Foto von aufgeschlagenen Büchern

Predigt über Lukas 10,25-37

Henning Janke

27.02.2004 in der Evangelischen Kirchengemeinde Hörnerkirchen

Open-Up Jugendgottedienst

Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht!?
(Gleichnis des barmherzigen Samariters)

Stellt euch einmal vor, heute würde auf dieser Bühne Jesus stehen. Ihr hättet die Chance, ihn mal direkt zu befragen. Nicht lange in der Bibel rumlesen, sondern ihn einfach direkt zu fragen. Und dann steht einer von euch auf und sagt zu Jesus: Sag mal Jesus, du hast so viel von der Herrlichkeit Gottes gesprochen und von einem Leben nach dem Tod. Was muß ich tun, damit ich das kriege?
Und Jesus sieht ihn an und sagt zu ihm: Du bist doch im Konfirmandenunterricht gewesen und im Gottesdienst warst du doch auch schon öfters. Was hast du denn da gehört, was du tun musst?
Na ja, antwortet der Frager, da hieß es, ich soll Gott von ganzem Herzen und mit aller Kraft lieben. Und dann noch, dass ich andere lieben soll, und zwar genauso, wie ich mich selbst liebe.

Siehst du, sagt Jesus, dir muß ich doch gar nichts mehr erzählen. Genauso ist es.

Nun will der Frager natürlich vor all den anderen nicht so blöd dastehen und denkt sich, na dann wollen wir doch mal sehen... und er sagt zu Jesus:
Ist ja alles schön und gut, aber wer sind denn die anderen, die ich lieben soll? Meine Familie, meine Freunde?
Und Jesus ist nun nicht so’n übler Theoretiker, so’n Papierkorbmechaniker, keiner, der sich hinstellt und sagt: also dann paß mal auf, da muß ich ein bißchen weiter ausholen und im Prinzip ist das so und so...
Jesus sagt einfach paß auf, ich erzähl dir eine Geschichte:

Da gibt es diese Firma, in der arbeitet seit ein paar Monaten ein Lehrling. Niemand besonderes, wenn du ihn auf der Straße treffen würdest, würde er dir wahrscheinlich noch nicht einmal auffallen. Aber in seiner Firma ist er der Mittelpunkt. Allerdings sehr zu seinem Leidwesen. Er ist nicht gerade das, was man einen coolen Typen nennen würde, eher ein wenig schüchtern. Kein Wunder, ist ja auch alles neu für ihn hier.
Das haben seine Kollegen auch gleich gemerkt und so wird er bei allen sich bietenden Gelegenheiten verarscht und zum Gespött gemacht. Man amüsiert sich köstlich auf seine Kosten und ihm ist morgens oft schon schlecht, wenn er nur dran denkt, dass er zur Arbeit muß.
Neulich z.B. in der Mittagspause: er hat immer ein oder zwei gekochte Eier dabei und einer seiner Kollegen hat sie gegen rohe Eier ausgetauscht. Beim Essen beobachten ihn alle aus den Augenwinkeln. Er ist ganz glücklich, dass er heute anscheinend verschont bleibt. Dann will er sein Ei aufschlagen. Die Schweinerei kannst du dir sicher vorstellen. Seine Klamotten sind völlig eingesaut und der Boden um ihn herum auch.

