Foto von aufgeschlagenen Büchern

Predigt über Johannes 12,12-19

Pfarrer Hendrik Münz (ev.-uniert)

17.04.2011 in der Gemeinde Hörde

Sonntag Palmarum

Die Predigt wurde unter Zuhilfenahme einer PowerPoint-Präsentation mit Bildern aus dem Internet gehalten.

 

 

„Liebe Hörder Gemeinde, Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus! Amen!

 

Bald ist es so weit! Jesus kommt an den Ort, wo er zeigen wird, dass er der einzige wahre König ist. Denn in Jerusalem bzw. dem Hügel Golgatha, nicht weit entfernt, da wird er zeigen: Es gibt nichts, über das er keine Macht hätte, sogar der Tod ist ihm untergeordnet. Viele hatten daran keinen Zweifel, denn an dem, was Jesus bisher vor ihren Augen gemacht hatte oder wovon sie gehört hatten, war das abzulesen. Jesus ist ein ganz besonderer Mensch, denn er konnte den Naturgewalten ihre Bedrohlichkeit nehmen, Kranke gesund und Tote wieder lebendig machen! Und er wusste sehr viel über Gott. Er musste der sein, auf den die Gläubigen schon lange gewartet hatten! Er musste der neue König sein, der von Gott kommt und der Frieden bringt, weil durch ihn Gott herrscht. Das, was der Prophet Sacharja wie einige andere Propheten über Jesus sagte, sprach dafür, dass Jesus der Messias ist. Jetzt kommt er endlich, wie es in der Bibel angekündigt wird, nach Jerusalem, in die Hauptstadt, wo der König regiert. Jetzt wird es also losgehen mit seiner Herrschaft! Die, die ihr Vertrauen und ihre Hoffnung in ihn setzten, waren hoch gespannt.

 

Aber wie würde er das machen? Die Herrschaft lag in dem besetzten Land doch schließlich in der Hand der Römer. Und in religiösen Fragen hörte man auf die Priester vom Tempel. Was wird passieren? Wird Jesus wieder Wunder tun? Wie wird er erreichen, dass Gott wieder eine Rolle in der Politik und der Gesellschaft spielt? Jetzt würden sie die große Stunde miterleben, den Moment, wo Jesus auf den Thron steigt, denn jetzt kommt der göttliche Wundertäter nach Jerusalem, worauf sie seit Generationen warteten. Die Massen freuen sich und begrüßen ihn wie man einen König begrüßte, indem sie Blumen streuen und mit Palmzweigen winken. Dabei rufen sie fröhlich den Jubelruf: „Hosianna“, das heißt übersetzt: „Hilf doch!“

 

Doch so ganz wie bei einem König sieht es nicht aus, als er kommt: [Präsentation starten!]

Denn als Jesus vor den Stadttoren Jerusalems ist und die Menge ihm entgegenkommt, entscheidet er sich, auf ein Eselfohlen zu steigen, das am Straßenrand angebunden ist und auf dem Rücken dieses Lasttieres in die Stadt hineinzureiten. Könige sind normalerweise nicht auf solchen Tieren unterwegs, schon gar nicht, wenn sie noch so klein sind und so die Füße des Reiters durch den Sand schleifen, denn das ist unbequem, langsam, wackelig und sieht auch albern aus. Außerdem waren solche Nutztiere, wie man sie bei jedem Bauern oder kleinem Betrieb fand, meist schmierig und staubig. Jesus muss also ein besonderer König sein – denn er ist anders. Er ist der besondere König, von dem der Prophet Sacharja einige Hundert Jahre vorher sagte, er wird auf einem Esel in die Hauptstadt kommen. Dass er nicht mit dem Auto kommt, ist klar, denn damals, benutzte man Tiere oder  die eigenen Füße, um sich fortzubewegen. Aber da im Moment ja sehr viel von Typen, und den Marken geredet wird, weil der Automobilmarkt in der Krise steckt und weil wir heute in unserer „automobilen Gesellschaft“ daran gewöhnt sind, von den Autos her zurück zu schließen auf die Menschen, die mit ihnen vorfahren – denken wir an den alten Werbespot, in dem jemand Bilder auf den Tisch haut mit den Worten „mein Haus, mein Auto, mein Boot“ und an Menschen, die viel Geld ausgeben, was ihnen vielleicht woanders fehlt, um ihr Auto zu „tunen“ – möchte ich heute einmal fragen: „Womit würde Jesus heute wohl nach Jerusalem kommen? Welches Auto entspricht seinem damaligen tierischen Transportmittel?“

 

