Foto von aufgeschlagenen Büchern

Predigt über Lukas 2,1-7

Pfarrer Thomas-Erik Junge

24.12.2004 in der Wiesbadener Marktkirche

Liebe Gemeinde!

Die Weihnachtsgeschichte nach Lukas - wir haben sie eben gehört: Sie ist vielen von uns schon seit Kindertagen bekannt. Der Kaiser führt eine Volkszählung zwecks Steuererhebung durch. Das Prinzip ist einfach: jeder muss sich dort in Meldelisten eintragen, wo seine Vorfahren herkommen. Hier heißt es: ‚Weil sie von Hause und Geschlechte Davids’ waren, musste sich Josef mit seiner jungen schwangeren Frau Maria aus Nazareth - mehr aus dem Norden des Landes - nach Bethlehem - mehr in den Süden des Landes - begeben.

Das ist eine uralte Geschichte. Und lassen wir die Frage einfach mal außer Acht, wie historisch glaubwürdig dieser biblische Bericht ist! In der Bibel geht es immer mehr um die Aussage, um das, was dahinter steht, - um die Botschaft, den Inhalt. Und selbst, wenn eine Geschichte erzählt wird wie ein Bericht, dann hat sie meist einen gleichnishaften Charakter: Die Botschaft der Bibel erklingt oft zwischen den Zeilen. Und dadurch wird sie zeitlos gültig. Sie ist geistig und sie ist wenig dogmatisch, wenn sie nicht am Buchstaben festklebt.

Das allerdings verlangt einen wachen Geist bei uns Menschen, die wir hören und lesen. Und da gibt es so einen Balanceakt zwischen ‚Alles zu wörtlich zu nehmen‘ und ‚Alles zu geistig zu nehmen‘. Im Grunde also ist der Umgang mit unserer Bibel keineswegs so, dass man einfach nur Wort für Wort alles herunterlesen kann, nachbeten kann: ‚Das stimmt schon!‘, und alles ist in Ordnung. Das ist ja auch in gewisser Weise unser Problem mit Weihnachten, mit den biblischen Worten: Dass viele Menschen irgendwann begriffen haben: Wenn man die Bibel so von A bis Z herunterliest, dann stößt man schon auf manche Dinge, die widersprüchlich sind - von der Schöpfungsgeschichte angefangen -, und viele wenden sich dann ab und sagen: „Naja, das ist doch mit der heutigen Wissenschaft gar nicht mehr zu vereinen!“ Und andere glauben trotzig dagegen an, so nach dem Motto: ‚Da kann kommen, was will, wir halten fest!’

Zurück zur Weihnachtsgeschichte! Für den Kaiser geht es um Steuern. Ob das nun historisch genau in diesem Jahr war oder nicht: Dass der Kaiser Steuern will, ist nachvollziehbar - da muss man auch gar nicht so sehr zwischen den Zeilen lesen. Und darum sucht er ein System, wie er Steuern herausholen kann. Er ordnet die Leute ein - nicht nach Einkommen, sondern nach Volksstämmen, nach Sippen, nach Familien. Und das ist der Grund, weswegen - so erzählt die Geschichte - Joseph und seine Frau auf eine für damalige Verhältnisse wahrhaft beschwerliche Reise gehen müssen, ohne dass sie genau wissen, was sie erwartet: Denn ‚von Hause und Geschlechte Davids zu sein‘, hieß keineswegs, damit rechnen zu können, dass irgendwo in Bethlehem jemand war, der sagte: „Herzlich willkommen, kommt herein, liebe Anverwandte!“

Für den biblischen Erzähler geht es um etwas ganz anderes. Mag der Staat, verkörpert durch den Kaiser, die Sache sehen, wie er will: - In der Bibel geht es um das, was den Menschen - wirklich, - innerlich, - existenziell bestimmt: Es geht um sein Herkommen, es geht um seine Zugehörigkeit, - es geht eigentlich um seine Heimat!

