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Predigt über Markus 12,1-12

Dr. Carl Caspar Jürgens


Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus

und die Liebe Gottes und

die Gemeinschaft des Heiligen Geistes

sei mit Euch allen!

 

Liebe Gemeinde!

 

Der Predigttext für heute steht im Neuen Testament im Evangelium des Markus, Kap. 12, V. 1 – 12:

Von den bösen Weingärtnern

1Und er fing an, zu ihnen in Gleichnissen zu reden:

Ein Mensch pflanzte einen Weinberg und zog einen Zaun darum und grub eine Kelter und baute einen Turm und verpachtete ihn an Weingärtner und ging außer Landes (Jes. 5, 1.2).

3Und er sandte, als die Zeit kam, einen Knecht zu den Weingärtnern, damit er von den Weingärtnern seinen Anteil an den Früchten des Weinbergs hole.

4Sie nahmen ihn aber, schlugen ihn und schickten ihn mit leeren Händen fort.

4Abermals sandte er zu ihnen einen anderen Knecht; dem schlugen sie auf den Kopf und schmähten ihn (2.Chr.36, 16).

5Und er sandte noch einen andern, den

töteten sie; und viele andere: die einen schlugen sie, die anderen töteten sie.

6Da hatte er noch einen, seinen geliebten Sohn; den sandte er als letzten auch zu ihnen und sagte sich: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen.

7Sie aber, die Weingärtner, sprachen untereinander: Dies ist der Erbe; kommt, lasst uns ihn töten, so wird das Erbe unser sein!

8Und sie nahmen ihn und töteten ihn und warfen ihn hinaus vor den Weinberg (Hebr. 13, 12).

9Was wird nun der Herr des Weinbergs tun?

Er wird kommen und die Weingärtner umbringen und den Weinberg andern geben.

10Habt ihr denn nicht dieses Schriftwort gelesen (Ps. 118, 22,23)?:

Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden. Von dem Herrn ist das geschehen und ein Wunder vor unsern Augen

12Und sie trachteten danach, ihn zu ergreifen, und fürchteten sich doch vor dem Volk; denn sie verstanden, dass er auf sie hin dieses Gleichnis gesagt hatte. Und sie ließen ihn und gingen davon.

 

Liebe Gemeinde!

Einer unserer Politiker ruft in krisenhaft zugespitzten Situationen gelegentlich gerne aus: „Es geht nicht um Leben oder Tod, es geht um mehr!“

Mit Blick auf unseren Bibeltext gefragt: Ist das auf willige Lacher kalkulierter Nonsens oder tiefe Weisheit?

Jesus war gerade in Jerusalem eingezogen. Die Hohen Priester in diesem Zentrum und Brennpunkt des römisch besetzten Israel waren bereits in der Klemme zwischen den Besatzern und dem eigenen, unruhigen Volk.

Jesus hatte das Volk in den Monaten des galiläischen Frühlings nicht nur gelehrt, sondern auch zahlreiche Wunder getan. Dadurch war der Druck auf die religiöse Elite erhöht. Zuletzt hatte Jesus diese dann im Tempel mit der Austreibung aller Geschäftemacher ganz direkt herausgefordert.

Mit seinem Gleichnis hält er ihnen nun auch noch öffentlich den Spiegel vor und stellt ihnen gleichzeitig eine Prognose, die sie mit

„… sehenden Augen sehen und doch nicht erkennen und mit hörenden Ohren hören und doch nicht verstehen …“(Mk 4, 12; Jes. 6, 10),

- denn mehr, als dass von ihnen die Rede ist, haben sie damals nicht begriffen, sonst hätten sie sich bekehrt und nicht die Kreuzigung Jesu betrieben.

