Foto von aufgeschlagenen Büchern

Predigt über Matthäus 14,22-33

Pastor Thomas Groß

in Nordhausen

Landesgartenschau 2004

"Herr der Dinge"

Liebe Gemeinde,

FOLIE: 2 Giraffen achten einander höher
Witz: „Welches ist das höchste Wesen, das Gott erschaffen hat?“ fragt der Pastor die Kinder.
Stolz antwortet der kleine Klaus:
„Das ist die Giraffe!“

Wir wissen, das nicht die Giraffen, sondern wir selber die Menschen die höchsten Wesen Gottes sind.
Aber: Größe ist nicht gleich Größe.
Denn mit dem Metermaß kann man den Charakter eines Menschen nicht messen.
Gott hat uns großartig gemacht, und manch einer will mit dieser Tatsache groß raus kommen im Leben.

Gespräch auf dem Fundbüro
Drei Geldbörsen waren abgegeben worden, und zwar von den Müllmännern der großen Stadt.
In der hellgrauen aus Saffian lag ein dicker, satter 500 Euro-Schein. In der schwarzen aus Schweinsleder lag ein gemütlicher, etwas zerknitterter Fünfzig-Euro-Schein.
In dem Kunststoffetui räkelten sich 7 Zehn-Cent-Stücke.

Die Cent-Stücke hörten das Schnarchen des 500 ters. „Entsetzlich“, sagte das eine 10-Cent-Stück „Nicht mal hier hat man Ruhe. Ich kann euch sagen, in den letzten Wochen war bei mir was los: Erst war ich in einer Dose Brot für die Welt, danach landete ich für kurze Zeit in einer Rolle auf der Bank, kam anschließend auf den Ladentisch, zwängte mich bald darauf durch den Schlitz einer Musikbox, flutschte über eine nasse Theke, fiel durch den Schacht eines Colaautomaten - aus Versehen natürlich; denn ich reichte ja nicht -, rollte eines Tages durch die Gullystäbe, wurde von Jungs herausgefischt, verwandelte mich in Kaugummi, na ja und vieles andere mehr. Jetzt bin ich hier und dachte, ich könnte mich mal ausruhen, statt dessen schnarcht da so ein Dicker.“ Alle 10-Cent-Stücke hatten ähnliche Geschichten zu erzählen.

Gegen Morgen mischte sich der Fünfzig-Euro-Schein ein: „Hört mal, Jungs“, sagte er trocken, „fast möchte ich euch beneiden: Ihr seid ständig in Bewegung. Mein Leben ist ziemlich langweilig: Ich komme eigentlich immer nur von einer Kasse zur anderen. Die Leute überlegen oft so lange, ob sie mich wechseln, ja ob sie mich überhaupt nehmen wollen. Wißt ihr, man kann mit mir so schlecht eine Zeitung holen oder Brötchen und so was. Ja, manchmal möchte ich euch beneiden.“

Die letzten Worte hatte der 500-Euro-Schein mitgehört, der soeben aufgewacht war.
„Leute, mit euch kann man wenigstens Deutsch sprechen. Seht mal, ich bin noch ganz platt. Mein Problem ist: Jeder will mich, und keiner braucht mich.
Ich könnte das große Heulen kriegen, wenn ich daran denke ach, ich darf gar nicht daran denken. Ich bin einfach zu groß für die normale Welt und dadurch eigentlich immer allein. Ich kann nur schlafen oder verzweifeln.
Und wenn ich wirklich mal mit meinesgleichen zusammentreffe, dann sind es immer dieselben langweiligen Gespräche.“

Da rieben sich die 10-Cent-Stücke aneinander, um ihren Adler auf Hochglanz zu bringen, denn sie hatten plötzlich begriffen, daß sie durch ihre Kleinheit einen großen Wert besaßen.
Der Fünfzig-Euro-Schein aber beschloß, sich bald wechseln zu lassen, bei der ersten besten Gelegenheit.
Der 500 Euro-Schein aber schlief wieder ein und träumte vom bewegten kleinen Alltag. Da träumt er heute noch, denn er wurde gar nicht erst abgeholt.

