Foto von aufgeschlagenen Büchern

Predigt über Kolosser 3, 12-15

Laienprediger Bernd Friedrich (emk)

16.05.2015 in der EmK-Christuskirche in Waiblingen

Trauung

Lebt in der Liebe! (Kolosser 3, 12-15)

Hinweis: Vornamen wurden durch "Frau" und "Mann" ausgetauscht

 

Liebe Frau und lieber Mann,

dies ist euer Tag. Ihr habt euch kennen und lieben gelernt. Ihr habt euch entschieden, euren Weg gemeinsam zu gehen. Und ihr wollt diesen Weg ganz bewusst unter Gottes Segen stellen. Wir freuen uns darüber. Und so begrüße ich nicht nur euch, sondern auch alle, Freunde, Verwandte und die ganze Gemeinde, die heute gekommen sind, um zu singen, zu beten und nachher mit euch zu feiern.

Mein Name ist Bernd Friedrich. Und wir haben uns hier in der Gemeinde kennen gelernt, weil ich als Laie hier gelegentlich predige. Gottesdienst und Glaubenskurs standen schon auf eurem Programm. Und außerdem wird berichtet, dass Mann ziemlich artistisch beim Kirchenputz die Lampen da oben wieder auf Hochglanz gebracht hat. Alle Achtung.

Euer gemeinsamer Weg begann vor gut 2,5 Jahren mit einer Fortbildung von Mann in F. . Einquartiert hattest du dich - noch nicht ahnend, was dich da erwartet - ausgerechnet im benachbarten Reihenhaus, in dem Frau damals wohnte. Aus Gesprächen über den Gartenzaun wurden Gespräche ohne Gartenzaun.

Es folgten viele Telefonate und später ungezählte schwäbisch-badische Autofahrten. Ich habe es gegoogelt: Von S. nach F., das sind in einer Richtung 234 Kilometer. Man schafft das - wenn alles gut läuft - in 2 Stunden und 13 Minuten. Aber wann läuft es schon gut auf der Autobahn nach F.?!  Kein Wunder also, dass der Gedanke reifte, aus der „Fernbeziehung“ eine „Nahbeziehung“ zu machen. Und wo kann das besser gelingen als im schönen R. .

Aus Sympathie wuchs Zuneigung und aus Zuneigung Verstehen. Aus Verstehen wurde der Wunsch beieinander zu bleiben und das Leben zu teilen. Ich erinnere mich noch gut, wie ihr im März bei meiner Frau Esther und mir daheim ward und wir uns den ganzen Abend unterhalten haben, über dass, was das Leben ausmacht und natürlich über die Liebe. Es muss schon Liebe sein, wenn beide einen ganz charmanten  Heiratsantrag planen und dieser dann in Vietnam mit der lebhaften Begleitmusik knatternder Mopeds von Hanoi zum Ziel führt. 

Natürlich muss eine Hochzeitspredigt über die Liebe gehen. Doch was ist Liebe? Viel besungen und selten von Dauer? Ist Liebe überhaupt möglich? Oder ist Liebe nur

  • ein Ideal ohne Bodenhaftung,
  • ein Wollen ohne Können,
  • ein vergebliches Hoffen, das vor der großen Enttäuschung liegt?

Geht „wahre Liebe“ nur in Anführungszeichen? Oder gibt es auch eine Liebe, die hält und trägt und bleibt und wächst? Das wünschen wir uns doch: Eine Liebe, die hält und bleibt!

Wie wahre Liebe aussehen kann, das haben wir schon im Bibeltext aus dem Brief von Paulus an die Korinther gehört (1. Korinther 13, 1-8 sowie 13-14a). Für euer gemeinsames Leben habe ich einen Satz ausgesucht, der diesen Abschnitt sehr gut ergänzt. Auch er ist von Paulus. Es ist euer Trauspruch aus Kolosser 3, 14. Er lautet:

Tut alles in der Liebe! Sie verbindet euch und führt euch dadurch zur Vollkommenheit.