Dabei geht es nicht um das Tun der Weinberg-Pächter im Gleichnis. Das ist ebenso verbrecherisch wie unsinnig. Unsinnig sind die Morde – zuletzt der an dem einzigen Sohn und Erben des Eigentümers und Verpächters, weil der Vater ja am Ende noch lebt. Ihm bleiben die gierigen Pächter verantwortlich. Nach geltendem Recht hätten sie somit keine Chance gehabt, den Weinberg an sich zu bringen, denn er war eben nicht herren-los geworden.

Ebenso wenig ging es Jesus um Weinberg und Weinernte, den Pachtzins dafür oder die Gier der Pächter an sich.

Das Gleichnis zielt vielmehr auf deren tiefste Wurzel, die Ur-Sünde und zugleich den Grund-Irrtum des Menschen, dass er meint, er muss sich Gott entziehen, um sich selbst eine möglichst große Freiheit bzw. Autonomie von Gott schaffen zu können. Dabei können Menschen nur leben und arbeiten, weil Gott ihnen schafft und gibt, was dazu nötig ist.

Die fortgesetzt trotzige, zähe, bisweilen sogar feindselige und teilweise höchst brutale bis mörderische Verweigerung dessen, was Gott gegenüber recht wäre, funktioniert nur bei einer Ausschaltung des Gewissens („1 Million + keine Tränen“).

Der religiösen Elite seiner Zeit wirft Jesus – in sein Gleichnis verpackt – nicht nur vor, dass ihr Inneres voll Raubgier und Bosheit ist (Lk 11, 39), sondern schlimmer noch, dass sie damit dem ihnen anbefohlenen Volk Israel zugleich den Schlüssel zur Erkenntnis weggenommen haben (Lk 11, 52).

Es geht – damals wie heute – um den Versuch des Menschen, Gott zu besiegen und zu beseitigen aus dem eigenen Leben. Die Rebellion gegen Gottes Freundlichkeit, sein Vertrauen und seine Treue richtet sich am Ende immer auch gegen die Rebellen. Sie sind mit ihrem ganz eigenen Wahn im Blick und im Sinn nicht nur kurzsichtig, sondern sogar blind in ihren Aktionen - ohne das selbst noch merken zu können. Er geht aber besonders zu Lasten derjenigen, die solchen Rebellen anbefohlen und ausgeliefert sind.

Und wie viel Vorschuss hat Gott uns gegeben – immer wieder! Trotzdem ist es aktuell soweit gekommen, dass wir, wie ein Wirtschaftshistoriker es ausdrückte, aktuell die finanziellen Symptome eines Weltkriegs erleben – ohne den Krieg. Je länger und je mehr dabei von Systemen und von dem geredet wird, was systemtragend ist oder sein soll, desto mehr fällt auf, dass es in von Menschen geschaffenen Zusammenhängen ganz offensichtlich weder Ecksteine noch ein Fundament gibt.

Diese ungewohnt offen zu Tage liegende Bodenlosigkeit beschert uns weltweit reichlich anschauliche Beispiele für verblüffende Niederlagen von lauter ehemaligen Siegertypen (Madoff). Sie hatten es sich wegen ihrer Verfügungsmacht über Milliardenbeträge gerne gefallen lassen, „Master of the Universe“ (=Weltherrscher) oder sogar „Gott Vater“ tituliert zu werden. Mit dem Geld und dessen Abglanz haben sie diese Titel, ihr Ansehen, die gewohnte Verehrung und in manchem Fall – in letzter tragischer Konsequenz fehlender Gottes-Erkenntnis – auch ihr Leben verloren als ihre auf Erfolg und Geld gebaute Selbstgewissheit und Euphorie in panische Angst und Verzweifelung umschlug.

Dieser Punkt wird „Minsky-Moment“ genannt, nach einem Wirtschaftshistoriker, der ehrlich und klug genug war festzustellen, dass Wirtschaft (wie alle Bereiche des Lebens) instabil ist „aufgrund ihrer eigenen Natur“. Darauf aufbauend hat er nichts anderes getan als die fatale Negativspirale von Schätzung und Selbstüberschätzung und ihr Ende zu beschreiben.

