Foto von aufgeschlagenen Büchern

Predigt zum "Punkt 10"

Pfarrer Dr. of Ministry (Washington D.C.) Michael Stollwerk (ev)

13.07.2014 in der Ev. Kirchengemeinde Naunheim

am Endspieltag der Fußball WM 2014

In Sieg oder Niederlage - "You'll never walk alone"

© privat

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen!

Kurze Frage zu Beginn: Wie viele Fußballfans gibt es Ihrer Meinung nach in Deutschland?

Was schätzen Sie? (Reaktionen abwarten)

(Eine kleine Hilfe: Der Deutsche Fußballbund hat 6.851.892 Mitglieder - Stand: Mai 2014)

Sie ahnen es: Eigentlich muss die Frage präziser gestellt werden, denn die Anzahl derer, die sich für Fußball interessieren, steigt während der WM rasant in die Höhe und findet heute sicher ihren Höhepunkt.

Woher kommt das?

Woher kommt es, dass die Zahl der Fußballbegeisterten während einer normalen Bundesligasaison ungleich niedriger ist als während einer Weltmeisterschaft?

Mir drängt sich da der Eindruck auf, dass der rasante Anstieg an Fußballinteressierten während einer WM hat gar nicht so viel mit Fußball zu tun, sondern eher mit einem ganz menschlichen Grundbedürfnis.

Und dieses Grundbedürfnis wird im Vorfeld und während eines solchen großen Sportfestes massiv gefördert.

Es ist das Bedürfnis nach Gemeinschaft!
Das Bedürfnis, dazuzugehören und mit Anderen etwas Tolles zu erleben.

Nicht wahr, wenn die ganze Welt feiert und sich freut, dann ist es ja irgendwie unangenehm, nicht dazu zu gehören und abseits zu stehen.

Da fühlt man sich automatisch als Außenseiter bzw. Spaßbremse.

Und umgekehrt: Wenn die ganze Nation in tiefe Trauer versinkt, weil Jogis Jungs es vielleicht zum wiederholten Male nicht geschafft haben, dann möchte man ja wenigstens seiner Anteilnahme Ausdruck geben und sein Beileid bekunden.

(Unter Umständen bekommen da sogar diejenigen unter uns, die dem Ganzen gegenüber zwar verständnisvoll aber eher in einer sympathisierenden Halbdistanz gegenüber stehen noch eine ganz wichtige Funktion: etwa als Seelsorger der Hardcore Fans!)

Also es ist schon so:
Nicht allein zu sein, nicht abseits zu stehen ist ein menschliches Grundbedürfnis - und zwar in den großen Siegen und in den Niederlagen des Lebens.

Deswegen rotten wir uns immer zusammen, wenn um Großes geht!

Und eine Fußball WM, als ein weltverbindendes Sportereignis, ist etwas Großes - zumindest emotional!

Es geht darum, mit großen Gefühlen nicht allein zu sein!

Wir wollen zusammen feiern und zusammen trauern! Pralles Leben erleben!

Wie wichtig es ist, Großes gemeinsam zu erleben merken wir ja gerade dann, wenn es an Wegbegleitern fehlt.
Wenn keiner da ist, mit dem wir solche Zeiten teilen können.

(An die Jugendlichen gerichtet)
Stell Dir nur mal vor, Du müsstest Deinen Geburtstag oder Weihnachten alleine feiern. Wäre doch irgendwie öde, oder?

Oder stell' Dir vor, Du schleppst irgendein Problem mit Dir rum und es ist keiner da, mit dem Du darüber reden kannst.
- Das wäre ganz schön schlimm!

Da kann man depressiv drüber werden, wenn man Dinge über einen längeren Zeitraum in sich rein frisst.

Und deshalb finde ich es schön, dass es eine Fußballhymne gibt, die uns dazu ermutigt, in den Siegen und Niederlagen des Lebens, die Gemeinschaft mit Anderen zu suchen.

"You'll never walk alone" - Du wirst oder Du musst niemals alleine gehen.