Um diesen Satz geht es in dieser Predigt. Ich will ihn aber im Zusammenhang lesen, zusammen mit den Sätzen davor und danach. Ich lese den Abschnitt aus Kolosser 3, dem euer Trauspruch entnommen ist:

(12) Führt also euer Leben als Menschen, die Gott erwählt hat, um ihnen seine Liebe zu erweisen und sie zu seinem Volk zu machen. Seid mitfühlend, freundlich, ehrerbietig, nachsichtig und geduldig. (13) Kommt miteinander aus! Tragt es keinem nach, wenn er euch Unrecht getan hat; sondern vergebt einander, wie der Herr euch vergeben hat. (14) Tut alles in der Liebe! Sie verbindet euch und führt euch dadurch zur Vollkommenheit. (15) Der Frieden, den Christus schenkt, soll euer ganzes Denken und Tun bestimmen. In diesen Frieden hat Gott euch alle miteinander gerufen, denn ihr seid ja durch Christus ein Leib. Dankt Gott dafür!   - 

(Kolosser 3, 12-15 - Übersetzung – Gute Nachricht)

Ausgehend von diesem Text möchte ich euch fünf Sätze mit auf den Weg geben. Und damit wir uns diese Sätze leichter merken können, fangen alle mit dem Wort „Liebe“ an und kein Satz hat mehr als fünf Worte. Der erste dieser fünf Liebes-Merksätze lautet:

1. Satz: Liebe ist kein Selbstläufer

Na klar doch: Liebe ist eine tolle Sache! Wer wird denn gleich Wasser in den Wein gießen. Ganze Bibliotheken wurden voll geschrieben, zehntausend Lieder gesungen, Millionen Umwege gefahren, Meere von Rosen verschenkt. Wer hat nicht mitgefühlt bei Filmen wie Casablanca oder Titanic. Wer Liebe erfährt, der ist hin und weg. Oder: Um es mit Wilhelm Busch zu sagen:

„Das Schönste aber hier auf Erden ist lieben und geliebt zu werden.“

Doch ein Blick in die Nachrichten und die Statistik zeigt leider auch: Liebe ist keine Selbstverständlichkeit, kein Selbstläufer. Liebe ist nichts, was von selbst gelingt. Darum erinnert Paulus daran, was das innere Wesen der Liebe ist. Was drin ist, wenn das Geschenkpapier weg ist. Was Liebe noch ist - außer starken Gefühlen. Er sagt:

Liebe ist mitfühlend, freundlich, nachsichtig und geduldig. Liebe ist, miteinander auszukommen.

In der Luther-Übersetzung heißt es: „Ziehet an Freundlichkeit, Demut, Sanftmut und Geduld.“ Das fällt nicht einfach vom Himmel. Die guten Eigenschaften der Liebe müssen wir wollen und uns zu eigen machen.   

Und noch eins fällt auf: Es heißt nicht: „Du kannst das alles vom anderen erwarten, wenn er dich nur richtig liebt.“ Umgekehrt wird ein Schuh draus. Wirkliche Liebe fängt immer bei mir selbst an. Ich kann lernen zuzuhören und auf den anderen zugehen, auch wenn ich manches nicht verstehe. Die Aufforderung trifft zuerst mich selbst:

„Sei du mitfühlend, sei du freundlich, sei du geduldig. Tut alles in der Liebe!“

Dies gilt übrigens nicht nur in der Ehe, sondern für unser ganzen Leben. Paulus hat diese Worte einer ganzen Gemeinde geschrieben. Gott will, dass jeder von uns – wir alle - zu Menschen werden, die in der Liebe wachsen. Dies gilt auch dann wenn es um neidische Arbeitskollegen geht, um die schlecht gelaunten Verwandten, die pingeligen Nachbarn, die lauten Kinder. Diese Welt sähe anders aus. Darum ist es gut, das Leitbild der Liebe zu kennen und zu wissen: Liebe ist kein Selbstläufer!

2. Satz: Liebe braucht Vergebung

Eine Liebe ohne Fehler ist ungefähr genau so häufig, wie es Menschen gibt, die keine Fehler machen. Darum beten wir jeden Sonntag im Vater Unser:

„Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben, unseren Schuldigern.“

Ich selbst habe schon viele Fehler gemacht. Wie oft bin ich meiner Frau  etwas schuldig geblieben. Wie oft habe ich geredet, wo ich besser geschwiegen hätte und wie oft habe ich nichts gesagt, wo ein Wort aus Liebe so viel geholfen hätte? Paulus schreibt:

Kommt miteinander aus! Tragt es keinem nach, wenn er euch Unrecht getan hat; sondern vergebt einander, wie der Herr euch vergeben hat.

