Foto von aufgeschlagenen Büchern

Predigt über Lukas 24,36-45

Uwe Fleischer (ev)

24.04.2011 in Auerswalde und Chemnitz/Borna

Osterfest

Tauferinnerung

                                                                                                         

Autor: Prädikant Uwe Fleischer          

Gottesdienst  Ostersonntag AU 9.00 Uhr 24.04.2011           Tauferinnerung

 

Liturgie: B / weiß

Begrüßung / Wort zum heutigen GD:

Chor

Votum: Wir feiern diesen GD im Namen Gottes...

Eingangslied Orgel:  EG  99

Psalmlesung:  siehe GD Buch

Gloria patri: Ehr sei dem  ... (177/1)

Kyrie (178/2)

Gloria: Ehre sei Gott in der Höhe, allein ...(179/1)

Tagesgebet: siehe GD Buch

Tauferinnerung mit Lesung

Chor mit Gemeinde ?

Epistellesung:  1.Kor 15/1-11

Wochenlied Orgel: EG 928 ?

Evangelium: Mk 16/1-8 

Credo: apostolisch, gesprochen EG 804

Verkündigung: Lk 24/ 36-45

Predigtlied: Lamm Gottes du nimmst ... Liedblatt/Gitarre

Beichte

Fürbitten

Vater Unser

 

Dankopferansage: 

Dankopferlied: EG 317 ff

Dankgebet für die Kollekte

Abkündigung / Wochenspruch

Schlusslied: EG 112/ 1+2

Sendung: Gehet hin im Frieden des Herrn. Gott sei ewiglich Dank.

Segen: Der Herr segne Dich und ... der Herr lasse... der Herr erhebe...

Chor

 

Abendmahlslied: EG 112/ 6

 

 

Alles Dickgedruckte wird vom Prädikant  ausgeführt

Alle Lieder sind Vorschläge die der Kantor eventuell verändern kann (außer Predigtlied).

 

 und

 

 

Gottesdienst: Ostermontag  9.30 25.04.2011 Borna

                                                                                     

Liturgie: B / weiß

Begrüßung / Wort zum heutigen GD:

Chor

Votum: Wir feiern diesen GD im Namen Gottes...

Eingangslied Orgel:  EG  99

Psalmlesung:  siehe GD Buch

Gloria patri: Ehr sei dem  ... (177/1)

Kyrie (178/2)

Gloria: Ehre sei Gott in der Höhe, allein ...(179/1)

Tagesgebet: siehe GD Buch

AT Lesung: Jes 25/8+9

Chor

Epistellesung:  1.Kor 15/12-20

Wochenlied Orgel: EG 105 /1-3

Evangelium: Lk 24/13-35

Credo: apostolisch, gesprochen EG 804

Verkündigung: Lk 24/ 36-45

Predigtlied: Lamm Gottes du nimmst ... Liedblatt/Gitarre

Beichte

Fürbitten

Vater Unser

 

Dankopferansage: 

Dankopferlied Orgel: EG 317 ff

Dankgebet für die Kollekte

Abkündigung / Wochenspruch

Schlusslied Orgel: EG 112/ 1+2

Sendung: Gehet hin im Frieden des Herrn. Gott sei ewiglich Dank.

Segen: Der Herr segne Dich und ... der Herr lasse... der Herr erhebe...

Chor

 

Abendmahlslied: ohne

 

 

 

 

Alles Dickgedruckte wird vom Prädikant  ausgeführt

Alle Lieder sind Vorschläge die der Kantor eventuell verändern kann (außer Predigtlied).

 

 

 

 

VERKÜNDIGUNG

Kanzelgruß: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei jetzt mit uns allen. Amen. 