1. Kerzenlicht oder Armleuchter
- Ein Gleichnis, das heute durchaus auch von Jesus erzählt sein könnte.
ein 500 Euro-Schein, der von der Zahl auf seinem Papier her groß war, und doch merkte, wie klein er war.
und daneben die Cent-Stücke, die klein und scheinbar
wertlos erschienen und feststellten, wie oft man sie
doch im Leben braucht - wie wichtig sie in Wirklichkeit sind.

nWie ist das mit dir? Bist du ein Mensch, der zu Jesus will, oder hängst du bloß so rum im Leben, ohne zu wissen, zu wem du gehörst und was du eigentlich willst?
500 Euro-Schein oder Cent-Stück?
Kleines Kerzenlicht oder großer Armleuchter?

Groß oder klein? Arm oder reich?
Mal Herr der Dinge sein?
Wo ordnest du dich ein?
In aller Bescheidenheit sicher mehr unten oder in der Mitte.
- Kleines Kerzenlicht oder großer Armleuchter. Was oder wer bist du?

FOLIE: „Ich bin der Größte“
Quizshows und Gameshows, Guinnessbook, Sport und Politik zeigen uns: nur einer kann es sein: Millionär, Bundestrainer, Bundeskanzler, der weltbeste Dominosteinumwerfer oder am längsten auf einem Pfahl Sitzende, Lottogewinner oder auch nur Pfadfinderleiter - einer nur kann es sein aber viele streben danach, um vielleicht hier und da auch mal was vom Kuchen abzubekommen.

Witz: Ein amerikanischer Rancher erzählt seinem deutschen Besucher: „Meine Ranch ist so groß, daß ich mit dem Auto 2 Stunden brauche, um sie zu umfahren.“
Meint der Besucher: „Ja, ja, so ein Auto hatte ich auch mal!“
(Das wäre so einer wie auf der folgenden Folie!!!)

FOLIE: Blind für den Reichtum im eigenem Leben
Doch HALT - kann es sein, das durch das ständige Vergleichen, und einsuggerieren, daß mir noch was zum Glücklichsein fehlt - ich den Reichtum in meinem Leben gar nicht mehr wahrnehme?

Groß oder klein - kleines Kerzenlicht oder großer Armleuchter.

2. Von Sachen, die uns zu groß sind
Kerzenlicht oder Armleuchter - 10-Cent-Stückhen oder 50 Euro-Schein?
Was oder wer bist du? Und was willst du werden?
Diese Fragestellung zeigt uns auch unsere Wünsche und Realitäten auf.
2.1. der Wunsch groß zu sein - HERR DER DINGE zu sein - - und
2.2. das Unvermögen in Krisen wirkliche Größe zu zeigen.

2.1. Der Wunsch groß zu sein

Den Wunsch groß zu sein, tragen wir alle bewußt oder unbewußt mit uns herum.
Nur kommen wir mit der Größe oft nicht klar.
Wir ziehen uns dann Sachen an, die uns nicht passen.

Hier zeige ich den Zuschauern selber hergestellte Gegenstände, die viel zu groß sind, so dass sie nicht damit klar kommen. Ich holte mir immer Kinder nach vorne. Das gab viel Spaß und war sehr anschaulich!!!

Einige Beispiele dazu:
1. Mit großem Streichholz kleine Kerze anzünden.
mit kleinem Streichholz geht es.
2. Wie lange ist man einen Bonbon? 2 Minuten!
Wer schafft diesen großen Bonbon in 2 Minuten -
Allein und ohne Hilfe?
einen kleinen Bonbon schafft man in der Zeit.
3. Mit großer Klammer kleinen Strumpf aufhängen.
Es geht am besten mit kleiner Klammer.
4. Jacket auf großen Bügel hängen.
Es geht am besten mit normalen Bügel.
5. Mit Riesenflaschenöffner Flasche öffnen.
Normaler Öffner macht es einfacher.
6. Inhalt einer Riesentasse trinken.
Inhalt aus kleiner Tasse ist eher angemessen.
7. Kind soll Riesenkartenspiel halten.
Kleines Kartenspiel hält sich besser.
8. Kind soll mit Riesenbleistift Namen auf Papier schreiben. Das geht nur sehr schwer.