Brüllendes Gelächter, höhnische Bemerkungen, in dem Moment geht die Tür auf und der Chef kommt rein. Er ist auf dem Weg zu einem Kunden, der im Besucherzimmer auf ihn wartet. Mit schnellem Blick erfasst er die ganze Situation, hat aber keine Lust, sich jetzt auf eine Auseinandersetzung einzulassen, der Kunde wartet schon eine Viertelstunde.
Na ja, denkt er sich, sollen die Leute halt ihren Spaß haben, der Job ist anstrengend genug. Da muß man als Lehrling eben durch. Und schon ist er durch die andere Tür verschwunden. Da steht einer von den Kollegen auf, geht auf den Lehrling zu und fragt mit einem bösen Lächeln: Na, noch ein bisschen Majo dazu? Dann nimmt er die Majotube und spritzt ihm die Hose mit Majo voll.
In dem Moment geht die Tür auf und der Meister kommt rein. Er hat die neusten Aufträge im Kopf und soll die Arbeitspläne ausarbeiten. Eigentlich will er sich nur schnell einen Kaffee holen. Auch er sieht sofort, was los ist - aber er hat jetzt wirklich anderes im Kopf. Schnell gießt er sich einen Kaffee ein und verschwindet wieder.
Kaum hat er die Tür geschlossen, geht das Gespött wieder los.
In diesem Moment kommt Sinan in den Pausenraum, ein farbiger Gastarbeiter aus Marokko.
Sofort sieht er, was los ist und wütend schreit er seine Kollegen an, sofort damit aufzuhören.
Er geht zu dem Lehrling hin, sagt: Los, komm mit, ich habe noch eine saubere Ersatzarbeitshose, die passt dir bestimmt. Und wenn du magst, dann laß uns doch mal Abends was gemeinsam unternehmen. Ich würde mich freuen, wenn du heute Abend zu mir zum Essen kommst und meine Familie kennen lernst.
Was glaubst du, fragt Jesus dann, wer war es von diesen dreien, der seinen Mitmenschen liebt? Ist doch klar, sagst du, der Gastarbeiter, dieser Sinan aus Marokko, der dem Lehrling geholfen hat. O.k. Mann, sagt Jesus, dann geh du los und handele genauso.

Tja, so oder so ähnlich würde Jesus diese Geschichte vielleicht heute erzählen. Er hat sie in anderer Form schon vor ca. 2000 Jahren erzählt und man kann sie in der Bibel nachlesen. Es ist das Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Damals war es ein Schriftgelehrter, also einer, der das Alte Testament genau kannte, der Jesus die gleiche Frage gestellt hat - was muß ich tun, damit ich ewiges Leben bekomme?
Und Jesus hat sich ganz aktuelle Personen aus dieser Zeit genommen und ihm mit diesen Personen eine ähnliche Geschichte erzählt. Wenn man sich mit den Berichten über Jesus ein bisschen beschäftigt, dann merkt man ganz schnell, dass die uns heute noch genau so viel zu sagen haben, wie damals.

So, um diese Geschichte soll es heute also gehen, aber genug für’s erste, jetzt ist erst mal wieder die Band dran.

(Lied/ Anspiel „Barmherziger Samariter“ in der heutigen Zeit)

Vielleicht hätte Jesus die Geschichte auch so erzählt, wie ihr sie gerade gesehen habt. Da liegt einer im Graben, da braucht einer Hilfe, um da wieder rauszukommen und alle, die vorbeikommen und ihn sehen, sülzen ihn nur voll.
Das ist ja wohl genau das, was ihm gerade gefehlt hat.
„Ey Alter, hier - nimm’ mal `nen ordentlichen Schluck aus der Pulle.“
„Wie, du bist schlecht drauf? Ey Typ, Schwein gehabt, dass du gerade auf mich triffst. Komm hier, pfeif dir mal nen schönen Joint rein - kommst du garantiert wieder gut drauf.“ „Wie? Hilft dir nicht? Na dann musst du mal was Härteres ausprobieren. Sorry Mann, nee, mit deinen Problemen bleib’ mir lieber vom Hals.“

Wäre doch gar nicht so schwer gewesen, dem zu helfen. Man hätte nur mal drauf achten müssen, was er wirklich braucht - so wie der Typ ganz am Schluß: einfach hingehen, anpacken und ihm aus dem Graben helfen.
Aber von denen, die da vorbeikommen, hat das keiner gecheckt. Jeder hat nur sein eigenes Ding im Kopf. Ein paar oberflächliche Tipps, wenn das nicht hilft, musst du wohl liegen bleiben. Tolle Aussichten.

„Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht“ - das ist das Thema heute Abend. So ein bisschen gesunder Egoismus, was kann daran denn falsch sein? Wir leben schließlich in einer Ellenbogen-Gesellschaft und nur die coolen Typen kommen wirklich vorwärts.