Eine Beziehung von Dauer so ganz ohne Konflikte, die gibt es nicht. Wenn Entfremdung und Überforderung zu Frust wird, wenn Erwartungen nicht mehr gesagt und Hoffnungen nicht mehr verstanden werden – nicht erst dann ist es wichtig, wieder den Weg der Liebe zum anderen einzuschlagen.

Der Bremer Dichter Manfred Hausmann hat einen Roman geschrieben mit dem Titel: „Liebende leben von der Vergebung“. Darin wird ein Ver­söhnungsgespräch zwischen Eheleuten wie folgt beschrieben:

 

„Ich habe immer gemeint“, sagt da der Mann Dr. Garrelts, „es sei weiter nichts dabei, ein gute Ehe zu führen, wenn man sich nur gern habe und einen aufrichtigen Willen mitbringe. (...) Aber als wir zum ersten Mal auf die Probe gestellt wurden, ist es uns mißlungen, ganz und gar. Kann man das eine Ehe nennen?“

Und dann antwortet seine Frau Irene: „Sieh mal, weil es uns mißlungen ist, haben wir eingesehen ... oder jedenfalls ich ... ich habe jedenfalls eingesehen, dass ich hilfsbedürftig bin, dass du mir vergeben musst. Und das kannst du doch nur, wenn du mich liebst. Alle, die sich lieben, leben von der Vergebung. Das weiß ich jetzt.“

Das ist der Punkt: Liebende leben von der Vergebung. Wenn wir schul­dig werden, dann dürfen wir diese Schuld nicht unter den Teppich kehren. Ein besonders guter Tipp steht im Epheserbrief (Eph. 4, 26):

„Lasst die Sonne nicht untergehen über eurem Zorn, ehe du verzeihst“

Es schläft sich besser, wenn nicht Zorn und Ärger an unseren Seelen nagen. Die Liebe öffnet eine Tür in die Zukunft, auch wenn wir versagen. Tragt nicht den Ballast der Vergangenheit in die Zukunft – denn Gott hat auch uns vergeben.

3. Satz: Liebe ist eine Entscheidung

Ein Buch das mich fasziniert hat ist von Erich Fromm. Es ist ein kleines Taschenbuch mit dem Titel: „Die Kunst des Liebens“. Fromm schreibt:

Der erste Schritt ist, sich klarzumachen, dass Lieben eine Kunst ist, genauso wie Leben eine Kunst ist; wenn wir lernen wollen zu lieben, müssen wir genauso vorgehen, wie wir das tun würden, wenn wir irgend eine andere Kunst lernen wollten. (15)

Man übersieht einen wesentlichen Faktor in der (erotischen) Liebe – den Willen. Jemanden zu lieben, ist nicht nur ein starkes Gefühl, es ist auch eine Entscheidung, ein Urteil, ein Versprechen. Wäre die Liebe nur ein Gefühl, so könnte sie nicht die Grundlage für das Versprechen sein, sich für immer zu lieben. (68)

Dieses Versprechen wollt ihr euch heute geben: Euch zu lieben und einander beizustehen in guten und in schlechten Tagen. Das ist nicht nur ein Gefühl. Das ist eine Entscheidung, ein Wollen, ein Versprechen. Dafür erbitten wir Gottes Segen, dass das gelingt. Und wie es gelingt, das sagt euer Trauspruch:

Tut alles in der Liebe! Sie verbindet euch und führt euch dadurch zur Vollkommenheit.