Wir wollen still beten. Amen

 

Schlama alochim - Friede sei mit dir/euch (aramäisch)

 

Lk 24/36-45 nach Luther 1986

36 Als sie aber davon redeten, trat er selbst, Jesus, mitten unter sie und sprach zu ihnen: Friede sei mit euch! 37 Sie erschraken aber und fürchteten sich und meinten, sie sähen einen Geist. 38 Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so erschrocken, und warum kommen solche Gedanken in euer Herz? 39 Seht meine Hände und meine Füße, ich bin's selber. Fasst mich an und seht; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Knochen, wie ihr seht, dass ich sie habe. 40 Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und Füße. 41 Als sie aber noch nicht glaubten vor Freude und sich verwunderten, sprach er zu ihnen: Habt ihr hier etwas zu essen? 42 Und sie legten ihm ein Stück gebratenen Fisch vor. 43 Und er nahm's und aß vor ihnen.

44 Er sprach aber zu ihnen: Das sind meine Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war:

Es muss alles erfüllt werden, was von mir geschrieben steht im Gesetz des Mose, in den Propheten und in den Psalmen. 45 Da öffnete er ihnen das Verständnis, sodass sie die Schrift verstanden,

 

Der Herr segne sein Wort an uns. Amen.

Jesus gibt sich ja wirklich alle Mühe um seinen verunsicherten

Jüngern irgendwie zu zeigen: Ich bin´s  euer Rabbi.

Ich lebe, ich bin nicht Tod.

Gebt mir etwas zu essen, fasst mich an – ich lebe.

Ich bin vom Tod, durch das Reich der Finsternis hindurchgegangen.

Ich lebe wieder. Ich bin auferstanden.

Die Auferstehung eines Gestorbenen, ist nicht nur für die Jünger

damals, sondern auch für uns heute schwer zu glauben.

Für die Jünger damals war das ja noch eher Realität  –  aber für uns?

Deshalb haben schon viele Theologen versucht dieses Ereignis irgendwie zu erklären / zu beweisen.

Für mich / uns, soll das heute gar nicht so wichtig sein.

Denn wer irgendwann schon einmal, tatsächlich, Jesus etwas von seinem Leben anvertraut hat.

Vom verborgensten, vielleicht in größter Not und Enge.

Wer irgendwann einmal, nicht mehr allein konnte.

Wer sein Leben nicht mehr selbst im Griff hatte – wer wirklich auf Jesus geworfen war – der weiß Jesus lebt.

Der weiß etwas von diesem Frieden den nur Gott geben kann.

Der weiß auch etwas von diesem außergewöhnlichen Handeln Gottes:

- Einen Toten zum Leben zu bringen.

- Etwas Totes in mir lebendig machen.

- Hoffnungsloses Leid    in Geborgenheit / in Trost zu verändern.

- Absolute Trauer        in Freude zu verwandeln.

- Mein mangelbehaftetes Leben wertvoll zu machen, zu heiligen.

Das ist eine Gewissheit die man niemandem beweisen kann.

Fakt ist: Jesus lebt und er will Anteil an deinem Leben haben.

Er will dein Leid teilen und deine Freude.

Er will dein Heiland sein in allen Tagen deines Lebens.

Mit dieser Gewissheit wollen wir uns den Text noch etwas genauer anschauen.

Der Text beschreibt uns die damalige Situation.

Die Jünger durchlebten innerhalb kurzer Zeit dramatische Tage.

Zuerst das gemeinsame Abendmahl mit ihrem Meister, dann

der Schock der Verhaftung von Jesus, die Verurteilung und Kreuzigung ihres Rabbis am Karfreitag.

Seine hastige Grablegung.

Die Pessachfeier im Tempel und nun die Begegnung mit dem Todgeglaubten.

Ein auf und ab der Gefühle, der Ereignisse.

Manchmal durchleben auch wir solche bewegte Zeiten.

Freude und Leid wechseln innerhalb kurzer Zeit.

Etwas von uns nicht vorbereitetes,    nicht geplantes tritt ein.

- Die Ankündigung    einen Ausbildungs – oder Studienplatz zu erhalten,  allerdings erst im nächsten Jahr.

- Die Ankündigung dass eine berufliche Beförderung ansteht – allerdings ist die neue Arbeitsstelle 80 km entfernt.

- Die Ankündigung dass in der Familie ein Kind geboren wird – allerdings sind die Eltern noch nicht im Bund der Ehe.