Seine Mitmenschen lieben? Besten Dank, aber was habe ich denn davon? Mir hilft schließlich auch keiner. So was war vielleicht früher mal angesagt, aber heute? Nee danke, Jesus, du bist ja sonst ganz o.k., aber die Tour läuft ja heute wirklich nicht mehr.
Außerdem: wenn ich mich z.B. in der Schule auf einmal mit einem abgebe, auf dem alle nur rumhacken, dann bin ich doch selbst ganz schnell unten durch. Kannst du dir vorstellen, was da abgeht? Wie mich meine Kollegen auf einmal behandeln? Ich hab null Bock, auf einmal selber Außenseiter zu sein.
Oder die doofe Schnepfe aus dieser Clique, die immer da am Supermarkt rumhängen. Als die neulich mit dem Rad an mir vorbeifuhr und sich dann noch umdrehte und mir „Blöde Kuh“ hinterher rief - tja, leider hatte sie den Laternenpfahl nicht gesehen - das hat vielleicht gescheppert! Die hat ganz schön lange gebraucht, bis sie wieder hoch kam. Geschieht ihr doch völlig recht - da geh ich doch nicht auch noch hin und frag, ob ich ihr helfen kann.

Anderen helfen, seine Mitmenschen lieben, dass ist heutzutage doch wirklich nur noch was für die ganz Doofen. Für die, die so’n leichten Schatten haben.

Ist es das wirklich?

Da wird ein Mädchen auf offener Straße vergewaltigt und 5, 6 Leute sehen es, aber keiner hilft ihr. Meine Güte, heute hat doch fast jeder ein Handy - wenn man schon den Mut nicht aufbringt, ihr selbst zu helfen, dann doch zumindest Hilfe holen.
Wenn irgendwo ein Unfall oder noch besser eine Katastrophe passiert, dann stehen die Leute da und gaffen. Wow - endlich mal Medicopter 117 oder die Rettungssanitäter live erleben.
Als es diese große Überschwemmungskatastrophe in Ostdeutschland gab, da wurden hier sogar Busreisen angeboten, um sich vor Ort am Unglück anderer Menschen zu weiden. Nicht nur dass keiner hilft, im Gegenteil, man behindert auch noch die Rettungskräfte. Tolle Welt, in der wir da leben.

Die besten Fernsehsendungen sind zur Zeit die, wo es den Leuten richtig schlecht geht, wo man sie mal leiden sehen kann. Z.B. im Dschungelkamp - Hilfe, ich bin ein Star, holt mich hier raus! Den Teufel werden wir tun - wir wollen sehen, wie es dir richtig Scheiße geht.
Und das geht schon mittags los, da werden wir mit sogenannten Talkshows abgefüllt. Ich hab mir mal aus der Programmzeitung wahllos ein paar Themen rausgesucht:
Antworte gefälligst: Du kommst mir nicht davon!
Ring frei! Heute wird abgerechnet
Du Schuft! Du lügst, wenn du den Mund aufmachst!
Märchenhafte Ausreden - der Lügendetektor stellt dich bloß
Seitensprung - gestehe, du hast fremdgepoppt!
Es geht natürlich nicht darum, irgendwas auszudiskutieren oder jemandem zu helfen, ein Problem zu lösen. Was die Zuschauer fasziniert, ist zu sehen, wie andere leiden und wie sie sich gegenseitig fertig machen.

Aus Actionfilmen, Zeichentrickfilmen und Computerspielen wissen wir sowie so, dass am besten Gewalt hilft. Die besseren Waffen, die schnelleren Reaktionen, eine große Schnauze - damit wird man Sieger. Daß dabei Leute auf der Strecke bleiben, verletzt werden, sorry, so ist das heute nun mal.
Wenn du heute was gelten willst, musst du besser sein, als die anderen. Am besten so ein richtig cooler Typ. Einer, der nicht nur coole Sprüche drauf hat, sondern einer, der sich auch durchsetzen kann und den die anderen mit so einer Mischung aus Angst, Ehrfurcht und Neid ansehen.
Wenn das nicht klappt, dann versuch wenigstens, ein bisschen so zu werden, zu solch einer Clique mit dazu zu gehören. Die sorgen dann schon dafür, dass man auch vor dir Respekt hat.

Was geht es dich an, wie es anderen dabei geht? Jeder muß schon selbst sehen, wie er zurecht kommt.
Die Welt ist heutzutage voll von Menschen, die so denken und handeln. Man muß uns dass nur oft genug vormachen, z.B. im Fernsehen, und wir glauben, dass das alles so korrekt ist. Leid und Elend kennen wir auch zur Genüge aus Fernsehbildern und die meisten sind inzwischen soweit abgestumpft, dass es sie gar nicht mehr berührt, wenn jemand leidet.

