsidenten der Vereinigten Staaten. 

Abraham Lincoln war ein Kämpfer, der nie zu kämpfen aufhörte, trotz häufig misslungener Versuche, die jeden anderen zerschmettert hätten. Er kämpfte einfach weiter, bis er gewann! 30 Jahre arbeitete er für die Erfüllung seiner Vision, die er als göttlichen Auftrag empfand: Die Abschaffung der Sklaverei!

Ein kleines Mädchen im Süden Amerikas, wächst zusammen mit 12 Geschwistern, ohne Vater (hatte die Familie verlassen), unter ärmsten Verhältnissen auf. Mit vier Jahren erkrankt sie an Kinderlähmung und ihr linkes Bein bleibt gelähmt. Drei Tage lang zieht die Mutter ihre kleine Wilma in einem Bollerwagen zum nächsten Krankenhaus, um dort vom Arzt bestätigt zu bekommen: „Ihre Tochter hat Kinderlähmung und wird nie wieder laufen.“ Doch die Mutter will die Diagnose nicht glauben und massiert jeden Tag das kranke Bein und betet jeden Abend mit ihrer Tochter um Heilung. Nach einem halben Jahr bestätigt ihr der Arzt erneut: „Keine Besserung! Hoffnungslos! Finden Sie sich mit der Krankheit ab!“ Doch die Mutter massiert das Bein weiter und hört nicht auf, täglich für die Heilung ihrer Tochter zu beten.

Auch hier gab es die mitleidigen Blicke und die gut gemeinten Ratschläge: „Hör doch auf die etwas vorzumachen. Hier kommt jede Hilfe zu spät. Du erwartest das Unmögliche. Du machst Dich lächerlich. Dein Glaube ist peinlich!“

Um die traurige Geschichte zu einem schnellen Ende zu bringen. Mit 11 Jahren beginnt das Mädchen Basketball zu spielen, mit 13 Jahren meldet sie sich bei den Laufwettbewerben ihrer Schule an und nach anfänglichen Misserfolgen läuft sie schneller als ihre Geschwister. 1960 gewinnt sie bei den Olympischen Spielen in Rom 3 Goldmedaillen im Sprint! Wilma Rudolf – als „die schwarze Gazelle“ geht sie in die Geschichte ein!

2. Kalkuliere Fehler mit ein

Biograf Ernst Stuhlinger „Werner von Braun – Aufbruch in den Weltraum“ beschreibt eine Episode aus dem Leben des Wissenschaftlers, als es im Wettstreit zwischen der Sowjetunion und der USA, wer zuerst einen Menschen zum Mond bringt, in die heiße Phase kam.

„Heute kam mein Vorgesetzter zu mir und sagte: „Herr von Braun, wir haben festgestellt, dass sie in der Entwicklung schon 65.121 Fehler gemacht haben – wie viele noch?“ Ich antwortete: „Herr General, ich vermute, 5000 weitere Fehler könnten reichen – Übrigens, die Russen haben erst 30.000 Fehler gemacht – wir haben also einen großen Vorsprung!“

Ich mag Fehler nicht sonderlich gerne, aber ich habe immer weniger Angst davor, welche zu machen. Ich fürchte mich viel mehr davor, etwas gar nicht auszuprobieren und umzusetzen. Ich glaube, dass meine Fehler für Gott keine Katastrophe sind. Als Jesus Petrus ankündigte, dass er ihn verleugnen würde, sagte Jesus nicht: "Geh am besten sofort nach Hause, verkrieche dich, damit du verhinderst, einen Fehler zu machen." Er sagte vielmehr: "Du wirst etwas richtig falsch machen. Und wenn du durch den Prozess durch bist - dann stärke deine Brüder!" ( Lukas 22:32)
Fehler sind für ihn kein Problem - und für mich immer weniger.