Dieser Abschnitt aus dem Kolosserbrief begleitet meine Frau Esther und mich schon lange. Bei unserer Trauung vor ziemlich genau 25 Jahren (1990) hat der Prediger diesen Text für uns ausgelegt und uns folgende Wünsche mit auf den Weg gegeben:

„Das wünsche ich Euch, dass Ihr Euch kennenlernt in Euren starken und schwachen Seiten. Dass Ihr Euch verstehen lernt in der jedem eigenen Schwachheit und Eigenheit. Dabei aber immer die Kraft der Liebe findet, die dem anderen, ohne ihn unter Druck zu setzen, und ohne Angst vor der vielleicht notwendigen Auseinandersetzung zu haben, Freiheit und Zuneigung signalisiert.“

Geht das überhaupt, dass man jemanden lieben kann, den man wirklich kennt, vielleicht durchschaut, mit seinen Schwächen, Fehlern, Prägungen, Kanten? Und wer könnte mich dann eigentlich noch lieben?

Ein Geheimnis der Liebe ist, dass sie die Wahrheit aushält. Liebe bedeutet: „Ich sage ja zu Dir wie Du bist – auch mit deinen Fehlern, mit dem worüber ich mich ärgere.“ - Liebe folgt anderen Regeln, als denen, die wir aus unserem Alltag kennen. Der Satz „Wie du mir, so ich dir!“ – hat in der Liebe keinen Platz. Liebe braucht keine Verdienste und verträgt keine Bedingungen. Vielleicht sollten wir es dem Menschen, den wir lieben einmal wieder sagen:

„Du, ich liebe Dich wie du bist. Ich liebe dich meine Frau, auch wenn du abgekämpft, müde und überfordert bist. Ja, ich liebe dich, mein Mann, auch wenn du angeschlagen bist und nicht erfolgreich warst.“

 

4. Satz: Liebe können wir gemeinsam einüben

Unser Predigttext ist eine ziemlich praktische Mischung aus dem, was Gott in unserem Leben tun will und dem, was wir selbst tun können.

Damit das alles nicht so theoretisch bleibt haben meine Frau und ich  mal ein Eheseminar auf Schloss Craheim im Fränkischen besucht. Damals waren wir schon rund zehn Jahre verheiratet. Meine Mutter kam, um sich um unsere Kinder zu kümmern. Sie war ein wenig besorgt. Und kam von ihr die Frage: „Du Bernd, bei euch beiden, da ist doch hoffentlich alles in Ordnung, oder?“ –

Ja, alles in Ordnung. Es ist nämlich eine ziemlich gute Idee, sich über seine Ehe Gedanken zu machen, auch wenn es nicht bröckelt oder kriselt. Anregungen von anderen und gemeinsames Nachdenken das bringt neue Einsichten. Das Verständnis füreinander kann wachsen.    

Wir haben also in jenem Seminar darüber nachgedacht, was es für uns bedeutet „einander zur Liebe zu leben“. Ein paar unvollständig-persönliche Tipps aus unserem Nachdenken habe ich hier und jetzt  mitgebracht. Vielleicht ist die eine oder andere Anregung für euch dabei:  

(Tipp 1) Ich will dich annehmen und lieben wie du bist. Ich will verstehen, dass wir verschieden sind – und das ist gut so. Ich muss dich nicht ändern. Bei mir bist du immer willkommen genauso wie du bist.

(Tipp 2) Wenn mich etwas stört, dann fange ich bei mir selbst an. Ich bin der einzige, der an sich selbst wirklich etwas ändern kann. Nörgelei und schlechte Laune bringt uns nicht weiter. Wir lernen, anders miteinander zu reden und vereinbaren neue Regeln: Wir hören zu. Wir halten nicht immer dagegen. Wir lassen auch einmal etwas stehen.

(Tipp 3) Wir vergeben einander. Ich vergebe dir und du vergibst mir. - Auch wenn es schmerzt: Wenn etwas nicht in Ordnung war, dann wollen wir das bereinigen. Jeder Tag, an dem etwas zwischen uns steht, ist ein Tag zu viel.

(Tipp 4) Wir gestalten mehr Zeit miteinander. Wir wollen in unserer Ehe  das Gemeinsame pflegen. Wir fragen: Was freut den anderen, wo können wir eine Aufgabe (z.B. in der Gemeinde) gemeinsam übernehmen.

(Tipp 5) Ich lasse dir deinen Freiraum. Ich gönne dir deine Auszeit und dein Hobby. Ich freue mich, wenn du dich weiterbildest, mit Freunden triffst, Sport machst, ein Buch liest. Ich unterstütze, was dich freut.