Wie in der Geschichte des Lehrlings. Der Chef und der Meister haben zwar genau gesehen, dass der Lehrling leiden musste, aber sie hatten nur ihre eigenen Belange im Kopf. Und ausgerechnet der, von dem man es eigentlich nicht erwartet hätte, der lässt sich innerlich berühren, der ist betroffen, der reagiert spontan und hilft dem Lehrling. Und er hilft ihm nicht nur kurzfristig, er kümmert sich auch noch weiter um ihn.
Das ist das Bild, was Jesus von Menschen im Kopf hat, so soll es aussehen. Nicht lange rumlamentieren, einfach hingehen und helfen.
Jesus ist selbst so einer gewesen - immer wieder erzählt die Bibel davon, dass er sich gerade um die gekümmert hat, von denen die anderen nichts wissen wollten.
Er hat sich nie drum gekümmert, was die Leute über ihn sagten. Sogar seine Jünger waren völlig einfache und ungebildete Menschen, Fischer zum Beispiel. Jeder Unternehmensberater würde heute die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und sagen: Also Jesus, wenn du Gottes Botschaft an die Menschen weitergeben willst, dann musst du das ganz anders anfangen. Such dir Freunde in einflussreichen Positionen, schaff dir Beziehungen, ordentlich Publicity, so macht man das.

Von wegen, Gott ist völlig anders. Die Jünger waren oft verzweifelt und haben gedacht, dass sie für ihre Aufgabe viel zu schwach sind. Aber sie haben Power von Gott bekommen, immer und immer wieder. Weil sie auf ihn vertraut haben und nicht auf ihre eigene Kraft.

Was muß ich tun, um ewiges Leben zu haben? Jesus hat uns die Antwort gegeben.
Ewiges Leben - willst du so was denn überhaupt? Kannst du dir das überhaupt vorstellen? Ich kann das nicht.
Und viele von euch werden sicher sagen: ewiges Leben? Und das sieht dann so aus wie dauernd Gottesdienst? Danke, brauch ich nicht. Warum soll ich mein Leben für eine Sache vergeuden, wo ich gar nicht weiß, ob da überhaupt was dran ist? Und dann hinterher in ewig Langeweile? Laß mal gut sein, da genieß ich doch lieber mein Leben und verzichte auf ewiges Leben.
Siehst du - und genau deswegen stehe ich heute Abend hier, um dir zu sagen, wenn du wirklich Spaß willst, und damit meine ich echten Spaß, ein Leben, das dir Spaß macht, dann ist Jesus der einzige Weg.
Wir werden heute von Parolen überhäuft, z.B. Geiz ist geil oder Ich bin doch nicht blöd. Und dann glauben die Menschen, sie sind nicht mehr blöde, nur weil sie im Mediamarkt ihren Fernseher 20 € billiger gekriegt haben.
Ich sage dir, das einzige, was wirklich geil ist, ist Jesus. Und wer auf dieser Welt lebt und nicht mitkriegt, dass Gott Wirklichkeit ist, der kann sich 100 Fernseher im Mediamarkt kaufen und ist immer noch blöde.
Ewiges Leben - ich kann mir überhaupt nicht ausmalen, was Gott, der dieses gigantische Universum hingekriegt hat, für mich da vorbereitet hat.
Aber was ich in meinem Leben von ihm schon alles bekommen habe, das gibt mir das Vertrauen, dass es einfach unvorstellbar schön sein wird.
Ich will euch ein kleines Beispiel erzählen,wie das ist, wenn Gott Menschen heute begegnet. Es ist nicht von mir, aber wen das interessiert, der kann mich jederzeit auch gerne darauf ansprechen und mehr von mir hören.