Egal wie die Sache heute Abend ausgehen wird, es wird gut tun, zu wissen, da sind andere mit mir unterwegs, die meine Gefühle teilen.

Dass dieses Lied nicht einfach nur so ein Schlager ist, ist mir spätestens 2009 bewusst geworden, als 35.000 Menschen "You'll never walk alone" bei der Trauerfeier für Robert Enke sangen.

(Für alle, die es vielleicht nicht wissen: Robert Enke war Torwart von Hannover 96, litt unter Depressionen und nahm sich damals als 32 jähriger das Leben)

Da ist diese Fußballhymne fast zu so einer Art Beerdigungschoral geworden und an die Stelle eines: "Befiehl Du Deine Wege" in kirchlichen Trauerfeiern getreten. Und ich gestehe, auch mich hat es damals berührt.

Allerdings glaube ich, dass der Trost, den dieses Lied vermittelt, dann doch seine Grenzen hat.

Ebenso wie die Gemeinschaft und der Halt, den andere Menschen uns vermitteln können, seine Grenzen hat.

Vermutlich wird dies deutlich, wenn wir uns den Text einmal etwas genauer anschauen.

Auf Englisch gesungen haben wir ihn am Anfang des Gottesdienstes schon gehört, übersetzt klingt er so:

"Wenn Du durch einen Sturm gehst, geh erhobenen Hauptes und hab' keine Angst vor der Dunkelheit. Nach dem Sturm zeigt sich ein goldener Himmel und lässt sich das süße hellklare Lied einer Lerche hören.
Darum geh weiter durch den Wind, geh weiter durch den Regen, auch wenn alle deine Träume zerplatzen.

Geh weiter, geh weiter mit Hoffnung in Deinem Herzen und du wirst niemals alleine gehen. Ja, du wirst niemals alleine gehen."

Soweit der Text dieser weltweit gesungenen Fußballhymne.

Ich frage Sie: Ist das, was hier in einer Art Bildsprache beschrieben wird, wirklich eine Perspektive, die nachhaltig tröstet?
Bei aller Wertschätzung - ich habe da, ehrlich gesagt, meine Zweifel.
Zumindest mich selbst erreicht sie nur teilweise.

Denn der Trost, der hier zum Ausdruck kommt, lautet ja in seiner wesentlichen Substanz zusammengefasst vor allem dies:

Gib die Hoffnung nicht auf, die Zeit heilt alle Wunden! Das wird schon wieder.
Nach Gewitter folgt Sonnenschein und dann sieht die Welt schon wieder anders aus.

Das mag das ja alles stimmen. In ähnlicher Weise hat man mich im Laufe meines Lebens auch schon zu trösten versucht.

Und zweifellos: Eine verkorkste WM lässt sich z.B. so verkraften!
Denn da weiß ich ja: In 4 Jahren ist es wieder so weit. Dann werden die Würfel neu gemischt: Neues Spiel, neues Glück!

Sogar der tragische Tod eines Todhüters lässt sich für die Fans - wohlgemerkt für die Fans, nicht für die Angehörigen!! - vielleicht so verkraften.
Denn, wenn ich es recht sehe, haben die Anhänger von Hannover 96 mit Ron-Robert Zieler längst wieder in ein neues Torwartidol.

Oder wie ist es mit einem Jugendschwarm: Eine verschmähte Liebe lässt sich so verkraften!
"Auch andere Mütter habe schöne Töchter", pflegte meine Mutter immer zu sagen, wenn ich mir mal wieder einen Korb geholt hatte.

- Und sie hatte recht, wie ich später festgestellt habe.

Aber was ist mit den Lebenserfahrungen, bei denen nicht mehr alles gut wird?
Bei denen ich weiß, das schleppe ich jetzt bis an mein selig Ende mit mir herum.
Wenn ich plötzlich merke, es hilft kein "Heile, Heile, Gänschen" und ich mich plötzlich unsagbar allein fühle. - Weil kein Anderer mich in meiner Traurigkeit versteht.

You'll never walk alone - Du wirst Deinen Weg niemals alleine gehen!