Dass Maria und Joseph zum Hause und Geschlechte Davids gehören, heißt aus biblischer Sicht gesehen: Sie gehören zum Volk Juda, sie gehören zum Stamm Davids. In ihren Adern fließt sozusagen königliches Blut. Das heißt, dass der Bund zwischen Gott und David, diesem großen biblischen König, dass die göttliche Verheißung an diesen biblischen König und seine Kinder und Kindeskinder in alle Ewigkeit auch auf das Kind zutrifft, das bei Maria im Bauch heranwächst. Das will die Bibel zeigen: Der Kaiser: - Geld! Die Bibel: - Du gehörst zum Volk Gottes!

Dabei geht es genauso um die Blutsbande wie aber auch vor allem um die innere, um die geistige, um die religiöse Beheimatung. Die Bibel zeigt diese Linie auf: Das Kind im Leib der Maria: Der Nachfolger Davids, von dem die Propheten gesagt haben: Einmal wird er kommen, der Messias, der Heiland, der Heilsbringer, der Erlöser, der, der das Licht bringt mitten in die Finsternis: Wir haben das in diesen alttestamentlichen Worten gehört.

Noch einmal: Für den Staat eine steuerstatistische Sache, für den Evangelisten die Verbindung von Gott und Mensch. Oder, um es noch einfacher zu sagen: Du bist Staatsbürger, Steuerzahler, Untertan des Römischen Reiches damals, - nicht einmal römischer Bürger, nur so einer, der Untertan war. Aber: Du gehörst zum Volk Gottes, zur Familie Gottes! Deine Heimat ist Gott!

Wenn wir heute - im 21. Jahrhundert, 2004 - hier in Deutschland, hier in Wiesbaden wieder Weihnachten feiern, ausgehend von der neutestamentlichen Weihnachtsgeschichte, begegnen wir auch sehr unterschiedlichen Sichtweisen auf das Fest und das ihm zugrunde liegende biblische Geschehen. Das kennen wir alle!

Für die einen ist es ein Geschäft - es geht wieder um Geld! - ein Geschäft, das viele Menschen auf die Beine bringt, in die Straßen, mit viel Umsatz - und für den Staat auch wieder eine gute Steuereinnahmequelle. Die Appelle sind uns ja bekannt: ‚Konsumiert mehr, und dann geht es uns allen besser, der Staat verdient mehr!‘ Mag man in absehbarer Zeit vielleicht darüber streiten, ob der zweite Weihnachtsfeiertag Feiertag bleiben soll unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten - ich sage Ihnen: Solange das Fest Weihnachten den Euro rollen lässt, ist Weihnachten an sich nicht gefährdet wie es beispielsweise der Buß- und Bettag war. Mit dem war kein Geld zu verdienen, und so hat man gesagt: Es ist besser, man schafft ihn ab, da wird gearbeitet, dann kommen Steuern, - die Pflegeversicherung und so weiter! Dass uns das auch nicht wesentlich weiter gebracht hat, sehen heute viele.

Sie sehen: Die Bilder gleichen sich! Dem Staat ging es damals ums Geld, dem Staat geht es heute ums Geld - und vielen anderen auch, und ich will das nur feststellen, ich will das gar nicht beklagen. Es gibt auch andere Sichtweisen auf das Fest. Manche lieben am Fest so diese Mischung aus dunkler Jahreszeit, Wintersonnenwende, Krippenromantik, den Appell an die Gefühle und an das Kindlich-Kindische im Menschen. Sie verbinden mit Weihnachten ihre jeweils geographische oder ethnische oder sogar ihr Wunsch-Heimat: - Weihnachten im Erzgebirge! Und wo sie weniger christlich motiviert sind, also nicht Krippenschnitzerei und so etwas mit Weihnachten verbinden, irgendwelches Gebäckbacken damit verbinden, hält ein säkularisierter Nikolaus Einzug: Der Weihnachtsmann! An den wird dann auch geschrieben, den kann man den Kindern vorführen, der deckt so ein bisschen etwas Religiöses ab - und doch nicht richtig!