Ein auf und ab der Ereignisse und Gefühle.

Und dann tritt Er mitten unter sie und wünscht:

Schlama alochim - Friede sei mit Dir/euch.

Das hören wir nicht so oft dass uns jemand Frieden wünscht.

Ich kenne nur einen Bruder der mir am Telefon    Frieden wünschen.

Für den das nicht nur eine Redewendung ist.

Wir sollten das öfter tun – uns den Frieden Gottes wünschen.

Wenn wir diesen Frieden haben – nämlich:

–        geborgen zu sein, was auch kommen mag  –

dann können wir sozusagen weiter schauen.

Von uns weg.

Dann besteht meine Welt nicht nur aus Dingen um die      ich mich kümmern muss.

Dann habe ich auch die Freiheit    mich    Gott zu überlassen.

Und das sage ich euch als einer der da am meisten zu lernen hat.

Aus der Versorgung Gottes und derer die sich von Gott  gebrauchen lassen zu leben,   das kann tagtäglich Kampf / Überwindung bedeuten.

Aber erst dann bin ich für Gott brauchbar – weil sich nicht alles

um     mich     dreht.

Und weil   ich    nicht alles drehe.

Er ist mein Versorger.

Er weiß was gut und nicht gut ist für mich.

Er weiß dass viel besser als ich.

Glaubst du das auch für dich?

Das ist eine Herausforderung das für wahr zu halten – komme ich noch darauf.

Dann lass uns dankbar sein.

Auch die Jünger sind in diesem Moment dankbar geworden.

Jesus ist wieder bei ihnen.

Er lebt und spricht mit ihnen.

Das erlebe ich auch manchmal.

Jeder kann das erleben.

Jesus spricht zu mir.

Nicht immer gefällt mir das was er sagt.

Und doch bin ich dankbar dass er    noch immer     zu uns redet,    dass er sich als Erlöser, Heiland,  als Messias    erweist.

44 ...Es muss alles erfüllt werden, was von mir geschrieben steht im

Gesetz des Mose,   in den Propheten und    in den Psalmen.

 

Das geschieht zu Ostern. Und auch heute, jetzt.

Ostern ist eben nicht ein Fest der Ostereiertradition,    der Fruchtbarkeit,        sondern ein Fest des Lebens Gottes.

Ein Fest des Lebens Gottes mitten unter uns und in uns.

Das was ER mit den Bauwerken der Stiftshütte, des Tempels geplant hat -  bei seinem Volk zu wohnen.     

Das geschieht nun in uns, in seinem Volk.

Wir sind seine Wohnung, sein Tempel.

Denn das ist es was    uns     im Gesetz,   in den Ankündigungen der Propheten     und im Lobpreis der Psalmen gesagt wird.

>>Der Messias soll Leben bringen - für alle Menschen.<<

Leben wie Gott es gewollt hat.

Wissen wir wie solch ein Leben aussieht?

Leben wie Gott es gewollt hat.

Natürlich wissen wir das,      Gott hat es ja in uns angelegt

Im Innersten weiß das jeder Mensch und jeder sehnt sich auch danach.

Einen Platz der Ruhe, des Friedens, zu haben   - an dem kein Leid, kein Schmerz, keine Tränen und kein Geschrei mehr sein wird.

Ein Platz - nicht an der Sonne - sondern im Schatten Gottes.

Aber noch sind wir nicht dauerhaft dort.

Und es ist auch jemand daran interessiert dass wir da nie hinkommen,   

dass wir in unseren schönen Traditionen bleiben,   verkümmern.     Diesen Schock, der Auferstehung aus der Finsternis,  verpassen.

Es ist jemand daran interessiert dass wir nicht mit dem lebendigen Gott rechnen und unser Leben so führen wie   wir    es für richtig halten.

...nicht mit dem lebendigen Gott rechnen...

Wer oder was ist der lebendige Gott?

Luther hat gesagt: „Gott ist gerecht,  weil er gerecht macht“ – nicht weil er uns alles recht macht.