- Was wollte ich mit den Experimenten sagen?
Wir ziehen uns oft Sachen an, die uns zu groß sind.

FOLIE: Zu große Schuhe anziehen

Manche Größe steht nicht jedem.
- nicht jeder würde damit klar kommen, wenn er plötzlich im Lotto gewinnt.
- ein anderer hätte ein Problem, wenn er hier vorne was sagen müßte.
- Um im Bild zu bleiben, die Riesenbügel anderer Menschen tragen unsere kleinen Jackets nicht; der Schluck aus der Riesentasse des anderen könnte einfach zuviel für mich sein;
die Riesensüßigkeit des anderen, bekommt unserem Magen eventuell gar nicht.

- Solche Riesen - wo ich nicht mehr HERR DER DINGE BIN - stehen uns oft im Leben vor der Nase: Schulwechsel, Zahnarzt, Ablehnung in der Gruppe Neuer Arbeitsplatz

FOLIE: Ein Floh kann einem Löwen zu schaffen machen
FOLIE: Menschen stolpern über Maulwurfshügel

2.2. In Krisen wahre Größe zeigen

lIn der Bibel hatten viele Namen eine Bedeutung:
-Jesus gab zum Beispiel Simon den Namen „Petrus“ =
übersetzt „FELS“.
-und drückte damit aus, daß Simon entscheidende
Bedeutung für die wachsende christliche Gemeinde vor 2000 Jahren haben würde.

Ich möchte euch von diesem Mann aus der Bibel erzählen, der nicht nur FELS hieß, sondern sich in einer Situation auch zu große Schuhe anziehen wollte und so sein wollte wie Jesus.

-einer der wie Jesus Herr der Dinge sein wollte

"GESCHICHTE DER GROßGLÄUBIGEN WASSERLÄUFER"
"Jesus trieb seine Jünger an, ins Boot zu steigen und vor ihm hinüberzufahren, bis er das Volk entlassen hätte. Als er aber das Volk entlassen hatte, stieg er allein auf einen Berg, um zu beten. Und am Abend war er dort allein. Und das Boot war schon weit vom Land entfernt, und die Wellen machten ihm schwer zu schaffen; denn der Wind stand ihm entgegen. Aber in der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen und ging auf dem See. Und als ihn die Jünger auf dem See gehen sahen, erschraken sie und riefen: Es ist ein Gespenst! und schrien vor Furcht ..."
Nur Petrus schrie nicht. Denn er wußte, daß Jesus vorhatte, zu ihnen zu kommen. Und er stand auf und sprach zu den übrigen Jüngern:
„Seid getrost, ich bin Petrus; fürchtet euch nicht. Ich weiß Bescheid. Was ihr für ein Gespenst haltet - das ist in Wahrheit Jesus von Nazareth. Er kommt auf dem Wasser gehend zu uns; und ich weiß genauso wie er, wie man das anstellt. Er hat's mir verraten. Schaut her.“
Und Petrus stieg aus dem Boot aus. Er bedrohte das bewegte Wasser und den starken Wind. Und Wasser und Wind wurden sogleich ruhig. Und die Jünger staunten und waren hocherfreut. „Petrus, du bist unser Mann. Du Großgläubiger, mit dir werden wir noch ganz andere Gefahren überstehen.“
Und sie klatschten in die Hände, lachten und wollten Petrus nachfolgen. Denn Petrus konnte auf dem Wasser einhergehen. Als Petrus bemerkte, was sie vorhatten, sprach er zu ihnen: „Bleibt noch eine Weile im Boot zurück. Ich möchte rasch vorausgehen und Jesus begrüßen.“
Und Petrus eilte auf dem Wasser Jesus entgegen. „Großgläubiger Petrus, sagte Jesus, das hast du -ausgezeichnet gemacht. Mach weiter so. Achte nur darauf, dass der Geheimcode nicht an Hinz und Kunz verraten wird, sonst können am Ende alle Menschen auf dem Wasser herumlaufen.“
Petrus versprach ihm, das Codewort vorsichtig zu gebrauchen und die Weitergabe des Codewortes von Unterricht und verschiedenen Glaubenstests abhängig zu machen. Dann kehrte er zu den Jüngern zurück, er allein. Einen ganzen Tag lang unterrichtete er die Jünger im Boot, dann am Abend sagte er ihnen das Codewort. Und im Nu waren sie alle auf dem Wasser, alle zwölf. Sie rannten umher, schlugen Purzelbäume, spielten Fangen. Sie waren ganz vergnügt und nannten sich von diesem Tage an:
Gemeinde der großgläubigen Wasserläufer.
Die Gemeinde entwickelte sich gut. Das Leben spielte sich vorwiegend auf dem Wasser ab. Pfahlbauten wurden errichtet. Die Straßen waren Wasserstraßen, die für den Bootsverkehr gesperrt wurden, weil die Wasserläufer das Wasserlaufen für eine wesentliche Ausdrucksform ihres Großglaubens hielt.
lTäglich kamen neugierige Besucher von nah und fern, um die Wasserläufer zu sehen. Sicher, es waren vorwiegend sensationshungrige Touristen, aber auch einige ernsthafte Sucher und Frager waren unter ihnen.
lDie Gemeinde der großgläubigen Wasserläufer legte Wert auf eine deutliche Abgrenzung von allen kleingläubigen Erdläufern. Sie wußten, wer sie waren. Und so ist es geblieben bis auf den heutigen Tag. (nach Hannes-Dietrich Kastner)