Für die Antwort brauchen wir aber nicht den viel zitierten Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöfer zu befragen, denn die Bibel enthält genug Anhaltspunkte dazu. Das lohnt sich, denn ich denke, neben Jesus bzw. im Blick auf ihn in der Geschichte spielt das unscheinbare Jungtier die wichtigste Rolle in der Geschichte, denn es zeigt, worauf es ankommt – denn alles andere könnte auch von einem normalen König erzählt werden. Und ich  denke, Jesus hat sich bewusst für diese Art der Fortbewegung entschieden, denn gefunden hätte er vielleicht auch eine Ziege, ein Pferd, einen Wagen oder sogar Menschen, die ihn getragen hätten. Hätte es damals einen Gebrauchtwagenhändler an der Ausgangsstraße gegeben, welches von den folgenden Fahrzeugen hätte der Autoverkäufer wohl erfolgreich an Jesus abgeben können?

 

Da Jesus ja ein Mann mit immenser religiöser Bedeutung ist, hätte dieses Fahrzeug wohl zu ihm gepasst. [2. Folie starten!]

Wo Jesus war, da sah man ihn, weckte er Interesse, denn er war bekannt. Würde er sich also für das „Papa-Mobil“ neuester Bauart entscheiden?

[Kopfschüttelnd] Ich denke nicht. Denn zwar stand auch er oft und redete zu den Menschen, doch ein Markenzeichen des „Papa-Mobils“ ist das Panzerglas. Das hätte Jesus bei seiner Arbeit behindert, denn er suchte doch immer Kontakt zu den Menschen, selbst, wenn sie in einem Baum saßen, weil keiner sie mochte, hört ihnen zu, sprach mit ihnen. Und die Sicherheit, die das Glas gibt, braucht er nicht, ja, sie hindert ihn daran, seine Aufgabe zu erfüllen. Damit die Menschen und Gott wieder zu einander finden, sich nahe kommen, durfte ein solcher Schutz eben nicht da sein. Nein, dieses Auto stünde Jesus nicht gut, denn als Maria schwanger war, sagte der Engel ja: „Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott mit uns.“ (Mt. 1,23)

 

Würde er also lieber in so einem Wagen Platz nehmen?

[3. Folie starten!]

Ein ideales Fahrzeug für einen König. Wer in der Welt was zu sagen hat, wichtig ist, fährt in so einem sicheren, bequemen und geräumigen Auto vor, in dem man lange unterwegs sein kann, seine Ruhe hat, und dem alle Platz machen, wenn es mit Blaulicht über die Autobahn rast.

Ich denke aber nicht, dass Jesus so ein Auto benutzt hätte. Denn es ist nicht Jesu Art, es sich gerade ruhig und bequem zu machen. Er hat nicht geguckt, dass er nicht schmutzig wird, nicht die Leute auf Abstand zu sich bringen lassen! Sie spuckten ihn an am Kreuz, schlugen ihn und Blut klebte an seinen Händen. Und auch auf seinem Weg nach Jerusalem war das nicht anders: Er ging zu Leuten mit ansteckenden Krankheiten und war gerade für die da, die eine solche Limousine nie von innen sehen – noch nicht mal auf einer Autoausstellung, weil ihnen das Eintrittsgeld fehlt und sie zu bizarr aussehen, als dass der Sicherheitsdienst sie einlässt.

Nein, so ein Auto passt nicht zu ihm, denn da, wo Jesus ist, da gilt die Devise: „Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau.“ (Gal. 3,28)

 

Könige benutzen aber auch gerne die Autos, die auch die Prominenten, die Reichen und Schönen lieben: [4. Folie starten!]

Solche Sportwagen sind schnell, auffällig, verschaffen und bestätigen Ansehen, machen viel Spaß, sind schnittig und teuer, sodass man damit auch gut angeben kann.

 

[Kopfschüttelnd] Aber gerade deswegen passt dieser italienische Bolide nicht zu Jesus, denn er braucht kein Geschoss, weil er sich Zeit für die Menschen nimmt. Jesus ist einer der ersten Seelsorger, denken wir etwa an die Gespräche mit seinen Jüngern, bevor er sich von ihnen verabschiedet, oder die samaritanische Frau, die er beim Wasserholen am Brunnen trifft! Gut, auffällig ist er, das haben wir ja eben schon gesagt, aber nicht schnittig: Er ist anders, sagt auch „nein“, übt Kritik, z.B. am regen Geschäftstreiben im Tempel, passt sich nicht  der gängigen Meinung an. Und außerdem sind solche Autos teuer, aber dennoch für wenig zu gebrauchen, denn es gibt nur zwei Sitze, der Kofferraum ist klein, das tiefe Fahrwerk macht sie pannenanfällig. Jesus aber ist viel in Bewegung, wobei er ein bescheidenes Dasein als Wanderprediger führt. Dabei fordert er auf: „Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo sie die Motten und der Rost fressen und wo die Diebe einbrechen und stehlen!“ (Mt. 6,19). Und er schickt seine Jünger an die Arbeit mit den Worten „Ihr sollt weder Gold noch Silber noch Kupfer haben, auch keine Reisetasche, auch nicht zwei Hemden, keine Schuhe.“ (Mt. 10,9-10) Wer zu ihm gehört, soll also bescheiden sein, denn Jesus legte auf Geld und Besitz keinen Wert: „Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr all dessen bedürft. Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes, so wird euch das alles zufallen.“ (Mt. 6,31-33)