Und es ist jemand daran interessiert dass wir unser Leben so führen wie       wir    es für richtig halten.

Da höre ich die Schlange,  die zu Eva sagt: „... ihr werdet so klug sein wie Gott“.

Das ist nicht gut für uns.

Wir können mit dieser Klugheit nicht umgehen.

Was kann mir / uns     da immer wieder helfen?      Antwort:

45 Da öffnete er ihnen das Verständnis, sodass sie die Schrift verstanden,...

 

Ein furchtbares deutsch, eine schlimme Grammatik.

Doch diese Wortdopplung ist im aramäischen der besonderen Bedeutung geschuldet.

Jesus öffnet uns das Verständnis das wir die Schrift verstehen.

Mit anderen Worten,  wenn wir die Schrift hören oder lesen    und  Jesus nicht dabei fragen:  Was bedeutet es für mich?           werden wir nicht viel oder falsch verstehen.

Wenn wir Jesus nicht  in unser Schriftverständnis einbeziehen, also das was wir für richtig halten vom Wort Gottes,    dann   werden wir  Dinge tun und sagen,        die er nie  gewollt und nie gemeint hat.

Vielleicht richtet Gott gerade in diesem Moment   sein Wort, seine Aufmerksamkeit auf eine Sache        die dich trifft.

Vielleicht etwas in deinem Leben was du Jesus vorenthältst.

Vielleicht fällt gerade in diesem Moment die Güte Gottes auf dich

Vielleicht ist jetzt der Moment Stille zu werden.

STILLE

Herr Jesus wir danken dir dass du den Schlama alochim Frieden Gottes bringst der höher ist als alle menschliche Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in dir zu bleiben. Amen.

GEBETE

DANK

Allmächtiger Gott wir danken dir für deinen Frieden

der über uns kommt.

Wir danken dir dass du deinen Frieden jedem persönlich geben willst.

Ein Frieden der nicht von dieser Welt ist.

Jesus hat ihn für uns erworben.

Den Sieg über meine Gottlosigkeit.

Das ist Finsternis.

Diese Finsternis hat Jesus durchlitten und überwunden.

Herr Jesus du hast den unbezwingbaren Tod überwunden.

Mit dir ist uns dies ebenfalls möglich.

Wenn wir dich in unser Leben hineinholen,  überwinden wir das was uns gefangen nimmt.

Manchmal habe ich das vergessen.

Ich habe mein Leben bestimmt ohne dich zu fragen.

Wir haben dein Wort in der Gemeinde umgesetzt, ohne deine Wegweisung.

Dadurch haben wir uns angepasst.

Aber du Herr machst uns Mut umzukehren.

Wir wollen dir unser Versagen in der Stille bekennen.

 

 

 

ABSOLUTION:

Auf diese stille Beichte vor Gott -  auf dein und mein Bekenntnis -  verkündige ich allen, die ihr Versagen bereuen

und auf den Tod und die Auferstehung Jesu Christi von Herzen vertrauen,

als ein berufener Diener des Wortes Gottes,

die Gnade und die Vergebung der Sünden

im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

 

BITTE

Herr Jesus wir wollen dich bitten,  hilf uns

die Gebote des Mose, die Verheißungen der Propheten und die Anbetung der Psalmen,  zu tun.

Hilf uns den Namen Gottes über alles zu ehren.

Hilf uns im Umgang miteinander Frieden zu haben.

Frieden – zuerst mit den Glaubensgeschwistern und dann mit den Menschen an unserer Seite.

Erbarme dich Herr über denen die in Krankheit, Schwachheit, Trauer und Bedrohung sind.

Erbarme dich durch uns,  über die Einsamen,  allein gelassen, aufgegeben.

Wir wollen dich für die von Katastrophen Betroffenen bitten besonders in den Gebieten wo es keine Hilfe, keine funktionierenden Sozialsysteme gibt.

Herr Jesus, wir bitten dich für unsere Gemeinden, für die Familien, die Kinder und für dein Volk.       

VATER UNSER ...