-einige von euch haben sich jetzt bestimmt gewundert.
-denn diese Geschichte steht doch ganz anders in der Bibel

-und in der Tat war das eben nicht die wahre Geschichte, wie sie wirklich passiert ist, sondern nur ein Traum, wie wir ihn ja auch oft haben.
-in der Bibel will Petrus genau wie Jesus auf dem Wasser gehen - aber er versinkt
-er will wie Jesus Herr der Dinge sein - aber er geht unter

-schön wäre es zwar, in der Gemeinde mit dem Finger zu schnipsen und ein Wunder zu tun. -vielleicht wäre es ja toll von den anderen Menschen
beneidet zu werden
-das dann andere denken, was der alles kann

aber:
- Der Geheimcode der Großgläubigen ist keine gute Nachricht für kleingläubige Zweifler und Anfänger im Glauben.

lIch hege auch keinerlei Neidgefühle gegenüber dem wasserlaufenden Petrus - sein starker Glaube kommt mir ausgesprochen krank vor.
Eine Summe von Kenntnissen haben, den Geheimcode kennen, ein paar Wunder in Serie fertigen.
Ich weiß sehr wohl, dass mein Glaube ein schwaches Pflänzchen ist
Ich weiß, dass ich mein Vertrauen zu Gott immer neu zu bewähren habe

Ich möchte lieber mit diesem schwachen Vertrauen leben als mit einem kranken Großglauben.
Ich bin dankbar für die Geschichte, wie sie vor 2000 Jahren wirklich passiert ist: -und wie sie Matthäus für uns in der Bibel aufgeschrieben hat.

-Petrus geht Jesus auf dem Wasser entgegen, bekommt
es aber plötzlich, als er den Wind sah, mit der Angst zu tun, schaut von Jesus weg und geht in den Wellen unter
-Petrus schreit um Hilfe für sein Leben
-Jesus streckt seine Hand aus und ergreift Petrus.

Und Jesus sagt zu ihm:
„Hast du so einen kleinen Glauben , Petrus? Vertraue mir doch!“

-Ich bin dankbar, daß die Geschichte genau so und nicht anders in der Bibel steht
-weil es eine Geschichte für die Kleingläubigen ist

- Denn in dieser Geschichte komme ich vor.
- Hier bekomme ich Luft.
- Hier werde ich nicht zum uneingeweihten Außenseiter gemacht oder bloßgestellt, nur weil mein Vertrauen klein ist.