Tom Watson, Gründer von IBM

Ein Jungmanager hatte ein 10 Millionen $ Projekt in „den Sand gesetzt“. Daraufhin wurde er zum Chef zitiert. In Erwartung seiner Entlassung hatte der junge Mann schon vorsorglich seine Kündigung geschrieben. Nach dem Eintritt ins Büro legte er das Schreiben wortlos auf den Tisch. Der Chef überflog die Zeilen und brüllte seinen Jungmanager an: „Sie sind wohl verrückt geworden. Sie sind die teuerste Investition unserer Firma! Ich werde doch nicht einen Mitarbeiter, in den ich gerade 10 Millionen$ Ausbildungsgeld gesteckt habe entlassen.“

Jeder von uns wurde von Gott mit dem teuersten Preis erkauft, der je gezahlt wurde – mit dem Leben von Jesus Christus, des Sohnes Gottes – unsere Fehler werden Gott nicht daran hindern uns zu lieben.

Im Johannesevangelium 13:2 heißt es „ Da er die Seinen, die in der Welt waren, geliebt hatte, liebte er sie bis zur Vollendung.“ Gott hat uns schon immer geliebt, auch als wir noch nichts von ihm wissen wollten. Und wenn wir uns ihm zu wenden, wird er uns mit seiner Liebe solange lieben, bis wir liebesfähig und lebensreif geworden sind. Haben Sie Mut zur Blamage. Sie werden trotzdem geliebt!

3. Halte bis zum Ende durch

Mach es wie die Briefmarke: Sie klebt solange am Brief fest, bis das Ziel erreicht ist!

Nelson Mandela: gründete die erste schwarze Anwaltskanzlei in Südafrika und kämpfte gegen die Apartheid. Er wurde 1962 lebenslänglich auf die Gefängnisinsel „Robben Island“ gesperrt. Unter furchtbarsten Bedingungen baute er dort ein Bildungszentrum für seine Mitgefangenen auf, „Mandelas Universität“ genannt, wo er seine politischen Grundsätze vermittelte.

Wie oft hat er die Worte seiner Feinde gehört: „Zwecklos! Du wirst hier im Gefängnis verfaulen. Deine Frau hat sich schon einen anderen Mann gesucht. Niemand glaubt an deine Vision. Du wirst Dich nur noch mehr blamieren.“

Nach fast 30 Jahren Gefangenschaft wurde er am 11.Februar 1990 freigelassen und am 10 Mai 1994 zum ersten schwarzen Präsidenten von Südafrika gewählt.

Deshalb: Bleib dran! Gib ja nicht auf! Denke an unser Vorbild Jesus!

Es war Freitag und Jesus hing tot am Kreuz. Das war am Kar-Freitag. Es war Freitag und die Jünger sahen ihren Retter sterben und sie verloren ihre Hoffnung. Es war am Freitag, als alle Zyniker recht zu behalten schienen, die gesagt hatten: Jesus war nur ein Mensch. Auch er konnte die Welt nicht verändern. Das war am Freitag… aber der Sonntag sollte noch kommen! Es war am Freitag, als die Mächte des Bösen ihre Herrschaft für immer gefestigt glaubten…aber der Sonntag sollte noch kommen. Es war am Freitag, als die Pharisäer und die Machthaber dachten, dass sie alle Dinge wieder im Griff hätten. Sie wussten ja nicht, dass es erst Freitag war. Denn der Sonntag sollte noch kommen. Auferstehung kommt. Der Triumphator des Lebens bleibt nicht im Grab gefangen! Jesus lebt! Er hat alle zerstörerischen Kräfte dieser Welt besiegt! Der Tag der scheinbar größten Blamage wurde zum größten Festtag in der Geschichte der Menschheit!

Liebe Freunde, ich möchte Ihnen die beste Nachricht der Welt mitgeben. 

  • wenn sie vor dem Abgrund der Angst stehen. Hören Sie genau zu: Es ist Freitag …aber der Auferstehungssonntag kommt! – wenn sie unter der dunklen Wolke der Verzweiflung kauern: …Es ist Freitag … aber der Sonntag naht.
  • Wenn Sie das Gefühl haben, es gibt keine Hoffnung mehr: Es ist Freitag …aber der Sonntag kommt. Wenn sie den Glauben an Wunder verloren haben und nichts Großes mehr von Gott erwarten, dann will ich ihnen zurufen: „Geben Sie ja nicht auf! Es ist erst Freitag … aber der Sonntag kommt!!“