 

Doch mit einem war Jesus nicht bescheiden: Seine Taten waren großartig. Vielleicht passt dazu dieser Wagen, nicht weit weg von einem normalen Sportwagen: [5. Folie starten, dabei Knight-Rider-Melodie summen!]

Schon wenn ich diese Melodie hörte, als ich noch jünger war, dann war ich gespannt, was Michael Knight diesmal wohl wieder mit seinem Super-Auto Kit für unglaubliche Abenteuer bestehen würde. Denn es gab kaum was, das Kit nicht konnte: Springen, Fliegen, Sprechen, Helfen, Retten waren seine Schlüsselqualifikationen. Über eine spezielle Uhr riss der Kontakt zu seinem heldenhaften Fahrer selten ab, dem er immer aus der Patsche half. Ein tolles Auto. Ein vierrädriger Wundert… [unterbrechen]

Aber Moment `mal! Die Wunder tut nur einer: Jesus. Und dafür braucht er – im Gegensatz zu anderen, durch die Gott wirkt, wie z.B. Mose, der das Meer mit Hilfe eines Stockes teilt – noch nicht einmal Equipment. Und weil er Wunder tun kann, bekommen Gelegenheiten, wo er ist, Event-Charakter, werden sie unvergesslich. So sind auch jetzt am Stadttor von Jerusalem die Leute gekommen, weil er vorher Lazarus lebendig gemacht hatte. Die Leute kommen nicht wegen der biblischen Verheißungen, sondern weil sie ein Ereignis erwarten. Doch Jesus macht keinen Stunt, sondern bleibt sprichwörtlich in Bodennähe – indem er auf einem kleinen unscheinbaren Esel auf die Bühne für den Showdown reitet. Auf einem Tier, das Lasten tragen kann.

 

[6. Folie starten!]

Wie wäre es also mit dem hier? Einem gut ausgerüsteten starken Lastwagen, der viel transportieren kann, denn mitgenommen, weggebracht, hat Jesus schließlich viel, sehr viel:

„Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt“ (Joh. 12,9), sagt Johannes der Täufer, als er Jesus begegnet. Und „einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen“ schreibt der Apostel Paulus, ebenso wie er die Bedeutung Jesu beschreibt mit den Worten: „Wie nun durch die Sünde des Einen die Verdammnis über alle Menschen gekommen ist, so ist auch durch die Gerechtigkeit des Einen für alle Menschen die Rechtfertigung gekommen, die zum Leben führt.“ (Röm. 5,18) Und dass Jesus stark ist, wird angesichts dessen, was er geschafft hat, wohl keiner bestreiten!

 

Das Problem ist aber: So ein Laster kann auch viel Unheil anrichten. Während Jesus uns groß macht, kann der uns platt machen, kann verdrängen, stören, Menschen in Gefahr bringen. Denken wir an „Elefanten-Rennen“ auf der A2, marode LKWs aus den ehemaligen Ostblock-Staaten oder solche, deren Fahrer im Dämmerzustand Hunderte Kilometer fahren müssen oder an Unfälle wie den vor einiger Zeit, bei dem ohne Schuld von Fahrer oder Spediteur ein 40-Tonner mit Shrimps bei Hannover sich quer auf die Autobahn stellte, mehrere Autos zerstört wurden, weil sie in das Hindernis fuhren und mehrere schwer Verletzte zu beklagen waren. Solche Laster können einem schon Angst und Ärger machen, wenn sie auf einen zukommen.

 

Anders ist das mit Jesus: „Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer…“ (Sach. 9,9)

Außerdem grenzt so ein Laster auch aus. Denn man braucht dafür einen speziellen Führerschein und so ein LKW ist auch teuer und kommt nicht zu jedem, passt nicht durch jede Straße. Jesus aber sagt: „Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt! Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen, und ihr habt mich aufgenommen. Ich bin nackt gewesen, und ihr habt mich gekleidet. Ich bin im Gefängnis gewesen, und ihr seid zu mir gekommen. Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ (Mt. 25,34-36)

 

Wie wäre es denn dann bitte schön mit dem bloßen Gegenteil?