Stimmt dieser Satz dennoch? - Es wäre doch so schön! Und ich bräuchte diese Zusage doch gerade in solchen Situationen so dringend.

Ja, diese Zusage stimmt dennoch!

Aber sie stimmt nicht deshalb, weil neben Dir 50.000 Zuschauer im Stadion und noch einmal Millionen von Menschen am Bildschirm singen: You'll never walk alone!

Sie stimmt, weil ein Einziger, der Dich durch und durch kennt und alles für Dich zu tun bereit ist, sagt: "Ich gehe mit Dir!"

Nein, ich spreche nicht von Ihrem Ehepartner, auch nicht von Deinem Vater und Deiner Mutter.

Ich spreche von Jesus.

Jesus Christus sagt nach seiner Auferstehung in Matthäus 28, 20:
Siehe ich bin bei Euch alle Tage, bis ans Ende der Welt!

- Was auch immer geschieht: You'll never walk alone!

Die Frage ist an dieser Stelle natürlich:

Was macht hier den Unterschied?

Warum kann ich von Christus das erwarten, was ich von keinem anderen Menschen erwarten kann?

Zwei Dinge dazu.

Das Eine ist schon angeklungen:

a) Christus ist bei Dir, weil er Dich durch und durch kennt.

Das Schöne an der Erfahrung menschlicher Gemeinschaft ist ja dies, dass da die Grenze zwischen einem Ich und einem Du teilweise aufgehoben ist.

Man lernt jemand kennen, stellt fest, wir sind in bestimmten Dingen auf einer gleichen Wellenlänge, das schafft Sympathie.

Denn das bedeutet Sympathie auf deutsch übersetzt: ein gemeinsames Erleben, eine gemeinsame Leidenschaft haben.

Aus diesem "gleichen Erleben" entsteht dann Gemeinschaft, manchmal sogar Freundschaft.

Das ist eine Grundbedingung für das Entstehen von Gruppen:
Fanclubs, Vereinen, Cliquen. Und je größer das "gemeinsame Erleben", desto inniger die Verbindung.

Allerdings stellen wir fest, dass diese gemeinsame Art, Dinge wahrzunehmen oder zu empfinden, selbst bei der innigsten Freundschaft/Ehe ihre Grenzen hat.

Eben weil Menschen nun mal unterschiedlich "ticken" oder weil sie Erfahrungen unterschiedlich verarbeiten.

Ein Beispiel dazu:
Da sind zwei Freundinnen, sagen wir: Steffi und Elke

Steffi ist verheiratet, ihre Freundin dagegen Single.

Steffi möchte Ihrer Freundin etwas Gutes tun und lädt sie zu einer WM Party ein.

Aber Elke wehrt ab: "Ach weißt Du, da kenne ich doch niemand und außerdem kommen die meisten als Pärchen."

Darauf Steffi: "Das macht doch nichts, und außerdem kennst Du doch mich."

Elke: "Ja, schon. Aber ich fühle mich immer als 5tes Rad am Wagen bei solchen Feten."

Steffi: "Wie kommst Du denn darauf? Hast Du etwa den Eindruck, wir kümmern uns nicht genug um Dich?"

Elke: "Nein, aber...

So geht dieser Dialog noch eine Weile hin und her.
Steffi bemüht sich nach Kräften, ihre Freundin zum Kommen zu ermutigen und aufzubauen.

Aber je mehr Steffi sich bemüht, desto einsamer und unverstandener fühlt sich Elke.
Weil sie den Eindruck hat, mit ihrer Gefühlslage als Single nicht wirklich wahrgenommen zu werden.

Am Ende ist sie nur noch genervt und sagt: "Steffi, sei mir nicht böse, aber lass mich bitte in Ruhe!"

Und mit einem Mal fühlen sich beide Freundinnen einsam.

Was ist hier passiert? Eigentlich gar nichts Schlimmes.

Es ist nur so, dass hier zwei unterschiedlich Geschöpfe,
Geschöpf A und Geschöpf B an die Grenzen ihres gemeinsamen Erlebens gestoßen sind.