Und es gibt auch die anderen: Es gibt die Weihnachtsflüchter, die den Blick abwenden: ‚Raus aus all‘ diesem weihnachtlichen Trubel, hinein in die Sonne!’ oder sonst etwas, die Karibik, wer weiß wohin! Oder: Weihnachten: Da gibt es das organisierte und personifizierte Weihnachtsgewissen: An Weihnachten wird an das Gewissen appelliert: Der Ruf nach Frieden, Menschlichkeit, die karitativen Aktionen oder auch die klaren Proteste....

Es gibt viele Weisen, auf Weihnachten zu sehen - und ich habe hier nur einige skizziert.

Jetzt frage ich Sie - natürlich mich selber auch! -, - jeden, - jede hier in diesem Gottesdienst: Sie sind von zu Hause hierher gekommen in die Kirche, auf den Weg in die Kirche gegangen und haben das getan, weil...? - Weil...? - Weil Sie ‚von Hause und Geschlechte ...’? Nein - : ... weil Sie von Heimat und Herkommen zur Familie Gottes gehören... - oder?

Oder hat das einen anderen Grund: Kultur, Brauchtum, Gefühl, Gewissen, - Gewohnheit? Oder ist man einfach ‚mitgeschleift‘ worden, weil es irgendeinen Verwandten gibt, der sagt: ‚Naja, nun komm‘ mal mit, nun mach Dich mal auf die Socken!‘

Die Frage nach der Bedeutung des Weihnachtsfestes für uns - ist natürlich die Frage nach unserem Standpunkt zum Christentum: - Unser Christentum, - das Christentum! Wenn man es etwas allgemeiner sagen würde: Vielleicht sogar die Frage nach der Religion.

Das ist eine Frage, die ziemlich drängend geworden ist, - interessanterweise nicht deswegen, weil die Kirchen sie so laut in die Gesellschaft gerufen hätten: Wir müssen mal wieder missionieren - oder bekennen oder irgendetwas, - sondern weil im Zuge der großen gesellschaftlichen Veränderungen - die Multireligiosität, die multikulturelle Gesellschaft! - die Frage nach der Religion zum Beispiel vom Islam in ganz drängender Weise auf die Tagesordnung gebracht worden ist: Wir sind Moslems, von Hause und Herkommen - und Ihr?

Wer sind wir? - Welche Antworten geben wir? Welche Antworten können wir geben? Welche Antworten wollen wir geben?

Wenn es um Weihnachten geht und uns quasi von außen diese Frage aufgedrängt wird: Wie steht es denn nun mit eurer Religion, mit eurem Glauben?, - dann ist es für manche von uns schon ziemlich schwierig, Stellung zu nehmen. Und ich finde, bevor wir uns so ins Belanglose hineinreden, sollten wir vielleicht einmal dieses Weihnachtsfest und diesen Gottesdienst nur dazu nutzen, uns ein paar Aussagen der Bibel, göttliche Worte und Taten Jesu Christi, zu vergegenwärtigen und sie im Zusammenhang von Heute bedenken. Vielleicht haben wir das lange so nicht mehr gemacht: In der Bibel einmal nachgeschlagen!

Weihnachten ist mit der Friedensbotschaft verknüpft, und in einer Zeit, in der Krieg, Terrorismus, Feindseligkeit sogar wieder massenhaft religiös begründet werden, wo sogar die Frage nach dem ‚Gerechten Krieg‘ wieder religiös diskutiert wird, hören wir das Wort: ‚Du sollst das Böse mit dem Guten überwinden! Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde!’ - Das sagt der Gott der Christen - unser Gott? Das ist die Botschaft Christi, dessen Geburt wir heute hier bedenken und feiern.