Mir kommt es so vor, Gott hat mitgezählt und rechtzeitig aufgehört zu Schweigen, dass das Elend nicht zu groß wird. Er hat ein „Königreich“ beendet, weil er es für zu leicht befunden hat (Dan. 5, 17-30) – und das ist im Gegensatz zu vielen anderen Dingen wirklich gut so!

Wir sind nun mit Ratlosigkeit und Schulden konfrontiert. Täglich wird davon berichtet, aber auffällig wenig von Schuld. Da wird viel von Hilfe und Rettung geredet, aber kaum von den Verursachern des Desasters. Und viele der immer schneller aufeinander folgenden Antworten und Rettungsideen sind ganz offensichtlich ebenso halt- wie verantwortungslos, weil sich unter den hilflosen Helfern und Rettern nicht wenige Verursacher befinden – jetzt in neuer Rolle als „Master of Desaster“.

Ist uns also noch zu helfen bzw. sind wir noch zu retten?

Dass diese Frage von Gott schon längst positiv beantwortet ist, zeigt eine geniale kindliche Frage. Eine Mutter wird von ihrem kleinen Sohn ganz unvermittelt gefragt: „Mama, ist Jesus ein Gottes-Ur-Teil?“

Ja, Gott hat den Menschen, sein Wesen und sein Tun angesehen und sich entschlossen zuzulassen, dass sein Sohn Jesus Christus an das Kreuz geschlagen worden ist. Das ist der erste Teil der Antwort auf die hintersinnige Frage des Kindes, dass Gott mit seinem Sohn ein Ur-Teil, also etwas von sich selbst hingegeben hat, um den Tod ein für alle Mal, d.h., in Ewigkeit zu besiegen.

Dieses Opfer ist höher als die höchste kriminelle Energie, höher als jede Gier sein kann und dieser Sieg ist beständiger und strahlender als jeder menschliche Triumph sein kann, damit wir davon leben können – so barmherzig ist Gott.

Mit dem brutalen und grausamen Kreuzestod ist zugleich das barmherzige Urteil Gottes über uns gefällt: es lautet Befreiung für immer aus dem Kreislauf von Schuld und Sühne, „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ – und das statt ewiger Verdammnis des Menschen in seiner Unvollkommenheit und Fehlerhaftigkeit.

Wenn Jesus seinen Jüngern erklärt, dass die Adressaten seines Gleichnisses es mit „… sehenden Augen sehen und doch nicht erkennen …“(Mk 4, 12; Jes. 6, 10), dann steht an der Stelle für erkennen ein hebr. Verb („jada“), das in seiner Bedeutung bis hin zur innigen, liebenden Vereinigung reicht.

Gott will unser Herz, nicht den Verstand, er will die Liebesbeziehung „Das Weib wird den Mann umgeben“ (V. 22), aus der die Erkenntnis fließt (Jer. 31),

... sie sollen mich alle erkennen, beide, klein und groß ... denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken.“ (V. 34).

Soweit geht Gott, soweit will er mit uns gehen, wenn wir nur wollen. Aber niemand kann Gott lieben, der – ob bewusst oder unbewusst – am Kreuz seines Sohnes vorbei sieht. Jesus ist „Der Stein, den die Bauleute verworfen haben,…“ und für uns“… zum Eckstein geworden.“, damit wir eine lebendige, vertrauensvolle  Beziehung mit ihm haben. Dazu gehört, dass wir ganz sicher werden, wie unendlich wertvoll wir ihm sind, nämlich genauso wertvoll wie sein eigener Sohn.

Paulus beschreibt in seinem „Hohelied der Liebe“ was der Lohn dafür ist, in den Spiegel, den Jesus auch uns hinhält, hinein zu sehen:

 „Wir sehen jetzt durch einen dunklen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von

 Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen wie ich erkannt bin.“ (1.Kor. 13,12) und dann fasst er zusammen

 „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die

 größte unter ihnen“ (1. Kor. 13,13) - Gottes Liebe, aus der sich unsere Nächstenliebe speist.