[7. Folie starten!]

Dieser Messerschmidt-Kabinenroller ist zwar unauffällig und nicht bedrohlich, nicht teuer und kommt überall hin [lächeln, dann versteinertes Gesicht]. Aber dafür passt auch nur einer rein. Nichts für Jesus! Denn er nimmt doch uns alle mit. Mit ihm können viele, ja wir alle, an ein gutes Ziel kommen: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ (Joh. 3,16)

 

Jesus braucht also zweifelsohne ein Auto, das Platz für viele bietet, in das es für alle möglich ist, einzusteigen und mitzufahren. Führe Jesus Auto, dann säße er hinter dem Steuer dieses Fahrzeuges:

[Kurze Pause, dann 8. Folie starten!]

Mir fällt da mein Professor ein, der gelegentlich sagte: „Der Esel ist der Lieferwagen der Antike.“ Bibelstellen und andere Texte und Bilder von damals geben ihm Recht. Und so hätte Jesus dieses alte Schätzchen gefahren, ein ganz alltägliches Fahrzeug, den „Lastwagen des kleinen Mannes“. Denn dieser Wagen ist alltagstauglich, nicht abgehoben, und bietet nicht nur einigen wenigen Vorankommen und Raum. Er ist praktisch, genügsam, robust, jeder und jede kann ihn sich leisten. Es ist ein Auto, das Platz für Viele bietet und ein wahres Arbeitstier ist, dabei aber keinem vor der Nase wegfährt. Dieser Wagen mit seinen 23 Jahren und 194.000 Kilometern auf dem Tacho und 65 PS, der auf einer Internet-Seite für rund 3.000 € angeboten wird, also für kleine Betriebe erschwinglich ist, passt – denn Jesus hat viel für uns getan, hat nicht aufgegeben, hat durchgehalten, damit wir leben können. Und vor allem: Er hält was aus, da passt viel rein. Auch, wenn die Ladung sperrig, unansehnlich und belastend ist, geht der Wagen nicht kaputt, auch, wenn er mal leidet, denn Beulen, Schrammen, Verletzungen, hat er schon einige. Und bei so einem Auto, das jeder sich „mal eben ausleiht“ sind diese Wunden von Menschen gemacht. Kennen wir das nicht irgendwoher? Dass da Leiden ist für Andere, Leiden, das hilft – allen hilft, egal ob arme Witwe oder reicher Feldherr? Und jeder braucht es, denn es kommt überall hin, so ein Wagen findet sich beim Bäcker um die Ecke und beim Second-Hand-Shop, ebenso wie beim Party-Service mit dem exquisiten Genuss für Anspruchsvolle. Es sammelt die Lebensmittel für die Tafel oder gibt Leuten Wärme und Schutz. So ein Auto passt sich den Ansprüchen und Bedürfnissen an, ist „ausbaufähig“, wie es in dem Inserat heißt. So ein Auto passt zu Jesus.

 

Denn er ist kein pompöser, nobler König, sondern lässt viel mit sich machen und stirbt für seine Untertanen wie ein Verbrecher, reitet deshalb auf einem langsamen unspektakulären Lasttier durch die Menschenmassen – und macht sich so nicht wie der Fahrer eines kaiserlichen Streitwagens größer als die, die den Weg säumen, sondern kleiner – auch wenn es etwas schon seltsam aussieht. [9. Folie starten und beim nächsten Lied anlassen!]. Denn es übersteigt das, was wir gewöhnt sind, so wie Jesus über sich auf dem letzten Abschnitt seiner Reise ja auch sagt „Ich bin ein König. Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“ (Joh. 18,36f.)

Die Menschen in unserer Geschichte haben also allen Grund, sich zu freuen, zu feiern und ihm zuzujubeln! Denn nun beginnt eine neue Herrschaft, ein neues Zeitalter, kommt ein König, der sich nicht dienen und verwöhnen lässt, sondern der selber dient, der keine Gewalt übt, sondern seinem Volk hilft. Schon lange, bevor er seinen Thron besteigt und sich zu erkennen gibt, fasst er sein Regierungsprogramm zusammenfasst mit den Worten: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ (Mt. 11,28) Statt Purpur und Samt, Marmor und Ebenholz, braucht er nur Dachlatten, Schmutz, Blut, Steine und Knochen, um uns das größte aller Geschenke zu machen: Wir alle können leben, weil Jesus auf diese unsere Erfahrung übersteigende Art regiert – obwohl er anders gekonnt hätte.

„Der lang erhoffte König aller Könige, der König Gottes ist endlich gekommen – und er ist uns nah, Jesus ist für uns da.“

 

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle menschliche Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus! Amen!“