In einer Zeit - man muss sich das wirklich vergegenwärtigen! -, in der, religiös begründet, in dieser Welt Frauen zur Steinigung verurteilt werden und das sogar die Weltöffentlichkeit nicht einfach schulterzuckend hinnimmt, hören wir ein Wort in einer ganz ähnlichen Situation: ‚Wer sich unter euch ohne Schuld fühlt, der werfe den ersten Stein!’ Das ist die Botschaft Christi, unseres Gottes, dessen Geburt wir feiern: Ich steh‘ an deiner Krippe hier! Die Situation dieselbe: Eine Frau, im Ehebruch ergriffen - Sie kennen die Geschichte - und fanatisch aufgebrachte Rechthaber: Die Frau muss gesteinigt werden! So aktuell: Das hören wir heute in den Nachrichten wieder! Irgendwo in der Welt passiert so etwas - immer noch, 21. Jahrhundert! - , religiös begründet! Und Jesus sagt erst gar nichts, und sitzt ganz ruhig und zeichnet Figuren in den Sand, lässt alle erst einmal zur Ruhe kommen, auch die eifernden Fanatiker, und dann sagt er: ‚Wer sich unter euch ohne Schuld fühlt, der werfe den ersten Stein!’ Prüfe dich und dein Gewissen - vor Gott, und dann urteile über andere! Und da gehen sie alle weg. Nein: Sie können weggehen, sie dürfen weggehen, sie müssen nicht steinigen! Das sagt unser Gott, - das sagt Christus, der heute seinen Geburtstag feiert.

In einer Zeit, in der die Börsenkurse unter dem Stichwort ‚Globalisierung’ alles und jedes bewerten, in der die Macht des Geldes wie eine totale Herrschermacht dasteht - es ist noch gar nicht so lange her, dass unter endlosen Fernsehsendungen Börsenkurse immer wieder durchlaufen wie ein Wertebarometer dieser Welt - , wo es um die totale Herrschermacht des Geldes geht, hören wir das Wort: ‚Gib dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, aber gib Gott, was Gott gehört! Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.‘ Und an anderer Stelle: ‚Ich bin der Herr, dein Gott, du sollst nicht andere Götter neben mir haben!‘ Oder: ‚Wer den Namen des Herrn, unseres Gottes, missbraucht, der wird an unserem Gott scheitern! Denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.‘: Der zum Beispiel den Wert des Geldes zum Gott erhebt. Das sind Worte unseres Gottes. Und zum reichen Kornbauern, der immer mehr in immer größere Scheunen fassen will, sagt Christus, dessen Geburt wir heute feiern: ‚Du Narr, diese Nacht wird man dein Leben von dir fordern, und wem wird dann gehören, was du angehäuft hast? So geht es dem, der sich Schätze sammelt und nicht reich ist bei Gott!’: Worte Christi!

In einer Zeit, in der es diesen besagten religiösen Fanatismus gibt, hören wir das Wort: ‚So wird auch Freude im Himmel sein über einen Sünder, der umkehrt, mehr als über 99 Gerechte, die die Umkehr nicht nötig haben. Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken. Mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht!’ Das ist die Botschaft Christi, dessen Geburt wir heute feiern.

In einer Zeit, in der es massenhaft Kinderarbeit gibt auf dieser Welt, dieser globalisierten Wirtschaftswelt, in der es einen Sumpf von Kindesmisshandlungen und Kindesmissbrauch gibt und in der ganze Gesellschaften zu vergreisen drohen, hören wir das Wort: ‚Lasst die Kinder zu mir kommen und hindert sie nicht daran, denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes. Wer dies Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf.’ Das sind Worte Christi, dessen Geburt wir feiern, - und mit ihr die Botschaft, dass sich Gott in einem Kind unter die Menschen begibt, ohne Pomp und Glanz, - Geburt, Leben, Leiden und Sterben erfährt, um der Nähe zu uns Menschen willen, und um letztlich der österlichen Verheißung Ausdruck zu geben, dass der Tod nicht das letzte Wort spricht.