-Die Art, wie Jesus hier mit Petrus und den anderen Jüngern umgeht, tut mir wohl. Er verwaltet kein Geheimwissen, das er nur an seine persönlichen Lieblinge austeilt.

-am Ende der Geschichte über den fast ertrunkenen Petrus sagt Jesus zu Petrus und seinen Freunden:

"Ich bin es! Fürchtet euch nicht!"

Mit diesem Gruß vermittelt er allen Erschrockenen und Verstörten, allen Unsicheren und Geängsteten die Erfahrung, dass sie nicht allein sind.
Furcht ist kein Makel. Unsicherheit kein unmoralisches Vergehen.
Scheitern, Zweifel, Fragen über Fragen, meine Sorgen und Ängste - all das darf auch ein Pfadfinder. Auch, daß ich gelegentlich aufschreien möchte: Hilfe, ich versinke - Wellen gehen über mich her, Fluten; ich habe Angst vor morgen, - auch das macht mich in Jesu Augen nicht unmöglich. Er weidet sich weder an der Schwäche des Petrus noch an unserem kleinen Vertrauen.

"Ich bin es! Fürchtet euch nicht!" - genau das hilft uns zu leben. Genau das kann uns Gelassenheit verschaffen.

Ich wünsche mir und uns allen den Mut eines Petrus, um Hilfe zu rufen und die eigenen Schwächen einzugestehen.. lIch wünsche mir und uns allen schließlich den Mut, offen darüber zu sprechen, was uns trägt und nicht versinken lässt.

Wie gehen wir damit ganz praktisch um?
Wie kann die Erfahrung des Petrus mir im Leben weiterhelfen?

Großglaube und Kleinglaube - wie dicht sind die beiden oft beieinander.
HERR DER DINGE sein und nicht mehr HERR DER DINGE SEIN - wer hat das nicht schon erlebt.

Gott selbst muß uns oft den Blick wieder in seine Richtung lenken (neg-pos), weil wir sonst in die Irre gehen würden.
Wer wie Petrus auf den Wind sieht geht unter, wer auf Jesus sieht, kann ihm begegnen.
Eine Kleinigkeit, die aber oft schwer zu machen ist.
Ich möchte das an einigen Bildern deutlich machen.

Von den folgenden „Kommageschichten“ habe ich immer nur eine erzählt!

Folie: Vers im Poesiealbum
Ein Bräutigam schrieb seiner Braut auf ihre Bitte ins Poesiealbum:
„Jedes Übel wünsch ich Dir;
fern vom Leibe bleibe mir;
alles Unglück treffe Dich;
niemals komm und küsse mich!“

Als die Braut dieses gelesen hatte, weinte sie bitterlich.
Da nahm der Bräutigam noch mal die Feder und setzte die Zeichen:
„Jedes Übel wünsch ich Dir fern vom Leibe;
bleib mir alles;
Unglück treffe Dich niemals;
Komm und küsse mich.“

Nun war der Friede wieder hergestellt.

Folie: Anekdote vom großzügigen König
Ein König sollte folgendes Urteil unterschreiben:
„Gnade unmöglich, im Gefängnis lassen!“
Ihm kam das Urteil zu hart vor, weil er an die Zukunft des Mannes und seiner Familie dachte. Er änderte das Urteil um:
„Gnade, unmöglich im Gefängnis lassen!“
Er machte nur eine Kommaverschiebung:
So lautete das Urteil auf Freispruch.

FAZIT:
1. Fazit: Gott macht ständig solche Komma- verschiebungen.