Und diese Grenzen können sie nicht überspringen, weil jeder Mensch für sich auch ein Geheimnis ist.

Dieses Geheimnis ist der Ursprung unserer Individualität, aber es ist gleichzeitig auch der Ursprung unserer "Einsamkeit".

Erinnern Sie sich an die Szene, als Franz Beckenbauer, nach dem Gewinn der Fußballweltmeisterschaft 1990 einige Minuten ganz einsam und ernst über den WM Rasen ging?

Man könnte meinen, er hätte das Endspiel gerade verloren. Dabei hatte er gewonnen.

Nur war dieses Glück, in diesem Moment offenbar etwas so Tiefes und Bewegendes, dass er es mit niemand hätte teilen können.

Mit niemand - außer mit Christus.
Denn in Christus begegnet ein Geschöpf A nicht einem beliebigen Geschöpf B, sondern jemand, der als unser Erlöser die Geheimnisse unseres Wesens kennt und versteht.
Ihm ist auch die letzte Eigenheit unserer psychischen Struktur bekannt.

Er weiß genau, warum wir wie reagieren und welche Erfahrungen und zu dem Menschen gemacht haben, der/die wir sind.

Deshalb schildert uns das Neue Testament die Begegnung von Menschen mit Jesus immer als eine befreiende Begegnung.

Als eine Begegnung, die die Einsamkeit des Unverstanden seins aufbricht und Gemeinschaft stiftet.

Besonders eindrücklich ist mir das z.B. in der Geschichte von der Begegnung Jesu mit der Frau am Jakobsbrunnen in Johannes 4.

Ich weiß nicht, ob Ihr, ob Sie, diese Geschichte kennen:

Es ist der Bericht von einer Frau, die sich offenbar auf zahlreiche Männerverhältnisse eingelassen hat.
Dies hat ihr, wen mag es wundern, allem Anschein nach den Ruf eines "Luders" eingebracht. Als Reaktion darauf, vermeidet sie die Begegnung mit anderen Menschen. Dies deutet der biblische Text zumindest an (Sie geht in der glühenden Mittagshitze zum Brunnen, um nicht gesehen zu werden.)

Genau diese Frau spricht Jesus an.
Und dabei thematisiert er ihre Lebenssituation und trifft dabei das eigentlich Motiv ihrer vermeintlichen "Affären" auf den Punkt:
nämlich die verzweifelte Suche nach Liebe und Geborgenheit.

Diese Frau fühlt sich zum ersten Mal in ihrem Leben wirklich verstanden.

Und das beeindruckt sie so sehr, dass sie nicht nur befreit aufatmet, sondern sogar ihre erlittenen Verletzungen zurücklassen und wieder auf Menschen zugehen kann.

Denn sie läuft vor Begeisterung in ihr Dorf, um auch denen, die es vielleicht nicht hören wollen, zu erzählen:

"Stellt Euch vor, ich habe jemand getroffen, der alles von mir weiß und im Innersten verstanden hat. Schaut doch, ob das nicht der von Gott gesandte Messias ist." (Joh. 4, 29)

Ganz ähnlich wie dieser Frau geht es auch zahlreichen Männern, von denen uns das Neue Testament berichtet: Petrus, der Zöllner Zachäus usw.

Und genauso geht es Männer und Frauen bis heute - sobald sie von ihm hören und zu ahnen beginnen: Hier begegnet mir Gott in menschlicher Gestalt.

Jesus kennt Dich durch und durch. Und er liebt Dich durch und durch.

Deshalb gilt: "You'll never walk alone. Du bist niemals allein."

b) Christus ist bei Dir, weil er alle Abgründe kennt

Wir haben eben gesehen: Menschliche Gemeinschaft hat natürliche Grenzen. Es sind Grenzen des Verstehens, die mit unserer Individualität zusammen hängen.

Und nur Christus vermag die daraus entstehende Einsamkeit zu überwinden.