In einer Zeit, die durch Wertewandel und oft durch Werteverlust geprägt ist, in der Medien alles in die Öffentlichkeit zerren und von brutal bis voyeuristisch verzerrte Wirklichkeit erst produzieren, hören wir das Wort: ‚So achte darauf, dass das Licht in dir nicht Finsternis ist.’ Das sagt Christus, dessen Geburt wir feiern.

In einer Zeit der Urteile und Vorurteile heißt es: ‚Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet, denn mit welcherlei Maß ihr messet, werdet ihr gemessen werden. Was siehst du aber den Splitter im Auge deines Nächsten und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem eigenen Auge!’ Das sind Worte Christi, dessen Geburt wir feiern.

Und es gibt viele Worte Christi, mitten in diese Welt hinein, mitten in unser persönliches Leben hinein, oft hochaktuell. Kennen wir sie? Irgendwie - ja! Sind sie uns so bewusst als Antworten auf aktuelle Fragen, auch und gerade im Dialog der Religionen?: ‚Wer sich unter euch ohne Schuld fühle, werfe den ersten Stein?!’ Kein Gott, der knechtische Unterwerfung erwartet, sondern der sagt: ‚Kommt her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken?!’ Worte unseres Gottes, mit denen wir antworten können, wenn wir nach unserem Herkommen gefragt sind!

Viele dieser Worte sind vielen verloren gegangen. Für viele ist Religion etwas Unbestimmbares geworden. Oder sie verwechseln sie eben mit Unterwerfung unter Gebote, die für so heilig erklärt werden, dass man nicht über sie nachdenken darf. Oder sie verbinden Religion mit einem Heraustreten aus dem sogenannten ‚wirklichen Leben‘ und Alltag. Oder sie werfen alles irgendwie in einen Topf.

Wir feiern Weihnachten. Wir feiern die Geburt Christi, der klare Worte redet, der mit uns geht in unserem Denken, Fühlen und Leben, der an unsere Einsicht, an unseren Verstand, an unser Gefühl, an unser Gewissen appelliert - und der auch nicht von unserer Seite weicht, wo wir zerstören und verletzen.

Sie kennen das Gleichnis vom Verlorenen Sohn: Der riskiert alles, der richtet alles zugrunde! Und trotzdem erwartet der Vater nicht von ihm Unterjochung! Er freut sich einfach, ihn wieder in die Arme nehmen zu können!

Der Sohn erfährt also plötzlich, - wohin er gehört, - woher er kommt - und wohin er gehen kann, immer, da kann kommen, was will: Er erfährt, dass er ‚von Hause und Geschlechte Gottes‘ war!

Haben wir das in uns: - Diese Erfahrung, - diese Gewissheit, - diese Erinnerung: ‚Von Hause und Geschlechte Gottes zu sein’? Weil er uns als Geschwister Christi zu seinen Kindern erklärt, im Leben wie im Sterben, in dieser und in jener Welt, ganz gleich, wohin uns der Kaiser, die Politik oder das Geld auch jagen wollen, oder auch die falschen Propheten!

So können wir in dieser Nacht, die wir die ‚Heilige Nacht‘ nennen, auf das Kind in der Krippe - und auf unser Leben schauen - und auf die Botschaft Christi, die uns immer wieder direkt anspricht: ‚Du sollst Gott lieben, von ganzem Herzen, ganzer Kraft, allem deinem Gemüte, und du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst: Darin liegt das ganze Gesetz und die Propheten!’

Für den Kaiser eine einfache Sache: Ein Ordnungsprinzip! Für den Staat eine ganz klare Sache: Es wird genau festgelegt, wo die Progressionsgrenze ist, was zu besteu-ern ist, es werden Steuerprognosen gemacht, und immer weiter, immer weiter wird auch an einer gewissen Schraube gedreht.

Ein gesegnetes Weihnachtsfest!

Amen.