Beispiel Lobpreiskonzert

(Zwischenspiel der Band - 2 Stücke)

Was hatte Jesus noch gesagt? Gott von ganzem Herzen und mit aller Kraft lieben.
Kann ich nicht. Gott von ganzem Herzen lieben, mit aller meiner Kraft - krieg ich nicht hin.
Nun bin ich schon so lange Christ und das klappt selbst bei mir immer noch nicht. Ich weiß zwar 100%ig, dass es ihn gibt und mein Leben gehört ihm, aber trotzdem gibt es ständig irgendwas, was mich ablenkt, was mir wichtig erscheint. Kannst du das? Glücklicherweise kann ich immer wieder zu Gott kommen und ihn bitten, dass er mir vergibt. Auch bei anderen Dingen, die schief laufen. Ich bin zwar Christ, aber ich bin kein Heiliger.
Wie gut, dass Gott mir immer wieder zeigt, wie sehr er mich trotzdem liebt.

Und dann hat Jesus gesagt: liebe deinen Nächsten, wie dich selbst.
Wie dich selbst - kannst du dich selbst lieben?
Das ist nämlich die Grundvoraussetzung, um andere zu lieben. Es gibt so viele, die dir einreden, dass du nicht ok bist, dass du nicht schlank genug bist, deine Haut zu pickelig, deine Haare zu fettig, der Busen nicht groß genug, dein Bauch kein Waschbrettbauch, dein Verhalten nicht cool genug, wenn du nicht Jägermeister trinkst und Luckies rauchst und so weiter und so weiter.
Und dann versuchst du mehr oder weniger krampfhaft, dich zu ändern, versuchst, so zu werden, dass andere dich toll finden.
Es gibt ja genug Schönheitsmittelchen, dazu die richtigen Klamotten, vielleicht noch ein bisschen Fitness-Studio - unsere Werbeindustrie weiß genau, wo eure schwachen Stellen sind. Ein ganzes Heer von Spezialisten wird nur dafür bezahlt, um das rauszufinden.
Und eine Unmenge von Leuten ist damit beauftragt, rauszufinden, wie man uns das am besten unterjubelt, und zwar so, dass wir glauben, es sei unsere eigene Idee gewesen, so sein zu wollen. Nichts gegen schicke Klamotten oder was auch immer, aber es ändert doch nur deine Fassade - innerlich bist du genauso, wie vorher.

Warum ist unsere Welt heute so lieblos geworden? Weil die meisten Leute sich nur noch mit sich selbst beschäftigen. Wie mache ich den besten Eindruck? Wo habe ich am meisten Fun? Was will ich mir als nächstes kaufen.
Gott lieben? Meinen Nächsten lieben? Wo soll ich denn dafür noch die Zeit hernehmen?
Zack - peng, Feierabend. Null Chance auf ewiges Leben, ab in die Kiste, vermodern und das war’s dann. Tja, du hast es doch so gewollt.
Oder nicht? Geht es vielleicht auch anders?

Jesus stellt sich hin und sagt: DU BIST OK! Genau so, wie du bist. Genau so, wie du bist, liebe ich dich. Ganz genau für dich bin ich auf diese Welt gekommen, um dir zu zeigen, wie Gott wirklich ist. Und für dich hab ich mich ans Kreuz nageln lassen. Für dich habe ich mich schlagen und quälen lassen und für dich bin ich gestorben. Und durch meinen Tod habe ich alles, was an dir nicht o.k. ist, auf mich genommen. Alles, was es an Schuld in deinem Leben gibt, habe ich auf mich genommen. Du kannst so zu Gott kommen, wie du bist. Der Weg ist frei.
Aber Jesus ist nicht nur am Kreuz für dich gestorben, er ist nach 3 Tagen wieder auferstanden und ein ganzer Haufen Leute konnte das bezeugen. Er hat den Tod überwunden und er hat uns versprochen, dass alle, die an Gott glauben eines Tages mit ihm in Ewigkeit leben werden. Und dass er heute lebendig und erfahrbar ist, dass habe ich in meinem Leben erlebt und erlebe es immer wieder. Und viele andere mit mir.
Jetzt fragst du dich vielleicht: Warum sollte ich damit was zu tun haben? Dann muß ich mich wohl möglich auch noch ändern, lauter langweilige Sachen machen und so ein öder Christ werden.
Ich gebe ja zu, es gibt viele Menschen, die behaupten, sie wären Christen, nur weil sie glauben, daß es Gott gibt und sie ab und zu mal in die Kirche gehen. Wenn das alles ist, dann wundert es mich gar nicht, dass andere glauben, Christsein sei öde.
In der Bibel steht, dass auch der Teufel glaubt, dass es Gott gibt. Ein Christ ist der nun aber bestimmt nicht.