Je länger wir also danach suchen und Ausschau halten, desto größer wird in uns dieses echte, liebevolle Interesse – mit dem uns Gott begegnet – an allem, was wiederum uns begegnet. Zeitlebens so zu suchen, das ist Weg, der uns immer wieder herausführt aus Nichtigkeit, Unwissenheit, Verfinsterung und Verstockung von Herz und Verstand, in die wir leicht geraten, wenn uns der Blick auf das uns von Gott zugedachte Leben verstellt ist, durch Übergroßes, seien es die sprichwörtlichen $-Zeichen im Auge, Renditeziele oder anderes in unserem Leben. Menschliche Prominenz muss hell angestrahlt werden, dass man sie als solche erkennt, göttliche Autorität strahlt aus. Wo Gott ist, da ist das Licht und kann kein Dunkel sein, wo ER ist, da ist wahre Weisheit statt mehr oder weniger klarer Verstand. Jedes Kirchenjahr erinnert daran.

Aber wer will die Begegnung mit Gott auf seinem Lebensweg? Wer will ihn suchen und erkennen, eine Herzensverbindung mit ihm eingehen, indem er sich selbst wirklich anschaut (nicht nur selbstbespiegelt), wie Johannes Scheffler, mit Dichternamen Angelus Silesius, es in seinem Gedichtband „Cherubinischer Wandersmann“ gefasst hat:

Wie ist mein Gott gestalt’t? Geh schau dich selber an,

Wer sich in Gott beschaut, schaut Gott wahrhaftig an.

Freund, so du etwas bist, so bleib doch ja nicht stehn,

man muss aus einem Licht fort in das andere gehen.

Mensch, wenn Du irre gehst, so frage dein Gewissen,

Du wirst ohn alln Verzug die Straß erkennen müssen.

Mensch, wo du weise bist und liebst nicht Gott dabei,

So sag ich, dass ein narr dir vorzuziehen sei.

 

In unserem Vorgespräch zur Ordination haben Sie, lieber Herr Kenntner, mir Ihren Bericht zur letzten Kreissynode gegeben.

In zwei Übersichten aus einer Studie zur sozialen Lage und Orientierung von Jugendlichen (14-19) und Jungen Erwachsenen (20-27)  sind im schönsten Soziologen-Deutsch definierte Gruppen dargestellt: „konsum-materialistische“, „post-materielle“, „hedonistische“, „performer“, „experimentalistische“, „etablierte“ und sogar „DDR-nostalgische“.

Unschwer ist zu erkennen: die sog. Milieus sind – wie unsere Gesellschaft insgesamt – zunehmend zersplittert, d.h., alle suchen etwas, aber in den unterschiedlichsten Richtungen. Und – die Bezeichnung verrät es – es wird in fast jedem dieser Milieus schwierig bis unmöglich sein, dauerhaft harmonisch mit sich und mit Gott zu leben, denn der Masse ist alles andere wichtiger als ER. Dabei ist es die klare Minderheit, von der vermutet werden darf, dass sie sich evtl. irgendwann nach Gott evtl. umdrehen würde.

Wo sind die Suchenden denn dann zu finden? Natürlich bei uns hier und in anderen christlichen Kirchen, in christlichen Kindergärten und Schulen, in Jugend- und Konfirmanden-Gruppen und auf den Kirchentagen, aber vielleicht eben auch in der KölnArena (FAZ).

Dort zahlen sie zwar Eintritt dafür, dass ihnen ein Schauspieler zwei Stunden lang aus der Bibel vorliest – das sollte mal einer in der Kirche wagen ... Der Mann aus der KölnArena hat in einem Jahr etwa 60.000 Tausend Menschen vorgelesen, begleitet von einer Band „Zero Tolerance“, einem Chor und einer Gastronomie, die alles bietet, was des Deutschen Herz üblicherweise begehrt ... (unvermeidliches Duo: Braune Brause & PopCorn oder Chips, etc.)