(Tipp 6) Wir nehmen uns gemeinsame Zeit für Gott. Wir wollen unser Leben auch gemeinsam mit Gott leben. Wir prüfen, wie wir mit Menschen umgehen. Wir beten miteinander. Wir wollen Menschen werden, die in einer lebendigen Verbindung mit Gott ihr Leben gestalten.

(Tipp 7) Wir suchen gemeinsame Ziele und Visionen. Wir fangen an, sie umzusetzen und zu leben. Wir prüfen die Prioritäten zwischen Beruf, Aufgaben, Familie, Ehe und Gemeinde. Wir sind offen für neue Ideen, Träume und neue Wege, die Gott uns führt.

Das waren sieben Tipps. Ihr werdet vielleicht andere Erfahrungen haben. Wichtig ist, einander zu ermutigen, so dass das gemeinsame Leben gelingt. - Und damit bin ich beim fünften und letzten Satz:

5. Satz: Liebe gelingt mit Gottes Segen

Der Text im Kolosserbrief hat eine kleine Fortsetzung. Nach der Liebe, geht es um den Frieden. Und dann schreibt Paulus:

Lasst die Gute Nachricht von Christus ihren ganzen Reichtum bei euch entfalten. Helft einander, sie immer besser zu verstehen und ermahnt euch gegenseitig mit aller Weisheit. Singt Gott von Herzen (...) Euer ganzes Leben soll ein einziger Dank sein, den ihr Gott, dem Vater, durch Jesus Christus darbringt.“

Paulus schließt mit dem Wunsch, dass wir uns gegenseitig zum Guten anhalten. Wir sollen uns beim Glauben unterstützen und das Wort Gottes gemeinsam besser verstehen. Die Verbindung zu Gott verändert uns und unseren Alltag.

Wir hatten genau hier im März eine Gottesdienstreihe unter dem Motto „Lebe Gottes Traum!“. An vier Sonntagen hintereinander um 10.00 Uhr war hier ein volles Haus mit Theater, Musik, Interviews und Predigten. Es ging um Begabungen, Charakter, Berufung und meinem Zugang zu Gott. Bei jedem sieht das anders aus. Für alle gilt: „Lebt Gottes Traum!“ Findet heraus, wie er euch führen, begleiten und ermutigen will. Ich glaube an einen Gott, der da ist und den wir im Alltag und in unseren Beziehungen konkret erfahren können. Das macht den Unterschied.

Unser ganzes Leben soll ein Dank für Gott sein. Wer dankt, der freut sich am anderen. Wer dankt, der kann sich selber und andere annehmen. Diese Grundhaltung wirkt sich aus: auf unsere Umgebung, auf die Arbeit, auf unsere Beziehungen zu Nachbarn und Kollegen.

Soo: Damit bin ich jetzt also durch mit der Predigt über euren Trauspruch, der lautet:

Tut alles in der Liebe! Sie verbindet euch und führt euch dadurch zur Vollkommenheit.(Kolosser 3,14)

Die fünf Merksätze dazu fangen alle mit „Liebe“ an und kein Satz ist länger als fünf Worte. Wer hat die fünf Sätze noch parat? Hier sind sie nochmal im Schnelldurchlauf:

1. Liebe ist kein Selbstläufer

2. Liebe braucht Vergebung

3. Liebe ist eine Entscheidung

4. Liebe können wir gemeinsam einüben

5. Liebe gelingt mit Gottes Segen

 

Liebe Frau und lieber Mann,

Ihr habt einen tollen Start hingelegt. Ich wünsche euch und bete zusammen mit manchen hier aus der Gemeinde dafür, dass euch die Freude aneinander erhalten bleibt und euer gemeinsamer Weg gelingt. Herzliche Einladung auch in diese Gemeinde, in die ihr euch einbringen könnt mit euren vielen Gaben und Möglichkeiten.

Ich wünsche euch, dass die Freude und die Liebe, die ihr füreinander empfindet, wächst und dass sie für andere zu einer Quelle der Freude und Ermutigung wird. Gott will euch begleiten und unterstützen. Gott segne euch.

Amen.