Jesus macht keine halben Sachen. Wenn du mit ihm was zu tun haben willst, dann ganz oder gar nicht. Es reicht nicht, zu glauben, dass er irgendwo da oben existiert. Wenn du Jesus kennen lernen willst, dann geht das nur, wenn er Chef in deinem Leben wird.
Vielleicht sagst du jetzt: „Also das kommt ja nun wirklich nicht in Frage. In meinem Leben will ich das Sagen haben. Das wäre ja noch schöner, wenn der auf einmal bei mir bestimmen soll.“ Gut - kein Thema, es ist deine Entscheidung und Jesus würde niemals auf die Idee kommen, dich zwingen zu wollen. Gott hat dich als Mensch mit einem freien Willen geschaffen und dabei bleibt es auch. Er kommt nicht durch irgendein Hinterstübchen und manipuliert so’n bisschen an dir rum. Wenn du dich nicht entscheidest und sagst: „Ja Jesus, das will ich“, dann passiert auch nichts. Aber wenn du sagst: „O.k., wenn das wirklich so ist, dann will ich das auch, dann komm in mein Leben und übernimm du die Chefposition“, dann geht es wirklich ab.
Wenn Jesus in deinem Leben das Sagen hat, dann verändert sich bestimmt einiges bei dir. Aber du wirst feststellen, dass es dich glücklich macht. Niemand kennt dich schließlich so gut, wie Jesus.
Und niemand kann dich jemals so lieben, wie er. Und es gibt nichts und niemanden auf der Welt, der dir so ein Gefühl der Geborgenheit und Zufriedenheit geben kann. Von Gott geliebt zu werden ist das Beste, was einem überhaupt passieren kann.
Vielleicht kannst du dir das überhaupt nicht vorstellen. Kein Wunder. Stell dir einmal vor, du wärst von Geburt an blind. Du hast noch nie Farben gesehen, kennst kein Sonnenlicht, lebst immer nur in einer schwarzen Welt. Und dann wirst du auf einmal geheilt. Das haut dich um. Mit einem Mal kannst du all das sehen, von dem andere dir vorher nur erzählt haben.
Genauso ist es mit der Liebe Gottes.
Oder stell dir die Liebe vor. Vielleicht haben dir andere davon erzählt und waren begeistert. Du hast dir vielleicht irgendwelche Vorstellungen gemacht, wie das sein könnte. Oder ein bisschen über die abgelästert, die verliebt waren. Wie das wirklich ist, konntest du dir aber nie wirklich vorstellen. Bis es dich erwischt. Auf einmal bist du verknallt und plötzlich kannst du verstehen, wie das ist. Aber auch erst in dem Moment. Erzählen wie Liebe wirklich ist, kann man das niemandem, das weiß man erst, wenn man selber verliebt ist.

Genauso ist es mit Jesus. Ich kann dir viel erzählen, aber wenn du nicht selbst sagst, ok, das will ich auch, wirst du diese Erfahrung mit ihm nie machen.
Vielleicht ist heute der Abend, an dem Jesus neben dir steht und dich fragt, ob du ihn in dein Leben lassen willst.
Jesus hat das selbst so gesagt: Schau hin, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Und wer mir aufmacht, zu dem werde ich hineingehen und Gemeinschaft mit ihm haben.
Es ist nichts kompliziertes daran. Es ist wirklich einfach, vom Blinden zum Sehenden zu werden, Jesus die Chance zu geben, dir zu zeigen, was Liebe wirklich bedeutet.
Aber du musst den ersten Schritt tun. Du musst in deinem Herzen wirklich wollen, das Jesus in dein Leben kommt. Und die beste Möglichkeit dazu ist die, es ihm einfach zu sagen. Vielleicht weißt du nicht, wie du das machen sollst.
Ich werde jetzt gleich mit euch beten. Und dann werde ich ein Gebet sprechen, dass du einfach für dich so mitbeten kannst, wenn du es willst. Ein Gebet, in dem du Jesus bitten kannst in dein Leben zu kommen.

Amen.