Diese sog. Lesungen sind zweifelsohne kommerziell und haben aber eben irgendwie auch mit Gott und seinem Wort zu tun. Ginge es nur um dieses Wort, würden die Leute für etwas zahlen, dass sie z.B. hier kostenlos bekommen? Warum also zahlen sie Eintritt? Die Menschen lassen sich wohl erinnern an Texte, die ihnen Hoffnung vermitteln können, aber dann wollen sie keine Verantwortung übernehmen, sich nicht entscheiden für das, was sich daraus für ihr Leben als Konsequenz ergibt.

Der lesende Schauspieler gibt den Menschenfreund, indem er behauptet, dass er die den Bibeltexten innewohnende, lebensspendende und -rettende Kraft nicht wecken will, angeblich um sein Publikum nicht zu manipulieren – eine Ausrede und fiese Unterstellung zugleich, als ob eine solche Erweckung nicht ohne Manipulation zu haben wäre.

Er ist also noch weniger als ein Pächter, aber auf jeden Fall einer, der mit dem über-/ lebenswichtigen Schlüssel der Erkenntnis nur spielt – gegen Bares versteht sich (=Vorenthalten).

Von Betrug kann man trotzdem nicht sprechen, denn der Preis für die Eintrittskarte bestimmt und begrenzt das Engagement beider Seiten, das des Vorlesers auf max. 2h und das seiner Zuhörer auf’s Hören ohne Gehorsam.

Gott gibt aber nicht auf: was uns nicht möglich ist, das ist ihm nicht nur möglich, sondern schon getan – am Kreuz (vgl. Lk. 18, 27)! er lässt sich nicht nur suchen von denen, die nicht nach ihm fragen und finden von denen, die ihn nicht suchten, sondern er ruft sogar „Hier bin ich, hier bin ich!“ zu einem Volk, das nicht mehr nach ihm ruft (vgl. Jes. 65,1).

Das heißt: die tägliche Herausforderung ist, erkennbar Gottes Kind zu sein, Zeichen zu setzen und Beispiel zu geben und immer wieder hinzusehen in den uns von Gott anvertrauten „Weinbergen“ – zum Beispiel in der Familie und in unserem Umfeld, z.B. im Beruf und natürlich auch in unserer Gemeinde und Kirche. Und das ist verantwortliches Handeln vor Gott und regt dazu an.

Denn nur daran ist für unsere Mitmenschen und vor allem für die Nachwachsenden zu erkennen, dass das Sterben von Jesus der gewaltlose und doch überwältigende Angriff seiner Liebe auf das Herz seiner Feinde, auf uns ist.

Gott will uns nicht zermalmen, sondern gewinnen für die Freiheit im Leben und im Sterben – und insofern geht es in der Tat immer und überall um mehr als „um Leben und Tod“.

Gott hat mir das am Anfang einer langjährigen, tiefen Lebenskrise mit einem Traum gezeigt:

Am Tag hatte ich ein zur Klosterkammer Hannover gehörendes Gut besucht. Über der Hofzufahrt wölbte sich ein schlicht verzierter, schöner hoher Torbogen aus Naturstein.

Im Traum nun war dieser Torbogen zerbrochen und es ging um seine Wiederherstellung. Es fehlte nur noch der Schlussstein. Neben mir stand der Baumeister und fragte mich. Mein Vorschlag, die Lücke mit einer „Plombe“ aus preiswertem Material zu schließen, gefiel ihm gar nicht. Seine Antwort war „Nein, da nehme ich meinen allerbesten Stein und setze ihn ein.“ Da wusste ich, dass in dem Traum Jesus der Baumeister gewesen war, der sich selbst eingesetzt hat – für mich wie für jeden von uns!

Dass er so barmherzig war und sich selbst hingegeben hat,

damit wir leben, das ist die uns mit dem Predigttext gegebene Verheißung!