Umgekehrt gibt es aber auch eine Grenze, die wir einhalten müssen, gerade weil wir einen anderen Menschen so gut verstehen und sein Leid uns anrührt:
Ich meine die Grenze des Selbstschutzes angesichts der Abgründigkeit des Lebens!

Stellen Sie sich vor, Sie sind Arzt in einer Kinderkrebsstation und werden tagtäglich damit konfrontiert, dass Kinder sterben und Eltern von ihnen Abschied nehmen müssen.

Jeder, der selbst Kinder hat, wird erahnen, wie traumatisch ein solches Erleben ist.

Und Sie werden sich in die Betroffenen gut hinein versetzen können.

Aber würden Sie dies als Arzt ungefiltert tun - Sie wären vermutlich kaum dazu in der Lage einen solchen Beruf über Jahrzehnte hinweg auszuüben.

Oder wenn Sie im Hospiz in der Sterbebegleitung engagiert sind:
sofern Sie da den Spagat nicht hinkriegen zwischen liebevoller Zuwendung auf der einen Seite und professioneller Distanz auf der anderen Seite, haben Sie beste Chancen, depressiv zu werden.

Also, um Ihrer selbst willen:
Sie müssen manchmal Grenzen setzen, gerade weil der Andere Ihnen unendlich leid tut und am Herzen liegt.

Für den vom Leid Betroffenen fühlt sich das natürlich ganz anders an und verschärft die Situation.
Er spürt, dass sich seine Umwelt vor ihm zurück zieht. Und seine Einsamkeit wird umso größer, je tiefer er in den Abgrund rutscht.

Robert Enke, der bereits erwähnte Nationaltorwart und Spieler von Hannover 96 hat dies in seinem Abschiedsbrief beschrieben.

Und Terese Enke, seine Ehefrau, hat dies in ihrer Hilflosigkeit empfunden.

Von daher gibt es auch an dieser Stelle nur einen Weg aus der Einsamkeit.

Es ist der Weg ins Gebet und zu Christus, der gesagt hat: "Siehe, ich bin bei Euch alle Tage bis an der Welt Ende."

Wir können als Menschen einem anderen Menschen nicht überall hin folgen.

Und andere Menschen können zuweilen auch uns nicht überall hin folgen.

Das kann alleine Christus. Denn er hat, wie es im Epheserbrief einmal heißt "alle Höhen und Tiefen durchschritten, damit er alles erfülle" (nach Eph.4,9f)

Dafür ist Christus am Kreuz gestorben. Dafür hat er bewusst alle Selbstschutzmechanismen abgelegt und uns Menschen an die Orte radikalster Verlassenheit gefolgt.

Damit er wirklich überall hin mit Dir mitgehen kann. Selbst durch den Tod hindurch.

Die Gemeinschaft mit Ihnen und mir war ihm wichtiger als sein Leben.
Nur deshalb gibt es eben in dieser Welt keinen Ort letzter Einsamkeit.

Welchen Gipfel der Gefühle Du auch immer erklimmen wirst, Christus ist dabei.

Welchen Abgrund das Leben für Dich auch bereit halten mag: Christus ist dabei.

Ich selbst habe beides schon erlebt:
die Gemeinschaft mit Christus in der Einsamkeit höchsten Glücks, aber auch die Gemeinschaft mit Christus in der Einsamkeit der Niederlage.

Es waren Situationen, in die mich kein anderer Mensch hätte begleiten können

Aber in beiden Situationen hörte ich in meinem Inneren eine Stimme, die mir zuflüsterte:
"Siehe, ich bin bei Dir alle Tage, bis an der Welt Ende."

"In Sieg oder Niederlage - You'll never walk alone"

- Das gilt auch heute Abend jedem einzelnen Spieler der deutschen und argentinischen Nationalmannschaft.

Es gilt denen, die an den Fernsehern oder bei Public Viewings mit fiebern werden und im Falle der Niederlage vielleicht glauben, eine Welt sei zusammen gebrochen.

Es gilt allen, in deren Einsamkeit niemand folgen kann als Gott selbst.

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, der bewahre unser Herzen und Sinne in Jesus Christus, unserem Herrn. Amen