Er schenkt unendliche Vergebung und ermöglicht neues Leben.
Durch eine Kommaverschiebung, oder durch ein Zeichen, das Gott in unser Leben setzt, wird
aus einer Niederlage ein Sieg
kommt eine lebenswichtige Botschaft durch Gottes Geist auch wirklich in meinem Leben an, ergreift und verändert mich
wird Frieden in meinem Leben wieder hergestellt
werde ich von Gott durch Jesus freigesprochen
habe ich täglich Hoffnung in meinem Leben, weil mein Blick frei wird zu ihm
eine scheinbar ausweglose Situation - in Gottes Augen
positiv gemeint

2. Kleine Dinge können soviel in meinem Leben ändern

Petrus schaute einen kleinen Augenblick von Jesus weg auf den Wind/Sturm und wäre ohne Jesu Hilfe untergegangen.
Kleine Dinge können soviel ändern

(POS u. NEG) ein gutes Wort - anstelle einer Spitze eine Umarmung - anstelle eines Faustschlages eine Fürbitte - anstelle von Gleichgültigkeit ein trostvolles Wort - anstelle gehässiger Äußerung

3. Jesus im Alltag sehen lernen
FOLIE: „Jesus neu entdecken“
Ihr sollt einmal raten, was ihr seht.
Symbole, ...,
Folie öfters einmal drehen
Stehen die Formen in einem zahlenmäßigen Zusammenhang?

FOLIE: „JESUS CHRISTUS-RASTER“ auflegen
lIm Alltag ist es für uns oft sehr schwer Jesus zu „sehen“.
lManchmal sehen wir nur Chaos und fragen uns, wie das alles zusammenpaßt.
In der Schule, im Elternhaus usw....
Trotzdem ist Jesus von uns nie weit weg, es kommt nur darauf an, ihn zu sehen.
Wie oft sagen wir: „Das war kein Zufall, als...!“

lJesus ist uns näher, als wir oft glauben, fühlen, sehen oder verstehen.
lManchmal muß man nur seinen Blick schärfen und ganz genau hinsehen...

Jetzt: ausgeschnittene Raster auf die Folie auflegen. Deutlich sind die Worte „JESUS“ und „CHRISTUS“ zu erkennen.

Ich wünsche euch:
-das ihr den Blick von Jesus nicht abwendet
-das ihr ihn erkennen möget
-das ihr mit der Hoffnung lebt, daß Gott kleine Dinge und Zeichen setzt, die unser Leben positive verändern wollen
-durch Kommaverschiebungen unserer Niederlagen in Siege verwandeln kann.

Groß wird mein Leben da, wo ich meinen Blick auf Jesus richte; mich auf ihn konzentriere; mit ihm in meinem Leben rechne.

Da dürfen wir mithelfen, das die Liebe Gottes weitergegeben wird,
- das wir helfen, wo andere durch Riesen kaputtgemacht werden

FOLIE: Blume vor der Lawine retten
FOLIE: Last tragen = Schneckenhäuser

„Es ist besser ein kleines Kerzenlicht im Leben zu sein, als ein großer Armleuchter!“.
FOLIE: Kraft ist in Schwachen mächtig
FOLIE: Elefant auf der Wippe muß abnehmen
FOLIE: Pinguin = anderen dienen
FOLIE: Siegerehrung = klein sein

Heute steht Jesus vor der Tür deines Lebens.
Offb 3,20: „Ich steh vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und öffnet, werde ich bei ihm einkehren. Ich werde mit ihm essen und er mit mir.“
Du brauchst nichts zu tun, als ihn einzuladen und aufzunehmen.
Du brauchst nur zu sagen: Ja Herr, komm in mein Leben. Und er wird so, wie er es versprochen hat,
eintreten und dich glücklich machen. Ich weiß, daß er jeden rettet.

Schluß: „Aus tausend eins finden“
Heute verfolgen mich
wieder tausend Töne
so daß ich kaum höre
wo wirklich Musik
und Leben ist.

Heute bestimmen mich
wieder tausend Verlockungen
so daß ich kaum erkenne
was wirklich wichtig
für mein Leben ist.

Heute höre ich wieder
von tausend Angeboten
so daß ich kaum entscheiden
kann
wo wirklich einmalig
mein Leben hingehört

ich steige nicht durch
am besten steige ich aus
das Karussell fährt
mir zu schnell
ich brauche festen Boden
unter meinen Füßen
einen
Weg
nicht tausend Straßen
den will ich gehen
die Wahrheit hören
den Weg gehen
das Leben haben
mit dir
mein Jesus.

Amen.